dagobertinvest Erfahrungsbericht #47 von Domenica

Hinweis: Der folgende positive Erfahrungsbericht zu dagobertinvest wurde uns am 21.02.2017 von unserem Nutzer Domenica übermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Seit September 2016 nutze ich dagobertinvest, eine österreichische Plattform, die auf eher kleinere Wohnungsbauprojekte in Österreich (vorrangig in und um Wien) setzt.

Anlageprozess

In 4 Projekte habe ich dort bisher investiert:

  • Wohnbauprojekt bei Velden am Wörthersee (SLM Verwaltung & Beteiligungs GmbH)
  • Reihenhäuser in Wien Donauauen (Lehner & Trompeter)
  • Einfamilienhäuser in Tribuswinkel bei Wien (Wohnpark GmbH)
  • Doppelhäuser in Tulln (ecoLIVING GmbH & Co. KG)

Der Name der Plattform kam mir anfangs unglücklich gewählt und nicht vertrauenswürdig vor, weil er mich an Disney und den geldgierigen Dagobert Duck erinnerte. Wie ernst zu nehmen die Plattform war, stellte ich für mich in Frage und hatte gewisse Skrupel, dort zu investieren.

Sicherheit gab mir, dass dagobertinvest aus einer bestehenden Firma (zederbauer + partner) entstand, die seit 2008 in der Unternehmens- und Vermögensberatung tätig ist. Die „Plattformgeburt“ schien mir nachvollziehbar und lässt mich hoffen, dass das Team kompetente Prüfungen der einzelnen Projekte durchführen kann.

Da die Projekte sehr klein sind, in interessanten Wohngegenden liegen (z. B. am Wörthersee!) und oft schon fast vollständig verkauft sind, wenn sie online gehen (z. B. Tribuswinkel), strahlen die Projekte selbst eine sehr sichere Investmentmöglichkeit aus.

Ich rate, darauf zu achten, bei mehreren Investitionen nicht immer in denselben Projektentwickler zu investieren. Das kann deshalb passieren, weil dagobertinvest zwei fleißige Unternehmen (Wohnpark, Lehner & Trompeter) hat, die den Großteil aller bisher eingestellten Projekte umsetzen. Sollte eines dieser Unternehmen plötzlich insolvent gehen, wären auch mehrere Projekte davon betroffen. Auf dieses Risiko weist Kritische-Anleger.de auch oft genug hin.

Das Anmelden und Anlegen ging problemlos und ist vergleichbar mit anderen Plattformen. Beim Überweisen war ich anfangs verwirrt, weil die österreichischen IBAN-Nummern offensichtlich um zwei Stellen kürzer sind als IBANs in Deutschland. Die Überweisungen auf die jeweiligen Treuhänder-Konten kamen immer binnen 3 Tagen an. Das habe ich auch im Dashboard bzw. unter „Mein Konto“ immer zuverlässig vermerkt gesehen.

Online-Verwaltung und Service

Auch alles andere im Onlinebereich finde ich übersichtlich. Ganz oben steht (wahrscheinlich zur Erinnerung) immer das Projekt, in das ich zuletzt investiert habe. Es ist sehr viel größer und per Bild dargestellt, während die weiteren Projekte unten in einer Zeile mit den wichtigsten Daten aufgelistet werden. So habe ich alles im Blick. Von anderen Plattformen kenne ich das weniger gut.

Klicke ich auf die jeweilige Projektzeile, öffnet sich die ganze Projektseite. Dort gehe ich besonders oft auf den Reiter „News“ wegen der regelmäßigen Updates, z. B. die Erteilung der Baugenehmigung, den Baubeginn, Stand des Verkaufs oder aktuelle Bilder zum Baufortschritt. Auch wann genau dem Projektentwickler das Nachrangdarlehen ausgezahlt wird, kann ich dort einsehen.

Dennoch könnten meiner Meinung nach noch mehr Infos angeboten werden. Oft fehlt mir ein Präsentationsvideo, in dem der Projektentwickler und vielleicht auch andere Beteiligte zu Wort kommen und zu ihrem Vorhaben selbst Stellung nehmen. Das wäre mir wichtig, um diese Menschen sprechen zu hören und daraus vielleicht auch deren Motivation herauszufiltern. Das angebotene Video finde ich oft zu kurz, zu allgemein, zu wenig projektbezogen und eigentlich meistens überflüssig. Andere Plattformen lösen das mit aufwändig gedrehten Präsentationen viel besser.

Diesen Mangel gleicht dagobertinvest vielleicht ein wenig dadurch aus, indem sie einen persönlichen Brief der Entwickler an die Investoren bereitstellen. Das sehe ich als ein besonderes Merkmal der Plattform.

Mitte Januar 2017 fiel mir auf, dass im Dashboard noch eine Info fehlte: die Spalte „Geplante Rückzahlung“. Sie blieb bei allen vier investierten Projekten über die gesamte Zeit leer, obwohl die meisten Projekte schon lange liefen. Als ich diesbezüglich beim Service nachfragte, bekam ich zeitnah die freundliche Antwort, dass die Eintragung des Auszahlungstermins von der Zuzählung des Projektes und möglichen Rücktrittsrechten der Darlehensgeber abhängig sei. Ich denke aber, dass das dagobertinvest-System dennoch geschlafen hatte, weil bei drei meiner Projekte diese Bedingungen längst erfüllt waren. Ganz schnell waren diese fehlenden Daten dann nachträglich in meinem Dashboard eingesetzt.

Mein Fazit

Bei dagobertinvest handelt es sich meiner Beobachtung nach um eine eher kleine Plattform-Gemeinde mit wahrscheinlich relativ wenigen Anlegern, die aber treu zu bleiben scheinen.

Da es kontinuierlich verlockende Projekte gibt, die immer auch einen Fundingerfolg versprechen, und jeder bereits ab 250 € investieren kann (halb so viel wie bei vielen anderen), bleibt dagobertinvest auf jeden Fall eine Plattform, die ich selbst weiter nutzen werde.

Ich würde dagobertinvest auch jedem weiterempfehlen, der hier (neben vielen anderen Plattformen) Alternativen für die Aufstockung des eigenes Portfolios sucht.

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