ETFs

Exchange Traded Funds (ETFs)

Hier entsteht unserer Ratgeber zum Thema ETFs, eine der derzeit wohl beliebtesten und von Finanzexperten am meisten empfohlenen Form des Aktieninvestments. Leider ist dieses Thema jedoch so facettenreich und potentiell komplex, dass viele Anleger schon bei der Recherche aufgeben. Um ein besseres Gefühl für Ihre Fragen und Sorgen zum Thema ETFs zu bekommen, hier unsere Frage an Sie:

Haben Sie bereits ETFs investiert?
Wenn ja, welche Erfahrungen haben Sie damit gesammelt?
Wenn nein, was hat Sie bisher von einer Anlage abgehalten?

Antworten Sie einfach über das untenstehende Formular. Wir freuen uns über Ihr Feedback!

Ihre Fragen & Erfahrungen zum Thema ETFs

Haben Sie bereits Erfahrungen mit ETFs gemacht? Wenn ja, welche? Wenn nein, was hat Sie bisher von einem Investment in dieser Anlageklasse abgehalten? Welche Zweifel/Fragen bestehen? Sagen Sie uns hier Ihre Meinung!

Kommentar von Gerd am 17.02.2020

Ich investiere seit 3 Jahren in ETF, insgesamt habe ich zwischenzeitlich 5 verschiedene ETF, die sich -bis auf einen HighDividend, überdurchschnittlich entwickelt haben. Ich plane künftig auch noch in andere Märkte, z.B. Food, per ETF zu investieren. Mich reizen natürlich auch die geringen Anschaffungs- und laufenden Kosten. Ob ETF aber tatsächlich langfristig halten, was sie versprechen, wird sich erst in Krisenzeiten zeigen.

Ich bin gespannt, was hier künftig im Ratgeber ETF darüber zu lesen sein wird.

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Antwort von David Stahmann am 24.02.2020

Vielen Dank für Ihren Kommentar! Wie würden Sie denn bei der Auswahl z. B. des besagten ETFs auf Lebensmittelfirmen vorgehen? Bei vielen muss man ja genauer hinschauen, was die Gewichtung der einzelnen Positionen betrifft. Wenn etwa Nestlé + Unilever zusammen schon allein 30 oder 40 Prozent ausmachen würde, widerspräche das ja der Ursprungsidee von ETFs. Dann wäre ein direkter Kauf dieser beiden (global aufgestellten) eigentlich sinnvoller, oder?

Beste Grüße aus der Redaktion
David Stahmann

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Kommentar von titan1981 am 14.02.2020

Hallo,

ich investiere seit 2014 aktiv in ETF's. Mir war wichtig, dass ich Fonds bekomme die kostengünstig zu besparen waren und die Depotgebühr niedrig ist und ab einer bestimmten Höhe komplett entfällt.

Ich bezahle jetzt nur noch 0,2% Transaktionsgeld. Bei kleinen Sparraten auf jedenfall verkraftbar. Wenn die 0,2% Transaktionsentgeld in größeren Summen >10€ pro Ausführung kommen würde ich das ändern und ein zusätzliches Depot eröffnen.

Meine Fonds sind ein ausschüttender MSCI World, ein ausschüttender Stoxx 600 Europe und ein ausschüttender eb.rexx Government Germany. Der Vorteil ist hierbei, dass der Freibetrag von 801/1602€ im Jahr aufgebraucht wird, der ja sonst verfällt. Zudem investiert mein Depot die Ausschüttungen automatisch wieder in den ETF. Ich kann nur jedem Raten diesen Freibetrag jedes Jahr voll auszuschöpfen!

Die Fonds sind nur ein Teil meiner Geldanlagen, hinzu kommen Tages- und Festgelder, Aktien, Edelmetalle, Crowed-Investing, Genossenschaftsanteile. Von meinen aktiven Fonds habe ich mich getrennt, diese sind nur noch in den Lebensversicherungen enthalten, welche ich nicht gegen ETF's tauschen kann.

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Antwort von David Stahmann am 24.02.2020

Das klingt nach einem sehr gut diversifiziertem Portfolio über verschiedene Anlageklassen hinweg. Dazu können wir eigentlich nur noch gratulieren. Dürfen wir aus Neugier fragen, was für Genossenschaften das sind (Wohnung, Bank, Boden, Wald)?

Beste Grüße aus der Redaktion
David Stahmann

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Kommentar von Ernest am 08.02.2020

Hallo Herr Erlich,

Ihr "Finanzjoker" hat in seinem letzten Beitrag über synthetische ETF's berichtet und gezeigt, wie gravierend sich der Inhalt eines solchen Fonds von der eigentlichen Zusammensetzung des verfolgten Indexes unterscheiden kann. Ich verstehe grundsätzlich, dass alles "seine Existenzberechtigung" haben kann, bin aber dennoch etwas verunsichert, was ich von solchen Konstrukten letzten Endes halten soll. Könnte Sie vielleicht in Anlehnung des besagten Artikels einmal noch etwas detaillierter auf dieses sicherlich "Spezialthema" eingehen?

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr Ernest Everhard

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Kommentar von Depotrentier am 05.02.2020

Hallo Erlich,
eine Frage an oder für Ihren ETF-Ratgeber: Was passiert mit den ETFs bei einem Weltwirtschaftszusammenbruch, wie Prof. Otte und Dirk Müller sie ankündigen ?
Bei Aktien habe ich einen fassbaren Firmenanteil erworben, bei ETFs werden Indexe dargestellt, also kein realer fassbarer Wert !!!!
Mit freundlichen Grüßen
H.J.Strauß

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Antwort von Stefan Erlich am 05.02.2020

Guter Punkt bzw. gute Frage, die sich viele stellen dürften! Nehme ich mit in die Themenliste auf!
Ganz grundsätzlich: Physisch replizierende ETFs haben die Aktien physisch im Depot und solange die Verwahrung als Sondervermögen eingehalten wird, haben Sie die Aktien quasi 1:1 im Depot wie bei einer Einzelaktie. Der Teufel liegt aber, wie so häufig, im Detail und man kann sicherlich Szenarien kreieren, die für ETFs in dieser Hinsicht nicht so positiv sind. Ob diese dann aber realistisch sind: niemand weiß es! Aber das Thema bietet viel Stoff zum Schreiben :)

Lieben Dank & Viele Grüße

Stefan Erlich

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Kommentar von 5551008 am 05.02.2020

Kurz vor Einführung der Abgeltungsteuer habe ichüber meine Hausbank Sparda Bank Südwest einmalig 7 verschiedene ETFs gekauft, die sich seitdem sehr gut entwickelt haben. Damals gabs noch ein kostenloses WP-Depot und jede Ordner kostete "nur" 9,90 EUR pauschal, unabhängig vom Volumen. Diese Konditionen gibt's dort heute nicht mehr.
Seit kurzem bespare ich 500 EUR monatlich in den von Stiftung Finanztest empfohlenen CORE MSCI WORLD von ishares über Trade Republic , komplett kostenfrei, nur fondsinterne Produktkosten von 0,2%.
Im Grunde kann man mit ETFs gar nichts falsch machen, solange man auf die Kosten achtet - alles besser als ein schlechtes Tages- oder Festgeld bei einer Hausbank vor Ort- LEIDER ;-(

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Antwort von Stefan Erlich am 05.02.2020

Erst einmal lieben Dank für die Rückmeldung!
7 verschiedene ETFs hört sich zunächst viel an! Was war denn der Hintergrund dieser Verteilung auf unterschiedliche ETFs?
Ansonsten: Alles richtig gemacht! Was ETFs generell angeht, bin ich nüchtern wie immer: Der Weisheit letzter Schluss sind sie sicherlich nicht und ob sich die historischen Renditen auch in Zukunft dauerhaft zeigen werden, kann niemand garantieren. Was Kosten, Diversifikation und Einfachheit angeht, sind ETFs bis heute aber einfach ungeschlagen.

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Kommentar von Stefan Erlich am 04.02.2020

Ich mache an dieser Stelle als Redaktionsleiter und kleiner kritischer Anleger mal den Anfang :-)

Ich persönlich investiere seit etwa einem Jahr in ETFs, anfangs vor allem im Rahmen der Aktienportfolios meiner beiden Kinder. Diese haben jeweils den Vanguard FTSE All Wold im Depot (ISIN IE00B3RBWM25, siehe https://www.de.vanguard/web/cf/professionell/de/produktart/detailansicht/etf/9505/EQUITY/overview). Damals gab es nur die ausschüttende Variante, sodass quartalsweise die Dividendenzahlungen ausgezahlt werden. Rein psychologisch finde ich persönlich das Ganze sehr nett, aber aus Renditesicht sind die regelmäßigen Auszahlungen langfristig eher kontraproduktiv. Die Wertentwicklung der zwei Portfolios mit dem Vanguard All World ist bisher sehr positiv, allerdings bewegen wir uns derzeit ja auch in sehr guten Zeiten was Aktieninvestments angeht.

Was sind Ihre Erfahrungen, Fragen, Sorgen und Hinweise zum Thema ETFs? Ich würde gern mehr erfahren, um darauf basierend unseren ETF-Ratgeber entwickeln zu können.

Ich freue mich auf Ihr Feedback!

Mit besten Grüßen

Stefan Erlich

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Antwort von David Stahmann am 08.02.2020

Ich ergänze noch für unsere Leser / Fragesteller als weiteres Redaktionsmitglied und noch kleinerer kritischer Anleger=)

Ich persönlich investiere schon etwas länger in ETFs (knapp fünf Jahre) und habe die drei "langweiligen" Standard-Indizes World, Emerging Markets und Stoxx 600 Europe in meinem Portfolio. Alle werden seit Start mit einem monatlichen Sparplan gefüttert, wobei die Sparraten min. zum Inflationsausgleich regelmäßig erhöht werden.

Alle drei ETFs sind Ausschütter, wobei die Consorsbank als meine Depotbank die Ausschüttungen nach Abzug der Abgeltungsteuer und per üblicher Gebühr automatisch wieder voll reinvestiert (auch Bruchstücke). Wie bereits von Hrn. Erlich angemerkt, ist das aus reiner Renditesicht zwar eher suboptimal. Aber auch hier und auch für mich spielt der psychologische Effekt der sichtbaren Ausschüttungen eine nette Rolle.

Weiterhin sehe ich aber für mich den Vorteil, dass das Steuerthema damit direkt und sofort geklärt ist und ich Stand heute keine Probleme haben sollte, wenn ich bspw. den ETF oder Teile davon in 25 Jahren verkaufe. Wer weiß, was sich bis dahin vielleicht noch ändert (Höherer Steuersatz? Besteuerung wieder mit persönlichem Einkommensteuersatz und ohne Halbeinkünfteverfahren?). Das kann aber auch in die andere Richtung gehen zum Vorteil aller, die die endgültige Steuerschuld per Thesaurierer vor sich herschieben. Das weiß niemand.

Mit ebenfalls besten Grüßen aus der Redaktion
David Stahmann

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