Zinsland Erfahrungsbericht #18 von Crowdinvestor

Zinsland nutze ich seit September 2016. Zunächst investierte ich in das Projekt „Kantoneum Leipzig“, dann im Oktober 2016 in das Projekt „Selfstorage-Park ‚Box!t‘ Leipzig“. Der Anlageprozess verlief problemlos und die Informationen fand ich generell ausreichend. Dennoch hätte ich ein Rating bzgl. der Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit und des Risikos, wie es bspw. bei bettervest angeboten wird, als hilfreich empfunden.

Die Übersicht im Online-Bereich enthält für jedes Investment den Projektnamen, Vertragsnummer, Investitionssumme, Zinsen, das Datum der Einzahlung und erwarteten Rückzahlung sowie die Rendite und die abgeführten Steuern. Die Investitionen sind aufgeteilt in aktive und bereits ausgezahlte Investitionen. Der Rückzahlungsbetrag im inzwischen ausgezahlten Projekt „Kantoneum Leipzig“ stimmte zum Zeitpunkt der Rückzahlung, auch unter Berücksichtigung der Steuer, allerdings nicht ganz mit dem überwiesenen Betrag überein. Die Differenz betrug jedoch nur wenige Euro. Die Auszahlung wiederum erfolgte pünktlich im Rahmen des vertraglich festgelegten Spielraums.

Die persönlichen Daten kann ich problemlos im Profil ändern, ohne Kontakt zum Kundenservice oder das zwingende Hochladen einer Personalausweiseskopie oder der Meldebescheinigung. Die Bankverbindung ist aus Sicherheitsgründen davon ausgenommen. Nach derartigen Änderungen werden die Verträge, die jederzeit online downloadbar sind, automatisch aktualisiert.

Positiv finde ich, dass Personen, die von der Kapitalertragssteuer befreit sind (z. B. Studenten, deren Einkommen unter dem Freibetrag liegt), eine NV-Bescheinigung einreichen können. Diese wird dann normalerweise für jedes Projekt automatisch berücksichtigt, klappte aber bei der Rückzahlung vom Projekt „Kantoneum Leipzig“ leider nicht. Vor der Investition ins Projekt stellte ich über meine Nachfrage beim Kundenservice sicher (so meine Hoffnung), dass meine NV-Bescheinigung steuerlich berücksichtigt werden würde. Negativ war nun, dass mir zunächst nur der Betrag überwiesen wurde, der nach Abführung der Steuern übrig blieb. Daraufhin kontaktierte ich den Kundenservice, der mir mitteilte, dass man keine Information über eine eingereichte NV-Bescheinigung habe. Der ehemalige Dienstleister, mit dem Zinsland seit Anfang September 2017 nicht mehr zusammenarbeitet, habe die eingereichte NV-Bescheinigung weder hinterlegt noch hatte er in den Daten vermerkt, dass ich von der Steuerzahlung befreit sei.

Dies ist grundsätzlich für mich in Ordnung, Fehler können schließlich passieren. Ich hätte auch nicht nur eine neutrale Bewertung abgegeben, wenn man mir den dadurch verursachten Schaden ersetzt hätte. Jedoch schrieb mir Zinsland zunächst, dass man mir den Betrag nicht nachträglich auszahlen könne, da die Steuern bereits abgeführt wurden. Es bedurfte einer weiteren Nachricht an den Kundendienst, in der ich darauf hinwies, dass ich auf die Auszahlung des Betrags bestehe, bevor man mir den Differenz-Betrag (inzwischen sogar 1 € zu viel) schließlich zurückzahlte.