WeltSparen Erfahrungsbericht #156 von wolfbln

Hinweis: Der folgende neutrale Erfahrungsbericht zu WeltSparen wurde am 18.05.2017 von unserem Nutzer wolfbln aktualisiert und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Ich bin seit 3 Jahren Kunde bei WeltSparen und habe über das dortige Portal inzwischen viele Fest- und Flexgelder angelegt. Grundsätzlich konnte ich zunächst die positiven Grunderfahrungen vieler Nutzer bestätigen, aber seit einigen Monaten läuft es überhaupt nicht mehr rund.

Zum Jahresbeginn 2017 konnte ich den Telefonsupport praktisch nicht mehr erreichen. Ich wurde nach einigen Minuten Wartezeit einfach aus der Leitung geworfen. Als ich mich dann über Facebook beschwerte, rief mich gleich der Supportleiter an und entschuldigte sich. Indirekt gab er zu, dass sie wohl zu schnell gewachsen seien und nicht mit der Schulung von neuen Agents nachkämen. Es solle aber nun besser werden. Insbesondere versprach er mir eine Online-Funktion, dank welcher ich sehen könnte, welche Steuerunterlagen schon eingereicht wurden und wann welche noch eingereicht werden müssten. Auf die Umsetzung warte ich noch.

Alle Geldeinlagen über WeltSparen im Ausland unterliegen ja den dortigen Steuern - von Land zu Land verschieden - von denen ich mich mit einer Ansässigkeitsbescheinigung des deutschen Finanzamts befreien lassen kann. Das finde ich aufwändig, aber ohne ginge der Zinsvorteil drauf, weil die Auslandszinsen in Deutschland noch steuerpflichtig sind. Auf die dadurch mögliche Doppelbesteuerung und den potentiell hinfälligen Zinsgewinn weist WeltSparen meines Erachtens in recht geringem Umfang hin.

Neuerdings stellt WeltSparen die Bescheinigungen zwar sehr frühzeitig online, rät aber, sie erst 1-2 Monate vor der Fälligkeit der Zinsen zunächst zum deutschen Finanzamt und dann zu WeltSparen zu schicken. Von dort gehen sie an die Partnerbank. Diesen Prozess finde ich sehr zeitraubend und störungsanfällig, auch wenn ich weiß, dass er (zu meinem eigenen Vorteil) notwendig ist.

Tagelang versuche ich nun wieder mal den Kunden-Support zu erreichen. Inzwischen ist nach etwas Wartezeit schon ein Agent erreichbar, auch wenn dieser mehrfach ohne Weiteres auflegte. Meinem Wunsch nach einem Rückruf, den ich auf einem Sprachcomputer hinterließ, wurde nicht entsprochen.

Auslöser meiner Anrufe war, dass WeltSparen mir in der Postbox steuerliche Informationen für 2016 zur Verfügung gestellt hatte. Dort gibt es auch Ausfüllhinweise für die Steuererklärung und den Betrag, den ich im Feld „Ausländische Kapitalerträge“ einsetzen soll. Dahinter sehe ich im Dokument alle Kapitalerträge im Ausland des Jahres 2016 nach Land und Bank einzeln dargestellt.

Das Problem ist, dass nur 2/3 der Ertragssummen saldiert sind - es wurde also ein Zinsertrag nicht berücksichtigt. Würde ich diese Angaben so übernehmen, wäre das Steuerhinterziehung. Ich nehme an, dass es sich um ein Softwareproblem handelt und der Unfähigkeit von WeltSparen geschuldet ist. Verzeihlich ist es aber nicht, da ich hier von der Bank falsche Zahlen bekomme, aber als Steuerpflichtiger für meine Angaben gegenüber dem Finanzamt hafte. Natürlich gibt WeltSparen keine Garantie für die Richtigkeit, aber ich möchte mich schon auf Bankangaben verlassen können.

Zusammenfassung:

  • Teils sehr schlechte Erreichbarkeit des Supports
  • Aufwändige Steuerfreistellungen
  • Falsche Abrechnungen

Diese Punkte zwingen mich diesen ursprünglich einmal guten Finanz-Innovator inzwischen negativ zu bewerten. Ich hoffe, dass WeltSparen noch die Kurve bekommt.

Nachtrag vom 18.05.2017:

Die Abrechnungsprobleme, die im Text genannt wurden, konnten inzwischen gelöst werden. Aber es traten neue auf:

Im März 2017 bekam ich ein Festgeld zurückgezahlt mit 2 % Zinsen und einer Anlagesumme von 50.000 € bei der J&T Banka. Der Rückzahlungsbetrag betrug ca. 50.800€. Die Zinsen wurden also komplett nach 2 Jahren gutgeschrieben und die nötigen Ansässigkeitsbescheinigungen des Finanzamts hatte ich rechtzeitig beigebracht.

Ich rechne sonst Zinszahlungen nicht nach, aber selbst ohne Zinseszinsen war mir klar, dass dieser Betrag nicht stimmen kann. Nach Nachforschungen meinerseits stellte sich heraus, dass J&T Banka, die ausländische Quellensteuer abgezogen hat. Es folgte waren Widersprüche, Bearbeitungen und Vertröstungen. Nach 2-3 Monaten bekam ich die Mitteilung, dass eine „Schnittstellenproblematik“ aufgetreten sei und mir die fehlenden Zinsen nachträglich gutgeschrieben werden. Die falsche Abrechnungen lag wohl nicht an Weltsparen, sondern an den Partnerbanken bzw. der „Schnittstelle“. Insofern reagierte Weltsparen - wenn auch träge - auf meinen Widerspruch und kümmerte sich - wenn auch langsam - darum, so dass mir bisher kein Verlust entstand.

Aus diesem Grund ändere ich meine Bewertung von „negativ“ auf „neutral“.

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