Bergfürst Erfahrungsbericht #3 von Saily

Insgesamt habe ich über Bergfürst in mehr als 30 Projekte investiert (Volumen ca. 60 TEUR). Ein Teil der Projekte wurde mittlerweile bereits zurückgezahlt. Über den Registierungs- und Projektabwicklungsprozess wurde schon viel geschrieben. Der ist einfach, übersichtlich und gut - damit komme ich sehr gut zurecht.

Allerdings muss man beachten, dass es zwischen dem im Projekt angegebenen Zinssatz und dem realen Zinssatz immer eine Diskrepanz zu Ungunsten des Anlegers gibt. Diese kommt dadurch zustande, dass die Verzinsung erst mit dem Ende der 14-tägigen Widerspruchsfrist beginnt. Auch für die Rückzahlung hat der Projektträger bis zu 14 Tage Zeit, die ebenfalls nicht verzinst werden.

Das macht sich speziell dann stark bemerkbar, wenn sich die Anlagedauer durch eine vorzeitige Rückzahlung auf teilweise unter ein Jahr verkürzt. Wenn man die Zahlungsdaten zugrunde legt, macht das schon mal bis zu 0,25 % aus. In einem Einzelfall waren es auch mal 2 %. Das steht alles im Kleingedruckten, man sollte es nur wissen, denn bei anderen Anbietern ist das nicht so.

Darüber hinaus fehlt mir eine Risikobewertung durch die Plattform Bergfürst (z. B. in Form eines Ratings). Andere Anbieter (z. B. Engel & Völkers) stellen eine entsprechende Entscheidungshilfe bereit. Für kleinere Investments kann man sich nicht mit jedem einzelnen Projekt stundenlang befassen.

Sehr gut finde ich, dass bei Bergfürst die Kapitalertragssteuer einbehalten wird, zumindest bei inländischen Projekten. Bei ausländischen Projekten muss man sich selbst darum kümmern. Das ist eindeutig ein Plus gegenüber anderen Anbietern.