Exporo Erfahrungsbericht #143 von pp

Hinweis: Der folgende positive Erfahrungsbericht zu Exporo wurde uns am 25.02.2017 von unserem Nutzer pp übermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Ich bin Mitte 2016 auf Exporo gestoßen, weil ich nach Alternativen zu den niedrigen Zinsen bei Banken und sicheren Anleihen suchte. Dort kann ich mich als Nachrangdarlehen-Geber an Immobilienprojekten beteiligen. Aus Neugier und um alle Unterlagen einzusehen, hatte ich mich zunächst mit meiner E-Mail-Adresse registriert, mit der ich mich dann auch einloggen konnte.

Anlageprozess

Im September 2016 investierte ich in ein Angebot, das Exporo mit „A“ bewertete. Am Anfang der Investition konnte ich entscheiden, ob ich eine Angemessenheitsprüfung durchführen will:

  • Wenn „JA“, wird in ein paar Feldern abgefragt, ob und wie lange man schon Erfahrung mit bestimmten Anlageklassen hat.
  • Wenn „NEIN“, sieht man lediglich die Warnung, dass Exporo so nicht weiß, ob man selbst die Risiken beurteilen kann.

Danach gab ich den Anlagebetrag ein, der zur Zeit mindestens 500 € betragen muss. Als ich testweise einen Betrag über 1.000 € eingegeben hatte, erschien eine zusätzliche Abfrage. Mit einem Klick sollte ich bestätigen, dass ich für die Investition genügend Einkommen oder Vermögen habe.

Der Wortlaut dieser Abfrage war:

„[…] Soweit mein Investitionsbetrag 1.000 € übersteigt, bestätige ich hiermit im Rahmen einer Selbstauskunft, dass mein Investitionsbetrag den zweifachen Betrag meines durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens nicht übersteigt oder dass ich über ein frei verfügbares Vermögen in Form von Bankguthaben und Finanzinstrumenten in Höhe von mindestens 100.000 € verfüge.“

Bezahlen konnte ich per Lastschrift oder Überweisung. In beiden Fällen läuft es über die secupay AG, die in den Unterlagen auch immer als Zahlungsdienstleister (so auch für die Rückzahlung) beauftragt wird. Diese Firma erhält damit automatisch auch meine Bankverbindung (direkt oder indirekt). Ich habe bisher immer die Option Überweisung ausgewählt.

Es folgten einige Informationsblätter, deren Erhalt ich bestätigen musste, und am Ende eine Pseudo-Unterschrift mit meinem getippten Namen und Datum. Danach erhielt ich jeweils eine E-Mail mit den Überweisungsdaten. Schriftliches oder Postident war nicht erforderlich.

Online-Verwaltung und Kundenservice

Bisher habe ich in zwei Projekte investiert. Die Informationen, die es online gibt, fand ich interessant, darunter:

  • Risiken und Sicherheiten inkl. Schaubild, wie alles voneinander abhängt
  • Exporo-Bewertung zwischen A-F, wobei E-F wohl nicht vorkommt, was ich etwas absurd finde
  • Eine Projektbeschreibung, worum es eigentlich geht und wo das Objekt liegt
  • Eine Kurzbeschreibung des Projektentwicklers, seiner Aufgaben und Erfahrung
  • Sehr viel Informationen zur Lage, vom Umfeld der Stadt bis zu den Verhältnissen am genauen Standort
  • Die Aufteilung der Finanzierungsstruktur, also woher alle Mittel für das Projekt kommen

Persönlich finde ich die Exporo-Bewertung nicht optimal, weil auf der Webseite nicht ganz klar wird, wie es zu den Buchstaben kommt. Telefonisch habe ich es mir zwar nachvollziehbar erklären lassen, bin aber immer noch etwas unzufrieden damit, dass mit den blauen und grünen Farben (für den Bereich A-D) suggeriert wird, dass nur sichere Projekte auf die Plattform kommen würden. In den Vorab-Projektbeschreibungen, die vor der Öffnung für Anleger bereitgestellt wird, fehlt diese Bewertung komplett. Das kann ich nicht nachvollziehen.

Ich würde mir außerdem wünschen, dass noch klarer wird, in welchen genauen Stufen und nach welcher Kontrolle der Treuhänder jeweils Mittel zur Auszahlung freigibt. Letztendlich nützt mir der Treuhänder nur etwas, wenn er sich nicht betrügen lässt.

Jedenfalls war der Treuhänder bei allen Projekten bisher immer der gleiche. Da die Projekte sich aber stark unterscheiden, müsste eigentlich auch das, was der Treuhänder prüft, unterschiedlich sein. Das finde ich bei den jeweiligen Projekten nicht klar beschrieben.

Dafür finden sich aber in den „FAQ“ und im „Wiki“ allgemeine Beschreibungen, also bspw., dass es eine Makler- und Bauträgerverordnung gibt, die bei Neubauten 13 Raten (und damit Kontrollstufen) vorsieht.

In den Informationen zu den Projekten finde ich Meldungen zum Projektfortschritt, auch wenn sie eher allgemein gehalten sind. Ich hatte ursprünglich gedacht, dass es dort dann auch Einträge gibt, wenn ein bestimmter formaler Schritt beim Bau erreicht, kontrolliert und bezahlt ist. Letztendlich muss ich an dieser Stelle so oder so Exporo vertrauen.

Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass ich die Investitionen mit den zur Verfügung gestellten Informationen gut verstehen kann. Es wird sehr viel zu den Risiken allgemein aufgeklärt. Konkrete Risiken für genau ein Projekt werden dagegen eher nicht beschrieben. Vermutlich würde Exporo solche Projekte mit einem spezifischen Risiko auch vorher herausfiltern.

Online kann ich meine Stammdaten und Investitionen einsehen. Zu einer Investition sehe ich den investierten Betrag, das Einzahlungsdatum, ab dem der Betrag verzinst wird, einen kurzen Projektstatus, die Zinsen p. a. und die erwartete Rückzahlung. Dazu finden sich auch alle Dokumente, die ich schon bei Abschluss erhalten habe. Den Fortschritt kann ich bei den einzelnen Objekten nur unter „News“ verfolgen.

Ich habe bisher keine Rückzahlungen erhalten, da die Projekte noch nicht so lange laufen.

Für die steuerliche Behandlung finden sich allgemeine Informationen in den FAQ. Die Erklärung dazu ist kurz gehalten, da man alles selbst versteuern muss. Besonders kompliziert erscheint mir das im Regelfall (erfolgreicher Projektabschluss) jedoch nicht.

Bei meinen mehrmaligen Anfragen hatte ich keine Probleme, telefonisch direkt mit den Verantwortlichen bei Exporo Kontakt aufzunehmen. Die Mitarbeiter im Kundenservice beantworteten meine Fragen stets freundlich, schnell und zu meiner Zufriedenheit. Per E-Mail hatte ich bisher keinen Kontakt zum Service.

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