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Fragen & Antworten
Fragen & Antworten

Wie sehen Sie das Risiko von Aktien-ETFs im Vergleich zu Crowdfunding? Gibt es noch Alternativen zum Crowdfunding?

Frage gestellt von Unbekannt am 12.01.2016 | Thema: Crowdfunding

Ich habe nun ein Depot bei der Targobank eröffnet und möchte nun einen kleinen Teil meines Vermögens in einen ETF investieren. Meine Frage ist, wie Sie die Risiken bei einer solchen Anlage beurteilen. ImVergleich zum Crowdfunding kommt mir das Verhältnis von Risiko und Rendite bei einem ETF besser vor, da die Gefahr eines Komplettausfalls nicht gegeben ist. Teilen Sie diese Ansicht?

Antwort von Stefan Erlich

Antwort von Stefan Erlich am 12.01.2016

Zunächst ein paar Worte zur Definition von Risiko: Es ergibt sich stets aus zwei Komponenten, der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadenfalls und der Höhe des potentiellen Schadens. Risiko ist das Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Schaden. So kann eine Anlage mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit eines Schadens und niedriger Schadenshöhe ein ähnliches Risiko haben wie eine Anlage mit niedriger Eintrittswahrscheinlichkeit und hohem Schaden.

Crowdfunding: Ich halte die Wahrscheinlichkeit eines Projektausfalls langfristig für insgesamt erhöht, in jedem Falle deutlich höher als bei Tagesgeld- und Festgeld, zumal es bei ersterem keine Einlagensicherung als letztes Notfallnetz gibt. Wie hoch Ihr Schaden dann im Falle des Falles ist, hängt allerdings ganz von Ihnen ab. Wenn Sie in 20 Projekte anlegen und eines fällt davon aus, erleiden Sie einen Verlust von 5 %. Setzen Sie dagegen alles auf ein Projekt, beträgt Ihr Schaden 100 %. Ihr persönliches Risiko hängt daher davon ab, wie breit Sie über die Projekte streuen. Je stärker Sie das tun, um so geringer ist bei gegebener Eintrittswahrscheinlichkeit Ihre Schadenshöhe und damit Ihr Risiko.

Aktien-ETFs: Diese Form des Investments hat mit der eingebauten Streuung einen sehr interessanten Aspekt, da Ihr Verlustpotential dadurch von vornherein reduziert wird. Gleichzeitig schwanken die Aktienkurse aber, sodass sich das Verlustpotential auch aus den Schwankungen ergibt. Ein ETF kann locker 30 %, 40 % oder mehr im Minus sein. Niemand garantiert Ihnen hier eine positive Rendite und versuchen Sie einmal, den ETF über Jahre zu halten, auch wenn er gerade 50 % im Minus ist. Die meisten Anleger verkaufen irgendwann aus Verzweiflung. Genau das beschränkt aber Ihre langfristige Rendite. Die Psyche ist hier Ihr größter Feind. Die ETF-Renditen der Vergangenheit sollte man zudem mit Vorsicht genießen, da die historische Performance noch nichts über die zukünftige Entwicklung aussagt.

Investitionen in Crowdfunding-Projekte sind letztlich nichts anderes als Anleihen, also Kredite, die Sie an ein Unternehmen oder an eine Privatperson vergeben. Man könnte daher alternativ dazu auch Anleihen-ETFs mit Hochzinsanleihen kaufen, die den großen Vorteil der breiten Streuung haben. Eine so breite Streuung werden Sie mit Crowdfunding wahrscheinlich niemals erreichen. Gleichzeitig haben Sie bei Anleihen-ETFs aber auch keine persönlichen Bezug zum Projekt. Für viele Anleger ist dies ein durchaus wichtiger Aspekt, auch wenn er bei rationaler Betrachtung nicht immer sinnvoll bzw. wichtig ist. Anleihen-ETFs sind zudem vom Handling her insgesamt einfacher.

Lange Rede, kurzer Sinn: Crowdfunding ist eine ganz andere Anlageklasse als Aktien-ETFs. Ich würde Crowdfunding tendenziell ein niedrigeres Risiko attestieren, da es hier keine Schwankungen gibt, aber das ist nicht ohne Weiteres mit harten Daten zu beweisen, da es schlichtweg noch keine Daten zur Ausfallwahrscheinlichkeit bei Crowdfunding-Projekten gibt. Alternativ zum Crowdfunding kann man sicher auch in (High-Yield-)ETFs investieren, was durchaus seine Vorteile hat. Idealerweise mischt man Crowdfunding/Anleihen-ETFs und Aktien-ETFs in einem Verhältnis, das zur persönlichen Risikotragfähigkeit passt. Je mehr Verlust Sie durch Schwankungen am Aktienmarkt psychisch und finanziell ertragen können, um so höher darf Ihr Aktienanteil ausfallen. Je mehr Ihnen die Schwankungen dagegen zu schaffen machen, um so höher sollte der Anteil von Anleihen-ETFs/Crowdfunding bzw. Tagesgeld/Festgeld sein. In jedem Falle schließen sich die zwei Anlageklassen nicht gegenseitig aus. Entscheidend ist eher, ob Sie mit den Schwankungen von Aktien-ETFs klarkommen oder nicht.

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Im Folgenden finden Sie unsere aktuellen Anlage- und Finanztipps. Beachten Sie insbesondere beim Crowdfunding die Risikohinweise.

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