PSA Direktbank Erfahrungsbericht #5 von Badner

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Ich habe Anfang 2015 ein Tagesgeldkonto bei der PSA Direktbank abgeschlossen. Einer der Hauptgründe war die meines Erachtens gute Verzinsung. Den Abschluss erledige ich online und hatte innerhalb 1 Woche den Zugang zum Onlinebanking - das empfand ich als sehr schnell. Die Verifizierung erledigte ich per Postident-Verfahren.

Bis Juni 2016 war ich völlig zufrieden mit der PSA Direktbank, aber danach begannen die Kuriositäten.

Die ersten Probleme traten bei der Hinterlegung eines Freistellungsauftrages auf. Das Problem konnte erst nach mehrmaligem Kontakt mit der Hotline gelöst werden. Meines Wissens war die Ursache, dass das Banksystem Schwierigkeiten mit der Logik eines deutschen Freistellungsauftrages (Einzelkonto und Zusammenveranlagung) hatte. Der mir zugeteilte Kundenservice-Mitarbeiter war aber sehr freundlich und hilfsbereit.

Dann war das Onlinebanking bspw. plötzlich ohne vernünftige Vorwarnung für mehrere Werktage nicht verfügbar. Andere Banken machen geplante Wartungen meines Wissens nach am Wochenende und informieren ihre Kunden rechtzeitig darüber. Als ich diesbezüglich den Hotline-Mitarbeiter fragte, warum keine Information per E-Mail über die o. g. Wartung versendet wurde, bekam ich nur eine pampige Antwort. Er teilte mir mit, dass man diese Information über die Nachrichten im Onlinebanking 1,5 Tage zuvor entnehmen konnte. Meine Frage, warum dies nicht per E-Mail geschehen ist, blieb unbeantwortet. Dieser Vorfall hinterließ bei mir einen bitteren Beigeschmack.

Nach 15 Monaten, Ende 2017, wollte ich der PSA Direktbank nochmal eine Chance geben. Aber die o. g. unangekündigten Wartungen an Werktagen wiederholten sich.

Aus meiner Sicht war der Höhepunkt Ende Februar 2018. Ich hatte zufällig in meinen Onlinezugang gesehen, dass ich die Steuerbescheinigung für 2017 herunterladen kann. Beim Prüfen meiner Steuerbescheinigung habe ich jedoch festgestellt, dass die Beschriftung, beispielsweise mit den Zeilennummern für KAP (Einkommenssteuererklärung) teilweise falsch war und dass zusätzlich ein Wert abweichte. Als ich dann diesbezüglich mit der Hotline telefonierte, teilte man mir mit, dass die PSA Direktbank die Steuerbescheinigung nur zum Test eingestellt hätte und ich auf eine Benachrichtigung für die Steuerbescheinigung 2017 warten solle. Somit stellte mir die PSA Direktbank zwei unterschiedliche Steuerbescheinigungen für das Jahr 2017 aus, was meines Erachtens nach rechtlich sehr problematisch ist. Mit der Erreichbarkeit des Anbieters bin ich allerdings zufrieden, spätestens nach 3 bis 4 Stunden bekam ich von der Hotline eine Antwort.

Das Onlinebanking empfinde ich allgemein als sehr primitiv. Das Look & Feel entspricht meiner Meinung nach den frühen 2000er Jahren. Gleiches gilt für die Kontoauszüge. Diese PDF-Auszüge sehen aus meiner Sicht aus, als hätte man den papierhaften Auszug einfach nur auf einen PDF-Drucker umgeleitet.

Zudem gibt es meines Wissens keine Möglichkeit, eine sichere Nachricht aus meinem Online-Account an die PSA Direktbank zu übermitteln, sondern nur einfache, ungesicherte E-Mails. Ich finde diese technische „Offenheit“ in der heutigen Zeit ein No-Go. Ich wurde bspw. aufgefordert, die fehlerhafte Steuerbescheinigung per ungesicherter E-Mail in meinem Online-Account an die PSA Direktbank zu versenden. Jetzt kümmert sich laut Aussage der Bank die IT-Abteilung um den Fehler.

Fazit: Nach meinem Empfinden scheint der PSA Direktbank die Professionalität in einigen Bereichen wie dem Datenschutz zu fehlen.