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BN Bank Test & Bewertung

Letztes Update am 29.12.2016 von David Stahmann | Testergebnis:  Bewertung: 3 von 5 Punkten

Zusammenfassung & Bewertung

Neben der schwedischen Nordax Bank gehört auch die BN Bank aus Norwegen zu den skandinavischen Partnerbanken der Anlagemarktplattform WeltSparen. Die seit 1961 bestehende Bank mit Sitz in Trondheim wurde 2008 von der SpareBank-1-Gruppe, einer Vereinigung norwegischer Sparkassen, übernommen. Obwohl das Festgeldangebot des Finanzinstituts und die Attraktivität des Anlagestandorts Norwegens manchen Anleger verführen dürfte, gibt es durchaus schwerwiegende Gründe, eine Geldanlage bei der BN Bank zu überdenken. Mehr Informationen zur BN Bank, die nicht mit der russischen B&N Bank verwechselt werden darf, und deren Anlagesicherheit gibt es in unserem hiesigen Testbericht. Auch die Rolle und Seriosität von WeltSparen als Anlagevermittler wird erläutert.

Die wichtigsten Ergebnisse der Sicherheitsanalyse finden Sie zusammengefasst hier:

Positiver AspektWeltSparen als seriöser Anlagevermittler löst bei uns keine Bedenken aus
Positiver AspektSehr hohe Bonität Norwegens (Triple-A-Länderrating und geringe Verschuldung)
Positiver AspektEinlagensicherungsfonds Norwegens sollte eine Pleite stemmen können
Positiver AspektHöhere gesetzliche Obergrenze für Entschädigungsanspruch (2 Mio. NOK, ca. 220.000 €)
Neutraler AspektPositive Entwicklung von Gewinn und Sicherheitspuffer, aber sehr geringe Liquidität
Negativer AspektErhebliches Wechselkursrisiko aufgrund Geldanlage in Norwegischen Kronen (NOK)
Negativer AspektEntschädigungszahlungen würden in NOK erfolgen (Wechselkurs- und Gebührenrisiko)
Negativer Aspekt

Bewertung der BN Bank

Unsere Bewertung fällt nach intensiver Diskussion in der Redaktion mit 3 von 5 Punkten gezwungenermaßen nur knapp über dem Durchschnitt aus. Insgesamt gefällt uns die BN Bank von ihren Bilanzen her und dem Umfeld, in dem sie sich bewegt, gut. Wegen der sehr geringen liquiden Mittel in Verbindung mit einer gewissen Unsicherheit zu den wirtschaftlichen Aussichten Norwegens nach dem Ölpreisverfall nehmen wir aber Abstriche in der Bewertung vor.

Was uns am norwegischen Finanzinstitut jedoch am meisten stört und auch für Sie als potenzieller Anleger eine Rolle spielt, ist das Wechselkursrisiko und die Gebühren beim Festgeldangebot. So werden aufgrund des Sachverhalts, dass Geldanlagen bei der BN Bank in Norwegischen Kronen erfolgen, zweimal Wechselgebühren fällig, nämlich bei der Einzahlung und Auszahlung Ihres Geldes.

Pro Wechselvorgang zieht die Bank 0,12 % der Anlagesumme ab. Darüber hinaus unterliegt das Festgeld einem schwankenden Wechselkurs, da die norwegische Währung nicht fest an den Euro gekoppelt ist. Das kann wie in diesem Beispiel von Finanztip dazu führen, dass Sie am Ende auch unter Einbeziehung erhaltener Zinsbeträge weniger ausgezahlt bekommen, als Sie ursprünglich eingezahlt haben. Außerdem ist die Versteuerung der erhaltenen Zinsbeträge hier noch nicht einmal berücksichtigt worden. Sie käme also noch obendrauf.

Am Ende haben Anleger es im Fall der BN Bank nicht mit dem klassischen schwankungsarmen Festgeld zu tun, sondern würden reine Währungsspekulation betreiben. Das kann auch im positiven Sinne für Sie arbeiten, sodass Sie am Ende nach der Umrechnung von einem Kursgewinn profitieren. Allerdings müsste dann auch dieser zusätzliche Gewinn hierzulande dem Finanzamt gegenüber angegeben und versteuert werden. Dieser erhöhte Verwaltungsaufwand fällt aber ohnehin an, da Norwegen keine Quellensteuer erhebt und Anleger daher die Zinserträge in Brutto erhalten. Was sich erst einmal positiv anhört, führt dazu, dass diese Kapitalerträge in Ihrer jährlichen Steuererklärung erfasst und ggf. versteuert werden müssen.

Weniger problematisch sehen wir dafür die Nutzung des Anlagemarktplatzes WeltSparen. Dass dieser nur als Vermittler arbeitet und zu keinem Zeitpunkt direkt auf Ihr Geld zugreift, dürfte dem Sicherheitsbedürfnis vieler Anleger entgegenkommen. Auch eine Pleite der Plattform würde somit nicht zum Verlust Ihres Geldes führen, das stattdessen bei der jeweiligen Partnerbank liegt. WeltSparen macht es Sparern dafür erheblich einfacher, Anlagemöglichkeiten im europäischen Ausland wahrzunehmen und über ein einziges Nutzer- sowie Verrechnungskonto zu verwalten. Darüber hinaus stellt das Team des Anlagemarktplatzes den deutschsprachigen Kundenservice für alle seine ausländischen Partnerbanken. Den positiven Erfahrungsberichten zufolge scheinen die Kunden dies der Anlageplattform entsprechend zu danken.

Über die BN Bank

Die 1961 unter dem Namen „Naeringskreditt AS“ gegründete Direktbank mit Sitz in Trondheim gehört mit ihren 117 Mitarbeitern zu den kleineren Finanzinstituten in Norwegen. Allerdings verwaltet sie Kundeneinlagen i. H. v. ca. 14,8 Mrd. NOK (etwa 1,6 Mrd. €) und nimmt auch mit einem Kreditvolumen von umgerechnet knapp 2,8 Mrd. € eine durchaus nicht unerhebliche Rolle im norwegischen Finanzsektor ein (Geschäftsbericht 2015, S. 27). Seit 1991 unter dem heute bekannten Namen tätig, gehörte die BN Bank von 2004 bis 2008 der heutigen Islandsbanki. Als die isländische Bank aufgrund der heimischen Finanzkrise 2008 unter die Verwaltung des Staates fiel, übernahm die norwegische SpareBank-1-Gruppe die BN Bank und ist bis heute deren vollständiger Eigentümer. Dabei teilen sich die Sparkasseninstitute, die dem Verbund angehören, die Anteile mehr oder weniger gleichmäßig auf, sodass kein Institut allein eine Übermacht innehat.

Interessanterweise machen Einlagen ohne feste Laufzeiten fast 95 % aller Kundeneinlagen der BN Bank aus. Lediglich 5 % entfallen auf terminlich fixierte Geldanlagen wie z. B. Festgeld (Geschäftsbericht 2015, S. 92). Dass die Bank sich Letzteres über WeltSparen auf dem deutschen Festgeldmarkt zu besorgen versucht, könnte evtl. darin begründet sein, dass Anlegern hierzulande geringere Zinsen angeboten werden können als in der Heimat üblich.

Alles in allem gibt uns das Finanzinstitut wenig Anlass zur Sorge. Sie hat sich anscheinend als Direktbank mit derzeit ca. 60.000 Kunden etablieren können und arbeitet mit Ausnahme einer Zweigstelle in Oslo als Internetbank für Privat- und Geschäftskunden. Dabei fokussiert sich die norwegische Bank auf das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft sowie Baufinanzierungen. Das höhere Kreditvolumen von 2,8 Mrd. € wirkt angesichts der Kundeneinlagen i. H. v. 1,6 Mrd. € vom Verhältnis her weniger „schief“ als bei vielen anderen Banken. Ein Restrisiko bleibt damit aber weiterhin verbunden, sollten etwaige Kreditausfälle zukünftig vermehrt auftreten. Durch die Zugehörigkeit der BN Bank zur nach eigener Aussage größten Sparkassen-Allianz Norwegens, welche traditionell weniger für hochspekulative Geschäfte bekannt sind, könnte sich ein weiterer Stabilitätsfaktor ergeben. Das ist aber nicht gesichert. Unser erster Eindruck fällt somit insgesamt positiv aus, den wir mit einem Blick in die Bilanzen der Bank an späterer Stelle zu verifizieren versuchen.

Details zum Berliner Anlagemarktplatz WeltSparen

Da die BN Bank keine Filialen in Deutschland unterhält, müssen Anleger hierzulande den Weg über den Anlagevermittler WeltSparen gehen. Das ist aber aus unserer Sicht kein Nachteil für Sie, da dieser auch den größten Teil der Formalitäten für Sie übernimmt. Zudem agiert dieser als Ihr Hauptansprechpartner, sollten Fragen oder Probleme auftauchen. WeltSparen als reiner Anlagevermittler verfügt weiterhin zu keinem Zeitpunkt über Ihr Geld, welches stattdessen direkt bei der jeweiligen Partnerbank liegt. Somit sind Sie als Anleger auch nicht von einer möglichen Pleite der Plattform betroffen. Sollten Sie darüber hinaus Interesse an einer weiteren Partnerbank von WeltSparen haben, können Sie mit demselben (Nutzer-)Konto bei WeltSparen auf einfachem Weg weitere Anlagen tätigen. Der sonst übliche Verwaltungsaufwand beim Betreiben mehrerer Auslandskonten verringert sich dadurch erheblich, was auch viele positive Erfahrungsberichte bisheriger Nutzer von WeltSparen zu bestätigen scheinen. WeltSparen selbst ist eine Online-Marke der Raisin GmbH mit Sitz in Berlin.

Rating & Bonität der BN Bank

Üblicherweise erhält man durch Bewertungen der großen Ratingagenturen (Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch, DBRS) einen guten schnellen Überblick, wie solide eine Bank finanziell aufgestellt und somit für sicherheitsbewusste Anleger geeignet ist. Für die BN Bank existiert jedoch kein solches Rating. Das allein ist aber nicht per se als Misstrauensfaktor anzusehen. Finanzinstitute sind zum einen nicht zur Durchführung von Ratings verpflichtet. Darüber hinaus ist dies mit erheblichen Kosten verbunden, die von der jeweiligen Bank getragen werden müssen. Sofern eine Bank durch ein Rating keine Vorteile wie z. B. günstigere Refinanzierungen am Kapitalmarkt erzielt, besteht kein Anreiz für sie. Das Geld wird dann gerade von kleineren Banken lieber für eigene Geschäftszwecke genutzt.

Allerdings besitzen drei der vier Sparkassen-Institute, welche die Eigentümer-Allianz der BN Bank bilden, ein solches Rating. Die SpareBank 1 SMN, die SpareBank 1 SR-Bank und die SpareBank 1 Nord-Norge verfügen jeweils über ein A1-Rating von Moody’s. Damit werden die drei Sparkassen in der Ratingskala von Moody’s im „Upper Medium grade“, sprich als sichere Anlage eingestuft. Dies gilt Moody’s Angaben zufolge auch explizit vor dem Hintergrund derzeit schwächelnder Wirtschaftsaussichten für den Ölstaat Norwegen aufgrund des gesunkenen Ölpreises. Die Banken seien aktuell finanziell ausreichend gut ausgestattet, sodass derzeit keine unmittelbare Schieflage norwegischer Banken bevorstehe.

Es bleibt an dieser Stelle nur noch die Frage, ob die BN Bank ebenfalls so gut für die kommenden Zeiten gerüstet ist wie ihre Eigentümer. Daher nutzen wir im nächsten Schritt die öffentlich verfügbaren Geschäftsberichte der Bank, um anhand ausgewählter Kennzahlen deren eigene Standfestigkeit zu bewerten.

Sicherheit der BN Bank auf Basis von Finanzkennzahlen

Ein Blick auf die Entwicklung der Geschäftsergebnisse der BN Bank seit 2011 sorgt für einen positiven Eindruck bei uns. In den Jahren von 2011 bis 2014 konnte der Jahresgewinn kontinuierlich von 154 Mio. NOK (ca. 17 Mio. €) auf dann 281 Mio. NOK (etwa 31 Mio. €) nahezu verdoppelt werden. 2015 kam es dem Geschäftsbericht 2015 zufolge dann jedoch zu einem starken Rückgang auf nur noch 125 Mio. NOK (ca. 13,8 Mio. €). Dies scheint aber eine einmalige Sache gewesen zu sein, da laut dem dritten Quartalsbericht 2016 der Bank der Gewinn zum 30. September diesen Jahres wieder auf 239 Mio. NOK (knapp 23,4 Mio. €) gehievt werden konnte und sich somit scheinbar erneut an die Gewinnerfolge der vergangenen Jahre anschließt. Das Finanzinstitut scheint seine Rolle gefunden zu haben und mit Profit betreiben zu können, was angesichts der wirtschaftlichen Prosperität Norwegens in den vergangenen Jahren aus unserer Sicht irgendwo auch zu erwarten war.

Eine ähnliche Entwicklung, die uns genauso erfreut wie die Gewinnentwicklung der Bank, unterlief die Kernkapitalquote. Diese beschreibt den Anteil der Eigenmittel in Relation zum Kreditvolumen einer Bank und bildet somit einen Sicherheitspuffer für potenzielle Kreditausfälle. Diese Quote erhöhte die BN Bank in stetigen Schritten von 11 % in 2011 auf 19 % im vergangenen Jahr (Geschäftsbericht 2015, S. 5). Bis zum dritten Quartal diesen Jahres wurde dieser Anteil wiederum auf mittlerweile 22,9 % erhöht. Mit diesem Puffer befindet sich die Bank innerhalb der Bankenlandschaft in der obersten Liga und muss sich vor ähnlich solide aufgestellten Wettbewerbern wie der estländischen Bigbank nicht verstecken.

Der einzige Punkt, der uns in diesem Teil der Analyse negativ auffällt, ist die von der Bank ausgewiesene Liquidität in Form von Kassenbestand und Guthaben bei der Zentralbank. Lag diese einige Jahre lang bis 2014 stabil bei knapp 1,5 Mrd. NOK (ca. 166 Mio. €), sank das liquide Vermögen im vergangenen Jahr um fast zwei Drittel auf 593 Mio. NOK (65 Mio. €) bzw. zum Stichtag 30.09.2016 auf mittlerweile nur noch 324 Mio. NOK respektive 35,8 Mio. € (Geschäftsbericht 2015, S. 27 bzw. 3. Quartalsbericht 2016, S. 9). Damit machen die liquiden Mittel der Bank gerade noch 2 % der 14,8 Mrd. NOK Kundeneinlagen aus. So unwahrscheinlich ein Banken-Run in Norwegen aufgrund der aktuell weiterhin stabilen Wirtschaft sein mag, ein Auffüllen des Geldtopfes der BN Bank mit mehr (schnell verfügbaren) Eigenmitteln würde uns ein wesentliches Stück Unsicherheit in diesem Punkt abnehmen.

Wäre die erwähnte, derzeitig schnelle Abschmelzung des liquiden Vermögens der norwegischen Bank nicht vorhanden, würde uns die Bank insgesamt ziemlich überzeugen. Sie arbeitet seit Jahren mit deutlichem Profit und konnte ihre Gewinne zudem nahezu stetig ausbauen. Gleichzeitig konnte sie ihre Kernkapitalquote erheblich verbessern. Das sind alles Faktoren, die jedem sicherheitsbedachten Anleger gefallen dürften. Mit der gut bewerteten Sparkassen-Allianz als Eigentümer im Rücken sollte es auch hier wenig Veränderungsdruck von außen geben, sodass sich die Bank wohl auch zukünftig weiter auf ihre anscheinend bewährte Strategie konzentrieren kann. Alles in allem ist sie aus unserer Sicht eine prinzipiell solide Bank mit dem einen oder anderen großen Wermutstropfen, sodass wir die BN Bank deutschen Anlegern nicht komplett uneingeschränkt empfehlen können.

BN Bank Einlagensicherung

Das norwegische Einlagensicherungssystem unterscheidet sich formal kaum von seinem deutschen Pendant. Das Land unterhält einen Einlagensicherungsfonds (Bankenes Sikringsfond), an den die angeschlossenen Banken Norwegens jährliche Beiträge zu entrichten haben. Sollte eines der Finanzinstitute zukünftig pleitegehen, erstattet der Fonds den geschädigten Kunden deren Sparguthaben bis zur gesetzlich abgesicherten Summe. Hier gibt es allerdings einen entscheidenden Unterschied ggü. Geldanlagen in der EU, wo die Grenze bei 100.000 € pro Kunde pro Bank liegt. In Norwegen werden Einlagen bis zu einer Höhe von 2 Mio. NOK pro Kunde pro Mitgliedsbank abgedeckt, was etwa 220.000 € entspricht. Auch (deutsche) Kunden der BN Bank profitieren von dieser höheren Deckungssumme, da die Bank ordnungsgemäßes Mitglied des Einlagensicherungsfonds ist. Dieser erhöhten Absicherung müssen deutsche Anleger allerdings die erwähnten Währungsschwankungen gegenüberstellen, die im Auszahlungsfall aufgrund eines schlechten Wechselkurses zu einer Minimierung der ursprünglichen Anlagesumme führen können. Entschädigungszahlungen werden vom Einlagensicherungsfonds nämlich in Norwegischen Kronen durchgeführt. Das führt neben dem besagten Wechselkursrisiko auch zu Gebühren, die bei einem Währungsumtausch üblicherweise anfallen. Eine Anlageentscheidung will an dieser Stelle also gut überlegt sein.

Zumindest wäre der norwegische Einlagensicherungsfonds finanziell durchaus in der Lage, eine Insolvenz der BN Bank allein zu stemmen. Deren Kundeneinlagen in Höhe von umgerechnet 1,6 Mrd. € stehen dem Fonds seinem Geschäftsbericht 2015 (S. 11) zufolge liquide Mittel von etwa 3,4 Mrd. € (30,5 Mrd. NOK) gegenüber. Ein Blick in unseren Artikel zum Status Quo der europäischen Einlagensicherungsfonds zeigt, dass Norwegen damit eine Spitzenposition einnimmt, was das Verhältnis zwischen Fondsvermögen und den gesamten abgesicherten Einlagen des jeweiligen Landes betrifft (Coverage-Ratio). Dies relativiert sich aber auch wieder, da wir von einem insgesamt sehr niedrigen Grundniveau ausgehen, wo die Abdeckungsraten prinzipiell maximal im niedrigen einstelligen Bereich liegen.

Allerdings hat es jeder Fonds im Notfall in der Hand, sich zusätzliche Mittel in Form von Sonderbeiträgen der Mitgliedsbanken zu besorgen. Eine andere Alternative ist die Kreditaufnahme am Kapitalmarkt. Dieser Weg steht auch prinzipiell dem norwegischen Staat zur Verfügung, sollte dieser sich z. B. günstiger refinanzieren können. Dieser Gedankenweg wäre angesichts der Top-Bonität des Landes nachvollziehbar, welches von allen drei großen Ratingagenturen der USA sowie der kanadischen DBRS ein Triple-A-Rating erhält. In Verbindung mit einer geringen Schuldenquote in Höhe von 31,7 % des Bruttoinlandsprodukts (2015) sollte es kein Problem für Norwegen sein, seinen Einlagensicherungsfonds mit günstigen Krediten von den internationalen Kapitalmärkten zu versorgen. Eine absolute Garantie oder gesetzliche Pflicht für den Staat gibt es aber wie allen anderen europäischen Ländern auch hier nicht. Anleger müssen sich also stets eines Restrisikos bewusst sein, dass trotz aller Unwahrscheinlichkeit nie gänzlich ausgeschlossen werden kann.

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