
NetWorld-Card Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)
hier: Sm@rt TAN-Plus
Die Berliner Volksbank bietet als Zwei-Faktor-Authentisierung, neben dem SecureGo Plus-Verfahren, das Sm@rt TAN-Plus Verfahren mit Hilfe einer Chipkarte "NetWorld-Card" und eines TAN-Generators an. Beide Verfahren können parallel genutzt werden. Das mTAN-Verfahren bietet die Bank nicht an.
Die Gültigkeit der Karte beträgt vier Kalenderjahre (bis Dezember). Die Karte ist HBCI-fähig. Ein Entgelt wird durch die Bank nicht erhoben. Die Bank betitelt die Chipkarte in unterschiedlichen Schreiben und Formularen entweder als "NetWorld-Card" oder als "VR-NetWorldCard".
Der Antrag ist unter
https://www.berliner-volksbank.de/agb-und-sonderbedingungen.html bei "Vereinbarung ServiceDirekt" oder als direkter Link unter https://atruvia.scene7.com/is/content/atruvia/banking-servicedirektvertragpdf-1 aufzurufen.
Da die Gültigkeit der Chipkarte auf vier Kalenderjahre begrenzt ist, kann es eine Überlegung wert sein, die Karte erst zu Jahresbeginn zu beantragen. Eine unterjährige Beantragung, z.B im Dezember, würde die Gültigkeit auf drei Jahre und einen Monat begrenzen.
Mein unterschriebener Antrag als Scan wurde über die Postfachfunktion des Onlinebanking durch die Bank angenommen. Der zeitliche Ablauf von Antragsstellung bis Empfang und am selbigen Tage die Freischaltung hat 26 Tage gedauert. Die Bank hat sich zwischenzeitlich für die verspätete Bearbeitung entschuldigt. Zeitgleich habe ich drei Briefe mit Karte, HBCI-PIN und PUK mit unterschiedlichen Datum erhalten. Das Schreiben mit der Karte weist ausdrücklich auf den getrennten Postversand hin - ich vermute um unberechtigten Missbrauch zu erschweren.
Abweichend von meinem Antrag war das Sm@rt TAN-Verfahren im Onlinebanking noch nicht angemeldet. Die Chipkarte war daher zu diesem Zeitpunkt unbrauchbar. Durch ein aktives Sm@rt TAN-Verfahren hätte der Nutzer im Onlinebanking, nach Legitimation mit SecureGo Plus, die Karte selbstständig synchronisieren können. Eine Anleitung zum Aktivieren war in den Anschreiben nur in Verbindung mit einer HBCI Software vorgesehen.
Durch einen Anruf (Tel. 030-3063-3300, Mo bis Fr / 08:00 bis 20:00) mit Eingabe der numerischen (Zahlen) Onlinebanking PIN (nicht HBCI-PIN) über die Telefontastatur in den Sprachcomputer, konnte der Bankenmitarbeiter das Sm@rt-TAN-Verfahren freigeben. Folgend musste mit der Nennung von Teilen der NetWorld-Card Nummer, der Eingabe von Ziffern in den TAN-Generator und der Nennung der ATC-Nummer an den Bankenmitarbeiter die Karte synchronisiert werden. Der Zeitbedarf betrug fünf Minuten. Die Karte war nach dem Gespräch durch die zielführende und zuvorkommende Anleitung des Bankenmitarbeiters sofort einsatzbereit. Die HBCI-PIN und der PUK sind für das Sm@rt TAN Verfahren ohne Bankingsoftware nicht von Nöten.
Die telefonische Erreichbarkeit der Berliner Volksbank bewerte ich als ausgezeichnet. Grundsätzlich wurden alle telefonisch erteilten Aufträge, z.B. Limitänderungen oder Anforderung von Aktivierungscodes (SecureGo Plus), zur meiner vollsten Zufriedenheit ausgeführt. Für diese Art der Auftragserteilung muss die numerische PIN des Onlinebankingzuganges über die Telefontastatur in den Sprachcomputer eingeben werden. Die Eingabe einer alphanumerischen (Buchstaben und Zahlen) PIN ist nicht möglich. Ich rege an bei Möglichkeit noch vor zukünftigen Problemen, z.B. Ausfall SecureGo Plus, eine vorhandene alphanumerische PIN in eine numerische PIN im Onlinebanking zu ändern.
Ferner kann zur telefonischen Legitimation die SecureGO Plus App genutzt werden.
Über den Ablauf kann ich keine Erfahrungen teilen.
Die Bank teilt dazu auf Ihrer Website (Stand 19.11.2025) mit,
"Mit der VR SecureGo plus App können Sie sich bei uns am Telefon legitimieren, damit wir mit Ihnen am Telefon auch persönliche Themen besprechen können. Bitte beachten Sie:
Wir fragen Sie nur nach einer Bestätigung mit der VR SecureGo plus App, wenn Sie uns anrufen oder Sie vorher einen Telefon-Termin mit uns ausgemacht haben. Wenn Sie einen unerwarteten Anruf erhalten und gebeten werden Ihre Identität mittels der VR SecureGo plus App zu bestätigen, wird es sich sehr wahrscheinlich um einen Betrugsversuch handeln, auch wenn im Display die Telefonnummer der Berliner Volksbank angezeigt wird und sich die Anrufer als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter der Berliner Volksbank ausgeben.".
Positiv kann ich festhalten: Auch ich habe die "Networld"-Chipkarte erhalten und kann bestätigen, dass das überhaupt möglich ist.
Allerdings liegt mein schriftlicher Antrag auch schon ganze siebeneinhalb Wochen zurück.
In den ersten 4 Wochen hat die Bank nach eigenen Worten den Antrag bewusst ignoriert (ja, wirklich!). Erst auf meine Nachfrage hin und gegen eine schriftliche Begründung begann sie mit der Bearbeitung. Nach weiteren knapp dreieinhalb Wochen kam dann die Karte, die Aktivierungsdaten / PIN stehen noch aus.
Immerhin war der Kontakt mit allen beteiligten Mitarbeitern recht freundlich.
Mittlerweile ist der Tagesgeld-Aktionszins ausgelaufen, mein Guthaben abgezogen und leider kein Folgeangebot in Sicht. Ein Konto mit App hätte ich jetzt gekündigt, mit dieser Karte werde ich das Konto wohl noch eine Weile behalten.