4 Fehlprognosen, 1 Lehre

01.02.2022 - Stefan Erlich - 45 Kommentare

4 Fehlprognosen, 1 Lehre
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Im Austausch mit Anlegern bekomme ich immer wieder das Gefühl vermittelt, ich gehöre zu den Experten im Bereich der Geldanlage. Das schmeichelt natürlich einerseits, deckt sich aber nicht so recht mit meiner eigenen Wahrnehmung. Klar, in vielen Bereichen kenne ich mich wahrscheinlich besser aus als der/die DurchschnittsanlegerIn, aber ich punkte vor allem mit oberflächlichem Wissen in vielen verschiedenen Bereichen und weniger mit tiefem Know-How bei spezifischen Themen. Und, und das ist für mich viel entscheidender, ich lag in der Vergangenheit so oft daneben mit meinen Meinungen, Einschätzungen und Prognosen, dass ich mich heute immer wieder frage, warum man mir eigentlich dieses Vertrauen entgegenbringt. Ich möchte diese Kolumne daher einmal nutzen, um Ihnen ganz konkret zu zeigen, wie daneben selbst als “Experten” wahrgenommene Menschen beim Thema Geldanlage liegen können und was wir daraus lernen sollten.

Meine Fehlprognose #1: “Die Immobilienpreise werden abstürzen!”

Als wir alle im April 2020 das erste Mal so richtig Angst vor Corona bekamen und uns plötzlich im Lockdown wiederfanden, war mir klar: Die Immobilienpreise werden zeitnah crashen! Warum? Wenn Menschen ihre Arbeit verlieren, Einkommen wegfallen und dazu noch Dinge wie Wohnungs- und Hausbesichtigungen plötzlich nicht mehr möglich sind, wird sich doch kein Mensch mehr für eine neue Wohnung oder ein neues Haus interessieren. Für mich schien es unausweichlich, dass die Menschen sich aufs Sparen und Überleben konzentrieren würden, mit entsprechenden Folgen für die Immobilienpreise. Jetzt, knapp 2 Jahre später, ist uns allen klar, dass genau das Gegenteil passiert ist. Die Immobilienpreise sind noch einmal mehr durch die Decke gegangen. Wer jetzt z. B. noch nicht Eigentümer eines Hauses im Rhein-Main-Gebiet oder vielen anderen Metropolregionen ist, hat derzeit kaum noch eine Chance, sich diesen Traum zu erfüllen. Der Markt ist so leer gefegt und die Preise so hoch, dass selbst gut verdienende Familien kapitulieren.

Meine Fehlprognose #2: “Gold Gold Gold Baby!”

Anfang 2013 klickte ich voller Vorfreude auf den Bestellen-Button eines US-amerikanischen Investoren-Newsletters, der sich auf das Thema “Beyond Oil Economy” spezialisiert hatte. Eine Kernaussage des “Experten” war, dass durch das kommende massive Gelddrucken der Zentralbanken (soweit war die Prognose korrekt) auch Gold weiter massiv an Wert gewinnen würde, schließlich sei Gold ja quasi die Mutter aller Währungen. Ich fand das schlüssig und war so überzeugt davon, dass ich kurzerhand eine für meine damaligen Vermögensverhältnisse stolze Menge physisches Gold zu mir nach Hause bestellte. Gold MUSSTE einfach im Wert steigen, denn die Prognose war so naheliegend und schlüssig, dass es keine andere Möglichkeit gab. Nun, gab es leider doch! Und so raste der Goldpreis gen Süden, was mich letztlich 2015 zum Verkauf aller meiner Goldbestände veranlasste, selbstverständlich mit entsprechend hohen Verlusten. Sieben Jahre nach meinem Kauf erklamm Gold im Übrigen neue Höhen, allerdings war das Thema für mich zu diesem Zeitpunkt schon gegessen, da ich bereits alles verkauft hatte.

Fehlprognose #3: “Bitcoin kann einfach nicht weiter steigen!”

Als Bitcoin noch relativ jung war (aber dennoch schon in den Medien präsent), stieß ich bei einem deutschen Cashback-Portal auf die Möglichkeit, das bei der Buchung von Reisen etc. anfallende Cashback als Bitcoin auszahlen zu lassen. Meine Recherchen ergaben schnell, dass Bitcoin ein unglaubliches Potential in sich trug und so nannte ich innerhalb kürzester Zeit einige Bruchteile eines Bitcoins mein eigen. Der Preis eines Bitcoins kletterte und kletterte bis ich bei einem Kurs von ca. 9.000 € pro Bitcoin die Reißleine zog und alles verkaufte. Mir war völlig klar, dass es nicht höher gehen konnte angesichts der rasanten Entwicklung in den vorangegangenen Monaten. Keine Frage, der Gewinn war gut, aber was danach kam, wäre noch viel besser gewesen. Zeitweise notierte die Kryptowährung bei über 50.000 € pro Coin. Aus heutiger Sicht glasklar, dass es höher gehen musste, aber ich war damals felsenfest davon überzeugt, dass bei 9.000 € einfach Schluss sein MUSS! Man stelle sich nur die Gewinne vor, die ich hätte einfahren können - puhhh.

Fehlprognose #4: “Die Zinswende ist nah!”

Als ich Ende 2011 die erste Version von Kritische-Anleger.de online stellte, lagen die Tagesgeldzinsen noch im Bereich von etwa 2 % bis 2,5 %. In den darauffolgenden Jahren sanken die Zinsen kontinuierlich. Als wir irgendwann in 2016 dann die 1 % doch deutlich unterschritten, war mir klar: Die Zentralbanken werden gegensteuern müssen! Dann sprang auch noch wie erwartet die Inflation an und meine Prognose erschien mir schlüssiger denn je. Fünf Jahre weiter schauen wir heute auf traurige Tagesgeldzinsen von höchstens noch 0,30 % bei europäischen und deutlich unter 0,10 % bei deutschen Banken. Zinswende? Die ist ausgeblieben! Das Interesse an Tages- und Festgeldkonten heute? Gleich Null! Meine Prognose hat mir daher nicht nur persönliche Enttäuschung gebracht, sondern auch dafür gesorgt, dass wir bei Kritische-Anleger.de heute was Aktien, ETFs und andere höher rentierliche Anlagen angeht, doch inhaltlich eher dünn aufgestellt sind. Warum hätten wir in diesem Bereich aber auch mehr schreiben, bauen, machen sollen? Die Zinswende war ja schließlich nahe! Nun, “nahe” ist offensichtlich ein dehnbarer Begriff.

Und die Lehre daraus?

Wir AnlegerInnnen sind erschreckend schlecht darin, die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzmärkte korrekt vorherzusagen. Ich höre so oft Dinge wie “Investieren Sie jetzt in Wasserstoffaktien!”, “Wasserknappheit wird das bestimmende Thema an den Börsen in der Zukunft sein!” oder mein Dauerliebling: “Die Zeiten des Euro sind gezählt - Crash, Boom, Bang!”. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir mit solchen Prognosen falsch liegen, würde ich mal ganz pessimistisch als > 50 % bezeichnen, also sogar schlechter als der Zufall. Warum ist das so? Weil wir Menschen mit unseren Denkstrukturen nur aus Bekanntem und Vergangenen auf die Zukunft schließen. Wir tun uns extrem schwer damit, komplett neue Dinge zu denken und so setzen wir lieber bekannte Trends (“Euro-Tod”, “Wasserknappheit” und “Wasserstoff-Wirtschaft”) linear in die Zukunft fort. So einfach funktionieren jedoch unsere Wirtschafts- und Finanzsysteme nicht, denn sie sind höchst dynamische Systeme, bei denen sich unterschiedliche Entwicklungen in vielfältiger Weise gegenseitig beeinflussen, mit nicht genau kalkulierbarem Endergebnis. Wer die Entwicklungen solcher Systeme mit linearem und auf der Vergangenheit basierendem Denken versucht zu prognostizieren, hat eigentlich schon verloren.

Nun kommt Geldanlage aber per se nicht ohne Prognosen aus, denn selbst eine Tagesgeldanlage tätigen Sie und ich ja auf Basis der Prognose, dass es die Bank morgen noch gibt und/oder im Zweifel die Einlagensicherung für eine Erstattung des Guthabens sorgt. Das Gleiche gilt für ETFs: Implizit prognostizieren wir, dass die Aktienmärkte auch weiterhin bergauf gehen werden, sonst könnten wir den ganzen Spaß auch sein lassen. Also Prognostizieren, ohne Prognosen zu machen? Wie soll das gehen? Ich denke, je spezifischer und enger eine Prognose, um so mehr sollten wir uns fragen, ob wir hier nicht auf dem Holzweg sind (siehe Thema Wasserstoff, Gold und Wasserknappheit etc.). Keine Frage, die Wasserstoffwirtschaft kommt, wie von manchem Politiker gewünscht, vielleicht auch wirklich und könnte definitiv boomen. Ich persönlich würde jedoch lieber auf ein allgemeines Wirtschaftswachstum setzen (global diversifizierter Aktienindex). Ob dieses Wirtschaftswachstum dann von Wasserstoff angetrieben wird oder etwas anderem, ist für mich als Anleger dann eher zweitrangig. Daher meine Empfehlung: Hinterfragen Sie ruhig einmal Ihre eigenen Prognosen und Vorstellungen von der Zukunft. Warum glauben Sie daran, dass genau Szenario X oder Y eintritt? Und was passiert, wenn es nicht so kommt wie erwartet? Können Sie dann noch ruhig schlafen?

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Kommentar von Paul am 20.06.2022

Habe gerade ihren Artikel zur Fehleinschätzung der Prognosen gelesen.
Was ist ihre die Konsquenz aus der Analyse?
Lassen Sie es in Zukunft sein? Oder geht es mit dem gleichen nichtssagenden Bla, Bla, weiter und reihen sich damit in all die anderen Gurus ein.
Bin gespannt auf ihre Antwort

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Antwort von Stefan Erlich am 21.06.2022

Auf Basis Ihres Kommentars frage ich mich, ob Sie den Artikel überhaupt gelesen haben. Die Kernaussge ist ja gerade, dass das Blabla der Gurus völlig irrelevant ist, weil wir alle nur im Nebel stochern. Deswegen (und das gilt vor allem für Privatanleger) primär auf das breit gestreute und prognosefreie Investieren konzentrieren (Welt-ETF) und die Kosten optimieren (drücken), denn die können wir selbst beeinflussen. Die Zukunft hingegen kennt keiner, auch wenn wir immer wieder glauben, sie zu kennen (siehe meine Fehlprognosen).

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Antwort von ger_ekenueh@gmx.de am 21.06.2022

Sicherlich habe ich den Artikel gelesen.ich Frage mich aber schon was das Eingeständnis von Fehleinschätzungen die bis zu 10Jahre zurück liegen? Als Privatanleger ist es nach meiner Einschätzung und Erfahrung rechtzeitig mit dem Strom der Masse zu schwimmen und bevor das Ganze in Euphorie umschlägt zeitig auszusteigen und Kasse zu machen.Da benötige ich keine Prognosen oder den Blick in die Glaskugel um am Ende festzustellen, ich lag mit meiner Einschätzung daneben. Den Preis habe ich längst dafür bezahlt indem ein Anderer jetzt mein Erspartes besitzt

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Kommentar von volkmar am 14.02.2022

Hallo Herr Ehrlich, zufällig bin ich auf dieser Seite gelandet und habe als erstes den Artikel mit den "4 Fehlprognosen, 1 Lehre" gelesen. Ganz offen: Ich war hell begeistert von Ihrer Ehrlichkeit mit dem Umgang persönlicher Fehleinschätzungen. Diese klare Bekenntnis zur Fehlbarkeit in dem heute doch sehr verbreiteten Drang zur positiven Selbstdarstellung hat mich schwer beeindruckt.
Übrigens: In meinen Augen waren das auch keine Fehleinschätzungen, sondern die Dinge haben sich einfach anders entwickelt. Das gab es aber schon immer.
Eines haben Sie jedoch mit Ihrer offenen Art auf jeden Fall erreicht: Ab heute haben Sie einen neuen Leser mehr für Ihre Seite.

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Kommentar von dividendenjaeger2021 am 12.02.2022

Volle Zustimmung. Wobei ich nicht von Fehlprognosen sprechen würde. Es kommt schließlich auf das Langfristergebnis an. Kurz-Mittelfristig kann halt jeder Experte mal danebenliegen. Ein seriöser Analyst oder Vermögensverwalter schätzt auch nicht den DAX-Schlussstand zum 31.12. eines Jahres. Wäre ja auch ein Blick in die Glaskugel.
Aber jetzt mal zu einer Quintessenz: Diversifikation ist mehr Trumpf denn je! Klar. Da sind sich alle einig. Aber da der Zinsmarkt für Anleger noch auf Jahre keine auskömmlichen Zinssätze wohl zu bieten hat, warum nicht hier das Thema "Dividenaktien/Musterdepot" wieder aufleben lassen? Vielleicht auch ein ETF-Musterdepot? Mit den Themen Tagesgeld oder Festgeld beschäftige ich mich schon lange nicht mehr, andere Anleger wohl auch nicht mehr. Schon gar nicht bei aktuellen und in naher Zukunft zu erwartenden Inflationsraten! Die Sachwertanlage --respektive Aktienanlage (langfristiger Horizont)- ist für mich alternativlos!

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Antwort von Klaus am 26.02.2022

ebenfalls volle Zustimmung und Freude über die Offenheit, denn ich glaube, dass wir alle mindestens einer dieser Fehleinschätzungen auch unterlagen.
Die Idee von einem Musterdepot in Sachen ETFs, bei denen es auch welche für gute Dividenden Aktien gibt, sollten Sie aufgreifen.

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Kommentar von Klaus am 10.02.2022

Vielen Dank Ihnen. Nach 35 Jahren bin ich zur gleichen Erkenntnis gekommen: weltweite ETFs ohne Nischen-/Sektoren

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Kommentar von Sch.Lauer am 06.02.2022

Hallo Herr Erlich, es ist immer wieder herzerfrischend, von Ihnen zu lesen, wie Sie sich einem so breiten Publikum und trotz der schlechten Erfahrungen anderer Menschen bei Veröffentlichungen im www zeigen, bei Fehlern nicht zuerst auf andere zeigen, sondern sie auch bei sich selbst sehen und ungeschönt benennen. Respekt, Respekt, Respekt!
Sie beschreiben, wie sehr Prognosen im Geld- u. Finanzsektor sich als unzutreffend erweisen können. Dabei gibt es eine Prognose, die sich bislang an der Börse und in anderen Lebenslagen stets als zutreffend herausgestellt hat und bereits in einem Schlager meiner Kinderzeit zum Ausdruck kam: "Auf Regen folgt Sonne". Auf jede Talfahrt folgt ein Hügel, wo es wieder aufwärts geht. Es ist wie mit dem Bild von der Medaille, die auch eine Schattenseite hat. Wenn ich bereit bin, diese Schattenseite zuzulassen, sie zu akzeptieren, sie als festen und unlöslichen Bestandteil der Medaillenvorderseite zu sehen, dann ernte ich die Zuversicht, die es zum Leben braucht.

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Kommentar von hans am 05.02.2022

Hallo Herr Erlich,
Danke für Ihre ehrliche Aufstellung von gemachten Fehlprognosen. Ich muss mich immer nur über die "Experten" in Zeitungen und Fernsehen wundern, wenn die ihr "Wissen" über die Zukunft preisgeben. Meist sind es Plattitüden, sprich Wiederholungen mit Abwandlungen, insbesondere wenn es z.B. um die Erklärung des DAX-Verlaufs geht. Mein Sohn (Volkswirtschaftler) hält überhaupt nichts davon. Er sagte mir einmal: "Wenn an der Vorhersage tatsächlich etwas dran wäre, dann wäre der Kurs schon auf dem vorhergesagten Niveau, da der Markt mindestens genauso schlau ist wie der Weissager !"
Ich freue mich jedenfalls auf Ihren nächsten (ehrlichen!) Newsletter.

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Kommentar von Thorsten am 01.02.2022

Sehr realistische Einschätzungen und Erfahrunge, die meinen eigenen ähneln. Jedoch ist es inatürlich mmer positiver, wenn über einen bestimmten Zeitraum mit allen Anlagen ein "Plus" erzielt werden kann...Kostolany lässt grüßen :-)

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Kommentar von Stefan am 01.02.2022

Ihren Worten kann ich mich nur anschließen!
Wobei ihre Prognosen sicher richtig sind. Irgendwann werden die Zinsen steigen, Gold mehr wert sein oder der Bitcoinkurs abstürzen.
Insofern kommt es auf die Kombination von Prognose und Zeitpunkt an.
Und hier kommt die "Übertreibung" des Marktes ins Spiel. Für manche Entwicklungen fehlt mir mittlerweile die Phantasie. Andere sind da offensichtlich optimistischer / wagemutiger / kritikloser !? Ich bin gespannt, wer am Ende Recht behält :-)

Vielen Dank für ihre tollen und anregenden Beiträge!

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Kommentar von Richard48 am 01.02.2022

eineehrliche + selbstkritsche Analyse derFinanzmärkte derichmichnach20JahrenErfahrungnuranschliessen kann:„Ich weiß, dass ich nichts weiß“(von Cicero ja bezeugt als bekannte Aussage des griechischen Philosophen Sokrates).
Dieshilftzwargarnicht,insbesonderebeiÖkonomen/Politikernsehrbeliebt;kurz-mittel- undlangfristig
Nun:langfristigsindwiralletot.Garantiert! wiesomancheFinanzprojekte, diesewiederumsehr kurzfristig.
Persönlichewählteichniediegehypten Finanzprodukte,egalwelche.
Immerso dieeher"Langeweiler"unddieseso auf3Körbeverteilt mitjährlicherUmschichtung.liefbisdatoganz gutohneRiesengewinne.Mirreichen 10-12% völlig.Dieseaberauchdannnachhaltig

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Kommentar von Sabatino am 01.02.2022

Respekt vor Ihrer kritischen Haltung sich selbst gegenüber!

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Kommentar von Noname am 01.02.2022

Sehr ehlich und informativ wie immer!

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Kommentar von Faber am 01.02.2022

Ob der Autor es wirklich so erlebt hat bleibt dahingestellt. Aber er spricht mir aus der Seele.

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Kommentar von EDQ am 01.02.2022

Danke für diese klaren, ehrlichen und einfachen Worte. Und der alte Grundsatz "diversifizieren und nicht ständig spekulieren" gilt nach wie vor. Und das schnelle Geld ohne viel Arbeit und Verantwortungsnahme bleibt für uns "normale Menschen" ein ewiger Wunschtraum. Ich empfinde dieses Ansinnen im Endeffekt auch als teilweise unethisch und achtungslos, sich an der harten Arbeit Anderer überproprotional zu bereichern zu wollen.
Das viele Kontrolieren der Börse und ihrer Entwicklung ist eine stressige und sehr oft freudlose Tätigkeit. Mir hat diese Arbeit meine Lebensqualität teilweise ganz schön versaut.
Die politisch motivierten Regeln im Umgang mit dieser unsäglichen Pandemie zeigt uns als positiven Nebeneffekt, wo die höheren Werte im menschlichen Leben liegen.
Euch allen einen schönen Tag!

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Kommentar von Puck am 01.02.2022

beeindruckender Kommentar, ungewohnt offen und ehrlich!

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Kommentar von Schneiderstein am 01.02.2022

Hallo Herr Ehrlich,
wer liegt schon bei Anlagen immer richtig? Schön, dass Sie offen auflisten, wo Sie daneben lagen. Aber das sind doch eher "kleine Fische".
Ich hatte schon die Idee, selbst Anlageratschläge ins Netz zu stellen unter dem Motto: Leute macht genau das Gegenteil von dem was ich mache und Ihr werdet reich!

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Kommentar von Claus am 01.02.2022

Ein klasse Beitrag. Vielen Dank und bitte weiter so.
Gruß Claus

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Kommentar von maschli am 01.02.2022

Ehrlich !

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Kommentar von Uwe am 01.02.2022

Sehr geehrter Herr Erlich ! Ich lese schon Jahrelang den Kritischen Anleger und bin
sehr beeindruckt von ihrer Ehrlichkeit. Das ganze Finanzwesen ist nicht weit ent-
fernt von der Kaffeesatzleserei. In Bezug auf den Kritischen Anleger, der ja kritisch
alles beleuchtet, ist jeder seines eigenen Glückes Schmied darüber muss sich jeder
im Klaren sein. Sie sind immer wieder eine gute Entscheidungshilfe.

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Kommentar von Heinzelmännchen am 01.02.2022

Voraussagen sind schwierig, besonders für die Zukunft.

Mark Twain

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Kommentar von sokrates13 am 01.02.2022

Selbstkritik ist eine seltene,aber gute Eigenschaft! Daher positive Bewertung!

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Kommentar von Hörby am 01.02.2022

Dieses ist ein Beitrag von Ihnen der sowas von ehrlich ist,daß man nur den Hut ziehen kann.Jeder sollte wissen,daß Prognosen nur aus Gewesenem entstehen,Entscheidungen muß Jederman selbst treffen in der Hoffnung richtig zu liegen.Vielen Dank für die interessanten Artkel.

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Kommentar von Klaus am 01.02.2022

Hallo Stefan! Ich bin seit vielen Jahren interessierter Laie und Leser und von Deiner Ehrlichkeit und Deinem Mut zur öffentlichen Reflektion angetan. Danke, für die Anregungen, die mich mehr beeinflussen und nachdenken lassen, als andere Publikationen.

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Kommentar von Andrea am 01.02.2022

Dieser Artikel hat mir viel gegeben. Dauernd war ich beunruhigt, mich nicht genug mit den Analysen und Prognosen zu beschäftigen. Aber im Endeffekt ist es ja doch egal, wenn die Prognosen eigentlich nur der Blick in die Wahrsagerkugel sind. Daher bleibe ich ganz konservativ im Besitz des selbstbewohnten Häuschens, Festgeld plus ETFs auf den MSCI World. Und leider noch einem Riestervertrag, den ich mir damals einreden ließ.
Danke, liebe Grüße und weiter so!

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Kommentar von Heinz.Kap am 01.02.2022

Ich lese sehr viel über Geldanlagen und habe selbst nur bescheidene Gelder.Aber ich will meine nennenswerten Krümeln nicht verrotten lassen und finde keinen Weg, es gelingt mir nicht, was aber die Elite wünscht . Zu meinem Guru Herrn Erlich, soviel Fachkompetenz findet man kaum. Hut ab vor diesem Hochspezialisten. Sein Beitrag hat mich nur bestätigt, mit geduckten Kopf weiter zu gehen..

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Kommentar von Markus am 01.02.2022

Letztendlich hängen doch die ganzen Fehlprognosen mit dem unfassbar niedrigen Zinsniveau und den Negativzinsen zusammen. Eine solche Zinspolitik der EZB und ein quantitativ Easing hätte ich nicht für möglich gehalten. Dies wirkt sich dann halt auf alle Assetpreise aus

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Kommentar von Jürgen am 01.02.2022

Sie tragen ja schon Ihren wesentlichen Charakterzug in Ihrem Namen.
Ein Schlauer hat mal gesagt:
Prognosen sind schwierig, besonders wenn diese die Zukunft betreffen.
Ihren Rat zu diversifizieren habe ich im Oktober letzten Jahres befolgt und bin bisher mit ca. 4 % Kursverlust doch mit einem blauen Auge davongekommen.
Gruß Jürgen

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Kommentar von kritisch54 am 01.02.2022

Schon allein der Stil, in dem der Artikel verfasst ist, wirkt sehr erfrischend. Dass dann der Inhalt auch noch vermittelt, wir sind hier nicht die allwissenden Klugköpfe macht die Lesefreude aus und vermittelt Vertrauen. Danke!

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Kommentar von HaRo am 01.02.2022

... seit vielen Jahren verfolge ich Ihre Aktivitäten. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass hier ein "Geldanlage-Guru" seineExpertise "in Stein meißelt". Immer (für mich) nachvollziehbare, gut begründete und aufwendig recherchierte Aussagen/Anregungen zur EIGENEN Entscheidungsfindung! Vielen Dank dafür!

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Kommentar von Thomas am 01.02.2022

Hallo Stefan, danke für dein ehrliches Feedback. Das schätze ich sehr und das schafft Vertrauen. Ich denke dass du in den Fehlprognosen #2 (Goldpreis), #3 (Bitcoin) und #4 (Zinswende) nur mittelfristig falsch lagst. Längerfristig betrachtet sind deine Prognosen aus meiner Sicht richtig. Deine Newsletter lese ich immer gerne und sie geben mir wichtige Denkanstöße. Grüße Thomas

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Kommentar von Axel am 01.02.2022

Klasse Beitrag. Dieser ehrliche und gleichzeitig analytische Blick macht etwas transparent, das meist sehr unsichtbar, aber eben sehr wichtig und oft zentral entscheidend ist. Danke.

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Kommentar von Fea1064 am 01.02.2022

Ich glaube niemand weiss, wie es letztendlich kommen wird, welche Recourcen für jedenEinzelnen in Frage kommen. Dennoch habenIhre bisherigen Ausführung immer Denkanstöße gegeben, entscheiden kann man ja selbst, was tut oder lässt.
Sehr gut erklärt. Danke.

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Kommentar von Carl am 01.02.2022

Nachvollziebar

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Kommentar von Fea1064 am 01.02.2022

Ich glaube niemand weiss wie es letztendlich kommen wird, welche Recourcen fpr jeden

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Kommentar von Karl Alexander Marx am 01.02.2022

Eine durch und durch zutreffende Beschreibung - wirklich erfrischend! (ich gebe zu, bei mir waren die Einschätzungen sehr ähnlich). Was folgt daraus für "rationales" Anlegen: Diversifikation über mehrere Anlageklassen. Leitplanken gibt´s aber dennoch: Wenn klar ist, dass die Anleihenrenditen wieder steigen, werden die Kurse vorhandener Anleihen sinken. Oder, wenn man mit Immobilienvermietung wie in München nur noch 1 % Brutto-Mietrendite erzielen kann, wird´s ungemütlich.

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Kommentar von Fosler2 am 01.02.2022

Ich würde mir wünschen, dass auch andere "Experten" eine ähnlich selbstkritische Haltung annehmen würden.
Inhaltlich kann ich Ihnen nach mehr als 25 Jahren Erfahrung nur voll zustimmen.

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Kommentar von IRS am 01.02.2022

Lieber Herr Erlich!Danke für Ihre ehrliche Mitteilung!Bleibt nur ein großes Fragezeichen, wie - bei sehr geringer Rente - Erspartes sicher bleiben kann, damit es noch 10-15 Jahre reicht?????Herzliche Grüße

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Kommentar von Isterberg am 01.02.2022

Danke für die ehrlichen und selbstkritischen Zeilen!

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Kommentar von Bommel am 01.02.2022

Liegt nicht nur Eigenerkenntnis vor, sondern wichtige Hinweise zur Vorsicht und laufender Überprüfung in Sachen Anlagen

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Kommentar von Federico am 01.02.2022

Gut geschildert - ja man lernt nie aus!!!

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Kommentar von Claus am 01.02.2022

Hätte ich für mich nicht besser formulieren können, klasse geschrieben!

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Antwort von Heinz.Kap am 01.02.2022

wenn Sie nicht überheblich sind,
dann weiß man ja, an wen man sich wenden kann.
Schönen Tag noch ...... ,

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Antwort von Bema am 04.02.2022

Sehr geehrter Herr Erlich,ja, eine sehr ehrliche Betrachtung, der ich aber nur teilweise zustimme.1) Zu Immobilien: Ich glaube, da muss man Fachmann sein und Freude haben, Mieter zu suchen. Für mich reicht es, im Eigentum zu wohnen.2) Zu Gold: Da stimme ich überhaupt nicht mit Ihnen überein. In Gold soll man - jetzt kommt der wichtige Hinweis zur Diversifikation - etwa 10-15 % des nicht notwendigen Kapitals anlegen. Und schon gar nicht im Absturz verkaufen. Damals im Jahr 2010 mit €-Krise habe ich unter 10 % angelegt in Gold und die jährliche Rendite ist knapp 7 % pro Jahr (!) (geometrisch berechnet). Obwohl man bei Gold oder anderen Edelmetallen nicht mit der Rendite spekulieren sollte. Es dient zur Absicherung für wie lang (?), nun für ein paar Monate wenigstens.3) Zu Bitcoin: Da habe ich keine Ahnung, das lasse ich besser.4) Zur Zinswende: Leider gibt's keine nennenswerte Verzinsung bei den Banken. Es war aber schon länger bekannt, dass Aktien eine gute Anlage sind. Ich bin seit 20 Jahren dabei, habe anfangs fürchterliche Fehler gemacht mit Banken und Beratern. Bis ich auf Value Invest gekommen bin, Warren Buffett ist da ein Name. Es gibt auch jemanden, der allerdings jetzt ein rechter Bundespräsident werden will. Sein System kostet etwas, es lohnt sich aber. Unversehens mache ich Werbung für ihn, ich habe aber gekündigt. Kennen Sie jemand, der seriös gegen Bezahlung und mit Value Investing und dem "Inneren Wert" fundierte Aktien-Vorschläge machen kann?Mit meinem aktiven Depot (die meisten Aktien habe ich so um die 2 Jahre) habe ich eine Rendite über 20 % jährlich (!) vor Steuern. Leider habe ich mit der oben genannten Methode (20% über Innerem Wert) zu früh viele Aktien verkauft. Dank Onvista gibt es ausgezeichnete Musterdepots und hätte ich alle verkauften Aktien behalten, dann komme ich auf etwa 8-10 % Rendite pro Jahr! Das bedeutet, wenn man Aktien nach Methode "Value Invest" kauft und sich völlig passiv verhält, gar nichts tut, dann liegt man weit besser als Festgeld bei Weltsparen.Das waren die Erfahrungen und der Kommentar von Bema.

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