ReaCapital Erfahrungsbericht #3 von Wissenschaftsfreund

Anlageprozess

Im März 2017 habe ich zum ersten und auch einzigen Mal bei ReaCapital investiert. Bei dem Projekt handelte es sich um das „Kreuzberger Carré“. Die Anmeldung und Überweisung funktionierte problemlos. Ich erinnere mich nicht, dass diese aufwändiger oder bürokratischer waren als bei anderen Crowdinvesting-Plattformen.

Ich habe zur Anmeldung einen Affiliate-Code benutzt, der zu einer um 1 % höheren Verzinsung führen sollte, also 7,25 % statt 6,25 %. Davon war aber weder etwas im Online-Konto noch im Darlehensvertrag vermerkt. Daher habe ich den Kundenservice per E-Mail kontaktiert, der sich auch rasch und freundlich meldete und schrieb, es sei trotzdem in Ordnung und intern im System vermerkt. Das Investment läuft noch bis 2019. Daher bin ich gespannt, ob der richtige Betrag auch problemlos ausgezahlt wird.

Ich hätte mir gewünscht, dass der Anbieter mehr Informationen dazu bereitstellt, wie der Investitionsschutz funktioniert. Der Anbieter wirbt immerhin damit, im Gegensatz zu anderen Plattformen die Darlehensforderungen mit einer erstrangigen Grundschuld auf einem anderen Projekt gesichert zu haben.

Online-Verwaltung

Den Online-Bereich finde ich übersichtlich. Alle nötigen Informationen sind für mich erkennbar, insbesondere Auszahlungsdatum, Verträge und Zinssatz. Negativ ist anzumerken, dass Zinsboni (s. o.) nicht angezeigt werden.

Abwicklung und Service

Noch habe ich keine Zahlungen erhalten. Ich habe aber das Gefühl, von der Plattform weniger Updates zu dem Projekt zu erhalten, als ich das von den Mitbewerber-Plattformen gewohnt bin. Dort gibt es viertel- oder halbjährlich Informationen zu den Entwicklungen eines Objektes. Bei ReaCapital kam bisher noch kein einziges Update zum Objekt, nur Werbung für neue Objekte, allerdings recht wenig.

Das Angebot auf dieser Plattform ist recht begrenzt. Andererseits könnte man vermuten, dass die Angebote, die auch i. d. R. ein kleineres Volumen haben als auf anderen Plattformen, dann genauer geprüft werden. Vielleicht ist es nicht schlecht, wenn eine Plattform nur langsam wächst.