Welche Formen der Einlagensicherung gibt es?

Frage gestellt von Redaktion | Veröffentlicht am 27.10.2014

Gibt es verschiedene Arten von Einlagensicherungen (von der Höhe der abgesicherten Beträge einmal abgesehen)? Wenn ja, welche?

Antwort von Stefan Erlich am 27.10.2014:

In der EU unterscheidet man zwischen der gesetzlichen und der freiwilligen bzw. privatrechtlich organisierten Einlagensicherung. Dabei stellt die gesetzliche Einlagensicherung eine Mindestabsicherung für den Insolvenzfall dar. Banken müssen dort Mitglied sein, ansonsten dürfen sie keine Spareinlagen annehmen. Ausnahmen gibt es allerdings für Sparkassen und Genossenschaftsbanken, die separate Sicherungssysteme unterhalten. In Deutschland ist dies der Haftungsverband der Sparkassen und die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken (BVR).

Was eine gesetzliche Einlagensicherung leisten muss, steht primär in der EU-Richtlinie 2009/14/EG. Zentral ist hier der Vorgabe des Absicherungsbetrages von 100.000 EUR pro Bankkunde. Auf Basis der EU-Richtlinie wurden in den Mitgliedsländern nationale Gesetze erlassen. In Deutschland ist dies das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz (EAEG), in Österreich das Bankwesengesetz mit §93 und §103h/k und in Bulgarien das „Law on Bank Deposit Guarantee“.

Ein Geldinstitut, das seinen Kunden über die gesetzliche Absicherung hinaus einen zusätzlichen Schutz bieten möchte, kann Mitglied in einer freiwilligen Einlagensicherung werden. Eine solche private Sicherung bietet in Deutschland der Bundesverband deutscher Banken (BdB), wobei hier theoretisch Beträge deutlich über der gesetzlichen Sicherungsgrenze von 100.000 EUR abgesichert sind.

Entschädigungssysteme lassen sich aber auch hinsichtlich ihrer Finanzierungsart unterscheiden. So gibt es einerseits klassische Fonds, die ihre Beiträge provisorisch, also vor dem Eintreten eines Schadenfalls, eintreiben (ex-ante) und andererseits Systeme, die ihre Mitgliedsbanken erst dann zur Kasse bitten, wenn ein Institut bereits pleite ist (ex-post). De facto handelt es sich allerdings (auch in Deutschland) meist um Mischsysteme. Sie sammeln primär provisorisch Geld ein, können jedoch auch nachträglich Beiträge erheben, wenn bei einem größeren Entschädigungsfall das vorhandene Vermögen nicht ausreicht.

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