Savedo Erfahrungsbericht #21 von Inspector

Hinweis: Der folgende negative Erfahrungsbericht zu Savedo wurde uns am 14.02.2017 von unserem Nutzer Inspectorübermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Am 2. Februar 2016 schloss ich ein 2-jähriges Festgeld ab. Die Zusendung der Unterlagen zur Kontoeröffnung, die Kontoeröffnung und Geldanlage über die biw Bank liefen einwandfrei und flüssig. Es gab keine auffälligen Wartezeiten. Zwischen den einzelnen Schritten lagen nur wenige Tage. An genaue Zeiten kann ich mich nicht erinnern. Lediglich nach der Einzahlung des Geldbetrages bis zur Annahme durch die ausländische Bank verstrich etwas mehr Zeit. Dies lag aber durchaus im Rahmen und kann ich nicht beanstanden. Inzwischen habe ich auch bereits fällig gewordene Beträge wieder angelegt.

Onlinebanking und Kundenservice

Beim Online-Auftritt würde ich mir eine direkte Verlinkung auf eine Support-Seite wünschen und nicht nur die Angabe einer Service-Telefonnummer, gleichwohl sich Probleme oft schneller telefonisch lösen lassen.

Störend für die Übersicht empfinde ich, dass die abgelaufenen und nicht abgeschlossenen Anlagen in der gleichen Ansicht wie die tatsächlich laufenden und abgeschlossenen Anlagen angezeigt werden.

E-Mails beantwortete Savedo immer zeitnah und freundlich. Die Anfragen wurden registriert und nach spätestens 2-3 Tagen beantwortet. Da habe ich nichts zu beanstanden, auch weil die Antworten zufriedenstellend waren.

Versprochene Prämien wurden manchmal ohne Anmahnung nach 4-5 Wochen auf mein biw-Konto eingezahlt. Eine Benachrichtigung hätte ich mir hier gewünscht. Allerdings musste ich auch schon beim Service nachhaken, um eine Prämie zu bekommen. Diese wurde dann aber auch überwiesen. Vielleicht baut Savedo auf die Vergesslichkeit des Kunden.

Dies muss ich auch bei der Quellensteuerberechnung für die Geldanlage in unterschiedlichen Ländern kritisieren. Teilweise musste ich jährlich eine Quellensteuer-Befreiung beantragen, manchmal auch erst am Ende einer mehrjährigen Laufzeit.

Ich hatte den Eindruck, dass Savedo eher allgemein und ungenau zu Gunsten der ausländischen Bank statt zum Vorteil des Kunden informiert, also keine akkuraten Termine setzt, bis zu welchem Zeitpunkt welches Formular eingesendet werden muss.

Beispiel:

Nach Angaben von Savedo wurde ich im Dezember 2016 allgemein über die Notwendigkeit einer Ansässigkeitsbescheinigung informiert. Allerdings habe ich ein solches Schreiben nicht registriert. Am 13. Januar 2017 kam eine weitere Information zu dieser Bescheininung, wenn auch (für meinen Geschmack) nicht so dringlich. Ich hätte mir klare Worte wie z. B. „Bis zum 20.01.2017 muss die Ansässigkeitsbescheinigung vorliegen.“ gewünscht.

Dann ging alles sehr schnell, weil mir Savedo beim Anruf sagte, dass die Ansässigkeitsbescheinigung nicht erst am Ende der Laufzeit vorgelegt werden müsse, sondern jetzt am Jahresende. Also legte ich so schnell ich konnte die Unterlagen beim Finanzamt vor und schickte sie Savedo. Aber beim Telefonat stand bereits fest, dass die 14-Tage-Frist vor dem Einreichen bei der ausländischen Bank verstrichen war und mein Bemühen mit dem Finanzamt nicht von Erfolg gekrönt worden wäre. Die Mühe hätte ich mir also sparen können. Deshalb habe ich mich über das Gebaren bzw. die Informationspolitik von Savedo geärgert. Immerhin ging es um einen nicht unerheblichen Betrag an Quellensteuer bei der J&T Banka.

Natürlich hätte ich mir auch eine Intervention durch Savedo bei der ausländischen Bank gewünscht, wenn eine Bescheinigung einmal etwas später eingereicht würde. Denn aktuell wäre auch bei einem Fristverzug von nur 1 Tag die Quellensteuer fällig.

In meinem Fall hatte ich den Fristablauf verpasst, weil ich zuvor nur verspätetet von Savedo erfuhr, dass eine jährliche Ansässigkeitsbescheinigung nötig sei. An welchem genauen Datum diese Frist war, verriet mir Savedo nicht. Das hätte ich als Kunde folglich besser gefunden. In den allgemeinen Informationen von Savedo an den Kunden ist nur veröffentlicht, dass die Ansässigkeitsbescheinigung circa 14 Tage vor der Zinszahlung vorliegen muss. Allerdings muss ich die Bescheinigung zuerst an Savedo senden, damit sie dort geprüft wird und dann von Savedo an die ausländische Bank geschickt wird. Auf den Zeitablauf habe ich also keinen konkreten Einfluss mehr.

Daher nützen die besten Zinsen nichts, wenn mir als Kunde das Geld auf diese Art aus der Tasche gezogen wird — auch wenn Savedo damit formell im Recht ist.

Sonstiges

In einem weiteren Fall wurde bei mir wieder die Quellensteuer abgezogen, weil keine oder nur eine alte Ansässigkeitsbescheinigung von 2016 vorgelegen haben soll. Hier habe ich rechtzeitig die Bescheinigung 2017 unter Zeugen versandt (Ablage davon beim Finanzamt). Den Empfang der Ansässigkeitsbescheinung bestreitet Savedo aber. Daher meine Empfehlung an die Leser entsprechende Bescheinigungen per Einschreiben mit Rückschein an Savedo zu versenden.

Befremdlich finde ich auch, dass bei Geldanlagen im niederen 5-stelligen Bereich Gehaltsbescheinigungen vorgelegt werden müssen. Meine Empfehlungen für Savedo werde ich daher möglicherweise revidieren und mein Engagement bedenken.

Ich hoffe, ich konnte mit meinem Leserbrief anderen Lesern helfen, die gleichen Fehler zu vermeiden und Savedo daran erinnern, den Ablauf zu verbessern, um sich den Ärger und die Wut über den unnötigen Abzug der Quellensteuer zu ersparen.

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