nachrangige Festgeldeinlage bei VR Bank Offenbach-Dreieich eG - online abschliessbar:
Konditionen
LaufzeitZinssatz nominalZinszahlung
7 Jahre4,50 % p.a.jährlich per 31.12.
https://www.vrbanking.de/privatkunden/sparen-anlage/anlegen/nachrangige-einlage.html
Interessant! Aber Vorsicht: Das ist KEIN Festgeld, sondern ein nachrangiger Kredit, den man der Bank gewährt. Dieser unterliegt nicht der Einlagensicherung und ist zudem noch nachrangig, sprich, wird im Falle der Insolvenz erst nach allen anderen Gläubigern bedient. Angesichts von Festgeldzinsen im Bereich der 3 % für 7 Jahre (bzw. sogar kürzere Laufzeiten), halte ich das Angebot ehrlich gesagt für unattraktiv. Klar, die Zinsen sind bei dem Angebot höher, aber seht die Differenz zum echten Festgeld als Preis für die Einlagensicherung. Soweit meine Meinung :-)
Im Grunde ist jede Geldanlage ein Kredit (kommt ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Je länger ich im Finanzbereich unterwegs bin, um so mehr scheue ich vor Aussagen wie "halte ich für ausgeschlossen" zurück ;-) Da sind in den letzten 20 Jahren Sachen passiert, die NIEMAND auch nur annähernd für möglich gehalten hat, insofern sollte man da vorsichtig sein. Mir gehts da denke ich auch nicht so sehr darum, das Angebot schlecht zu reden. Vielmehr möchte ich vermeiden, das als Festgeld oder Festgeld-Alternative zu sehen, denn das ist es nicht. Tages- und Festgeld sind für Sicherheit da, Rendite kommt da an zweiter Stelle. Wenn man Rendite will, muss man RIsiko eingehen. Das ist okay, hat dann aber eben nichts mehr mit Tages- und Festgeld zu tun. Diese Risikoklassen sollte man (aus meiner Sicht) strikt trennen. Ich weiß, das sieht nicht jeder so, ist mir persönlich aber wichtig, weil viele Anleger die Folgen solcher Mischprodukte nicht abschätzen können (siehe z. B. Fremdwährungsfestgelder). Das ist aus meiner Sicht auch der Grund, warum viele Anleger mit Crowdinvesting so auf die Nase gefallen sind. Nicht etwa, weil die Plattformen alle Schurken sind (viele sind es), sondern weil Parallelen aus der Festgeld-Welt (fixer Zins, fixe Laufzeit) auf Nachrangdarlehen übertragen wurden. Leider sind das aber zwei mit Blick auf das Risikoprofil komplett unterschiedliche Produkte.
Es ist richtig: Eine Nachranganleihe ist kein Festgeld, trotzdem halte auch ich einen Ausfall bei einer VR-Bank für ausgeschlossen! Es geht hier nicht um "Mischprodukte" oder "Fremdwährungsfestgelder".
2009 ist bei der Stiftung Warentest dazu zu lesen:
"Der Anleger gewährt dem herausgebenden Unternehmen mit dem Kauf einer Anleihe einen Kredit. Die Besonderheit der nachrangigen Anleihen zeigt sich erst, wenn das Unternehmen pleite ginge: Anleger mit nachrangigen Papieren erhalten dann erst nach allen anderen Gläubigern ihr Geld. Im Ernstfall können sie leer ausgehen.
Normalerweise sind nachrangige Anleihen deswegen sehr riskante Papiere. Bei den Volks- und Raiffeisenbanken, PSD Banken und Sparkassen als Herausgeber solcher Papiere ist die Pleite einzelner Institute jedoch so gut wie ausgeschlossen.
Vor Pleite gut geschützt
Die Sparkassen haben elf eigene regionale Stützungsfonds. Sollte eine Sparkasse Zahlungsschwierigkeiten haben, springt der Regionalfonds ein. Darüber hinaus gibt es noch jeweils eine Sicherungseinrichtung für die Landesbanken und Girozentralen und eine für die Landesbausparkassen. Im Krisenfall stünde das Gesamtvolumen aller Sicherungseinrichtungen zur Verfügung.
Das Sicherungssystem der Volks- und Raiffeisenbanken funktioniert ähnlich umfassend. Ein Institutsschutz sorgt dafür, dass Insolvenzen von Genossenschaftsbanken schon im Vorfeld verhindert werden.
Bevor eine Bank Zahlungsschwierigkeiten hat, erhält sie Bürgschaften, Garantien oder Zuschüsse von der Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Diese besteht aus einem Garantiefonds, in den die Mitgliedsbanken Geld einzahlen, und einem Garantieverbund, der Bürgschaften und Garantien gewährt.
„Es hat noch nie eine Insolvenz einer Mitgliedsbank gegeben“, sagt Cornelia Schulz, Sprecherin beim BVR. Gleiches gilt auch für die Sparkassen.
Dass die nachrangigen Hausprodukte der Genossenschaftsbanken und Sparkassen eine hohe Sicherheit bieten, bestätigt auch Markus Feck, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Es bleibt aber ein Restrisiko“, sagt er. „Wenn das gesamte Finanzsystem der Genossenschaftsbanken oder Sparkassen zusammenbrechen würde, verlören die Anleger nachrangiger Sparbriefe ihr Geld.“"
Ja - und wenn das Finanzsystem der Genossenschaftsbanken und Sparkassen zusammenbrechen würde, dann würde auch die gesetzliche Einlagensicherung oder die darüber hinausgehende freiwillige längst zusammengebrochen sein! Ein Restrisiko bleibt immer, was für eine Binsenweisheit.
vielen Dank für die ausführlichen Infos. Sehe ich genau so! Das Risiko bei nachrangigen "Festgeldern" bei klassischen deutschen Banken ist demnach sehr gering. Also, Angebot mit 4,5% und 7 Jahre Laufzeit bitte hier listen --> sorgt für Nachahmer, übt Druck auf die Mitbewerber aus und beflügelt den Markt. Es lebe der ZINS oder Zinsen für Alle...
Mhhh, da bin ich wie gesagt vorsichtiger, weil die ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Hallo,
ich möchte bei derVR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden eventuell Festgeld mit 1 Jahr Laufzeit anlegen.
https://www.vr-perfekt.de/geldanlage/
VR-Banken haben ja anscheinend ein sehr gutes Sicherungssystem.
Allerdings hat diese Bank keine gute Presse:
https://www.wiwo.de/unternehmen/banken/vr-bank-gegen-bafin-der-effenberg-bank-droht-neuer-aerger-mit-der-finanzaufsicht/27972518.html
Allerdings sind die eher negativen Berichte schon ein paar Jahre alt.
Was meint ihr? Würdet Ihr da Festgeld anlegen?
Viele Grüße
Johannes