Zinspilot Erfahrungsbericht #10 von PaulRP

Hinweis: Der folgende positive Erfahrungsbericht zu Zinspilot wurde uns am 31.05.2018 von unserem Nutzer PaulRP übermittelt und spiegelt die Praxiserfahrung und Meinung des jeweiligen Autors wider.

Ich habe mich im Frühsommer 2017 dazu entschieden, Zinspilot zu testen. Ich wählte das klassische Postident für die Verifizierung, denn es erschien mir am einfachsten. Die Kontoeröffnung hat schnell funktioniert (ca. 1 Woche) und ich konnte mich einloggen. Wie auch bei vergleichbaren Plattformen, wurde auch hier für mich automatisch ein Verrechnungskonto bei einer Partnerbank, in diesem Fall bei der Sutor Bank, eingerichtet. 

Das Angebot an möglichen Anlagen fand und finde ich attraktiv, allerdings finde ich die Darstellung der Angebote etwas unübersichtlich. Es gibt auf der Seite zu viele Wege, wie man zu einem konkreten Angebot kommen kann. Bei der Auswahl meiner Anlagen achte ich darauf, dass das betreffende Land bei Standard & Poor’s mindestens mit AA bewertet ist. Ich schließe also Länder mit einer schlechten Bewertung im Hinblick auf die Kreditwürdigkeit aus. Ebenfalls interessant finde ich den Blick auf die Einlagensicherung eines Landes. Da ich außerdem keine Lust habe, mich mit ausländischen Quellensteuern und Ansässigkeitsbescheinigungen zu beschäftigen, schließe ich für mich auch alle Länder aus, in denen dies der Fall ist. Damit war für mich zum Beispiel eine Anlage bei Alpha Bank aus Rumänien hinfällig.

Diese und weitere Informationen zu Banken und Ländern werden gewöhnlich online in Standard-Informationsblättern zur Verfügung gestellt. Für mich ist das ausreichend. Wie man diese Bewertungen dann einordnet, muss man sich eben selbst überlegen. Für jede Bank gibt es außerdem ein eigenes Produktinformationsblatt, das noch mal alle Konditionen übersichtlich zusammenfasst. Mir war anfangs wie so oft bei diesen Anlagenservice-Plattformen unklar, wie genau das Verhältnis zwischen der Online-Plattform an sich und der Bank ist. Das geht mir aber jedes Mal so.

Im Juli 2017 eröffnete ich also ein Festgeld für drei Jahre bei Close Brothers, im Dezember 2017 ein Festgeldkonto über zwölf Monate bei der inländischen HSH Nordbank und vor Kurzem ein Festgeld bei der Oney Bank. Die Abwicklung fand ich zwar jeweils unkompliziert, dennoch musste ich mich erst eine Weile mit dem Umgang der Plattform beschäftigen, da auch diese, wie die Konkurrenten Savedo oder WeltSparen, ihre Eigenheiten aufweist. Bei Zinspilot starten die Anlagen zum Beispiel oft nur zu bestimmten Terminen, sodass ich darauf achten muss, dass ich das Geld rechtzeitig überweise.

In der Online-Verwaltung sehe ich, welchen Verwendungszweck die Überweisung tragen muss, damit sie zugeordnet werden kann. Der erfolgreiche Geldeingang vom angegebenen Referenzkonto ist notwendig, um den Auftrag zu bestätigen. Eine Auftragsbestätigung per Klick mit nachträglicher Überweisung ist nicht möglich.

Für die Anlage bei den von mir gewählten Banken musste ich außerdem einmalig meine Ausweisdaten (u. a. Ausweistyp, Ausweisnummer, Ausstellungs- und Gültigkeitsdatum, ausstellende Behörde) und meine deutsche Steueridentifikations-Nummer online unter meinem Zugang eintragen.

Auszahlungen waren bei mir noch nicht fällig. Ich hoffe natürlich, dass auch dies reibungslos klappt.

Im Online-Kundenbereich sehe ich auf der Startseite (Anlage-Cockpit) drei Seiten: „Anlageangebote“, „Meine Anlagen“ und „Archiv & Dokumente“. Eine Anlagen-Historie findet sich unter dem letzten Punkt. Die Umsätze und eine aktuelle Übersicht meiner getätigten Anlagen finde ich unter dem zweiten Punkt. Bei der jeweiligen Anlage gibt es jedoch keine Kontoauszüge. Pro Anlage kann ich hier aber einstellen, ob ich eine automatische Verlängerung haben will oder nicht. Auch die Rückzahlungfunktioniert bei Zinspilot anders als bei vergleichbaren Plattformen: Ich werde die Überweisung direkt auf mein Referenzkonto erhalten. Das finde ich weder besser noch schlechter als bei der Konkurrenz.

Wenn ich etwas wissen wollte, habe ich immer versucht, mich zuerst auf der Website zu informieren. Dort bin ich aber des Öfteren nicht fündig geworden. Ich hatte zum Beispiel Fragen bzgl. des Festgeldes bei der HSH Nordbank und der Haftung, da diese ja vor kurzem verkauft wurde. Ich habe mich dann per Telefon an den Kundenservice gewendet. Der Mitarbeiter war wirklich bemüht, mir weiter zu helfen, aber es gab zu dem Thema damals einfach noch keine Informationen von der Bank selbst. Der Kontakt war definitiv freundlich, auch wenn ich letztendlich keine Antwort auf meine Frage bekam. Verrückterweise hatte ich bei meinen ausländischen Festgeldern keine Fragen und fand die Erklärungen online absolut ausreichend.

Insgesamt ist Zinspilot für mich eine Anlageplattform, bei der ich erst einmal bleiben werde. Ich denke mir aber, dass ich mich irgendwann auf eine Plattform beschränken werde, da die Unterschiede einfach riesig sind und es mich immer Zeit und Nerven kostet, nicht durcheinander zu kommen.

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