Fibank (WeltSparen) Festgeld

Die bulgarische Fibank (First Investment Bank) bietet in Deutschland zusammen mit WeltSparen ein klassisches Festgeldkonto an, das sich hinsichtlich der Produkteigenschaften nicht groß von den heimischen Angeboten unterscheidet. WeltSparen tritt bei diesem Konstrukt als Vermittler auf und kümmert sich darüber hinaus um die Kontoverwaltung und den Kundenservice. Mit der Fibank selbst haben Anleger daher in aller Regel keinen Kontakt. Über das WeltSparen-Verrechnungskonto, das bei der deutschen MHB Bank geführt wird, erfolgen alle Ein- und Auszahlungen, unabhängig davon, bei welcher Bank Ihr Geld schließlich angelegt wird.

LaufzeitZinssatzZinsdiff.*
1 Jahr1,25 %-0,15 %
2 Jahre1,20 %-0,45 %
3 Jahre0,75 %-1,00 %
5 Jahre0,75 %-1,30 %
* Die Zinsdifferenz ergibt sich aus der Differenz zwischen dem besten Festgeldzins am Markt (für die jeweilige Laufzeit) und dem Zins des vorliegenden Angebotes.

Die Mindesteinlage liegt für das Fibank Festgeld bei vergleichsweise hohen 10.000 €, während die Maximalbetrag auf vertretbare 100.000 € beschränkt ist und damit der Einlagensicherungsgrenze von 100.000 € entspricht. Anleger mit sehr niedrigen Beträgen müssen sich im Festgeld-Vergleich nach alternativen Angeboten umschauen.

Etwas enttäuschend ist, dass die Zinsen nicht jährlich, sondern am Ende der Laufzeit gutgeschrieben werden und dadurch kein Zinseszinseffekt auftritt. Die Zinsen selbst sind aber wie bei Festgeld üblich für die komplette Laufzeit garantiert.

Positiv
Hohe Renditen bei allen Laufzeiten
Positiv
Kündigung jederzeit möglich (unter Verlust der bereits verdienten Zinsen)
Positiv
Deutscher Kundenservice durch WeltSparen
Neutral
Bulgarische Quellensteuer von 5 % (Anrechnung in Steuererklärung möglich)
Negativ
Vergleichsweise schlechtes Rating der Fibank durch die Ratingagentur Fitch (B-)
Negativ
Keine Eintragung von Vollmachten möglich

Schön finden wir, dass eine Kündigung des Festgeldes jederzeit möglich ist. Zwar verfallen dann sämtliche bis zu diesem Zeitpunkt bereits verdienten Zinsen, jedoch ist eine solch flexible Kündigungsmöglichkeit fast schon eine Seltenheit im Anlagebereich und aus unserer Sicht daher positiv zu sehen, trotz des damit verbundenen Zinsverlustes. Ebenfalls positiv ist, dass die Auszahlung zum Laufzeitende automatisch erfolgt und somit keiner gesonderten Kündigung bedarf, wie es z. B. bei der Crédit Agricole der Fall ist.

Weniger positiv ist dagegen die Tatsache dass WeltSparen und die Fibank keine Vollmachten erlauben. Besonders für ältere Menschen könnte dies ein Ausschlusskriterium sein. Ebenfalls nicht möglich sind Gemeinschaftskonten und Konten für Minderjährige, was aber eher noch verschmerzbar ist. Darüber hinaus macht WeltSparen aber mit seinem Preis- und Konditionsmodell einen guten Eindruck. Alle wichtigen Leistungen sind kostenlos.

Wichtig: Automatischer Abzug der bulgarischen Quellensteuer von 5 %

Anleger sollten sich vor einer Anlage bei der Fibank über die steuerliche Behandlung der Zinsen im Klaren sein. So gilt in Bulgarien für Kapitalerträge eine Quellensteuer von 10 %, die von der Bank automatisch abgeführt wird. Im Rahmen der Festgeldanlage verschickt WeltSparen aber nach eigener Aussage 6 Monate vor Fälligkeit ein Formular (Ansässigkeitsbescheinigung) zur Beantragung einer Reduktion auf 5 % zu, das entsprechend ausgefüllt zurückgeschickt werden muss. Danach erfolgt zum Zahlungszeitpunkt der Zinsen (am Ende der Laufzeit) nur noch ein Abzug von 5 % statt 10 %. Die aus Deutschland bekannten Freistellungsaufträge und Nichtveranlagungsbescheinigungen (NVA) funktionieren bei der Fibank, ähnlich wie bei der Crédit Agricole und Klarna Bank, leider nicht.

Die gezahlte Quellensteuer von 5 % lässt sich im Rahmen der Steuererklärung auf die persönliche Steuerschuld anrechnen. Hierfür liefert WeltSparen nach Auszahlung der Zinsen im Online-Banking einen entsprechenden Steuernachweis. Tatsächlich müssen die ausländischen Erträge sogar in der Steuererklärung angegeben werden, da für Kapitalerträge in Deutschland eine Abgeltungssteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer gilt, sodass die Differenz zu Bulgarien je nach persönlicher Steuersituation noch nachzuzahlen ist. Ein Steuersparmodell ist die Anlage bei der Fibank somit nicht.

Für Anleger mit noch nicht ausgeschöpftem Freibetrag (derzeit 801 EUR pro Person bzw. 1602 EUR bei Ehegatten) werden die in Bulgarien gezahlten Steuern in Höhe von 5 % von der zu zahlenden Einkommensteuer abgezogen, sodass die Freibeträge de facto nachträglich auch für die Fibank-Anlage genutzt werden können. Problematisch ist dieses Prozedere allerdings in Fällen, in denen Anleger keinerlei Einkommensteuer zahlen müssen, da nur eine Anrechnung auf die Einkommensteuer, aber keine simple Rückerstattung möglich ist. Dies sollte vor der Kontoeröffnung bedacht werden.

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