Zinsland Erfahrungsbericht #48 von F.EISENHUT

Seit circa 2 Jahren nutze ich Crowdinvesting-Plattformen, um mich an Projekten zu beteiligen, die ich für unterstützenswert halte. Ein nächster konsequenter Schritt war für mich das Crowdinvesting.

Über Zinsland habe ich im April 2015 in ein Immobilienprojekt in Hilden investiert. Die aufbereiteten Projektinformationen waren für mich verständlich. Sie hätten auch weniger werbend, also ohne Promotion-Video und Image-Informationen, sein können. Eine reine Faktensammlung hätte ich gut empfunden. Die Informationsdichte war dennoch ausreichend.

Der Weg zur Investition war allerdings relativ umfangreich: Ich musste Fragen zu meinem Anleger-Verhalten beantworten. Da ich mir bzgl. der Anlage sicher war, fand ich die Fragen störend. Ich kann mir vorstellen, dass sie Nutzern, die sich weniger sicher sind, helfen können und (so vermute ich) auch gesetzlich vorgeschrieben sind.

Das Projekt ist meiner Meinung nach risikoadäquat, also fair im Vergleich zu anderen Portalen, verzinst. Die Absicherung erfolgt nachrangig zur Bank, ist aber immerhin durch die Bürgschaft des Projektentwicklers unterlegt. Damit ist das Absicherungskonzept im Vergleich zu anderen Portalen und Anbietern für meine Begriffe etwas besser.

Die Vertragsdokumente finde ich mustergültig. Alle Verträge werden per E-Mail versandt und können ausgedruckt und archiviert werden. Der Investitionsprozess verlief für mich übersichtlich und relativ schnell, wenn ich von den Anleger-Fragen absehe.

Die laufenden Informationen finde ich gut aufbereitet und konzentrieren sich auf die wesentlichen Faktoren. Eine Webcam, um die Immobilie beim Aufbau zu beobachten, würde ich mir wünschen.

Die Laufzeit des Investments und der Verzinsung ist mittlerweile etwas länger geworden als erwartet. Das muss nicht schlecht sein, kann aber nachteilig sein, wenn man mit dem Geldrückfluss zu einem festen Termin gerechnet hatte. Leider sind die Anteile nicht handelbar, auch nicht unter den Investoren, um z. B. schnell liquide zu sein. Der Umstand ist aber anlage-spezifisch und nicht von Zinsland vorgegeben.

Hilfreich wäre es, wenn Zinsland bzgl. des Clearings (Verrechnung gegenseitiger Geldforderungen) direkt mit PayPal zusammenarbeiten würde. Die klassische Überweisung, die aktuell eingesetzt wird, finde ich eher altbacken.

Auch wenn ich meine Anlage bei Zinsland online eröffnete, ist der Anbieter auch telefonisch und via E-Mail erreichbar. In meiner E-Mail-Anfrage zum Investmentprozess fragte ich, wohin ich überweisen musste und erhielt 1 Tag später eine Antwort. Telefonische Anfragen allgemeiner Art nahm in meinem Fall immer ein Call-Center entgegen. Inhaltliche bzw. immobilienspezifische Fragen beantwortete direkt ein Mitarbeiter von Zinsland.

Ich bewerte Zinsland insgesamt positiv, würde mir aber wünschen, die Angaben zum Anleger-Verhalten beim nächsten Mal nicht machen zu müssen.