Postbank Sparcard direkt im Test

Die Postbank SparCard direkt ist letztlich nichts anderes als ein klassisches Sparbuch in elektronischer Form, erweitert um die Möglichkeit der Bargeldverfügung an Geldautomaten. Beachten sollten Anleger dabei, dass mit der SparCard zwar jederzeit Einzahlungen in unbegrenzter Höhe möglich sind, gleichzeitig aber im Gegensatz zu Tagesgeld die Verfügbarkeit dieses Guthabens stark eingeschränkt ist. So können Anleger pro Monat gebührenfrei (ohne Vorschusszinsen) auf höchstens 2.000 € zugreifen. Höhere Beträge sind zwar möglich, kosten dann jedoch Gebühren oder bedürfen der Kündigung im Voraus (mehr dazu weiter unten).

Neu- und BestandskundenNeu- und Bestandskunden erhalten die gleichen Konditionen.
0,001 %Keine Mindest- oder Höchsteinlage

Beim Zinssatz kann die SparCard direkt nicht mehr überzeugen. Anhand der historischen Zinsentwicklung können Sie den Abstieg dieses Produktes genau nachvollziehen - sofern man das tun möchte. Klassische Tagesgelder erscheinen uns derzeit jedenfalls deutlich attraktiver. Dazu kommt die aus unserer Sicht unseriöse Produktpolitik der Postbank mit immer neuen Varianten der SparCard, die mal mit der Bezeichnung "Rendite" oder "plus" erweitert werden, ohne einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Bei diesen neuen Angeboten ist der Zins zunächst deutlich höher als bei den alten SparCards, sinkt dann erfahrungsgemäß aber genauso schnell wie das Produkt auf den Markt geworfen wurde. Was den Zinssatz angeht, gibt es daher aus unserer Sicht definitiv bessere Produkte auf dem Markt.

Immerhin liegt die Mindesteinlage der SparCard bei kundenfreundlichen 0,50 € und eine Höchsteinlage sucht man, sicherlich zur Freude einiger Anleger, ebenfalls vergebens. Die Zinszahlung erfolgt wie bei den meisten Tagesgeldkonten jährlich zum 31.12.2013, sodass kein unterjähriger Zinseszinseffekt auftritt und der Effektivzins dem Nominalzins entspricht.

Bargeldabhebung an Geldautomaten

Wirklich interessant macht die SparCard primär die Möglichkeit des Bargeldbezugs im In- und Ausland mit der VISA-Plus-Karte. In Deutschland ist dies generell an allen Postbank-Automaten kostenlos und unbegrenzt möglich. Für Abhebungen im Ausland besteht allerdings eine Grenze von maximal 10 Abhebungen pro Jahr. Darüber hinaus und für Abhebungen an Fremdautomaten im Inland stellt die Bank dagegen 5,50 € in Rechnung, was in Zeiten weltweit kostenloser Bargeldverfügbarkeit (siehe DKB) durchaus happig ist.

Bei Auslandsabhebungen werden zudem teilweise Gebühren durch die lokalen Banken erhoben, die zwar in der Regel extra ausgewiesen, aber nicht von der Postbank übernommen werden. Das Versprechen kostenloser Abhebungen gilt somit nur dann, wenn der Automatenbetreiber keine zusätzliche Gebühr erhebt, was allerdings nicht überall der Fall ist. Eine kulante Erstattung dieser Gebühr lehnt die Postbank, anders als die mit weltweit kostenlosen Abhebungen werbende DKB, bei Anfragen ab.

Eingeschränkte Guthabenverfügbarkeit und hohe Vorschusszinsen

Eine große Einschränkung der Postbank SparCard liegt in der begrenzten Verfügbarkeit von Guthaben. Die Verfügung über Beträge auf dem SparCard-Konto ist sowohl per Überweisung als auch Abhebung nur bis maximal 2.000 € pro Monat kostenlos. Möchte man sofort auf mehr zugreifen, werden sogenannte Vorschusszinsen fällig - eine fast schon vergessene Gebührenform bei Sparguthaben. Die Postbank berechnet für alle Beträge über 2.000 € Vorschusszinsen in Höhe von 50 % der für 90 Tage zu erwartenden Guthabenzinsen. Möchte man beispielsweise sofort aus einem Guthaben von 15.000 € über 10.000 € verfügen, so verlangt die Postbank bei einem angenommenen Zinssatz von 1 % satte 10 € Gebühren.

Alternativ bleibt SparCard-Kunden nur die Möglichkeit, Guthaben mit einer Frist von 3 Monaten zu kündigen, um die Vorschusszinsen zu vermeiden. Insgesamt sind diese Beschränkungen jedoch ein Unding, bedenkt man, dass Anleger in Deutschland ihr Geld derzeit zu zum Teil deutlich höheren Zinsen auf Tagesgeldkonten parken können, bei denen jederzeit kostenlos über 100 % des Guthabens verfügt werden kann. Zwar ist die SparCard kein Tagesgeldkonto, messen lassen muss sie sich mit dieser Anlageform aber dennoch.

Weiter beschränkt wird die Nutzung der SparCard durch die Tatsache, dass bei Verwendung eines Nicht-Postbank-Girokontos keine Überweisungen über das Online-Banking getätigt werden können. Diese sind dann nur über das kostenpflichtige Telefon-Banking möglich. Eine wie wir finden völlig unnötige und vor allem kundenunfreundliche Beschränkung.

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