Exchange Traded Funds
Sollte ich in ETFs investieren?

Sollte ich in ETFs investieren?

ETFs sind derzeit in aller Munde und gelten als das Non-Plus-Ultra der Altersvorsorge. Honorarberater empfehlen sie, Verbraucherschützer empfehlen sie und Finanzblogger überbieten sich mit Blogartikeln zum Thema. Dabei gibt es wie bei jedem Hype so viele Falschinformationen und Verzerrungen, dass viele Anleger am Ende des Tages gar nicht mehr ... Weiterlesen

Antworten zu ETFs

Die fünf Top-Antworten zu ETFs

Hier finden Sie unsere Top-5 Fragen und Antworten zum Thema Exchange Traded Funds (ETFs). Viele weitere Fragen finden Sie im ausführlichen ETF-Ratgeber. Werfen Sie zudem einen Blick in unsere 5-Punkte-Checkliste, die einige wichtige Aspekte zusammenfasst. Sie haben noch Fragen? Dann hinterlassen Sie uns einen kurzen Kommentar.

Depot für ETFs

Kostenlose Depots für Ihre ETF-Anlage

Hier finden Sie die aus unserer Sicht sechs besten Depots für ETF-Anleger. Zum Teil bieten diese sogar komplett kostenlosen Handel und komplett kostenlose Sparpläne an, was langfristig Ihrer Rendite zugute kommt. Alle Broker und Depotanbieter finden Sie in unserem ausführlichen Depot-Vergleich.


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Fragen & Antworten zum Thema Tagesgeld

Unser Ratgeber zum Thema ETFs

Stefan Erlich - Redaktionsleiter

Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Exchange Traded Funds (ETFs). Sie haben eine Frage, die hier noch nicht beantwortet wurde? Dann nutzen Sie entweder unsere Suchfunktion oder übermitteln Sie uns einen Kommentar.

Ihr Stefan Erlich, Leiter der Redaktion

ETFs jetzt kaufen oder warten? (2022 Update)

ETFs jetzt kaufen oder warten? (2022 Update)

Sollte man ETFs jetzt kaufen oder eher warten? Sind ETFs aktuell überhaupt sinnvoll? Jetzt noch in ETFs investieren oder ist es dafür schon zu spät? Das alles sind in Zeiten sinkender Aktienkurse berechtigte und immer wieder gern gestellte Fragen. Sie basieren jedoch auf einer falschen Annahme, nämlich der, dass wir Menschen in der Lage sind, durch ein geschicktes Timing Verluste zu vermeiden und Gewinne zu maximieren. Dass das nicht funktioniert, haben mittlerweile zahlreiche Studien eindrucksvoll gezeigt. Selbst professionelle Fondsmanager mit langen Ausbildungen und viel Erfahrung im Trading schaffen dies in aller Regel und über einen längeren Zeitraum nicht, was uns Anlegern doch stark zu denken geben sollte.

Doch macht es nicht vielleicht doch einen Unterschied, ob man z. B. jetzt im Rahmen der Krise lieber noch etwas wartet und erst später einen ETF kauft anstatt jetzt noch schnell alles in ETFs zu investieren? Das Problem an dieser Frage ist, dass sie sich immer erst im Nachhinein beantworten lässt. Voraussagen dazu sind schlichtweg nicht möglich, weil wir die zukünftige Entwicklung der Aktienmärkte nicht kennen. Würden wir sie kennen, wären wir alle schon längst Milliardäre. Es ist also letztlich Spekulation: Kaufe ich jetzt ETFs und der Markt geht weiter runter, fahre ich zunächst Verluste ein. Warte ich hingegen noch und der Markt geht wieder hoch, verliere ich wertvolle Rendite, nur weil ich dachte, ich könnte Verluste vermeiden.

Die Frage, ob ETFs in den aktuellen Zeiten noch sinnvoll sind oder nicht, sollte man wahrscheinlich eher wie folgt umformulieren: Sind ETFs generell sinnvoll? Sofern man sich für einen weltweit in möglichst viele unterschiedliche Aktien investierenden ETF entscheidet (z. B. MSCI World oder FTSE All World), kann man diese Frage dann nochmals anders stellen: Gehen die Aktienmärkte immer nach oben? Auf Basis der Daten, die wir zur Verfügung haben (ca. 100 Jahre Aktienmarktrenditen), ist die Antwort darauf ganz klar "Ja". Langfristig scheint es tatsächlich so zu sein, dass die Aktienmärkte, unterbrochen von Crashs und Rezessionen, sich doch immer wieder erholen und sogar neue Höhen erklimmen. Dadurch ist es de facto egal, wann Sie in ETFs investieren, weil Verluste langfristig (10-20 Jahre) sowieso ausgeglichen und durch Gewinne sogar überkompensiert werden.

Nun ist die Nutzung historischer Daten zur Vorhersage der Zukunft immer problematisch, auch wenn es sich um einen Zeitraum von mittlerweile über 100 Jahren handelt. Man muss sich jedoch vergegenwärtigen, dass der Aktienmarkt in Form eines breit streuenden ETFs de facto die direkteste Möglichkeit für uns Privatanleger ist, von der Entwicklung unseres (überwiegend kapitalistisch geprägten) Wirtschaftssystems zu profitieren. Solange wir daran glauben, dass dieses Wirtschaftssystem weiterhin erfolgreich sein wird, solange wird es wahrscheinlich langfristig an den Aktienmärkten auch im Gleichschritt nach oben gehen, immer unterbrochen durch Crash und Krisen - so zumindest unsere Sichtweise.

Fazit: Jetzt ETF kaufen oder warten?

Wir sagen ganz klar: Kaufen, egal wann, aber machen Sie es sich doch vielleicht etwas einfacher und stückeln Ihren Anlagebeträge in mehrere Teile. Investieren Sie diese dann verteilt über mehrere Monate. So schaffen Sie sich selbst ein wenig zeitliche Diversifikation und vor allem mentale Ruhe. Oder Sie richten sich bei Ihrem Broker einen ETF-Sparplan ein und investieren automatisiert jeden Monat einen fixen Beträg. Auch das glättet die Schwankungen ein wenig. Und denken Sie immer daran: Aktuell mag es turbulent zugehen und die Tiefs werden ggf. immer tiefer. Doch nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch. Die Natur kennt auch keine lineare Entwicklung nach oben, sondern Jahreszeiten und unterschiedlichste Wetterschwankungen. Und bedenken Sie immer: Je tiefer der Aktienmarkt fällt, um so günstiger können Sie ETFs einkaufen. Niedrige Kurse sollten uns daher nicht abschrecken, sondern wir sollten uns auf und über sie freuen.

Kleiner Tipp: ETFs kaufen Sie am Besten über einen der kostenlosen Neo-Broker, bei denen Käufe/Verkäufe mittlerweile extrem günstig und Sparpläne zumeist sogar komplett kostenlos sind. Die Kosten sind der zentrale Faktor, den Sie selbst beeinflussen können. Werfen Sie daher einmal einen Blick in unseren ausführlichen Depot-Vergleich und wechseln Sie ggf. den Depotanbieter, um die Kosten Ihrer Geldanlage zu senken.

Sollte ich in ETFs investieren?

Sollte ich in ETFs investieren?

ETFs sind derzeit in aller Munde und gelten als das Non-Plus-Ultra der Altersvorsorge. Honorarberater empfehlen sie, Verbraucherschützer empfehlen sie und Finanzblogger überbieten sich mit Blogartikeln zum Thema. Dabei gibt es wie bei jedem Hype so viele Falschinformationen und Verzerrungen, dass viele Anleger am Ende des Tages gar nicht mehr wissen, was nun richtig oder falsch ist.

Machen Sie sich mit Hilfe unseres ETF-Ratgebers ein eigenes Bild von dieser Anlageklasse. Dazu ist zunächst einmal wichtig zu verstehen, was ETFs eigentlich sind und warum sie als Investment überhaupt als attraktiv gelten. Und dann ist da noch die alles entscheidende Frage vieler Anleger: Sollte man jetzt investieren oder lieber noch warten? Sollten Sie sich nach dieser Lektüre für eine Anlage in ETFs entschieden haben, so helfen wir Ihnen auch bei der Auswahl des richtigen Depots und ETFs.

Was sind Exchange Traded Funds?

Was sind Exchange Traded Funds?

Exchange Traded Funds sind letztlich nichts anderes als Sammelbecken für Gelder, die im Namen der Geldgeber (Anleger) in einen klar definierten Korb an Aktien investieren (ggf. auch in andere Wertpapiere wie Anleihen). Dieser vorher fest definierte Korb basiert zumeist auf einem Aktienindex wie dem deutschen Aktienindex DAX, dem amerikanischen Dow Jones oder auch einem Weltindex wie dem MSCI World. Legen Sie z. B. 10.000 € in einen ETF an, der in den deutschen Aktienindex DAX investiert, so sind Sie über die vom ETF gekauften Aktien automatisch Teilhaber an allen im DAX beflindlichen Unternehmen.

Für ETFs ist charakteristisch, dass diese jederzeit gekauft oder verkauft werden können (daher auch der Name "Exchange Traded Fund", denn Sie können den Fonds jederzeit an verschiedenen Börsen handeln). ETFs sind vor allem bekannt geworden, weil sie das Konzept des Index Investings für Privatanleger besonders elegant und kostengünstig umsetzen. Dabei investiert man, wie oben bereits angedeutet, nicht in einzelne, selbst ausgewählte Aktien, sondern in einen Index, der wiederum aus verschiedensten Unternehmen und ihren Aktien besteht. Ändert sich die Zusammensetzung des Index (z. B. weil ein Unternehmen deutlich gewachsen ist), ändert sich auch die Zusammensetzung des "Indexfonds" und damit auch die Ihres persönlichen Aktienportfolios.

ETFs vereinen gleich drei Vorteile in einem Produkt:

  1. Ein hohes Maß an Diversifikation, sodass Sie mit dem Kauf von nur einem ETF innerhalb weniger Sekunden in mehrere Tausend Unternehmen weltweit investieren können (je nach Wahl des ETF)
  2. Geringe Kosten von zumeist nur etwa 0,1 % bis 0,8 % pro Jahr, vor allem iim Vergleich zu klassischen Aktienfonds, die üblicherweise im Bereich von 1-3 % pro Jahr liegen
  3. Ständige Handelbarkeit, sodass Sie einen ETF jederzeit auch wieder verkaufen können, sollten Sie das wollen (was eigentlich gegen die Langfristigkeit dieser Anlageform spricht)
Warum sollte man in ETFs investieren?

Warum sollte man in ETFs investieren?

ETFs sind bei Honorarberatern, Verbraucherschützern und Finanzbloggern deswegen so beliebt, weil sie aktuell wohl den besten Weg darstellen, um einfach, günstig und breit diversifiziert in Aktien zu investieren. Je nach Berechnungsmethode und Quelle landet man bei langfristigen historischen Renditen zwischen 4 % und 8 % pro Jahr. Geht man davon aus, dass diese auch in der Zukunft zu erwarten sind, dann ist ein Investment in Aktien natürlich äußerst attraktiv, vor allem im Vergleich zu relativ gering verzinsten Tages- und Festgeldkonten. Dazu kommen die geringen jährlichen Kosten von ETFs, die zumeist deutlich unter denen klassischer, aktiv verwalteter Fonds liegen. Dabei sind die Kosten für Anleger extrem wichtig, weil sie zum einen die Rendite schmälern und zum anderen direkt beeinflussbar sind (durch die Wahl eines kostengünstigen Fonds) - anders als die Aktienkurse selbst.

Aus unserer Sicht sind ETFs derzeit die beste Art, um von steigenden Aktienkursen und den Dividendenzahlungen inländischer und ausländischer Unternehmen zu profitieren. Dabei können ETFs aber auch keine Wunder vollbringen und die positive Entwicklung der Aktienkurse garantieren. Letztlich optimiert man als Anleger mit ETFs lediglich seine Chancen auf eine möglichst hohe Rendite, bleibt dabei aber weiterhin den Turbulenzen der Aktienmärkte inkl. möglicher Verluste ausgeliefert.

Ist jetzt der richtige Einstiegszeitpunkt?

Ist jetzt der richtige Einstiegszeitpunkt?

Diese Frage ist ein Klassiker unter privaten Anlegern, da diese noch immer der Illusion unterliegen, man könne den richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkt an der Börse finden und entsprechend handeln. Selbst von passionierten Aktieninvestoren hören wir immer wieder die Aussage, man müsse am Tief kaufen und am Hoch verkaufen. Was diese dabei nicht beachten: Ob man sich in der jeweiligen Situaton gerade am Hoch oder am Tief befindet, ist überhaupt nicht klar. Zahlreiche Studien haben mittlerweile deutlich gezeigt, dass selbst hochbezahlte Experten nicht in der Lage sind, über einen längeren Zeitraum hinweg die richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte zu finden. Dies sollte uns Privatanlegern eine Lehre sein und wir sollten aufhören, die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt zu stellen.

Tatsächlich ist bei einer weltweit gestreuten Aktienanlage über ETFs der richtige Einstiegszeitpunkt wahrscheinlich gar nicht so entscheident. Historisch gesehen stiegen die Aktienkurse langfristig immer und erreichten bisher auch immer neue Höhen, sodass selbst beim Einstieg an einem der vielen Hochs langfristig trotzdem eine ansehnliche Rendite erwirtschaftet werden konnte. Auf Basis dieses Gedankengangs ist entsprechend wichtig, dass Sie eine Aktienanlage über ETFs mit einem sehr langen Anlagehorizont von mindestens 10 Jahren tätgen, besser 20. Nur dann haben Sie die Chance, mögliche Verluste wieder aufzuholen. Eine Garantie dafür gibt es aber natürlich nicht, denn die Geschichte lässt sich nie eins zu eins in die Zukunft fortschreiben.

Welche ETFs sind empfehlenswert?

Welche ETFs sind empfehlenswert?

Generell empfehlen wir die Anlage in einen ETF, der über möglichst viele Länder und Unternehmen hinweg in Aktien investiert. Hierfür eignen sich aktuell vor allem die Aktienindizes MSCI World und der FTSE All World, zu denen es mittlerweile eine große Zahl an ETFs gibt. Dabei sollte der ETF bereits über ein möglichst großes Investitionsvolumen verfügen, damit die Wahrscheinlichkeit einer Schließung möglichst gering bleibt. Ebenso ist auf eine geringe Kostenquote zu achten, die sogenannte Gesamtkostenquote (TER, Total Expense Ratio). Sie gibt an, wie viel Ihres Anlagebetrages die Fondgesellschaft Ihnen jedes Jahr für ihre Dienstleistung abzieht.

Die folgende zwei ETFs halten wir derzeit für besonders empfehlenswert. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es bei weltweit streuenden ETFs kein "empfehlenswert" vs. "nicht empfehlenswert" gibt. Zudem entwickelt die Fondsbranche immer neue Produkte, sodass sich diese Empfehlungens stetig ändern können.

  1. iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Thesaurierend) - A0RPWH
  2. Vanguard FTSE All-World UCITS ETF USD (Thesaurierend) - WKN: A2PKXG

Der ETF von Vanguard ist aktuell im Vergleich zum iShares-ETF noch relativ klein, da er erst in 2019 aufgelegt wurde, um den bereits relativ großen ausschüttenden Bruder zu ergänzen. Angesichts der Popularität der Vanguard-Fonds dürfte der hier genannte ETF aber auch zügig eine ähnliche Dimension erreichen wie der iShares-ETF.

Beide ETFs sind im Übrigen über praktisch alle Depotanbieter und Broker in Deutschland handelbar. Die Kaufkosten variieren natürlich von Anbieter zu Anbieter, allerdings fallen diese bei einem sehr langfristig ausgelegten Investment kaum ins Gewicht, weshalb die Kaufkosten nicht das entscheidende Kriterium bei der Auswahl eines Depotanbieters sein sollten.

Welches Depot ist für ETFs geeignet?

Welches Depot ist für ETFs geeignet?

Grundsätzlich eignet sich jedes Depot für eine Anlage in ETFs, denn ETFs sind letztlich nichts anderes als eine Form von Wertpapieren, die über eine Börse gekauft und in einem Depot aufbewahrt werden können. Achten sollte man darauf, dass vor allem bei relativ geringen Anlagebeträgen die jährlichen Kosten für die Depotführung nicht zu hoch sind. Idealerweise ist das Depot natürlich komplett kostenlos, was jedoch leider nicht bei allen Anbietern der Fall ist.

Unseren aktuellen Depot-Vergleich mit allen Kosten finden Sie hier.

5 Punkte, die Sie bei einer Anlage in ETFs beachten sollten

5 Punkte, die Sie bei einer Anlage in ETFs beachten sollten

  1. Betrachten Sie Ihre ETF-Anlage von vornerhein als ein extrem langfirstiges Investment, das sie im Idealfall die nächsten 20 Jahre nicht antasten werden. Der ETF-Anteil an Ihrem Vermögen sollte so bemessen sein, dass auch ein Kursrutsch von 50 % Sie finanziell nicht aus den Gleisen werfen würde. Diese Herangehensweise erhöhte Ihre Chancen, langfristig attraktive Renditen einzufahren.
  2. Stellen Sie sich mental auf Verluste ein, so absurd das bei einer Geldanlage auch klingen mag. Die Aktienmärkte sind keine Einbahnstraße und werden Sie ggf. immer wieder in die Verlustzone bringen. Stellen Sie sich vor, dass Ihr Depotwert plötzlich -60 % anzeigt. Nur, wenn Sie mit diesem Gedanken klar kommen, sollten Sie eine Anlage in ETFs überhaupt wagen.
  3. Kaufen Sie nicht zu viele ETFs. Leider neigen Privatanleger dazu, sich nicht mit einem einzelnen Welt-ETF zufrieden zu geben und holen sich unterschiedlichste ETFs und Indizes ins Depot. Dies erzeugt vor allem Kauf- und Verkaufskosten, bringt für Ihr Depot langfristig aber kaum einen Vorteil.
  4. Seien Sie sich bewusst, dass ETFs keine Wunderanlagen sind, die garantierte Renditen abwerfen. Das Anlagekonzept der ETFs und des Index Investings basiert vor allem auf der Analyse historischer Renditen. Dass das Fortschreiben historischer Trends in die Zukunft jedoch mit Problemen verbunden ist, dürfte jedem klar sein.
  5. Machen Sie sich jetzt schon Gedanken über ein Ausstiegsszenario, sprich, stellen Sie Szenarien für die Auflösung Ihrer Aktienanlage auf. Das kann z. B. der vollständige Verkauf zum Renteneintritt sein, die kontinuierliche Auflösung zum Studienbeginn des Nachwuchses oder auch die Ewigkeitsanlage ohne Verkauf, bei der Sie rein von den Ausschüttungen des ETFs leben. Ohne klares Exit-Szenario werden Sie im Zweifel als Getriebener des Marktes dann verkaufen, wenn Sie es emotional gerade für sinnvoll halten. Dies hat jedoch wenig mit einer gut geplanten und renditeträchtigen Geldanlage zu tun.

Ihre Fragen & Erfahrungen zum Thema ETFs

Haben Sie bereits Erfahrungen mit ETFs gemacht? Wenn ja, welche? Wenn nein, was hat Sie bisher von einem Investment in dieser Anlageklasse abgehalten? Welche Zweifel/Fragen bestehen? Sagen Sie uns hier Ihre Meinung!

Kommentar von Caro am 24.05.2022

Guten Tag,
ich bin knapp über 60Jahre, habe einiges über ETF`s gelesen und denke ich habe ein Grundwissen über Geldanlage.
Jedoch vermisse ich Wissenswertes über die Ü60-Generation, wie man da am besten investiert. Es ist ja so, dass man bald in Rente geht und der Anlagehorizont von >15Jahren eingeschränkt ist, anders als bei einem jungen Menschen und ein Sparplan wohl deshalb auch nicht so gut ist.
Ich für meinen Fall würde gerne 10T als Einmalanlage bei einer Online-Bank in einen MSCI World ETF, thesaurierend f. 10-15Jahre (könnten evtl. ja auch meine Kinder fortführen) anlegen. Thesaurierend deshalb, weil mein Steuerfreibetrag bereits ausgereizt ist. TG, FG alles schon vorhanden.
Was halten Sie davon?
Leider habe ich mangels Wissen bei meiner Hausbank Mitte 2017 und Anfang 2021 in Fonds investiert, ausschüttend. Zwar auch breit gestreut, aber leider aktiv gemanagt. Die erheblichen Kosten würde ich mir gerne sparen. Doch wie geht man da vor? Alles verkaufen? Worauf muss man achten?
Danke für die Antwort.

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Antwort von Stefan Erlich am 25.05.2022

Hallo Caro, lieben Dank für deinen Kommentar erst einmal :)

Grundsätzlich zu Ü60 meine Meinung: Das kommt ein wenig auf die persönliche Finanzsituation an. Wenn man im Rentealter auch ans Ersparte muss, würde ich nur einen kleinen Teil vom Ersparten in ETFs legen. Kann man dagegen ganz gut von der Rente leben, kann man auch ruhig einen größeren Teil in einen weltweit gestreuten ETF investieren, vor allem, wenn man bereit ist, das Depot an die Kinder/Enkel etc. zu vererben oder gar vorzeitig auch zu schenken (es gibt großzügige Schenkungsfreibeträge für die eigenen Kinder und Enkel, was dann bei höheren Beträgen auch attraktive Steuervorteile mit sich bringt).

10.000 € in einen MSCI World ETF finde ich gut, thesaurierend passt auch und Weiterführung durch die Kinder ebenso. Eventuell würde ich mir überlegen, eher einen noch etwas größeren Index wie den FTSE All World zu nehmen (ETF z. B. Vanguard FTSE All World thesaurierend). Dann hat man die Schwellenländer auch automatisch mit drin.

Aktiv gemanaged :-) Ja, da sind viele Anleger drauf reingefallen, wobei man immer auch ehrlich dazu sagen muss, dass das früher einfach Standard war, genauso wie Lebensversicherungen. Das hat man schlichtweg nicht weiter hinterfragt. Bzgl. der Handlungsmöglichkeiten: Müsste man sich im Detail angucken, was du da im Depot hast. Wenn da jetzt keine total spannenden Sachen dabei sind, die irgendwie ihre spezielle Daseinsberechtigung haben, würde ich persönlich einfach verkaufen und neu anlegen. Aber das ist sicherlich eine persönliche Präferenzfrage, gerade wenn es darum geht, Verluste zu realisieren und zu akzeptieren :-)

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Wenn du ein neues und vor allem günstiges Depot brauchst, findest du hier im Depot-Vergleich alle Anbieter. Wenn du über uns ein Depot eröffnest, bekommen wir dafür eine kleine Provision (dich kostet es nichts extra), mit der wir den Betrieb des Portals hier sicherstellen können.

Hoffe, das hilft weiter?

VG, Stefan

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Kommentar von Skeptikerin am 16.05.2022

Eure website war bei mir auch ein Zufallsfund und jetzt würde mich eure Meinung interessieren.
Ich habe seit 2 Jahren den Xtrackers DAX Income UCITS ETF ISIN.: LU0838782315, WKN: DBX0NH ( Während der ersten Coronakrise billig eingekauft.)
Meine Depotbank hat mir jetzt einen Schrieb geschickt, dass dieser Teilfond, der meine, einer von 3 betroffenen Teilfond ist, die ESG bereinigt werden. 6% Unterschied zum Dax und ohne meine Zustimmung. Das habe ich nicht gekauft und kann es als Privatmensch nicht kostenlos zurückgeben. Was ist eure Meinung? Gibt es einen Dax income, der alles weiter originalgetreu abbildet und v. a., wiewäreder xtrackers am gewinnträchtigstenzu verkaufen? Ich will keinESG-screening , solange wir hier Waffen in ein bekanntes Krisengebiet liefern und noch dazu Flugzeuge der verbannten Firmen eventuell kaufen wollen( Lockhead martin/ Airbus). Ganz böse gesagt werden hier doch wir etfler abgezockt während andere direkt in Rüstung und Krieg sehr viel gewinnträchtiger investieren. Oder Phillip Morris ( van Eck mit grossbritannienlastigen ETFs).??????
https://www.wpdocuments.de/KM-BEILEGER/51516827//10552,%20XTRACKERS.pdf
Grüße von einer Skeptikerin

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Antwort von Stefan Erlich am 17.05.2022

Hallo Skeptikerin, mhhh, gegen die ESG-Bereinigung wirst du nicht viel machen können. Es ist letztlich ein Produkt des Anbieters, und das können die natürlich anpassen wie sie wollen. Ich würde an deiner Stelle einfach verkaufen und einen normalen DAX-ETF kaufen - gibt es ja viele von. Ist sicher nicht ideal, aber das Risiko der ETF-Änderung oder Auflösung hat man leider immer und überall. VG, Stefan

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Kommentar von Thomas am 12.05.2022

Hallo, ich bin durch Zufall auf diese Website gestoßen und finde sie sehr interessant. Ich bin ein völliger Anfänger was Investitionen in ETFs betrifft. Nichts desto trotz habe ich über 3 verschiedene Robo-Advisor (Raisin, Quirion und Growney) in ETFs investiert, zu je 70/30, 50/50 und 30/70. Ich wollte damit das Risiko streuen und auch durch die Anbieter die Zusammensetzung des Portfolio. So sind u. a. Vanguard FTSE All Wold wie auch MSCI World etc vertreten. Wie Sie bereits erwähnten, man muss Verluste psychisch aushalten, derzeit fast 7 Prozent seit Januar 2022. Ich habe mir als Anlagestrategie gedacht, dass ich an jedem Monatsende den Verlust durch eine Einzahlung in mein Depot ausgleiche. Somit werden neue Anteile hinzu gekauft und der ursprünglich Betrag der damaligen Einmalzahlung "steht wieder", was psychisch wichtig ist. Der eigentliche finanzielle Vorteile liegt meiner Auffassung allerdings darin, dass ich zum Zeitpunkt eines Börsentiefs "günstig" ETFs Anteile hirnzukaufe und sollte es eines Tages wieder nach "oben" gehen, sich der ETF durch den günstigsten Zukauf und somit die Erhöhung der Anteile im Portfolio überproportional in die Gewinnzone entwickeln wird. Mache ich da einen Denkfehler oder ist diese Auffassung korrekt??

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Antwort von Stefan Erlich am 12.05.2022

Hallo Thomas, danke erst einmal für deinen Kommentar. Das, was du da gemacht hast, würden viele Anlageberater als völligen Overkill bezeichnen :-) Denn: Das einzige, was du durch die Verteilung auf mehrere Robo-Advisor diversifziert hast, ist quasi die Aufbewahrungshülle für deine ETFs. Hinsichtlich der ETFs wirst du im Sinne einer Streuung über möglichst viele unterschiedliche Unternehmen weltweit aber vermutlich kaum etwas gewonnen haben. Aus meiner Sicht reicht ein Robo-Advisor (z. B. Raisin, da mit der günstigste), sofern du überhaupt einen Robo-Advisor brauchst. Denn mal ganz ehrlich: So wie du schreibst, hast du dich schon ein wenig mit der Thematik beschäftigt. Ob man dann 0,33 % an Raisin fürs Verwalten des Portfolios abdrücken will? I don't know. Bei kleineren Beträgen machen diese prozentualen Gebühren meist keinen großen Unterschied. Bei größeren Beträgen geht das aber schon ganz schön ins Geld und mindert vor allem deine Rendite!

Zu deiner Strategie: Würde jetzt nicht sagen, dass du einen Denkfehler im klassischen Sinne machst. Eher kannst du dich fragen, ob du nicht so oder so jeden Monat alles "reinballerst", was zur Verfügung steht, sprich, alles, was du verkraften kannst, investieren, egal ob ein Portfolio jetzt im letzten Monat ins Minus ging oder nicht. Denn langfristig (>20 Jahre) machen so ein paar Schwankungen de facto keinen Unterschied. Aber: Du sagst es ja schon richtig, da ist viel Psychologie dabei und das sollte man als Anleger nicht unterschätzen. Daher mein Tipp: Weitermachen und sich freuen :-)

VG, Stefan

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Kommentar von Sanric am 11.05.2022

Hallo Herr Erlich,Ich, 47 J., habe seit Anfang d. Jahres 3 ETF die ich mtl bespare und bin nicht sicher, ob es so sinnvoll ist oder zu überoptimiert: MSCI World, AORPWH , mit 250,- , MSCI Emerging Markets, A111X9 mit 75,- und den Lyxor Stoxx Europe 600, LYXOQO mit 75,- . Alle Thesaurierend.Was meinen Sie?Vielen Dank für diese tolle Seite !LG Sandra

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Antwort von Stefan Erlich am 11.05.2022

Hallo Sanric, erstmal top, dass du mit dem ETF.-Sparen angefangen hast. Halte die nächsten 30 Jahre durch, auch wenns mal kracht (siehe Ukraine, Corona, Umweltkatastrophen etc.) und du wirst dich freuen :-) Zu deinen ETFs ganz spontan: Mit dem Lyxor Stoxx Europe 600 hast du sicherlich einige Aktien doppelt drin. Salopp würde man sagen "ein bisschen doppelt gemoppelt" :-) Aber jetzt nicht mega wild. Ich frage mich nur warum du nicht in sowas wie den Vanguard FTSE All World investierst? Ein Fonds, in dem die ganze Welt drin ist (Zitat voin justETF: "Der FTSE All-World-Index ist ein internationaler Aktienindex, der die Wertentwicklung von Unternehmen aus Industrieländern und Schwellenländern weltweit abbildet"). Der ist zwar einen Ticken teurer als dein MSCI World ETF (0,22 % vs. 0,20 %), aber dafür hast du den Heckmeck mit den zwei bzw. drei Fonds nicht und sparst dir ggf. (je nach Depotanbieter) sogar Sparplangebühren. Ist kein Muss, sondern mehr eine Anregung :-) Bin großer Fan der Vanguard-Fonds :-) Gibts sowohl thesaurierend als auch ausschüttend, für den, der es mag. VG, Stefan

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Antwort von Sanric am 12.05.2022

Vielen Dank Stefan,Ich werde auf jeden Fall drüber nachdenken, evtl nur noch 1 ETF , den A2PKXG zu besparen ! (Habe den bisher nie beachtet komischerweise)Habe dabei noch etwas Bedenken, da so viel Nordamerika dominiert, deshalb fand ich mich bisher ganz schlau mit meinem Euro Stoxx 600 zusätzlich ;)Vielen Dank für die guten Anregungen und der Beantwortung all der dusseligen Anfänger-Fragen..Liebe Grüsse

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Antwort von Stefan Erlich am 12.05.2022

Hallo Sanric, gerne :-) Das, was du als Bedenken siehst (zu viel Nordamerika), ist ja aber gerade das "geile Feature" (sorry für den Ausdruck :-)) von indexbasiertem bzw. marktkapitalisierungsbasierten Investieren (super Wörter ich weiß). Denn: Wenn Nordamerika boomt, dann bekommt Nordamerika automatisch mehr Anteil im Index. Schwächelt Nordamerika hingegen (z. B. weil schwere Wirtschaftskrise), dann nimmt der Anteil an Aktien aus Nordamerika über die Zeit kontinuierlich ab und es könnte sein, dass du im gleichen ETF in 5 Jahren einen deutlich dominanten Anteil an China drin hast. Ein Index wie der FTSE All World ist entgegen der Vorstellung vieler Privatanleger nicht fix, sondern passt sich dynamisch anhand der Marktkapitalisierung der Unternehmen kontinuierlich an die neuen Gegebenheiten unseres Wirtschaftssystems an. Und nur weil heute Nordamerika im Index dominiert, heißt das nicht, dass das Morgen auch noch so ist. Dass du fix Europa übergewichtest, ist aus meiner Sicht eher ein Nachteil, weil du diese dynamische Kompontente so ein bisschen durch deine eigene Präferenz ("Mehr Europa bitte!") unterdrückst, dabei kannst du gar nicht prognostizieren, ob Europa in den nächsten Jahren gut laufen wird oder nicht. Vielleicht ist Afrika der Boom-Kontinent der nächsten 20 Jahre. Der FTSE All World passt sich dem an, dein Portfolio zwar auch, aber eben nicht so stark, weil du Europa bewusst übergewichtest. Hoffe, das ist verständlich ausgedrückt :-) VG, Stefan

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Kommentar von Siri am 16.03.2022

Hallo, Herr Erlich,
ich war gerade am Überlegen, in ein, zwei ETFs zu investieren bzw. darüber Geld anzulegen, als der Krieg Russlands gegen die Ukraine und infolgedessen die schon jetzt spürbaren globalen wirtschaftlichen Auswirkungen losgingen. Als absoluter Anfänger in solchen Anlageformen frage ich mich jetzt, ob Sie aktuell Ihre Empfehlungen auf diesen Seiten zu den ETFs beibehalten oder ob Sie inzwischen anders prognostizieren würden, auf längere Sicht. Auch wäre dabei meine (generelle) Frage, ob es besonders gut oder schlecht geeignete Zeitpunkte für das Kaufen von ETFs gibt bzw. ob man auf bestimmte Dinge dabei achten sollte und wie man sie erkennen könnte (z. B. eine besondere "Anfälligkeit" für Verluste durch bestimmte Ereignisse). Vielleicht gibt es schon eine allgemeine Antwort darauf - und ich hoffe, ich habe nichts überlesen, das Sie dazu womöglich bereits geschrieben haben.
Vielen Dank im Voraus und beste Grüße, Siri

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Antwort von Stefan Erlich am 17.03.2022

Hallo Siri, die Antwort kann man eigentlich recht kurz fassen: Den idealen Einstiegszeitpunkt werden Sie nie finden. Dazu gibt es mittlerweile so viele Studien zu, dass ich gar nicht mehr weiß, welche ich zitieren soll. Wir Privatanleger sind einfach unglaublich schlecht darin, den profitabelsten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt zu finden. Ob Ukraine-Krieg, Corona oder Finanzkrise - es ist völlig egal, was gerade so los ist. Wenn Sie in ETFs investieren wollen, dann ist das ohnehin ein Langfrsitinvestment (20 Jahre oder mehr) und dann sind aktuelle Krisen und Drohszenarien eigentlich komplett irrelevant. Ich weiß, das geht gegen unsere menschliche Intuition, aber es ist das, was wir aus den letzten 100 Jahren Börse gelernt haben. Insofern: Wenn Sie investieren wollen, dann jetzt, denn niemand weiß, ob die Börse in 1 Jahr nicht 50 % höher oder 50 % niedriger steht. Langfristig sind solche Schwankungen ohnehin egal. Aber: Fragen Sie sich ruhig einmal, wie Sie psychisch damit umgehen werden, wenn Ihr Depot in 5 Jahren 60 % im Minus steht. Können Sie das aushalten? Verkaufen Sie panisch? ETFs sind Langfristinvestments, die man halten muss, vielleicht sogar ein Leben lang. Nur so funktioniert das Konzept überhaupt. Alles andere ist mehr Glück als Verstand.

Ich hoffe, das hilft ein wenig weiter?

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Kommentar von Ingo Invest am 08.02.2022

Hallo Herr Ehrlich,ich habe bis dato nicht in ETF investiert. Zum einen, weil ich dem jetzigen Aktienmarkt nicht mehr viel zutraue, zum anderen weil ich nicht weiß, ob ich dies mit 49 Jahren wegen der Laufzeit angehen soll und ob es über einen Berater oder selbst händeln sollte.Was empfehlen Sie? Liebe Grüße

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Antwort von Stefan Erlich am 09.02.2022

Hallo Ingo,

zunächst ist das mit dem "Zutrauen" so eine Sache. Studien belegen übereinstimmend, dass wir Anleger nicht zuverlässig in der Lage sind, die Aktienmärkte vorherzusagen. Tatsächlich sind wir sogar schlechter als der Zufall, was einem zu denken geben sollte. Von daher ist deine Aussage "Traue dem Aktienmarkt nicht mehr viel zu" zwar verständlich, aber keine gute Entscheidungsbasis. Dazu kommt, dass die ETF-Anlage ja deswegen so attraktiv ist, weil die Aktienmärkte doch über einen sehr langen Zeitraum im Einklang mit dem Wirtschaftswachstum nach oben zu steigen scheinen. Klar, da sind Crashs dazwischen und die muss man aussitzen, aber langfristig (10+ Jahre) stehen die Chancen ganz gut, dass wir fast egal, wann wir einsteigen, gute Renditen einfahren. Eine Garantie dafür gibts aber nicht, sonst gäbe es auch keine Renditen :-)

Was die Laufzeit angeht, so sehe ich das enstpannt. Du musst ja nicht direkt dein komplettes Vermögen investieren, sondern rechnest dir mal aus, was du wirklich auch über so 10-20 Jahre auf jeden Fall entbehren könntest. Wenn du dann zu dem Schluss kommst, dass das 0 € sind, ist das auch okay, aber man sollte einfach mal dieses Gedankenexperiment machen a la "Welche Verluste könnte ich noch gut verkraften?". Und wie gesagt: Du kannst ja auch erstmal mit einem kleinen Teil anfangen und schauen, wie es sich anfühlt. Crashs werden definitiv kommen und dein Portfolio wird dann definitiv tief im Minus sein. Das muss man aushalten.

Ich persönlich bin ein Fan vom "Selbermachen", zumal man für einen ETF nicht viel mehr braucht als die Wertpapierkennnummer und ein Depot. Einmalanlage tätigen oder Sparplan einrichten und fertig. Viel mehr ist da nicht dabei, es sei denn, man möchte dann noch mit mehreren ETFs hantieren, Einzelaktien nehmen oder mit Anleihen arbeiten. Würde ich aber der Einfachheit halber lassen ehrlich gesagt. Alternativ dazu kannst du dein Geld natürlich auch einem RoboAdvisor überlassen. Die machen letztlich die Handarbeit für dich, wollen aber natürlich auch dafür bezahlt werden.

Ich hoffe, meine Antwort hilft dir weiter?

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Kommentar von D&S am 28.01.2022

Hallo, geplant ist 150T€ Einmalzahlung sofort und Beginn monatliche Auszahlung nach 12 Monaten über ein Zeitfenster von 10 Jahren. Ich tue mich schwer mit nur einem ETF. Robo Advice Konzepte scheinen da doch eine Alternative zu sein oder was ist deren Vorteil? LG

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Antwort von Stefan Erlich am 01.02.2022

Warum genau tun Sie sich schwer mit einem ETF? RoboAdvisor machen letztlich nichts anderes als das Geld (zumeist) in ETFs anzulegen, aber sie übernehmen die ganze handwerkliche Arbeit für Sie. Sehen Sie RoboAdvisor wie eine Putzhilfe: Das Ergebnis ist das Gleiche (Wohnung sauber), aber der Weg dahin ist etwas einfacher als wenn man es selber macht :-)

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Antwort von D&S am 07.02.2022

Ich tu mich schwer mit einem ETF weil mir die Thematik Rohstoffe, erneuerbare Energien und Schwellenländer in klassischen Indizes zu unterrepräsentiert ist. Eine Mischung aus 3-4 ETF halte ich, auch aus Aspekten der Chancen-/Risikostreuung für optimal. Meine Gedanken zu den Robos gehen eher in die Richtung wie flexibel sind die Robos beim Wechsel der ETF. Die meisten legen ja in etwa 5 ETF an. Um in Ihrem Beispiel zu bleiben: Wie schnell wählen die Robos effektivere Putzmittel? LG Dirk

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Antwort von Stefan Erlich am 09.02.2022

Hallo Dirk, was du da versuchts, geht ja schon wieder in Richtung aktive Anlage, sprich Auswahl von bestimmten Wertpapieren und Sektoren, die ggf. gut laufen werden. Dass das für die Große Mehrheit der Anleger nicht funktioniert, ist mittlerweile in zahlreichen Studien gut belegt. Wäre es so einfach (Klimawandel -> Erneuerbare --> Boom), wären wir schon alle reich. Ein Gruß geht da an mich selber mit meinen zahlreichen Fehlprognosen in der Vergangenheit (siehe https://www.kritische-anleger.de/vier-fehlprognosen-eine-lehre/). Die Ursprungsidee vom ETF-Investieren war ja eigentlich mal das Index-Investment über die ganze Welt, sprich, die prognosefreie Anlage in die Weltwirtschaft. Die heutige ETF-Industrie hat das Prinzip aber ein wenig missbraucht und baut mittlerweile für jeden Trend, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, einen ETF, weil Anleger das nachfragen. Nur: Das hat nichts mit der ursprünglichen Idee zu tun. Ich persönlich würde es so machen (wenn man sich nicht von der spekulativen Richtung Erneuerbare, Rohstoffe etc. lösen möchte): 90 % des Anlagebetrages in einen klassischen weltweit streuenden ETF (MSCI Wordl, FTSE All World). Mit den restlichen 10 % kannst du dann spekulieren, also auch mal Sektoren-ETFs kaufen oder mit Einzeltiteln spielen. Bewusst sollte dir bei den 10 % dann aber sein, dass das Spielgeld ist, keine langfristige Anlage. So zumindest meine Meinung :-)

Bzgl. Robos: Die wechseln in der Regel nicht die ETFs, es sei denn du wechselst die Risikoklasse oder das Produkt. Nicht zu wechseln ist ja aber eigentlich genau die Grundidee von Robos, ETFs und Index-Investing. Das ist kein Bug, sondern ein Feature :-) Dass aktives Handeln nicht gut funktioniert, zeigt der RoboADvisor von Scalable Capital, der im Zuge der Corona-Krise den Anlegern teilweise ordentliche Verluste beschert hat (weil aktiv eingegriffen wurde), während passive Investoren mit dem Halten ihrer ETFs gute Renditen eingefahren haben. Das sollte einem schon zu denken geben.

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Kommentar von Angiesetf am 22.01.2022

Hallo!Ich würde gerne 10.000 € anlegen.Msci World oder Allcountry?Das heißt ich kaufe die Aktie für 10.000 € und lasse sie dann einfach 15 bis 20 Jahre lang ruhn.Aber wann soll ich die kaufen? Bei einer Einmalanlage egal? Neben bei würde ich es auch weiter mit einem Sparplan besparen weiterhin in msci World oder Allcountry. Und evtl. Noch einen NASDAQ vllt dazu neben für den SparplanWas halten sie davon?Zu mir ich bin 33jahre alt. Beste Grüße Angelica D.C.

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Antwort von Stefan Erlich am 25.01.2022

Hallo Angiesetf, erst einmal vorweg: Es gibt da kein richtig oder falsch, denn Geldanlage hat eher etwas mit Meinung und Perspektive zu tun als mit einer wissenschaftlich präzisen Antwort. Insofern hier meine Meinung: Ich persönlich würde den MSCI All Country World nehmen, die 10.000 € darin anlegen und 20 Jahre nicht ins Depot gucken. Wenn man will, kann man den All Country World natürlich auch noch mit einem Sparplan besparen, muss aber nicht. Einstiegszeitpunkt ist bei einem Anlagezeitraum von 20+ Jahren egal. Warum All Country World? Weil er nochmal breiter diversifiziert ist als der reine MSCI World. Und NASDAQ oder Ähnliches dazu? Nein! Der All Country World deckt das quasi automatisch schon mit ab. Und darüber hinaus gilt ohnehin: Immer schön einfach halten und dran denken, dass die Börse keine Einbahnstraße ist! Das wird auch irgendwann wieder schön in die Tiefe rauschen! Nur wer diese Phasen mit starken Nerven durchhält und nicht verkauft, wird sich langfristig über gute Renditen freuen. Die aktuellen Börsen befinden sich eher noch in einer Art Schönwetterphase :-) Daher bitte nur investieren, wenn man sich dem bewusst ist! VG, Stefan

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Kommentar von Rudi am 18.08.2021

Hallo, wir möchte 150000 € anlegen entweder in gemanagten Fonds oder ETFs. 100000 € haben wir schon in gemanagten Fonds angelegt.
Aber die Ausgabe Gebühren schrecken doch ab. Wie ist ihre Empfehlung welche ETFs ?
Was halten sie von Vermögensverwaltungen wie liquid aus Berlin. Wir sind 55 Jahre alt.
Vielen Dank im vorraus.
Rudi

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Antwort von S04 am 11.10.2021

Möchte monatlich per Sparplan eine kleine Summe einzahlen.
Habe mir dafür den Vanguard FTSE All World ETF (WKN:A2PKXG)
ausgesucht. Habe noch keine Erfahrung mit ETFS gemacht.
Wie ist Ihre Meinung dazu. Vielen Dank.

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Antwort von Stefan Erlich am 13.10.2021

Alles richtig gemacht bisher! Dann noch einen Broker nehmen, bei dem die Sparpläne entweder sehr günstig (Smartbroker: https://www.kritische-anleger.de/smartbroker/erfahrungen/ ) oder sogar kostenlos sind (ING: https://www.kritische-anleger.de/ing/erfahrungen/ )und möglichst lange (Jahrzehnte!!!) durchhalten, auch wenn die Börse mal im Keller ist und gefühlt alles am zusammenbrechen ist. Genau die Krisenzeiten sind nämlich die Momente, in denen Privatanleger zu früh verkaufen und später den Aufschwung verpassen. Daher möglichst lange und stur den Sparplan durchziehen und in ein paar Jahrzehnten freuen :-) Viel Spaß :-)

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Kommentar von Andreas P. am 17.08.2021

Guten Tag,
grundsätzlich gehe ich davon aus, dass ich das Geld, das ich investieren möchte, nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt benötige. Aber schön fände ich, wenn ich (jetzt 66 Jahre alt) aus dem Geld eine kleine regelmäßige Rendite erzielen könnte. Wie stehen sie in solch einem Fall zu ausschüttenden ETFs, die in "Dividenden-Aristokraten" investieren und in den vergangenen Jahren Dividenden-Renditen in der Größenordnung von etwa 2 bis 4 oder gar mehr % erreicht haben?
Zweite Frage: Sehen Sie es als richtig an, in ETFs zu investieren, deren Fondswährung EUR ist oder ist das Währungsrisiko auch nicht größer als das "normale" ETF-Risiko, so dass ich ohne großes zusätzliches Risiko auch z.B. in ETFs mit der Fondswährung USD investieren kann (wie z.B. den iShares Dow Jones US Select Dividend UCITS ETF)?
Mit freundlichem Gruß

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Antwort von Stefan Erlich am 17.08.2021

Hallo Andreas,

Ausschüttende ETFs finde ich persönlich gut, weil man zu den Ausschüttungszeitpunkten immer Aktivität auf dem Konto sieht ("ui, da kommt ja Geld rein!"). Klingt total doof, hat aber einen psychologischen Durchhalteeffekt, wenn die Börse mal nicht so bombig läuft wie im Moment. Und als Zusatzrente kann man sowas auch schön nutzen. Realistisch sind aktuell aber denke ich eher Renditen im Bereich von 1,5 bis 2,5 %. Höher geht immer, aber dann steigt auch das Risiko.

Fondswährung ist meiner Meinung nach (fast) egal, weil sich das über die Kurse ausgleicht. Da gibts sicherlich noch ein paar technische Raffinessen in den Details, aber meine Meinung ist: Ob USD oder EUR ist eigentlich in der Praxis egal. Falls das hier jemand liest und das als groben Fehler ansieht, bitte einfach hier darunter posten und meckern ;-)

Hoffe, das hilft weiter?

VG, Stefan Erlich

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Kommentar von Rela am 22.07.2021

Als 69 jährige ohne Wertpapierkenntnisse (bisher nur Festgeld) möchte ich nun doch einen Teil meiner Ersparnisse in ETFs anlegen.Habe habe hierzu ein Depot bei finanzen.net eröffnet.Welche weltweit streuende Produkte würden Sie für 5-10 Jahre empfehlen?

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Antwort von Eugen am 31.08.2021

Hallo ich habe 30000€ geerbt wo könnte ich das Geld am besten Investieren
Mfg

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Antwort von Stefan Erlich am 31.08.2021

Hallo Eugen, das kommt ganz darauf an, wie viel Verlust du potentiell ertragen könntest und wann du das Geld auf jeden Fall wieder brauchst. Ohne die zwei Infos kann man dir seriöserweise keine Anlagetipps geben :-) Vg, Stefan

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Antwort von Stefan Erlich am 22.07.2021

Ich finde den Anlagehorizont von 5-10 Jahren ehrlich gesagt zu kurz für ein ETF-Aktien-Investment. Ich persönlich würde mittlerweile eigentlich immer eher zu 15 Jahren und mehr raten, wobei da die Meinungen ein wenig auseinander gehen. Zudem sollten Sie bedenken, dass Sie mit 69 Jahren nicht mehr mehrere Dekaden haben, um mögliche Verluste aufzuholen. Es sollte sich wenn dann also um Geld handeln, dass Sie definitiv nicht mehr brauchen werden (Rente, Miete, ggf. Pflege). Ggf. könnten Sie auch überlegen, ob Sie das Depot vielleicht von Vornherein so planen, dass Sie es nach Ihrem Tod an Ihre Enkel geht. Oder Sie schenken es schon heute Ihren Enkeln (50.000 € Freibetrag) und Ihre Enkel genießen die großzügigen Steuerfreibeträge, die diese in jungen Jahren noch genießen. Was das konkrete Produkt angeht, so bin ich ein großer Fan von den Vanguard FTSE All World ETFs (ISIN-Kennnummer der ausschüttenden Variante: IE00B3RBWM25, ISIN-Kennnummer der akkumulierenden: IE00BK5BQT80). Generell würde ich mir aber vor einer Anlage zwei Fragen stellen: 1) Bin ich mir sicher, dass ich das Geld nicht doch in 5-10 Jahren brauchen könnte? 2) Wie geht es mir, wenn mein Depot in 3 Jahren bei 60 % im Minus steht?

Ich hoffe, meine Gedanken helfen ein wenig weiter :-)

Mit besten Grüßen
Stefan Erlich

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Kommentar von Werner am 15.07.2021

Hallo Herr Ehrlich,
zunächst mal ein großes Kompliment für den Beitrag und Ihre engagierte Arbeit, auf all die Fragen hier möglichst fundiert zu antworten! Klar und objektiv. Große Klasse!

Ich bin auch "beginner" und habe erst vor zwei Monaten zwei ETF-Sparpläne eingerichtet. Recherche war umfangreich, vorrangig über Stiftung Warentest und Finanztest - mE noch am unabhängigsten. Jetzt habe ich diese Seite gefunden - endlich einmal ein kritische Seite zum Thema. Erleichtert bin ich, dass zu ETF´s auch hier grundsätzlich große Zustimmung herrscht.

Nun zu meiner Frage: ich habe zwei ähnliche MSCI-World bei ingDIBA und Scalable je zur Hälfte als Sparplan angelegt. Der Grund für Splittung ist die zu erwartende Größenordnung insgesamt größer 100 T€, Stichwort Einlagensicherung. Ich bin mir nun aber nicht sicher, ob die Einlagensicherung bei einem Investment in ein Depot / ETF überhaupt greift. Schließlich liegt das Geld nicht mehr bei der Bank...?

Können Sie dies hier bitte einmal verständlich erklären.

Vielen herzlichen Dank!

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Antwort von Stefan Erlich am 17.07.2021

Grundsätzlich gibt es dazu zwei Punkte zu sagen:

1) Aktiendepots sind Eigentum des Depotinhabers (anders als Kontoguthaben, ein gängiges Missverständnis übrigens) und werden als Sondervermögen nur von der Bank verwahrt. Ihr Aktiendepot taucht somit nicht in der Bilanz der Bank auf, anders als Ihr Guthabenkonto (Tagesgeld, Girokonto oder auch das Verrechnungskonto Ihres Depots). Daher unterliegen Depots eigentlich keinem Insolvenzrisiko. Geht die Bank pleite, wird man Ihnen im Rahmen des Abwicklungsverfahrens einfach die Möglichkeit geben, die Wertpapiere zu einer anderen Bank zu transferieren.

2) Da man aber ja nie 100 % sicher sein kann, dass Banken immer alles so machen, wie das der Gesetzgeber vorschreibt (reine Verwahrung von Wertpapieren), gibt es eine Sonderform der Entschädigung bei der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung (Entschädigungseinrichtung deutscher Banken). Diese zahlt 90 % des Depotwertes, allerdings maximal 20.000 €, sollte eine Bank tatsächlich mal komplett betrügen und Ihre Wertpapiere nicht etwa nur verwahren, sondern damit spekulieren und ggf. verlieren. So ein Fall kam meine ich mal vor, ist aber eigentlich sehr sehr selten, jedenfalls deutlich seltener als normale Bankeninsolvenzen und Entschädigungen von Einlagen, insofern würde ich mir darum keine großen Gedanken machen.

Das Fazit: Zwei Depots schaden nie, auch im Sinne Ihrer Handlungsfähigkeit, sollte ein Broker mal Opfer eines IT-Angriffs werden oder Ähnliches. So etwas halte ich eher für wahrscheinlich als dass eine Bank gesetzeswidrig Ihre Wertpapiere veruntreut :-) Daher: Ich würde an Ihrer Stelle alles so lassen wie bisher. Wie immer ist das aber nur meine persönliche Meinung ;-)

Mit besten Grüßen

Stefan Erlich

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Kommentar von Tibor am 03.06.2021

Hallo, ich überlege in einen ETF zu investieren. Höchstwahrscheinlich in den Allworld. Was mir nicht so klar ist, ob es mehr Sinn macht 10.000 EU auf einmal reinzustecken oder einen Sparplan abzuschliessen. Was würden sie mir empfehlen? Vielen Dank schon mal

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Antwort von Stefan Erlich am 03.06.2021

Zu dem Thema hat Albert Warnecke ("Der Finanzwesir") vor einigen Jahren mal einen schönen Beitrag geschrieben: https://www.finanzwesir.com/blog/markttiming-zeitlich-diversifizieren

Ich würde es so handhaben: Wenn die 10.000 € für Sie viel Geld sind und in den kommenden Monaten und Jahren nicht mehr viel nachkommt, dann lieber zeitlich diversifizieren (z. B. 2.500 € pro Quartal über 1 Jahr). Wenn aber noch mehr Geld nachkommt, dann würde ich ruhig alles auf einen Schlag investieren. ABER: Das ist keine wissenschaftliche Aussage hier, sondern mein Bauchgefühl und das kann ja bekanntlich trügen ;-)

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Kommentar von Barbara am 24.05.2021

Hallo liebes Kritisches Anleger-Team,

die sogenannten "nachhaltigen ETF's" scheinen an Bedeutung auf dem Markt zuzunehmen. Was halten Sie davon? Aber was genau bedeutet "nachhaltig" eigentlich??? Aspekte der sozialeren und verantwortlicherenBetriebsführung oder effektiv ressourcenschonende und Klimaschutz berücksichtigende Produktion? Und wie sieht es mit der Vielfältigkeit der Branchen und Länder aus? Nun, mit einem MSCI-World können sie mutmaßlich nicht mithalten, aber es gibt durchaus auch schon sehr große ETF's. Wie würde sie die Investitionschancen darin bewerten?

LG

Barbara

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Kommentar von Frank am 27.01.2021

Bei der Anlage in ETF muss aber auch beachtet werden, dass nicht jeder ETF gut ist.Beispielsweise ein ETF, der nur Aktien hat aus Nordkorea oder Somalia, in den sollte man nicht unbedingt investieren.Bei ETF gilt wie bei allen Geldanlagen, dass man wissem sollte, was man kauft.

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Kommentar von Barbara am 25.01.2021

Hallo Herr Erlich,inzwischen habe ich ETF's erstanden (heute...bin noch etwas aufgeregt).Als Finanzierungstreppe" plane ich parallel ein Tages- (schon erledigt)-und Festgeldkonto einzurichten. Ein bisschen Gold bei Gelegenheit...So sollte es halbwegs passen (?).LGBarbara

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Kommentar von Barbara am 22.12.2020

Hallo Herr Erlich,

ich habe nochmal eine Sachfrage. Bzgl. der Notwendigkeit der Größe eines Fonds habe ich ja schon etwas gelesen.
- welche Bedeutung/Wichtigkeit haben Abgaben wie: Anzahl der Positionen und "Anteil Top 10"?
- gibt es hier Richtwerte (ähnlich bzgl. der Größe eines Fonds) nicht unterschritten werden sollten?

LG

Barbara

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Antwort von erf am 18.04.2021

Bin Rentner und lebe seit Jahrzehnten im Ausland. Da gibt es wohl ueberhaupt keine Anlagemoeglichkeit mehr.
(Ausser Festgeld etc.)

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Antwort von Stefan Erlich am 22.12.2020

Hallo Barbara,
soweit sich die Anzahl der Positionen auf die Anzahl der Aktien in dem Fonds bezieht, dann gilt erst einmal "je mehr, desto besser", also je mehr Diversifikation, um so besser. Ganz so pauschal gilt das dann aber wiederum auch nicht immer, denn man kann tausende Titel im Fonds haben, ohne viel diversifiziert zu haben und ab einem gewissen Grad wird Diversifikation auch teuer, was die Fondskosten erhöht. Aus meiner Sicht interessiert uns Anleger diese Zahl aber gar nicht, denn der index, dem der ETF folgt, gibt die Anzahl der Positionen ja automatisch vor. Da brauchen wir uns keine großen Gedanken machen.
Was das "Anteil Top 10" angeht, so weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, was Sie damit meinen.
Viele Grüß, Stefan Erlich

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Antwort von Barbara am 22.12.2020

Zunächst vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich stelle Ihnen einmal ein Bild von Ihrem empfohlenen Fond rein. Da können Sie den "Eintrag": Anteil Top- 10 erkennen. Ob dieser Wert irgendwie relevant ist ????

iShares Core MSCI World UCITS ETF
ISIN: IE00B4L5Y983
WKN: A0RPWH
Physisch
Indexabbildung
Thesaurierend
Ertragsverwendung
23.326 Mio. € Fondsgröße
USD
Fondswährung
0,20 % TER
0,08 % TD
1.607 Anzahl Positionen
16,53 % Anteil Top 10

Für die kommenden Feiertage wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie alles erdenklich Gute!

LG

Barbara

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Antwort von Stefan Erlich am 22.12.2020

Ah, jetzt verstehe ich, was Sie meinen. Die Anzahl der Positionen gibt einfach nur an, wie viele Unternehmen/Aktien im ETF sind und das gibt ja der Index (MSCI World) automatisch vor. Und der Anteil der Top 10 Aktien ist letztlich nur ein Maß für die Dominanz einzelner Aktien im Fonds. Auch das ist ja automatisch durch den Index vorgegeben, der die Zusammensetzung des Fonds vorgibt. Das müsste eigentlich für alle ETFs, die dem MSCI World folgen, gleich sein. Insofern kein Entscheidungskriterium.

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Kommentar von Daniel am 18.11.2020

Hallo zusammen,

Auch ich habe dieses Jahr mit einem ETF Sparplan angefangen und bespare den iShsIII-Core MSCI World WKN:A0RPWH
Ist mein erste ETF und nach einiger Recherche habe ich mich für diesen entschieden.

Da in den Kommentaren immer wieder die Rede von den MSCI All Country World Index oder den FTSE All World-Index war, überlege ich jetzt ob es Sinn macht den Sparplan um einen dieser beiden zu erweitern.
Ich bleibe bewusst bei einer kleinen Rate, da ich den Sparplan für die nächsten Jahre (10, 15, 18 und 18+) kontinuierlich laufen lassen werde. Die Jahreszahlen sind Meilensteine wo Teile des Vermögens ausgezahlt werden sollen.
Welchen ETF sollte man dabei wählen? Ishare oder einen anderen?

Ich freue mich auf Ihre Antwort.

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Antwort von Stefan Erlich am 30.11.2020

Hallo David, guter Start schon mal :-) Aber behalte immer im Hinterkopf, dass nicht die richtige ETF-Wahl entscheidend ist, sondern dass du überhaupt in einen investierst. Ich persönlich mag und bespare für meine Kinder den Vanguard FTSE All-World UCITS ETF Distributing (siehe https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?isin=IE00B3RBWM25), aber ETFs auswählen ist wie Essen bestellen: kommt halt drauf an, was du so magst. Mach also keine Wissenschaft draus. Und bespare lieber nur einen ETF weiter. Einfachheit gewinnt langfristig immer! Viel Spaß und viele Grüße, Stefan

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Kommentar von Anfänger am 06.10.2020

Hallo Hr. Erlich,
in einer ihrer vorigen Antworten ist folgendes zu lesen: 

Die ETFs evaluieren würde ich eigentlich gar nicht, es sei denn, es kommt jetzt die große neue Finanzinnovation. Einzig das Rebelancing sollte man einmal im Jahr machen.

Was genau ist mit Rebelancing gemeint? Wenn ich zB. in 1 ETF im MSCI World zu 100% investiere? Macht das nicht der jeweilige Fonds an sich?

Liebe Grüße aus Salzburg
Norbert

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Antwort von Stefan Erlich am 07.10.2020

Hallo Norbert,
Rebalancing bedeutet zunächst einmal nichts anderes als die vorher selbst gewählten Anteile gewisser Anlagen am Vermögensportfolio auch über die Zeit konstant zu halten. Bei ETFs benutzt man den Begriff häufig im Kontext des Rebalancings von risikoreichem Portfolioanteil (Aktien in Form von ETFs) und risikoarmem Anteil (z. B. Staatsanleihen-ETFs, Tagesgeld, Festgeld). Generell zum Rebalancing gibts ein schönes Video bei Finanzfluss, das Sie sich einmal anschauen können: https://www.youtube.com/watch?v=_cFsx9g378Y
Rebalancing kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden (auch auf ETF-Ebene), aber das, was ich meinte, ist das Rebalancing von risikoreichem und risikoarmem Anteil am Portfolio.
Ich hoffe, das hilft weiter?
Mit besten Grüßen, Stefan Erlich

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Antwort von Norbert am 12.10.2020

Hallo Hr. Erlich,vielen Dank! So habe ich mir das auch gedacht. LG Norbert

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Antwort von Newbee am 08.10.2020

Hallo Herr Erlich,

an anderer Stelle raten Sie einer "Anfängerin" in den MSCI World oder den FTSE All Country World für den risikobehafteten Teil des Portfolios und für den risikoarmen Teil des Portfolios ein Tages- oder Festgeld zu investieren. Für mich stellt sich bei letzterem Part die Frage, wie man bei einem Festgeld Anteil im Portfolio das Rebalancing am besten gestaltet. Da ich den thesaurierenden ETF mit monatlichen Raten besparen will, was beim Festgeld ja nicht geht, würde schnell ein Ungleichgewicht entstehen. Ein Tagesgeld hingegen, das man mit monatlichen Raten bespannen könnte, hat ja eine sehr geringe Rendite von (beispielsweise um ihrer Empfehlung der Renault Tagesbank zu folgen) lediglich 0,25%.

Haben Sie hierfür einen Tipp?

Vielen Dank und viele Grüße
N.

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Antwort von Stefan Erlich am 09.10.2020

Hallo Newbee,
beim Festgeld ist das in der Tat nicht ganz so einfach, aber gleichzeitig auch kein riesen Problem. Schauen Sie sich das Verhältnis von risikoreichem und risikoarmem Anteil einfach bei jeder Fälligkeit eines Festgeldes kurz an und ändern Sie entsprechend die Neuanlage beim Festgeld, um wieder auf die gewünschten Anteile am Portfolio zu kommen. Beim Rebelancing geht es ja auch nicht darum, jederzeit und immer das richtige Verhältnis beizubehalten. Wenn man das einmal im Jahr macht, reicht das vollkommen. Und wenn ein Festgeld mal 2 Jahre läuft, passt das auch total. Ich würde mir da ehrlich gesagt keine größeren Gedanken machen und immer dann kurz "rebalancen", sobald wieder Liquidität aus Festgeldern frei ist. Das ist aber nur meine bescheidene Meinung ;-)
Mit besten Grüßen, Stefan Erlich

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Kommentar von Barbara am 05.10.2020

Hallo Herr Erlich,

ich bitte Sie nochmal um eine Entscheidungshilfe zu folgender Frage/Gedanken:

Wäre es aus Ihrer Sicht ggf. zielführend einen ETF-Industrieländer und eine ETF-Schwellenländer zu erwerben (alternativ: einen ETF, der beide vereint)?
Überlegung: von, so Gott will,Gewinnen beider ETF's profitieren...????
Oder gibt es Gründe davon Abstand zu nehmen? Doppelte Kosten, zu geringe Gewinne versus Risiko (vorrangig Schwellenländer), bei einem ETF Industrie- und Schwellenländer fließt rechnerisch eine kleinere Summe in den Stärksten. u.s.w.

MfG

Barbara

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Antwort von Stefan Erlich am 07.10.2020

Naja, für mich gilt immer: Einfachheit gewinnt! Also warum nicht einen Index wie den FTSE All World oder MSCI All Country World nehmen, der beides vereint? Würde ich persönlich jedenfalls so machen, weil einfacher. Wenn Sie die Unternehmen von Industrie- und Schwellenländern in einem ETF haben, profitieren Sie ja genauso davon wie wenn Sie zwei separate ETFs haben. Ich persönlich sehe in zwei ETFs keinen Vorteil. Auch hier meine Anmerkung: Sie machen sich zu viele Gedanken und "overengineeren" das Ganze. Bauen Sie das so einfach und so robust wie möglich, um es möglichst lange durchhalten zu können. Versuchen Sie nicht, mit dollen Konstrukten und Ideen die Rendite zu optimieren. Die ist ohnehin nicht garantiert und nur weil es in der Vergangenheit 4-8 % Rendite gab, heißt das nicht, dass es die in der Zukunft auch wieder so geben wird. Daher: Fokus auf die Kosten und die Einfachheit. Das können Sie immerhin selbst bestimmen. Die Rendite hingegen nicht!
VG, Stefan Erlich

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Kommentar von Heppi am 17.09.2020

Sind Ihnen Möglichkeiten für Menschen mit Wohnsitz in Deutschland bekannt, ein Depot für ETF außerhalb des EURO-Raumes zu eröffnen?
Ich kenne da eigentlich nur Captrader oder Lynx, die mit ihrer Handelssoftware den Normalo in meinen Augen überfordern. Im Schweizer Raum gibt es Swissquote oder Cornertrader, die aus deutscher Sicht extreme Kosten aufrufen.
Es müsste doch im dänischen oder schwedischen Raum auch Sowas wie die ING Diba oder die DKB geben.
(Ich frage nicht in der vermeintlichen Hoffnung, das Finanzamt zu umgehen, sondern um Geld auf Verrechnungskonten Usw. ebenfalls diversifiziert zu haben. )
Weltsparen, die zumindest Tagesgeld in anderen Ländern anbieten, fällt für mich aus, da ich gerne ein Gemeinschaftskonto hätte.
LG Heppi

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Antwort von Stefan Erlich am 21.09.2020

Hallo Heppi,
derartige Möglichkeiten sind mir derzeit leider nicht bekannt. Tut mir leid :-(
Warum bevorzugen Sie Gemeinschaftskonten? Diese haben aus meiner Sicht eigentlich mehr Nachteile als sie Vorteile bieten, insbesondere dann, wenn man im Todes-/Erbfall alles wieder auseinanderdivideieren muss. Das kann je nach Vermögenssituation und Handling der Bank stressig werden. Ich bevorzuge daher mittlerweile Einzelkonten. Ist aber sicher auch eine Geschmacksfrage :-) Vg, Stefan Erlich

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Kommentar von Britsch am 05.09.2020

Ich habe einen Sparplan über 100€ seit ca. 3 Jahren bei LyxorMSCI World Consumer. Die Idee war bis 10000€ zu sparen.
Der Kurs war, bis auf eine kurze CoronaZeit, ständig steigend und wanderte auf 27%. Ich bin mir da inzwischen unsicher, ob ich nicht besser verkaufen sollte... oder? besser gehts nicht.

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Antwort von Stefan Erlich am 07.09.2020

Mhhh, also wenn ich Ihren Kommentar so lese, dann frage ich mich, um ganz offen und ehrlich zu sein, ob Sie das Konzept der Anlage in ETFs/Indexfonds verstanden haben. Das ist nicht böse gemeint, aber das Ganze ist ja keine spekulative Anlage für ein paar Monate oder Jahre. Wir reden hier über 10 Jahre, besser 20 und mehr. Wenn Sie jetzt schon nach 3 Jahren Angst haben, dass es morgen bergab gehen könnte, dann sind ETFs eventuell die falsche Anlage für Sie! Ein bisschen Spielgeld hier und da zum Spekulieren einzusetzen, ist ja völlig in Ordnung, aber ETFs sind einfach eine sehr langfristige Anlage, die man am besten einfach vergessen sollte. Alles andere macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Und um ganz konkret Ihre Frage zu beantworten: Niemand weiß, ob die Kurse morgen weiter steigen oder plötzlich fallen werden. Woher sollte jemand das auch wissen können!? VG, Stefan Erlich

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Kommentar von Maximilian Filaraw am 03.09.2020

Grundsätzlich bespare ich auch eine Art Weltportfolio mit ETFs, ähnlich wie Gerd Kommer es vorschlägt: https://etfs24.de/etf-strategie-gerd-kommer/Einfach 70% MSCI World, wobei ich hier einen Faktor mit drin haben will, nämlich den MSCI World Minimum Volatility. Der hat in den letzten Jahrzehnten den normalen MSCI WORLD outperformt bei geringerer Schwankung. Ansonsten noch für 30% einen ETF auf den MSCI Emerging Markets.

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Antwort von ebehugo am 15.10.2020

der MSCI World Minimum Volatility dümpelt seit dem letzten Kurssturz leider auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als der MSCI World. Von Outperforming ist da inzwischen nichts mehr übrig. Bleibt zu hoffen, dass sich die Entwicklung wieder umkehrt.

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Kommentar von Anfängerin am 28.08.2020

Hallo Herr Erlich,
ich habe mich in den letzten Tagen intensiv mit dem Thema ETF's beschäftigt. Darf ich Ihnen meine Erkenntnisse/ggf. geplantes Vorgehen aufzeigen? Sollten Sie schlimme Gedanken-/oder Sachfehler entdecken, machen Sie mich bitte darauf aufmerksam. Herzlichen Dank

Zusammenstellungsoptionen und Gewichtung (jeweils einen in entsprechender Menge):

MSCI World 40%
MSCI Emerging Markets 20% (Aktengesellschaft der Schwellenländern)
Anleihenindex (Anleihenanteil): IBoxx Euro Sovereigns 30% (XTrackers)
Nahrungsmittelaktien 10% (Basiskonsumgüter)
Tagesgeld/Festgeld (als Ergänzung, statt Immobilienfond, Rohstoffe, Gold)

Allgemein:
- mindestens zu verwaltendes Vermögen der Aktie/Anleihe: über 500 Millionen Euro
- Transaktionsvolumen/Kauf: min. 1.500 Euro (Kosten < 1%)
- auf etablierte Indizes großer Anbieter konzentrieren, die einen möglichst große Teile des Marktes abdecken
- optimierte Replikation (auch: physische Replikation mittels Sampling) 

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Antwort von Stefan Erlich am 31.08.2020

Hallo Anfängerin,

das geht grundsätzlich schon mal in die richtige Richtung :-) Ein paar Anmerkungen:

1. Insgesamt sieht mir das ein wenig nach "overengineering" aus. Oder anders gesagt: Ich würde es mir für den risikobehafteten Anteil des Depots einfacher machen mit einem einzigen ETF auf den MSCI All Country World Index oder den FTSE All World-Index. Dann sparen Sie sich den Emerging Markets ETF. Für den Nahrungsmittel-ETF sehe ich persönlich ohnehin kein Bedarf, da die großen Indizes ja Nahrungsmittelhersteller schon abdecken. Versuchen Sie, das Depot so simpel wie möglich aufzubauen!

2. Den sicheren Anleihenanteil kann man meiner Meinung nach auch mit Tagesgeld/Festgeld abbilden. Da hat man weniger Schwankungen und schläft ruhiger. Ist aber nur meine persönliche Meinung und wird von anderen Finanzleuten nicht unbedingt genauso gesehen ;-)

3. Grübeln Sie allgemein nicht zuviel über die Struktur des Depots. Ein ETF auf den MSCI All Country Wordl oder den FTSE All World plus Tagesgeld/Festgeld, ggf. Ihre eigene Immobilie und vielleicht ein paar Goldmünzen und gut ist. Danach heißt es: Ruhe bewahren und durchhalten. Ihr größter Feind ist nicht etwa die richtige Auswahl des ETFs oder die richtige Zusammensetzung, sondern Ihre eigene Psyche, sprich, dass Sie 10+ Jahre durchhalten und nicht verkaufen. Da scheitert ein Großteil der Anleger dran, weil sie im Crash verkaufen. Und: Machen Sie sich auch immer bewusst, dass Indexfonds und ETFs, wie sie heute als "Stand der Technik" gesehen werden, nicht unbedingt auch in 10 oder 20 Jahren noch das Non-Plus-Ultra sein müssen. Auch die Anlagewelt entwickelt sich weiter und so kann es sein, dass es in 10 Jahren schon deutlich bessere Produkte gibt. Das ist nicht schlimm und ganz normal. Dann muss man einfach umschichten. Das nur, um die Erwartungen richtig zu positionieren ;-)

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Antwort von Anfängerin am 31.08.2020

Hallo Herr Erlich,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Ich werde Ihre Vorschläge/Anmerkungen beachten.

Auf verschiedenen Internetseiten habe ich gelesen, dass das Portfolio bis zu 7 ETF's haben sollte. Ich kann es nicht beurteilen, aber dies erscheint mir für einen Laien zu aufwendig zu händeln und unübersichtlich zu sein und kommt damit für mich nicht in Frage.
Welchen Anlagebetrag würde Sie als Mindestinvestitionssumme unter der Berücksichtigung, dass die erhoffte Rendite eine kleine aber feine Finanzspritze im Alter 75+ darstellen soll? Wie oft sollte ich die/den ETF evaluieren (1x jährlich/häufiger)?
Im Internet ist zu lesen, dass die INB Bank bzgl. Wertpapiere/Kosten eine Änderung plant (ab 01.11.2020). Könnte es sinnvoll sein bzgl. Eröffnung eines Depots noch zu warten?
Psyche: ich würde den Erwerb von ETF's psychologisch wie Festgeld "werten". Gekauft-"vergessen". Wir sehen uns in 20 Jahren wieder!

LG

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Antwort von Stefan Erlich am 31.08.2020

Bis zu 7 ETFs? Das halte ich für absoluten Overkill! Keep it simple: Ein weltweit breit diversifizierter ETF reicht volkommen.
Ihr Anlagebetrag hängt von Ihren eigenen Präferenzen ab. Bedenken Sie immer, dass so ein Portfolio in 2 Jahren auch mal für einige Jahre zu 60 % im Minus stehen kann. Das muss man sowohl psychisch als auch vom praktischen Alltag her aushalten können. Daher immer nur Gelder investieren, die Sie zu 99 %. nicht brauchen werden, auch wenn mal was schief geht (und das passiert ja bekanntlich immer ;-)). Was die monatlichen/jährlichen Sparraten angeht, so sind Sie auch da flexibel. Die Depotbanken bieten ja mittlerweile auch für Kleinsbeträge günstige Sparpläne an.
Die ETFs evaluieren würde ich eigentlich gar nicht, es sei denn, es kommt jetzt die große neue Finanzinnovation. Einzig das Rebelancing sollte man einmal im Jahr machen.
Machen Sie Ihre Anlage nicht davon abhängt, dass eine x-beliebige Bank morgen oder übermorgen irgendetwas an den Gebühren ändern wird. Das wird in den nächsten 20 Jahren noch mindestens 10 weitere Male vorkommen, genauso wie Steuerreformen und ggf. Systemwechsel. Das sind alles untergeordnete Punkte - so zumindest meine Meinung.
Gekauft und vergessen klingt gut ;-) Ich sage immer "Shoot & Forget" :)

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Antwort von Anfängerin am 02.09.2020

Hallo Herr Erlich,

darf ich ein letzte "dumme" Frage stellen?
Kann ich Anteile von dem von Ihnen empfohlenen ETF (iShare) per Einmalzahlung kaufen und zusätzlich (parallel) ansparen?

Sollte dies nicht möglich sein, welcher ETF wäre alternativ dann möglich?

LG

Barbara

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Antwort von Stefan Erlich am 02.09.2020

Fragen stellen dürfen Sie immer ;-) Sie können ETFs in beliebiger Anzahl und Häufigkeit kaufen. Das sind ja letztlich auch nur Variationen von Wertpapieren wie es Aktien auch sind. Ob Sie dann auf einen Schlag 1000 Stück kaufen und jeden Monat 10 zusätzlich dazu, interessiert eigentlich niemanden :-) Das hängt auch nicht mit dem ETF zusammen, den Sie kaufen, sondern mit Wertpapieren allgemein. Hilft das weiter?

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Antwort von Anfängerin am 03.09.2020

Die Ansparvariante muss ich mir also so vorstellen, dass ich mir selber Geld überweise und dann wieder Anteile kaufe, wenn eine genügende Summe zusammen gekommen ist ???? Weiter sollte das Ansparen und der Neuerwerb kostenfrei sein, da sonst die Orderkosten + ggf. weitere Gebühren zu hoch würden ????

Könnte die OnVista Bank unter der Voraussetzung: einmalige Ordergebühr (unabhängig des Volumens) + Pauschale für den Handelsplatz und kostenfreier Ansparvariante eine Alternative bzgl. Depot für mich sein? Grund: ich möchte einen größeren Einmalbetrag einbringen (kaufen-halten) und zusätzlich besparen.

Nochmals vielen Dank für die Unterstützung!

Barbara

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Antwort von Stefan Erlich am 03.09.2020

Sie haben bei der Depotbank ja quasi immer zwei Konten: Das Depot selbst, in dem die Aktien, Anleihen und ETFs liegen und dann noch ein Verrechnungskonto. Wenn Sie nun ETFs kaufen wollen, überweisen Sie Geld auf das Verrechnungskonto und kaufen die ETFs. Das ist im Prinzip wie Äpfel kaufen auf dem Markt. Will man viele kaufen, braucht man viel Geld im Portemonnaie (=Verrechnungskonto). Für wenige eben dann weniger :-) Nach dem Kauf der ETFs bucht die Depotbank Ihnen diese in Ihr Depot ein und der Kaufbetrag wird vom Verrechnungskonto abgebucht. Eigentlich total easy :)

Machen Sie sich nicht so viele Gedanken über die Orderkosten. Die spielen vor allem bei größeren Beträgen eine untergeordnete Rolle für Ihre Rendite. "Gefährlich" sind eher die prozentualen Kosten der ETFs selbst. Dort kann man eher noch optimieren. Ich persönlich nehme heutzutage lieber eine kostenpflichtiges Depot und zahle auch angemessene Gebühren für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Das spart hinten raus oft viel Ärger bzgl. Service und Co. und über einen Zeitraum von 20 Jahren weren Sie zwangsläufig irgendwann Kontakt mit dem Service haben müssen, z. B. im Rahmen eines Depotübertrages zu einer anderen Bank, wenn Sie das mal wünschen. Wer billig kauft, kauft zweimal bzw. zahlt hinten raus drauf. Das gilt auch bei Depotbanken. So zumindest meine Meinung.

Die onvista Bank ist nicht gerade für ihre Kundenzufriedenheit bekannt, siehe https://www.kritische-anleger.de/onvista-bank/erfahrungen/. Was spricht denn gegen die ING oder Comdirect? Wie gesagt: Optimieren Sie nicht so sehr bei den Depot- und Orderkosten herum. Das rächt sich irgendwann ...

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Antwort von Anfängerin am 03.09.2020

Die ING Bank scheint für Kunden, die neben einem Einmalkauf gelegentlich Anteile nachkaufen möchten, eine "vernünftige" Alternative zu sein.

Diesen Teil Ihrer Antwort habe ich leider nicht ganz verstanden:"...für Ihre Rendite. "gefährlich" sind eher die prozentualen Kosten der ETFs selbst. Dort kann man eher noch optimieren..."

Klar, Service und Co. sollte bei der Wahl des Anbieters eine Rolle spielen. Ich würde für mich bzgl. Handlungsvorgehensweise vermuten: Einmalkauf + Nachkauf (bei "günstiger" oder finanzieller Möglichkeit). Ein Sparplan erscheint mir nicht mehr so attraktiv. Grund: wenn die finanzielle Möglichkeit besteht, Anteile nachkaufen (vorher ggf. vom Referenzkonto Geld aufs Abrechnungskonto nachüberweisen) und gut iss.
Puh, alles ganz "einfach" und doch im Detail auch bzgl. praktischem Vorgehen doch nicht ganz ohne... :-)

Nicht zu kompliziert: na ja, so bin ich und ich möchte schon verstehen, was wann passiert. Leider muss ich deshalb Vieles nachfragen.

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Antwort von Stefan Erlich am 04.09.2020

Warum ist die ING nur eine "vernünftige" Alternative und keine vernünftige Alternative ohne Anführungszeichen?

Gefährlich sind die prozentualen Kosten, weil sie kein Limit nach oben kennen. Die Orderkosten hingegen sind zumeist gecapped, sprich, es gibt einen Maximalbetrag. Die Comdirect verlangt für Orders beispielsweise eine prozentuale Gebühr, aber diese ist limitiert auf maximal 59,90 €. Gerade bei größeren Anlagebeträgen fällt diese Gebühr dann gar nicht mehr so stark ins Gewicht. Die ETF-Gebühren hingegen sind unlimitiert, sprich bei 0,3 % Gebühren zahlen Sie bei 200.000 € Anlagebetrag 600 € im Jahr an die Fondsgesellschaft. Da lohnt es sich also eher, die ETF-Gebühren durch eine günstigere ETF-Wahl zu optimieren als an den Depotgebühren zu schrauben. Macht das jetzt Sinn?

Naja, ein Sparplan hat schon seine Berechtigung, weil automatisiert und sorgenfrei. Die Idee der Anlage ist ja (wie Sie vorher auch schon mal erwähnten) ein "Aufsetzen & Vergessen" und das geht mit einem Sparplan recht gut. Aber klar, Sie können natürlich auch gern manuelle Überweisungen vornehmen und jederzeit neu investieren, wenn es gerade passt. Da spricht grundsätzlich nichts dagegen, außer der Aufwand.

Auch hier nochmal: Sie machen sich zu viele Gedanken ;-) Keep it simple und nicht alles auf die letzte Nachkommastelle optimieren. Sie wollen eine sorgenfreie dauerhafte Anlage kreieren, keine Paypack-Punkte sammeln und Gebühren optimieren. Da reicht es auch, mal grob über den Daumen zu peilen und auch ein paar Kosten in Kauf zu nehmen.

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Antwort von Anfängerin am 04.09.2020

Hallo Herr Erlich,

die ING-Bank ist sicher eine gute Alternative (auch ohne "-Zeichen) :-)
Für jeden Geschmack/Bedarf gibt es sicher einen Anbieter.

Ich werde also loslegen und auf "gute Geschäfte" hoffen.

Nochmals vielen Dank an Sie!

LG

Barbara

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Kommentar von b.liebscher@web.de am 14.07.2020

hallo herr ehrlich, kann ich b i t t e eine isin oder wkn erhalten, um einen richtigen index etf von dax,nikkei, s+p 500 und dow jones zu kaufen. ...aber bitte keinen vom fonds- manager gemanagtenetf!!

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Antwort von Stefan Erlich am 14.07.2020

Hallo Herr Liebscher,
am besten schauen Sie sich einmal auf https://www.justetf.com/de/find-etf.html um. Das Portal bietet einen sehr guten Überblick, inkl. aller ISINs und WKNs.
Mit besten Grüßen, Stefan Erlich

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Kommentar von Gerd am 17.02.2020

Ich investiere seit 3 Jahren in ETF, insgesamt habe ich zwischenzeitlich 5 verschiedene ETF, die sich -bis auf einen HighDividend, überdurchschnittlich entwickelt haben. Ich plane künftig auch noch in andere Märkte, z.B. Food, per ETF zu investieren. Mich reizen natürlich auch die geringen Anschaffungs- und laufenden Kosten. Ob ETF aber tatsächlich langfristig halten, was sie versprechen, wird sich erst in Krisenzeiten zeigen.

Ich bin gespannt, was hier künftig im Ratgeber ETF darüber zu lesen sein wird.

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Antwort von David Stahmann am 24.02.2020

Vielen Dank für Ihren Kommentar! Wie würden Sie denn bei der Auswahl z. B. des besagten ETFs auf Lebensmittelfirmen vorgehen? Bei vielen muss man ja genauer hinschauen, was die Gewichtung der einzelnen Positionen betrifft. Wenn etwa Nestlé + Unilever zusammen schon allein 30 oder 40 Prozent ausmachen würde, widerspräche das ja der Ursprungsidee von ETFs. Dann wäre ein direkter Kauf dieser beiden (global aufgestellten) eigentlich sinnvoller, oder?

Beste Grüße aus der Redaktion
David Stahmann

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Kommentar von titan1981 am 14.02.2020

Hallo,

ich investiere seit 2014 aktiv in ETF's. Mir war wichtig, dass ich Fonds bekomme die kostengünstig zu besparen waren und die Depotgebühr niedrig ist und ab einer bestimmten Höhe komplett entfällt.

Ich bezahle jetzt nur noch 0,2% Transaktionsgeld. Bei kleinen Sparraten auf jedenfall verkraftbar. Wenn die 0,2% Transaktionsentgeld in größeren Summen >10€ pro Ausführung kommen würde ich das ändern und ein zusätzliches Depot eröffnen.

Meine Fonds sind ein ausschüttender MSCI World, ein ausschüttender Stoxx 600 Europe und ein ausschüttender eb.rexx Government Germany. Der Vorteil ist hierbei, dass der Freibetrag von 801/1602€ im Jahr aufgebraucht wird, der ja sonst verfällt. Zudem investiert mein Depot die Ausschüttungen automatisch wieder in den ETF. Ich kann nur jedem Raten diesen Freibetrag jedes Jahr voll auszuschöpfen!

Die Fonds sind nur ein Teil meiner Geldanlagen, hinzu kommen Tages- und Festgelder, Aktien, Edelmetalle, Crowed-Investing, Genossenschaftsanteile. Von meinen aktiven Fonds habe ich mich getrennt, diese sind nur noch in den Lebensversicherungen enthalten, welche ich nicht gegen ETF's tauschen kann.

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Antwort von David Stahmann am 24.02.2020

Das klingt nach einem sehr gut diversifiziertem Portfolio über verschiedene Anlageklassen hinweg. Dazu können wir eigentlich nur noch gratulieren. Dürfen wir aus Neugier fragen, was für Genossenschaften das sind (Wohnung, Bank, Boden, Wald)?

Beste Grüße aus der Redaktion
David Stahmann

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Antwort von titan1981 am 26.02.2020

Hallo,
danke der Nachfrage zu welchen Genossenschaften Beteiligungen bestehen. Es ist zum einen eine Bank zum anderen ein Discounter.
Eine Beteiligung an einem "Erneuererbaren Energie Projekt" in Form einer Genossenschaftsbeteiligung ist leider nicht zu Stande gekommen. Da mein Wohnort nicht gepasst hat.

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Antwort von David Stahmann am 08.03.2020

Sehr interessant, vor allem die Genossenschaft eines Discounters. Damit ist ein Supermarkt o. ä. gemeint, richtig? Was war Ihre Motivation dazu, wenn wir fragen dürfen? Gibt es da "Rückflüsse" in Form von (Sach-)Dividenden?

Dass ein EE-Projekt mit dazugehöriger Genossenschaft nicht zustande gekommen ist, finden wir schade. Es wäre unabhängig vom grünen Gedanken auch eine nette zusätzliche Diversifkation mit regionaler Nähe gewesen.

Viele Grüße aus der Redaktion
David Stahmann

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Antwort von titan1981 am 09.03.2020

Hallo,

ja es ist eine Genossenschaft eines Supermarktes. Die Motivation war es von regionalen Vergünstigungen (Gutscheine für regionale Veranstaltungen/Ausstellungen/etc.), zusätzlich zu dem prozentualen Rabatt beim Einkauf im Markt und der jährlichen Dividende zu profitieren.
Diese Dividende liegt noch über meiner persönlichen Inflationsgrenze (2,0%). Ab dieser Grenze kommen alle Investitionen zumindest einmal auf den Prüfstand und werden nach der Neubewertung meinerseits ggf. umgeschichtet.

Das "EE-Genossenschafts-Projekt" war von meiner Seite aus nicht zu realisieren, da die Vertragsbedingungen klar vorgaben, dass der (Haupt-)Wohnsitz in diesem Kreis liegen muss. Ein "Umzug" des Hauptwohnsitzes kam/kommt aber nicht in Frage. Da ich privat selber ein "EE-Projekt" auf den Dächern habe, kann ich dies verschmerzen.

Leider gibt es nicht sehr viele Genossenschaften die Anteile auch für Außenstehende anbieten, ohne die normalen Vorgaben, wie die maximale Menge an Anteilen die man Erwerben darf.
Bei Genossenschaften mit Nachschusspflicht kann es ggf. im Falle einer Insolvenz der Genossenschaft auch zusätzlich teuer werden. Da halte ich mich dann auch zurück beim Zeichnen von Anteilen von Genossenschaften mit einer Nachschusspflicht zurück.

Grüße

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Antwort von 5551008 am 28.06.2020

Hallo, ich vermute es handelt sich hierbei um einen EDEKA-Markt, mit Hauptsitz in Hamburg? Leider ist dieser Markt recht hochpreisig und kann auch mit Prozenten vermutlich bei den Discountern (Aldi, LIDL) nicht mithalten? Allerdings soll dort die Qualität von Fleisch, Fisch, Käse hochwertiger sein?

Die Edeka-Gruppe (Eigenschreibweise: EDEKA; ursprünglich Abkürzung für Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin) ist ein genossenschaftlich organisierter kooperativer Unternehmensverbund im deutschen Einzelhandel. Die Edeka-Zentrale hält jeweils Kapitalanteile in Höhe von 50 Prozent an sieben Regionalgesellschaften, die jeweils anderen 50 Prozent werden von einer oder mehreren regionalen Genossenschaften gehalten. Die Edeka-Zentrale kontrolliert zudem mehrheitlich den Discountfilialisten Netto und betreibt mit Edeka Fruchtkontor eine eigene Beschaffungsorganisation vorrangig für Obst- und Gemüseimporte, eine Wein- und Sektkellerei sowie verschiedene Servicegesellschaften wie die Edekabank, die Edeka Verlagsgesellschaft oder die Edeka Versicherungsdienst Vermittlungsgesellschaft.

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Antwort von titan1981 am 13.07.2020

Nein es ist nicht EDEKA.

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Antwort von 5551008 am 18.07.2020

Hallo, Sie machen es aber wirklich sehr spannend... welche Supermarkt ist es denn und kann ich auch beitreten?

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Antwort von titan1981 am 25.08.2020

Es ist die COOP eG, die mit REWE fusioniert ist.
Es gibt noch Formulare, damit man dort beitreten kann, ob man noch von Außerhalb zugelassen wird entzieht sich meiner Kenntnis.

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Kommentar von Ernest am 08.02.2020

Hallo Herr Erlich,

Ihr "Finanzjoker" hat in seinem letzten Beitrag über synthetische ETF's berichtet und gezeigt, wie gravierend sich der Inhalt eines solchen Fonds von der eigentlichen Zusammensetzung des verfolgten Indexes unterscheiden kann. Ich verstehe grundsätzlich, dass alles "seine Existenzberechtigung" haben kann, bin aber dennoch etwas verunsichert, was ich von solchen Konstrukten letzten Endes halten soll. Könnte Sie vielleicht in Anlehnung des besagten Artikels einmal noch etwas detaillierter auf dieses sicherlich "Spezialthema" eingehen?

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr Ernest Everhard

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Kommentar von Depotrentier am 05.02.2020

Hallo Erlich,
eine Frage an oder für Ihren ETF-Ratgeber: Was passiert mit den ETFs bei einem Weltwirtschaftszusammenbruch, wie Prof. Otte und Dirk Müller sie ankündigen ?
Bei Aktien habe ich einen fassbaren Firmenanteil erworben, bei ETFs werden Indexe dargestellt, also kein realer fassbarer Wert !!!!
Mit freundlichen Grüßen
H.J.Strauß

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Antwort von Stefan Erlich am 05.02.2020

Guter Punkt bzw. gute Frage, die sich viele stellen dürften! Nehme ich mit in die Themenliste auf!
Ganz grundsätzlich: Physisch replizierende ETFs haben die Aktien physisch im Depot und solange die Verwahrung als Sondervermögen eingehalten wird, haben Sie die Aktien quasi 1:1 im Depot wie bei einer Einzelaktie. Der Teufel liegt aber, wie so häufig, im Detail und man kann sicherlich Szenarien kreieren, die für ETFs in dieser Hinsicht nicht so positiv sind. Ob diese dann aber realistisch sind: niemand weiß es! Aber das Thema bietet viel Stoff zum Schreiben :)

Lieben Dank & Viele Grüße

Stefan Erlich

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Kommentar von 5551008 am 05.02.2020

Kurz vor Einführung der Abgeltungsteuer habe ichüber meine Hausbank Sparda Bank Südwest einmalig 7 verschiedene ETFs gekauft, die sich seitdem sehr gut entwickelt haben. Damals gabs noch ein kostenloses WP-Depot und jede Ordner kostete "nur" 9,90 EUR pauschal, unabhängig vom Volumen. Diese Konditionen gibt's dort heute nicht mehr.
Seit kurzem bespare ich 500 EUR monatlich in den von Stiftung Finanztest empfohlenen CORE MSCI WORLD von ishares über Trade Republic , komplett kostenfrei, nur fondsinterne Produktkosten von 0,2%.
Im Grunde kann man mit ETFs gar nichts falsch machen, solange man auf die Kosten achtet - alles besser als ein schlechtes Tages- oder Festgeld bei einer Hausbank vor Ort- LEIDER ;-(

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Antwort von Stefan Erlich am 05.02.2020

Erst einmal lieben Dank für die Rückmeldung!
7 verschiedene ETFs hört sich zunächst viel an! Was war denn der Hintergrund dieser Verteilung auf unterschiedliche ETFs?
Ansonsten: Alles richtig gemacht! Was ETFs generell angeht, bin ich nüchtern wie immer: Der Weisheit letzter Schluss sind sie sicherlich nicht und ob sich die historischen Renditen auch in Zukunft dauerhaft zeigen werden, kann niemand garantieren. Was Kosten, Diversifikation und Einfachheit angeht, sind ETFs bis heute aber einfach ungeschlagen.

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Antwort von joka am 23.08.2021

Hallo,ich bin Neuling in Sachen ETF und hatte bisher nur wenig Erfahrung mit Aktien (Mercedes und leider Telekom) und Fonds (Union Fonds (Uni 21Jh net, Uni Rak, Neue Märkte leider auch nicht der Brüller in 2000 gekauft). Nun würde ich gerne ca 150 Euro monatlich in ETF anlegen. Meine Banken sind die Comdirect und Consorsbank. Mein Sparerfreibetrag ist NICHT ausgeschöpft. Die hier empfohlenen ETF AORPWH und A2PKXG scheinen in sich sehr ähnlich zu sein. Macht es Sinn, die Zahlungen zu splitten auf beide ETF? Oder wäre es sinnvoller, einen ETF rein aus Europa oder Deutschland noch zu wählen?Viele GrüßeJo

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Antwort von Stefan Erlich am 24.08.2021

Hallo joka, meine Meinung dazu: Den Vanguard FTSE All World in thesaurierend (A2PKXG, wie schon von dir erwähnt) in den Sparplan mit 150 € packen und gut ist. Das ist ja schon ein Welt-ETF. Warum also Deutschland und Europa nochmal extre gwichten? Einfachheit gewinnt in der Hinsicht! Aufsplitten würde ich den Betrag jedenfalls nicht. Ich persönlich sehe keinen Mehrwert darin. VG, Stefan Erlich

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Antwort von joka am 24.08.2021

Hallo Herr Erlich,
danke für Ihre Antwort bezüglich Frage zum Splitten der beiden ETF.
Ich denke, dass sich in den nächsten Jahren die Essgewohnheiten und Ernährungsformen der Menschen weiter umstellen werden. Sei es durch gesündere Lebensmittel, oder durch Ersatzprodukte für Fleisch. Oft gehören diese Firmen ja zu bekannten und etablierten Konzernen. Unilever, Nestle und Co hängen fast überall drin. Zudem sind Kurse von den "Exoten" in den letzten Jahren schon stark gestiegen.

Ich habe folgende ETF gefunden
SLA5H0 US Vegan ClimateA2H9QYmundi Index MSCI Global Climate Change LYX05F Lyxor MSCI Global Climate Change.

Insgesamt würde ich gerne 2 ETF "bespannen". Einen herkömmlichen und einen der o.g. Art.
Haben Sie eine Empfehlung?

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Antwort von Stefan Erlich am 25.08.2021

Das, was du da betreiben möchtest, ist halt Spekulation. Kann man machen, muss man aber nicht. Generell zeigen langfristige Studien, dass wir Privatanleger bei so Ansätzen wie deinem eigentlich durchweg verlieren oder zumindest deutlich schlechter performen als der Gesamtmarkt. Das sollte dir bewusst sein. Stichwort Selbstüberschätzung ;-) Wenn das so einfach wäre mit der Vorhersage, wären wir alle schon reich ;-)
Von daher: Beim Theme Sektorenwette bin ich raus ;-) Ich bin großer Verfechter des Weltinvestments ohne selektive Wahl eines Themes oder Sektors. Da musst du dich leider selber schlau machen und der möglichen Shortcomings dieser Strategie bewusst sein! Sorry, dass ich da nicht sonderlich hilfreich bin :) VG, Stefan

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Kommentar von Stefan Erlich am 04.02.2020

Ich mache an dieser Stelle als Redaktionsleiter und kleiner kritischer Anleger mal den Anfang :-)

Ich persönlich investiere seit etwa einem Jahr in ETFs, anfangs vor allem im Rahmen der Aktienportfolios meiner beiden Kinder. Diese haben jeweils den Vanguard FTSE All Wold im Depot (ISIN IE00B3RBWM25, siehe https://www.de.vanguard/web/cf/professionell/de/produktart/detailansicht/etf/9505/EQUITY/overview). Damals gab es nur die ausschüttende Variante, sodass quartalsweise die Dividendenzahlungen ausgezahlt werden. Rein psychologisch finde ich persönlich das Ganze sehr nett, aber aus Renditesicht sind die regelmäßigen Auszahlungen langfristig eher kontraproduktiv. Die Wertentwicklung der zwei Portfolios mit dem Vanguard All World ist bisher sehr positiv, allerdings bewegen wir uns derzeit ja auch in sehr guten Zeiten was Aktieninvestments angeht.

Was sind Ihre Erfahrungen, Fragen, Sorgen und Hinweise zum Thema ETFs? Ich würde gern mehr erfahren, um darauf basierend unseren ETF-Ratgeber entwickeln zu können.

Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Mit besten Grüßen

Stefan Erlich

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Antwort von David Stahmann am 08.02.2020

Ich ergänze noch für unsere Leser / Fragesteller als weiteres Redaktionsmitglied und noch kleinerer kritischer Anleger=)

Ich persönlich investiere schon etwas länger in ETFs (knapp fünf Jahre) und habe die drei "langweiligen" Standard-Indizes World, Emerging Markets und Stoxx 600 Europe in meinem Portfolio. Alle werden seit Start mit einem monatlichen Sparplan gefüttert, wobei die Sparraten min. zum Inflationsausgleich regelmäßig erhöht werden.

Alle drei ETFs sind Ausschütter, wobei die Consorsbank als meine Depotbank die Ausschüttungen nach Abzug der Abgeltungsteuer und per üblicher Gebühr automatisch wieder voll reinvestiert (auch Bruchstücke). Wie bereits von Hrn. Erlich angemerkt, ist das aus reiner Renditesicht zwar eher suboptimal. Aber auch hier und auch für mich spielt der psychologische Effekt der sichtbaren Ausschüttungen eine nette Rolle.

Weiterhin sehe ich aber für mich den Vorteil, dass das Steuerthema damit direkt und sofort geklärt ist und ich Stand heute keine Probleme haben sollte, wenn ich bspw. den ETF oder Teile davon in 25 Jahren verkaufe. Wer weiß, was sich bis dahin vielleicht noch ändert (Höherer Steuersatz? Besteuerung wieder mit persönlichem Einkommensteuersatz und ohne Halbeinkünfteverfahren?). Das kann aber auch in die andere Richtung gehen zum Vorteil aller, die die endgültige Steuerschuld per Thesaurierer vor sich herschieben. Das weiß niemand.

Mit ebenfalls besten Grüßen aus der Redaktion
David Stahmann

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