Was passiert, wenn in meiner Einlagensicherung nicht genug Geld ist?

Frage gestellt von Redaktion | Veröffentlicht am 27.10.2014

Wenn ein Einlagensicherungsfonds nicht genügend Geld für die Entschädigung aller Anleger hat, was dann? Gibt es für einen solchen Fall Vorschriften oder Regelungen?

Antwort von Stefan Erlich am 27.10.2014:

Diese Frage ist nicht ganz unberechtigt, denn trotz regelmäßiger Beitragszahlungen der Banken dürfte kaum ein Einlagensicherungsfonds genug Geld vorrätig haben, um bei der Pleite eines größeren Finanzinstitutes alle Anleger entschädigen zu können. Der Gesetzgeber hat daher für derartige Fälle Vorgaben gemacht, wie die Zahlungsfähigkeit des betroffenen Fonds sichergestellt werden kann. Je nach EU-Land unterscheiden sich die Regularien leicht. Dennoch lässt sich grob folgendes Schema erkennen:

  1. Regelfall: Die Entschädigungszahlungen werden aus den vorhandenen Mitteln des Einlagensicherungsfonds geleistet.
  2. Sonderbeiträge: Reichen die Mittel aus dem Fonds nicht aus, kann dieser bis zu einer gewissen Höhe Sonderbeiträge von den Mietgliedsbanken erheben, die als Vorauszahlung auf die jährlich zu leistenden Zahlungen gewertet werden.
  3. Kreditaufnahme: Reichen auch die Sonderbeiträge nicht aus, muss der Fonds einen Kredit aufnehmen. Dieser kann z. B. durch die Mitgliedsbanken oder den Staat gewährt werden. Zusätzlich kann der Staat auch eine Garantie für den aufgenommenen Kredit aussprechen, also mit seiner Kreditwürdigkeit für den Fonds bürgen. Über die Zeit muss der Fonds den Kredit dann mittels der regulären Beiträge oder durch Sonderzahlungen der angeschlossenen Banken zurückzahlen.

Die Schlagkraft einer Einlagensicherung hängt also zunächst von der Zahlungsfähigkeit der angeschlossenen Banken und in letzter Konsequenz von der des jeweiligen Staates ab. Kleinere Bankinsolvenzen kann ein Sicherungsfonds zusammen mit den Mitgliedsbanken durchaus allein schultern. Kommt es jedoch zur Pleite einer größeren Bank, bleibt letztlich nur die Hoffnung auf Unterstützung durch den Staat.

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