Fidor Bank Erfahrungsbericht #3von pitep

Negative Bewertung der Fidor Bank

2015 habe ich einen Vertrag über ein Girokonto mit Fidor-Smartcard abgeschlossen. Diese fand ich besonders interessant, weil sie Mastercard- und Maestro-Funktionen in einer Karte vereinen sollte. Die Verifikation erfolgte per Postident.

In der Praxis stellten sich die vermeintlichen Vorteile (zwei Funktionen in einer Karte vereint) teilweise als unbrauchbar heraus. So wurde bei Terminals, die ausschließlich EC-Karten akzeptieren, die Karte sehr häufig nicht angenommen. Die Mastercard-Funktion hat dagegen relativ problemlos geklappt. Meine Anfragen wegen der Ablehnung der Karte an einzelnen Terminals wurden nicht im Sinne einer Verbesserung der Situation beantwortet (sinngemäß: das kann schon vorkommen, da kann man nichts machen).

Das Aufrufen der Banking-Seite am Computer hat im Vergleich zu Seiten anderer Unternehmen, mit denen ich Erfahrung gesammelt habe (z. B. Commerzbank) sehr lang gedauert. Das Onlinebanking war jedoch recht normal: Ich sah den Kontostand, die Kartenumsätze, konnte Überweisungen per smsTAN-Verfahren ausführen. Positiv war die Möglichkeit, interessante Dinge rund ums Geld in der Community zu diskutieren.

Es gab auch eine App namens "Fidorpay", mit der man kontaktlos mit dem Smartphone bezahlen können sollte. Ich habe versucht, diese App ein paar Mal zu nutzen, aber in den meisten Fällen hat sie nicht funktioniert. Außerdem dauerte das Aufrufen der App sehr lange, sodass sie zum Zeitpunkt des Bezahlvorgangs an der Kasse noch nicht bereit war und ich deshalb darauf verzichtet habe.

Als die Bank ankündigte, ihr Gebührensystem zu ändern, habe ich am 29.08.2019 per E-Mail zum 01.11.2019 gekündigt. Die Kommunikation war eine Katastrophe, außer einem Rückwerbeversuch kam nichts. Die telefonische Erreichbarkeit ist sehr schlecht, ewige Warteschleife (mind. 10 Minuten), keine Ansage über die ungefähre Wartezeit. Ich habe jedes Mal entnervt aufgegeben. Mein E-Mails wurden sehr spärlich beantwortet, meine letzten zwei Mails überhaupt nicht.

Der Termin verstrich, ohne dass bei mir eine anständige Kündigungsbestätigung, geschweige denn Kontoabrechnungen eingingen. Mein Onlinebanking-Zugang wurde inzwischen gesperrt. Als ich mich schließlich ein weiteres Mal an den Kundenservice wandte, kam tatsächlich eine Kündigungsbestätigung mit der Zusage, mein Kontoguthaben "in den nächsten Tagen" auf mein Referenzkonto zu überweisen. Seither sind zwei Monate vergangen und ich habe noch immer kein Geld gesehen! Mehrfache Erinnerungen meinerseits werden ignoriert.

Auf meinen Hilferuf in der Community, zu der ich erstaunlicherweise noch Zugang hatte, erhielt ich sehr schnell die Antwort eines Mitarbeiters der Bank. Er entschuldigte sich für den Vorgang (Nichtauszahlung des Restguthabens) und versprach, zeitnah die Revisionsabteilung einzuschalten. Das war Mitte Januar. Leider ist bisher immer noch kein Geld eingegangen und auch der Zugang zur Community ist nicht mehr möglich.

Die Bank scheint auch keinem Verband anzugehören, der ein Ombudsmann-Verfahren anbietet, sodass einem wohl nur der Weg zum Rechtsanwalt bleibt. Ich kann nur jedermann warnen: Finger weg von dieser Bank!

Zur Webseite der Fidor Bankwww.fidor.de
Diese negative Bewertung zur Fidor Bank wurde uns am 16.01.2020 vom Nutzer pitep übermittelt.
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