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Fragen & Antworten
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Wie sicher ist die Volkswagen Bank noch bei der derzeitigen VW-Krise?

Frage gestellt von F. S. am 24.09.2015 zur Volkswagen Bank | Thema: Allgemein

Sehr geehrte Damen und Herren, wäre es möglich, eine aktuelle Verlautbarung zur Volkswagen Bank auf der Website oder beim Anleger-Update einzustellen? Ich weiß zwar, welche Einlagensicherung dort besteht. Aber dennoch frage ich mich, inwieweit die VW-Krise auch die zugehörige Bank in Mitleidenschaft ziehen könnte. Ich hörte, die VW-Bank wäre eigenständig - aber wie verflochten oder getrennt VW und die VW-Bank sind, ist möglicherweise eine komplexe Frage. Sind Ihnen die Besitzverhältnisse bekannt, oder kann man die irgendwo abfragen? Und wenn die VW-Bank tatsächlich in eine Schieflage geraten sollte, wäre dies wohl vermutlich eine Größenordnung, welche die Einlagensicherungsfonds in ihrer jetzigen Ausstattung überfordern würde, oder? Ich (und vermutlich auch viele andere Kunden, die dort Einlagen haben) würde mich über eine aktuelleEinschätzung zur VW-Bank freuen!

Antwort von am 30.09.2015

Zunächst gilt: Die Volkswagen Bank ist sowohl Mitglied der gesetzlichen Einlagensicherung (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken) als auch der freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbands deutscher Banken. Wir vertreten aber die Meinung, dass von letzterer nicht viel zu halten ist (es besteht kein Rechtsanspruch auf Entschädigung) und empfehlen daher, stets unter der Obergrenze der gesetzlichen Einlagensicherung von 100.000 EUR zu bleiben.

Die Verflechtung zwischen dem Autobauer VW und der Volkswagen Bank ist simpel und eindeutig. Die VW Bank ist eine 100 %-ige Tochter der VW Financial Services AG, welche wiederum zu 100 % VW gehört. Kurz gesagt: Es besteht eine klare Zusammengehörigkeit. Insofern wäre es also illusorisch, an eine totale Unabhängigkeit der Bank zu glauben. Gleichzeitig erhalten aber sowohl die Financial Services als auch die Bank von den beiden großen Ratingagenturen Standard & Poors sowie Moodys gute Bewertungen (A bzw. Aa3). Bis auf einen kürzlich auf "negativ" geänderten Ausblick durch beide Agenturen hat sich hier bisher nichts geändert.

Auch das Geschäftsmodell der Financial Services AG und ihrer Bank-Tochter hat nur indirekt mit der Produktion von Autos zu tun. Es geht ihnen primär darum, Autos und Händler zu finanzieren sowie Versicherungen anzubieten. Die Bank gibt also über die Händler Kredite an Fahrzeugkäufer und versichert ggf. auch die Autos. Das Geld für diese Kredite bekommt die Bank z. B. durch Einlagen deutscher Sparer. Das ist das ganz normale Geschäft jeder klassischen Bank. Dementsprechend würde die VW Bank eher dann Probleme bekommen, wenn die Kreditnehmer ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen würden. Aktuell gibt es aber keinen Grund für diese, das nicht zu tun. Der Wagen muss ja schließlich abbezahlt werden. Wenn das Geschäftsmodell der Bank bzw. der Financial Services AG auch weiterhin so aussieht, wie man es nach außen darstellt, sehen wir persönlich keine große Gefahr durch den Abgas-Skandal. Das dürfte mit ein Grund für die bisher kaum erfolgten Ratingänderungen der entsprechenden Agenturen sein.

Kurz gesagt: Eine zu 100 % zutreffende Voraussage können wir seriöserweise nicht liefern. Es sprechen Punkte gegen und für die Volkswagen Bank, wobei unserer Meinung nach die positiven weiterhin überwiegen. Angesichts der Größe von VW und einem stets positiven Geschäftsergebnis in den letzten 5 Jahren, sehen wir die Bank für sich allein genommen eigentlich unkritisch. Da man aber niemals absolut sicher sagen kann, wie sich VW entwickeln wird, raten wir dazu, stets unter der 100.000 EUR-Grenze zu bleiben und zumindest ab und zu einen Blick auf den Autobauer zu werfen. Wer sich unwohl mit einer Anlage bei VW fühlt und nicht mehr ruhig schlafen kann, kann bei Tagesgeldkonten jederzeit umdisponieren. Bei Festgeld ist dies dagegen kaum möglich, da es vor Ablauf der Frist kaum kündbar ist. Grundsätzlich sehen wir derzeit aber keinen Anlass zu einem Wechsel zu einer anderen Bank.

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