Bergfürst Erfahrungsbericht #19 von GEF

Hinweis: Der folgende negative Erfahrungsbericht zu Bergfürst wurde am 29.03.2018 von unserem Nutzer GEF aktualisiert und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Ich bin seit Dezember 2016 bei Bergfürst, habe dort in ein Immobilienprojekt investiert und möchte hier mal nicht das allgemeine Berichtsschema (Anlageprozess, Online-Verwaltung, ...) einhalten, sondern gezielt meine negativen Beobachtungen bzw. Erfahrungen mitteilen:

Kurz nach meinem Investment beobachtete ich, dass ein anderes Projekt (eines Uhrenherstellers) in Schieflage geriet. Auf der Bergfürst-Seite war davon nichts zu erkennen. Meine auf der Webseite im Kundenbereich gestellten Fragen wurden weder beantwortet noch veröffentlicht. Der Bergfürst-Service teilte mir hierzu mit, Fragen könnten erst veröffentlicht werden, wenn der Emittent sie beantwortet habe. Wenn er das nicht tue, sei man machtlos. Obwohl die betreffende Firma inzwischen längst liquidiert ist, war das Projekt immer noch so beschrieben, als wäre nichts geschehen und die Beteiligungen sind bis heute auf dem Bergfürst-Handelsplatz handelbar. Auf meinen Hinweis, man müsse doch den Handel für faktisch wertlose Beteiligungen aussetzen, teilte mir Bergfürst mit, man wolle hier nicht bewerten und könne nicht willkürlich bestimmte Beteiligungen aus dem Handel nehmen. Erst auf meinen massiven Protest hin (obwohl ich in dieses Projekt selbst nicht investiert bin), erfolgte ein Hinweis auf der Handelsseite, dass der Emittent seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkomme und dass Investitionen deshalb hochspekulativ seien. Der Handelsplatz für dieses (und ein weiteres inzwischen gescheitertes) Projekt wurde aus dem allgemeinen Handelsplatz rausgenommen und in einen eigenen „Handelsplatz Unternehmen“ versteckt, den man nur über den unscheinbaren Link „Weitere Investitionsmöglichkeiten“ ganz am Ende der Handels-Seite erreicht.

Jetzt hat es auch mein Immobilienprojekt erwischt: Die zweite Zinszahlung, fällig am 31.12.17, wurde bis heute nicht geleistet. Hierüber hat Bergfürst die Anleger zwar Mitte Januar informiert, aber inzwischen ist außer Vertröstungen und einem beschönigenden Quartalsbericht des Emittenten nichts passiert.

Obwohl am 28.02.18 eine letzte Frist abgelaufen ist und die Gläubiger zur fristlosen außerordentlichen Kündigung berechtigt sind, hat Bergfürst die notwendige Gläubigerversammlung bisher nicht einberufen. Auch hier das gleiche Bild auf der Projektseite: Keine Informationen zu den aktuellen Entwicklungen, meine Fragen werden nicht beantwortet und nicht veröffentlicht. Der Emittent reagiert nicht auf direkte Anfragen und der Bergfürst-Service zeigt sich machtlos. Aus Presseberichten habe ich erfahren, dass die Baustelle seit Mai 2016 ruht, bei Abbrucharbeiten Nachbargebäude beschädigt wurden, das geplante Projekt nicht so realisiert werden kann wie geplant und dass Verträge geplatzt sind. Genaue Informationen zu all diesen negativen Entwicklungen finde ich nirgends auf der Bergfürst-Seite.

Um es klar zu sagen: Ich kritisiere hier nicht, dass Projekte „den Bach runtergehen“, aber ich kritisiere den Umgang von Bergfürst mit diesen unschönen Entwicklungen. Von transparenter Information kann hier keine Rede sein.

Nachtrag vom 29.03.2018:

Inhaltlich hat sich seit der Abfassung meines Berichts (Anfang März) Folgendes getan:

  • Der Emittent (Projekt Z19 Stadthaus Plus) hat die fälligen Zinsen inzwischen bezahlt.
  • Eine Gläubigerabstimmung hat beschlossen, dass der Emittent, die GPV, einer Sonderprüfung unterzogen wird.

Aus meiner Sicht ist trotzdem überhaupt nicht klar, wie es mit diesem Bergfürst-Projekt weitergeht.

Hier noch 2 Links auf entsprechende Artikel der Immobilienzeitung – nur zur Info:

  • https://www.immobilien-zeitung.de/1000051391/bergfuerst-crowdprojekt-macht-anlegern-aerger
  • https://www.immobilien-zeitung.de/1000051527/sonderpruefer-nimmt-bergfuerst-projekt-unter-lupe

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