Erfahrungsbericht zu Exporo von yoyoyoyo
Diese negative Bewertung zu Exporo wurde uns am 30.10.2019 vom Nutzer yoyoyoyo übermittelt.
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„Mangelhafte Informationspolitik: Ein Darlehensnehmer verlängert einseitig die Kreditlaufzeit, eine klare Aussage zur weiteren Verzinsung erfolgte bisher nicht“

Negative Bewertung von Exporo

Ich habe mich im April 2018 bei Exporo registriert, ein Postident war nicht notwendig.

Den Anlageprozess finde ich transparent. Auf einen möglichen Verlust des Kapitals wird ausführlich hingewiesen.

Ich habe bisher in mehr als ein Dutzend Immobilienprojekte der Produktgruppe "Exporo Finanzierung" investiert. Die Einzahlung erfolgte jeweils per Bankeinzug. Die Bestätigung der Investitionen erfolgte unmittelbar, ausführliche Unterlagen inklusive des Darlehensvertrags und Anlegerkurzinformationen konnten vorab eingesehen werden. Die Immobilien und deren Lage wurden ausführlich beschrieben.

Das neue Investment-Cockpit ermöglicht mir einen guten Überblick über die Anlagen, inklusive der Anlagesumme, der Verzinsung und den geplanten Auszahlungsdaten. Alle Kreditverträge und die anderen bei Abschluss angezeigten Materialien können auch im Nachhinein weiter eingesehen werden. Bis auf einige technische Probleme nach der Runderneuerung des Investment-Cockpits 2019 traten hier nie Probleme auf.

Ich erhielt bisher 2 pünktlich zurückgezahlte Darlehen. Mein Referenzkonto konnte während der Laufzeit der Anlagen per Fax geändert werden, die Auszahlungen erfolgten automatisch.

Leider verlängert mindestens ein Darlehensnehmer einseitig die Kreditlaufzeit und verweigert die Rückzahlung des Geldes, entgegen der im Vertragswerk klar genannten maximalen Laufzeit. Dies betrifft bzw. betraf die Projekte "Pflegezentrum Vierkirchen" (hier war ich nicht selbst betroffen) und "Student & Living" (Maximallaufzeit 31.10.2019). Ein neues Auszahlungsdatum wurde von Exporo bisher nicht genannt, vage wird eine mögliche Anschlussfinanzierung "innerhalb der nächsten 2 Monate" angedeutet. Eine Verzugsausgleichszahlung wird in den Raum gestellt ("nach Auskunft der Nachrangdarlehensnehmerin"), jedoch wiederum ohne die Angabe einer Höhe oder eines Auszahlungsdatums.

Eine fehlende Rückzahlung wäre völlig in Ordnung, wenn der Darlehensnehmer zugleich in Insolvenz geht. Das ist jedoch nicht der Fall, es wird einfach nur die Rückzahlung der Anlegergelder entgegen der im Vertrag genannten klaren Rückzahlungsfristen möglicherweise auf den sprichwörtlichen Sankt-Nimmerleins-Tag verschoben. Eine klare Aussage zur möglichen weiteren Verzinsung des Kapitals erfolgt nicht. Die Information von Exporo erfolgt auch erst genau einen Tag vor der geplanten Rückzahlung per E-Mail, eine meiner Meinung nach höchst mangelhafte Informationspolitik.

Eine Anfrage per E-Mail zu dem Thema (insbesondere warum Exporo den Verstoß gegen die vertraglich vereinbarte Maximallaufzeit einfach kommentarlos hinnimmt) blieb bei Exporo nun fast eine Woche unbeantwortet.

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