bettervest Erfahrungsbericht #10 von Domenica

Hinweis: Der folgende neutrale Erfahrungsbericht zu bettervest wurde am 03.08.2017 von unserem Nutzer Domenica aktualisiert und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Unser Dankeschön für eine Bewertung von bettervest

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Kontinuierlich gibt es bei bettervest spannende Projekte und es ist für mich persönlich oft schon interessant, nur in den Projektbeschreibungen zu lesen, was es alles für Möglichkeiten gibt, um CO² einzusparen und unsere Umwelt zu schützen. Die Plattform kommt also mit einer gewissen „grünen Aura“ daher, für die auch ich mich gerne einsetzen wollte.

So ganz einfach ist mir das Investieren hier jedoch bislang nicht gefallen. bettervest ist bislang die einzige Plattform, auf der ich nur ein einziges Projekt mitfinanziert habe, seit ich im September 2016 mit Crowdinvesting angefangen habe. Zum Vergleich: Ich investiere seitdem bei sieben Plattformen!

Meine Zurückhaltung erklärt sich mit einem etwas schlechten Bauchgefühl…

1. Beim Investieren in vorwiegend internationale Projekte, die bettervest anbietet (ganz oft in Afrika), frage ich mich: Kann ich in die Liquidität von ausländischen Unternehmen vertrauen? Gibt es ein Währungsrisiko?

2. Bei den oft überdurchschnittlichen Zinsen, die bettervest anbietet (bis zu 10% jährlich!) kommt die Frage auf: Steckt da eine seriöse Kostenkalkulation dahinter oder ist das blauäugig kalkuliert?

Abgesehen von meinem Bauchgefühl ist ein ganz offensichtlicher Nachteil, dass bei bettervest die Verzinsung frühestens zwei Wochen nach Abschluss des Fundings beginnt. Außerdem sind die Fundingzeiten oft überdurchschnittlich lang. Das kann bedeuten, dass der eigene investierte Betrag möglicherweise monatelang unverzinst bleibt. Mein Tipp: Bei bettervest nur in solche Projekte investieren, die sich bereits im „Endspurt“ befinden!

Vorteile gibt es - unabhängig vom ökologischen Nutzen – natürlich auch noch:

- Investitionen ab 50 € ermöglichen auch kleinere Beteiligungen, was nicht bei jeder Plattform möglich ist. Dafür werden aber wie bei Exporo und Zinsbaustein keine Steuern abgeführt, weshalb der Investor sich selbst um die korrekte Versteuerung seiner Erträge kümmern muss.

- Etwas völlig Neues sind für mich die Annuitäten-Darlehen, die es aber glaube ich auch schon woanders gibt: Zusammen mit den Zinsen gibt es eine jährliche Teil-Tilgung des Investmentbetrages – verteilt über die gesamte Laufzeit. In meinem Fall erwarte ich am 31.10.2017 bei einer Investition von 500 € eine Auszahlung von 92,78 € – davon 35 € Zinsen und 57,78 € Tilgung. So habe ich nach einem Jahr nur noch 442,22 € Kapital in diesem Projekt. Das heißt, dass der Umfang des möglichen Verlustes mit jedem Jahr kleiner wird.

Auch sehr wertvoll finde ich, dass es bei meinem Projekt regelmäßige Updates zum Projektverlauf gibt, über die bettervest – ähnlich wie Zinsland – auch mit einer E-Mail informiert. So habe ich bei meinem Projekt erst jüngst eine beunruhige Info erhalten.

Konkret: Anfang Oktober 2016 habe ich in ein Projekt der UMAWA Deutschland UG investiert, die zusammen mit der ghanaischen Firma UMAWA Ltd. Photovoltaikprojekte in Ghana umsetzt. In meinem Fall handelt es sich um eine Photovoltaikanlage des „Family Health Hospitals“ in Accra (der Hauptstadt Ghanas). Es war das dritte bettervest-Projekt von UMAWA, die alle mit derselben Zielrichtung angesetzt sind: die Photovoltaik-Technik in Ghana bekanntmachen. Der Geschäftsführer Peter Schuster scheint für dieses Ziel noch viel mehr vorzuhaben, denn mittlerweile läuft bereits das fünfte Projekt („Alpha Beta Schule“), das sich gerade im Funding-Endspurt befindet.

Beide vorangehenden Projekte befinden sich bereits am Stromnetz. Auch beim Family Health Hospital schien zunächst alles gut zu laufen. UMAWA installierte die Panels auf dem Dach, stellte den Investoren Bilder davon zur Verfügung und man wartete angeblich nur noch auf den zuständigen Elektriker, der die Anlage ans öffentliche Stromnetz koppelt.

Ende Mai 2017 kam dann vom UMAWA-Geschäftsführer die Mitteilung, dass das Krankenhaus immer noch keine Bankbürgschaft bei der eigenen Hausbank eingeholt habe. Erst in diesem Zusammenhang erfuhr ich, dass es offensichtlich immer zum Konzept von UMAWA gehört, zum Schutz der Anleger eine solche Bürgschaft einzufordern – für den Fall, dass der afrikanische Photovoltaik-Kunde zahlungsunfähig werden würde. Aufgrund dieser fehlenden Bankbürgschaft entschloss sich das Unternehmen UMAWA, die Panels und die Anlage wieder zurückzubauen, um wenigstens den Wert der Panels zu sichern. Das Family Health Hospital hat aktuell eine Frist bis Mitte Juli erhalten, um diese Bürgschaft nachzureichen. Ansonsten stellt Hr. Peter Schuster den Investoren schon die Möglichkeit einer Kapitalumschichtung in ein alternatives Projekt in Aussicht.

Auch wenn dies wie eine Garantie wirkt, sind Entwicklungen, die so weit weg (wie in Ghana) passieren, für mich besorgniserregend. Außerdem gibt es bei bettervest angeblich schon ein gescheitertes Projekt, deren Initiatoren Insolvenz anmelden mussten. Deshalb nehme ich aktuell Abstand davon, in weitere Projekte bei bettervest zu investieren. Sollte sich die Geschichte mit dem Family Health Hospital jedoch zum Guten wenden, schließe ich weitere Investitionen nicht aus (v. a. bei UMAWA).

bettervest hat ein dynamisches junges Team, deren Idee man fördern sollte. Und Hand aufs Herz: Es tut auch selber gut, zu wissen, dass man etwas für den Erhalt der Erde tun kann .

Nachtrag vom 03.08.2017

Das Projekt „Family Health Hospital“ wurde von der UMAWA nun für gescheitert erklärt. Der vor Ort arbeitende leitende Professor hat die bis Mitte Juli eingeforderte Bankbürgschaft nicht eingeholt. Deshalb sind nun die unverbauten Materialien frei geworden (v. a. die Photovoltaik-Panels), die Geschäftsführer Peter Schuster und sein ghanaischer Kollege nun gerne in weitere Projekte verbauen würden.

Es kam vor einigen Tagen eine E-Mail an alle betroffenen Investoren. Darin bat er, eine Entscheidung zu treffen, ob sie für das investierte Kapital die Zweckgebundenheit, unter der sie ursprünglich investiert hatten, aufgeben oder sie das Kapital ausgezahlt bekommen wollen. Ich war sehr verunsichert, vor allem bezogen auf die zweckoffene Kapitalverwendung, weil in dieser E-Mail keine konkreten Projekte genannt wurden, bei denen UMAWA die nun frei vorhandenen Panels einzusetzen beabsichtigt.

Also nahm ich Hrn. Schusters Angebot an und telefonierte mit ihm: Er gewährte mir dabei einen außergewöhnlich tiefen Einblick in die Unternehmensstruktur und machte mir seine großen Ziele für Ghana anschaulich. Er erklärte mir den Unterschied zum momentan in der Fundingphase befindlichen Projekt, die Photovoltaikanlage für die Supermarktkette „Shop N Save“, der die UMAWA nicht die Anlage verkauft, sondern den damit produzierten Strom. Er sprach auch von einem weiteren Projekt, das er gerade erst bei bettervest anmeldet und erwähnte den Vorteil, dass er bisher überall Panels von derselben Bauart verwendet habe.

Warum ich mich letztlich dafür entschied, das Kapital bei der UMAWA zu belassen, hatte einen weiteren Grund: Die UMAWA hatte sich dazu entschlossen, die im Oktober anstehende Tilgungs- und Zinsauszahlung an die Investoren selbst zu leisten und auch alle weiteren Zahlungen nach diesem bettervest-Auszahlungsrythmus fortzuführen. Ganz egal, wie und wo UMAWA die Panels weiter verarbeitet, bekomme ich schon im Oktober für die bereits verstrichene Zeit, in der das Family Health Hospital gescheitert ist, Zinsen und einen Teil meines Kapitals zurück - so, als hätte es diesen Ausfall nicht gegeben. Hätte ich mein Geld zurückzahlen lassen und in ein neues bettervest-Projekt investiert, hätte ich bis zur ersten Teilzahlung wieder über ein ganzes Jahr warten müssen! Dieser anlegerfreundliche Umgang und auch die Bemühung um Investoren-Sicherheit mithilfe der von UMAWA geforderten Bankbürgschaft haben mich von diesem Unternehmen überzeugt.

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