Robo-Advisor-Vergleich

Robo-Advisor im Vergleich

Wer keine Lust hat, sich selbst um seine Geldanlage und sein Depot zu kümmern, der kann sein Geld von sogenannten Robo-Advisorn anlegen lassen. Diese investieren Ihr Geld automatisiert nach vorher definierten Regeln und Algorithmen und bieten meist auch eine sehr breite Diversifikation (Risikostreuung). Was die Vor- und Nachteile von Robo-Advisorn sind und was Sie als Anleger unbedingt beachten sollten, erfahren Sie in unserer FAQ.


Was sind Robo-Advisor eigentlich?

Was sind Robo-Advisor eigentlich?

Robo-Advisor sind vergleichsweise neue Geldanlagen, bei denen Ihr Geld auf Basis Ihrer persönlichen Risiko- und Renditepräferenzen ("Wie viel Verlust kann ich maximal ertragen?") vom Anbieter automatisch und nach einem vorher definierten Regelwerk investiert wird. Zumeist handelt es sich dabei um eine Mischung aus unterschiedlichsten Börseninvestments, z. B. Aktien, Fonds, Index-ETFs, Anleihen und zum Teil auch Rohstoffe. Der jeweilige Robo-Advisor kümmert sich nicht nur um die Einschätzung Ihrer Risikotoleranz, sondern auch um die Verwaltung des Depots, das jährliche Rebalancing und die Besteuerung der Kapitalerträge.

Robo-Advisor sind in dem Sinne aber eigentlich keine eigenständige Geldanlage, sondern eher eine Art schöne und intuitiv gestaltete Benutzeroberfläche für Anleger, die sich mit Aktien und Co nicht so gut auskennen oder nicht die Zeit für die Verwaltung eines Depots aufwenden wollen. So haben Anleger stets die Wahl: Entweder selber machen und mit einem eigenen Depot investieren oder das Geld einem Robo-Advisor überlassen, der alle anfallenden Aufgaben für einen erledigt.

Robo-Advisor sind allerdings keine Zauberer! Sie kochen alle nur mit den gleichen Aktien, Fonds und sonstigen Wertpapieren, die heutzutage de facto jeder selber kaufen und verkaufen kann. Robo-Advisor kennen genauso wenig wie wir die Zukunft und so kann es durchaus sein, dass Ihr Investment in einigen Jahren dick im Minus steht, nicht etwa, weil der Robo-Advisor schlecht angelegt hat, sondern weil sich die Börsen einfach negativ entwickelt haben. Betrachten Sie Robo-Advisor daher eher als Werkzeug und weniger als ein eigenständiges lukratives Investment.

Was sind die Vor- und Nachteile von Robo-Advisorn?

Was sind die Vor- und Nachteile von Robo-Advisorn?

Der große Vorteil von Robo-Advisorn liegt in ihrer Einfachheit. Wer sich nicht mit der Börse beschäftigen will/kann oder einfach keine Zeit dafür hat, dem bieten Robo-Advisor eine einfache und intuitive Möglichkeit, sein Geld in Aktien, Anleihen, ETFs und Co zu investieren. Am Ende muss man sich dann eigentlich nur noch zurücklehnen, dem (teils turbulenten) Geschehen an den Börsen zuschauen und möglichst nicht die Nerven verlieren.

Diese Einfachheit von Robo-Advisorn gibt es allerdings nicht für umsonst. Wie alle Unternehmen müssen auch Robo-Advisor Geld verdienen und verlangen für ihre Services eine entsprechende Gebühr. Diese wird zumeist prozentual anhand des angelegten Vermögens berechnet und liegt, je nach Anbieter, irgendwo zwischen 0,20 % und 1,50 %. Dabei sollte man allerdings bedenken, dass bei einem Do-It-Yourself-Portfolio ebenso Kosten in Form von Kauf/Verkaufsgebühren oder Kosten für die Ausführung von Sparplänen anfallen. Je nach Depotanbieter ist es mittlerweile sogar so, dass vor allem die günstigeren Robo-Advisor unter Berücksichtigung aller Kosten teils günstiger sind als ein Depot Marke Eigenbau.

Was sollte man bei der Auswahl eines Robo-Advisors beachten?

Was sollte man bei der Auswahl eines Robo-Advisors beachten?

Das aus unserer Sicht wichtigste Auswahlkriterium bei Robo-Advisor sind die Gebühren, denn anders als die Entwicklung der Börsen sind die Kosten fix und Sie als Anleger können durch die Wahl des Robo-Advisors aktiv darauf Einfluss nehmen. Dabei geht es nicht um die Optimierung der Gebühren bis auf die letzte Kommastelle. Wichtig ist eher, dass Sie sich im unteren Drittel des Markets bewegen und der Robo-Advisor ansonsten zu ihren Präferenzen passt.

Idealerweise sollte ein Robo-Advisor sowohl Sparpläne als auch Einmalanlagen erlauben. Schauen Sie dabei, ob die jeweiligen Mindestbeträge des Anbieters zu Ihrer Vermögenssituation passen. Ein Sparplan ab 100 € bringt Ihnen nichts, wenn Sie monatlich nur 50 € übrig haben und Einmalanlagen ab 50.000 € sind für Sie Murks, wenn der Jahresbonus "nur" 3.000 € beträgt.

Viele Robo-Advisor werben mit ihren besonders umfangreichen und ausgefallenen Anlagestratgien. Lassen Sie sich davon aber nicht blenden. Unser Meinung nach gilt: Je weniger, desto besser. Idealerweise hat ein Robo-Advisor nur drei Stratgien: defensiv (risikoarm), moderat (mittleres Verlustrisiko) und offensiv (risikoreich). Tolle und bunt klingende Nachhaltigkeitsstragien hingegen bringen meist nur einem etwas: den jeweiligen Fondsanbietern, die damit höhere Gebühren rechtfertigen können.

Ansonsten gilt bei dieser Art von Investments wie immer: Einmal für einen (möglichst günstigen) Robo-Advisor entscheiden, lange (>10 Jahre) stur investieren und Crash-Phasen aussitzen. Nur dann kann so ein Investment überhaupt erfolgreich sein.