Zinsland Erfahrungsbericht #5 von H.G.

Hinweis: Der folgende negative Erfahrungsbericht zu Zinsland wurde uns am 02.11.2018 von unserem Nutzer H.G. übermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Gegenstand meines Erfahrungsberichts ist die Anlage in das Immobilienprojekt „Mühlanger“, das bereits zur Auszahlung fällig war, jedoch bis dato nicht zurückgezahlt worden ist. Aber der Reihe nach.

Registrierung

Seit April 2017 bin ich bei Zinsland registriert, um das Investieren in Immobilien-Crowdinvesting-Projekte auszuprobieren. Bei der Registrierung war keine Identifizierung notwendig, jedoch ist die SteuerID anzugeben. Die Registrierung fand ich so einfach, wie einen Amazon-Account einzurichten. Nach der Registrierung erfolgte voller Vorfreude mein erstes und glücklicherweise einziges Investment über die Plattform.

Anlageeröffnung und Ablauf

Ich entschied mich im April 2017 für eine Beteiligung in das Projekt „Mühlanger“ bei Dinkelscherben zu investieren. Die Entscheidung dazu war angetrieben durch ein kurzes Video über das Projekt, ein seriöses Auftreten der Beteiligten und auch ein Exposé, in dem dargestellt wurde, wie der Neubau von 2 Mehrfamilienhäusern vorgenommen werden soll. Alle Unterlagen standen auf der Projektseite zum Download zur Verfügung.

Positiv fand ich auch, dass der Anbieter, die PANNTUM Unternehmensgruppe, bereits 2 weitere Projekte über Zinsland finanziert hatte. Den Standort des Projekts (Bayern, in der Nähe von Augsburg) schätzte ich als wirtschaftlich stabil ein. Alles in allem fühlte ich mich sicher bei der Entscheidung.

Den gewünschten Investitionsbetrag konnte ich in einem Eingabefeld eintragen. Anschließend erhielt ich eine E-Mail, auf welches Konto der Investitionsbetrag überwiesen werden sollte. Der Zinslauf beginnt dann zwei Wochen nach Zahlungseingang. Hintergrund hierfür scheint zu sein, dass ich als Verbraucher auch innerhalb dieser 2 Wochen ein Widerrufsrecht habe.

Bis September 2018 verlief dann alles ruhig. Der Bauherr berichtete alle paar Monate, wenn besondere Geschehnisse vorlagen, über den Projektverlauf. Dies waren Ereignisse wie die Fertigstellung der Bodenplatte, des Rohbaus, des Dachstuhls etc. Dieser Fortschritt wurde mit einigen Bildern untermauert, die ebenfalls auf der Projektseite einsehbar sind. Zudem wurde alle paar Monate über den Vertriebsstand, also den Verkauf der Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern, berichtet. Alles klang positiv und die Berichte stimmten mich zuversichtlich. Zu diesem Zeitpunkt war somit alles, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Probleme

Die Trendwende kam als die Rückzahlung zum 07.10.218 (wie seit Projektstart auf den Tag genau angegeben) ausblieb. Verwundert kontaktierte ich den Kundenservice von Zinsland, um nachzufragen, ob und wann die Rückzahlung erfolgen würde. Per E-Mail bekam ich die Antwort, dass sich die Rückzahlung um eine Woche verspäten würde. In einer Nachricht an alle Anleger wurde ich per E-Mail auch noch mal um die einwöchige Verschiebung der Rückzahlung informiert.

Nach der vergangenen Woche erfolgte allerdings weiterhin kein Zahlungseingang. Mit einer Nachricht an alle Anleger wurde nunmehr der 31.10.2018 als spätester Rückzahlungstermin genannt, jedoch „ginge man von einer früheren Rückzahlung aus“. Grund für die fehlende Rückzahlung sei, dass die Gelder noch nicht freigegeben sind.

Auch bis zum 31.10.2018 war kein Zahlungseingang auf meinem Konto zu verzeichnen. Erneut erhielten alle Anleger eine Sammel-E-Mail, dass das Geld nun bis Mitte November zurückgezahlt werden soll. Der 14.11.18, der zum Monatsanfang als aller spätestes Rückzahlungsdatum genannt wurde, ist nun auch verstrichen ohne dass die Anlegergelder zurückgeführt worden sind. Eine Nachricht von Zinsland oder PANNTUM kam natürlich nicht - ich bin es bislang auch nicht anders gewohnt. Zudem folgte die Belehrung, dass man als Anleger geduldig sein solle, da in den AGB geregelt ist, dass abweichend vom genau datierten Rückzahlungstermin eine mehrmonatige Verspätung im vereinbarten Rahmen wäre.

Fazit

Der größte Punkt, der mich bei der Anlage gestört hat, ist die schlechte Kommunikation. Es wäre besser, von Anfang an nur einen groben Rückzahlungszeitraum zu nennen, bis ein genauer Tag wirklich feststeht, als dann mehrfach den Termin nach hinten zu verschieben. Ich bin nun so über die Rückzahlung verunsichert, dass ich kaum glaube, dass das Geld zum aktuell anvisierten Termin Mitte November 2018 kommen wird. Crowdinvesting hat die inhärente Eigenschaft nicht so transparent zu sein wie Aktien. Es wird nicht jedes Quartal ein dicker Quartalsabschluss veröffentlicht, es gibt keine Investoren-Calls oder eine Hauptversammlung.

Diese Erfahrung hat mir leider bewusst gemacht, dass auch Immobilien, die als relativ sicher gelten, ein riskantes Investment sind. Wenn das Geld früher kommt, kann ein Anbieter positiv überraschen. Wenn das Geld jedoch später kommt als ursprünglich anvisiert und mehrfach eine Ankündigung zur Rückzahlung nicht eingehalten wird, schürt dies nur Ängste, das Geld verloren zu haben. Die Info, dass alles noch im vertraglichen Rahmen der AGBs sei, wirkt dabei wie das Salz in der Wunde und zeigt meiner Meinung nach keine Spur der Empathie.

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