Zinsland Erfahrungsbericht #51 von geldwolff

Ich habe im Juli 2016 in zwei Projekte investiert und war mit der Abwicklung (Kontoanmeldung, Bestätigung, etc.) sehr zufrieden. Auch die Warnungen vor einem Totalverlust der Investition verstärkten in mir eher das Vertrauen in die Projekte und die Plattform.

Falls man seine Steuer-Identifikationsnummer, Personalausweis oder Reisepass sowie die eigenen Bankdaten parat hat, ist die Registrierung bei Zinsland und Investition in die erste Anlage laut meiner Erfahrung in einer halben Stunde erledigt. Ein Aktivierungslink meines Zinsland-Kontos und die Investitionsbestätigung für die Anlage erreichten mich nach wenigen Minuten per E-Mail. Man ist seitens Zinsland angehalten, innerhalb von 3 Werktagen die Überweisung zu tätigen. Dies berücksichtigte ich und erhielt anschließend eine Eingangsbestätigung und eine Nachricht über die Höhe der Verzinsung. Als Privatperson kann man 500 bis 10.000 € investieren. Die Laufzeiten der Anlagen betragen zwischen 12 und 20 Monaten.

Ich habe auch zweimal telefonisch Kontakt mit dem Kundenservice aufgenommen und traf innerhalb 1 Minute auf einen freundlichen und kompetenten Gesprächspartner. Eigentlich hätte ich den Kundenservice nicht gebraucht. Ich hatte nur ein paar allgemeine Fragen und wollte mir ein langes Lesen des Kleingedruckten ersparen. Außerdem ist mir wichtig, als Neukunde einen Eindruck vom Kundenservice zu bekommen. Einen Rückruf per Internet kann man übrigens auch vereinbaren.

Die Informationen zu den Projekten sind ausführlich. Die Updates zum Fortschritt der Projekte wären für mich kein Muss. Für mich zählt, ob das Projekt am Ende erfolgreich ist oder nicht. Genau das erfahre ich bei der Abrechnung am Schluss.

Ein wenig unübersichtlich finde ich die Angabe der Laufzeit bei Zinsland, denn sie beginnt mit dem Anfang der Fundingphase. Die Verzinsung für meine Investition beginnt aber mit dem Eingang des gezeichneten Betrages. Der Rückzahlungstag wird im Vertrag mitgeteilt und ist nach meinem Kenntnisstand wohl auf den Beginn der Fundingphase bezogen. Wenn ich später, also erst in der laufenden Fundingphase investiere, kann die tatsächlich verzinste Laufzeit kürzer sein.

Der im Vertrag genannte „geplante Rückzahlungstag“ steht im Bezug zur tatsächlichen Rückzahlung, die bis zu 6 Monate vor oder hinter diesem Tag liegen kann. Das steht auch so ausführlich in den allgemeinen Bedingungen, die dem Vertrag beigefügt sind.

Ein Beispiel für die Laufzeit von 12 Monaten:

  • Beginn der Fundingphase: 2.1.2016
  • Einzahlung (Investition): 2.2.2016 (also 1 Monat später)
  • Geplanter Rückzahlungstag: 2.1.2017
  • Rückzahlung möglich vom 2.7.2016 bis 2.7.2017

Demnach läge die effektive Laufzeit in diesem Beispiel zwischen 5 und 17 Monaten. Dauert die Fundingphase lang (bis zu 3 Monate), kann eine Einzahlung also auch eine Laufzeitverkürzung von 3 Monaten bedeuten.

Ich sehe darin keinen Nachteil für den Anleger oder eine Übervorteilung. Es kann aber verwirrend sein, wenn man nicht alles Kleingedruckte vorher genau liest. Wer also genau planen will, dem empfehle ich, schon vor dem Anlegen den (hoffentlich stattfindenden) Auszahlungstermin nachzulesen.

Andere Crowdinvesting-Plattformen wie z. B. bettervest funktionieren anders: Dort gelten die festen Laufzeiten ab Ausschüttung an den Investor. Falls man also sofort nach der Zeichnung eingezahlt hat, kann man das Geld unverzinst auf dem Treuhandkonto (für einen mir nicht bekannten Zeitraum) liegen lassen.