Zinsland Erfahrungsbericht #14 von Domenica

Hinweis: Der folgende neutrale Erfahrungsbericht zu Zinsland wurde uns am 08.06.2017 von unserem Nutzer Domenica übermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Mittlerweile bin ich seit 9 Monaten begeisterter Crowdinvestor: Ich bin auf 8 Plattformen registriert (auf 7 aktiv) und habe in insgesamt 25 Projekte Beträge zwischen 250 € und 1.000 € investiert.

Eröffnung und Anlageprozess

Bei Zinsland habe ich mit Crowdinvesting überhaupt erst angefangen, mit dem damals vielversprechenden Projekt „Wohnen am Museumsgarten“ in Krefeld. Ich kann mich deshalb kaum mehr daran erinnern, wie die Registrierung genau gelaufen ist; sie war aber mindestens so unkompliziert wie bei anderen auch: Ein paar persönliche Daten zusammen mit einem neu definierten Zugangspasswort eingeben, Bestätigungslink über den eigenen E-Mail-Account aktivieren und schon steht einem die Welt des Investierens bei Zinsland offen.

Zugegeben, es gibt weniger Projekte zur Auswahl als beim „großen Bruder“ Exporo, trotzdem lohnt sich für mich ein Blick auf diese Plattform, weil ich dort immer wieder interessante Angebote finde.

Weitere Nutzung

Zinsland hat dieses Jahr u. a. als erster Anbieter eine Investition in ein Pflegezentrum („Am Klösterchen“ in Bad Breisig vom Projektinitiator „WirtschaftsHaus“) angeboten, was für mich eine neue Kategorie in meinem Portfolio war. Außerdem war Zinsland meines Wissens die erste Plattform, die endlich Projekte in Bayern angeboten hat. Das fehlte mir lange und war für mich als waschechter Bayer natürlich klasse, denn ich konnte eines davon aufgrund meiner Wohnortnähe bereits vor Ort besuchen und mich selbst vom Baufortschritt überzeugen!

Gut finde ich bei Zinsland auch die regelmäßigen E-Mails (ich glaube, alle 1‑2 Monate) über den aktuellen Projektfortschritt. So muss ich nicht unbedingt auf die Projektseiten gehen, wo diese Neuigkeiten unter dem Reiter „Aktuelle Infos“ auch vermerkt werden.

Optisch hat sich die Plattform einmal verändert, eher hin zu mehr Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit. Wenn ich in meinem Account auf das jeweilige Projekt klicke, erscheinen weiterhin die wichtigen Daten über Einzahlungsdatum, das konkrete Auszahlungsdatum, die Gesamtrendite, die anfallende Steuer und den erwarteten Auszahlungsbetrag.

Die steuerliche Praktikabilität hat mich anlassbedingt vor einigen Tagen besonders beschäftigt: Ein weiterer Zinsland-Vorteil – z. B. gegenüber Exporo und Zinsbaustein – ist hier vor allem, dass die Steuer bereits abgeführt wird. Ich brauche die Zinsland-Erträge also nicht mehr in meiner Steuererklärung angeben, weil sie steuerlich bereits abgegolten sind. Für mich bedeutet das weniger Aufwand, weil ich auf den Steuerabzug verzichten kann. Wer nur bei solchen Plattformen investiert (auch Bergfürst behält Steuern ein), erspart sich große Rechnereien für die KAP-Anlage.

Wer Kapitalertragssteuer vom Finanzamt zurückerstattet haben will (bei Unterschreitung des Sparer-Freibetrags), hat dagegen etwas mehr Aufwand: Freistellungsaufträge sind bei Zinsland nicht möglich, weil es sich um keine Bank handelt. Aber man kann Steuerbescheinigungen, die per Post zugestellt werden, formlos über E-Mail beantragen.

Sehr verwundert war ich Ende April 2017 über eine neue Vermarktungsstrategie von Zinsland: Plötzlich reihte sich unter die erfolgreich abgeschlossenen Zinsland-Projekte das Projekt „München Nymphenburg“ - ohne den sonst üblichen Ablauf (Vorankündigung und Fundingzeit), aber mit dem Vermerk „Exklusiver Club-Deal“. Dass ich das Funding eines Projekts verpasst hätte, konnte bei der Regelmäßigkeit, mit der ich die Plattform prüfe, nicht sein. Und dann handelte es sich ausgerechnet um München: Erstens meine Lieblingsstadt, zweitens die Stadt mit dem meiner Meinung nach sichersten Wohnungsmarkt in Deutschland, drittens war ich zu diesem Zeitpunkt regelmäßig beim Schloss Nymphenburg unterwegs. Ich hätte dort sicher investiert, wenn ich von diesem Funding gewusst hätte!

Meine Nachfrage bei Zinsland ergab eine aufschlussreiche E-Mail-Korrespondenz. Herr Müller erklärte mir, dass der normale Anleger davon gar nichts wusste, weil der Projektentwickler das nicht wollte. Er wollte offenbar keine breite Öffentlichkeit und keine so breite Investorenstreuung. Die Anleger sollten angeblich mindestens 20.000 € investieren, also deutlich über dem Betrag, mit dem das Kleinanlegerschutzgesetz die öffentlichen Anlagemöglichkeiten deckelt. Somit war das Funding nicht öffentlich und nur für Investoren, die generell gerne größere Beträge investieren möchten. Ist das nicht eine Rückkehr zu dem, was diese Plattformen ursprünglich mit einer neuen Ideologie einmal ändern wollten - dass auch der Kleinanleger endlich vom Immobilienboom profitieren kann…?

Ich ärgerte mich, weil Zinsland ja eigentlich Transparenz verspricht und mir vielleicht eine äußerst sichere Anlagemöglichkeit abhanden gekommen war. Dennoch erklärte Herr Müller mir diesen neuen Zinsland-Weg in aller Freundlichkeit. Bislang ist „München Nymphenburg“ nämlich noch das einzige Projekt dieser Art.

Betrachte ich die 4 Zinsland-Projekte, in die ich investiert habe, bin ich bei 3 davon mit dem Verlauf sehr zufrieden. Aber ausgerechnet bei meinem allerersten Investment überhaupt, bei „Wohnen am Museumsgarten“ von der Bellvida GmbH scheint es, Schwierigkeiten zu geben, die bei mir Sorgen darüber auslösen, ob ich mein Geld je wieder sehen werde. Ursprünglich wurden die Wohnungen über „Wirichs Immobilien“ in Krefeld vermarktet. Anfang des Jahres wurde das Immobilienbüro zu „Blank & Schmack Immobilien“ in Duisburg gewechselt. Gleichzeitig hatte sich am Verkaufsstand über fast 9 Monate hinweg kaum etwas verändert: Es ist weiterhin nur eine einzige Wohnung verkauft! Außerdem gibt’s auch beim zweiten Projekt der Bellvida („Altes Wasserwerk in Willich“) keine Fortschritte und auf der Homepage bellvida-wohnen.de ist von diesen beiden Zinsland-Projekten nichts zu sehen. Ich stelle mir also die Frage, was dieser Projektentwickler um Dr. Harald Fett überhaupt gerade macht.

Auch das letzte Immobilienbüro Blank & Schmack scheint, aktuell nicht mehr in die Vermarktung der 13 Wohnungen des Projekts involviert zu sein. Wie soll ein Projekt weiterentwickelt werden, das gar nicht mehr zum Verkauf steht? Ziemlich beunruhigt habe ich also mit Zinsland Kontakt aufgenommen. Dort wurde mir gesagt, dass der Projektentwickler offenbar andere Pläne habe, die er noch nicht öffentlich machen könne.

Fazit: Das Zinsland-Team hat sich selbst bislang immer große Mühe damit gemacht, mir meine Fragen zu beantworten. Positiv ist zudem der direkte Steuerabzug, der mir die Steuererklärung erleichtern wird, wenn denn mal Auszahlungen kommen. Weil aber der Ruf einer Plattform natürlich auch immer mit den angebotenen Projekten zusammenhängt, muss ich Zinsland momentan mit gemischten Gefühlen bewerten.

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