Die Sätze am europäischen Geldmarkt kommen zum Wochenschluss deutlicher in Bewegung. Die gesamte Kurve zieht deutlich an, am kurzen Ende vor allem sichtbar im 12-Monats-Geld. Es sind die Zinserwartungen der Marktteilnehmer, die in den vergangenen vier Tagen massiv gedreht haben. Der Markt wettet nicht mehr darauf, wann die Zinsen fallen, sondern ob die EZB die Zinsen wegen des Ölpreisschocks mit einem Preis für ein Barrel der Sorte Brent aktuell nahe 87 Dollar wieder anheben muss. Zuletzt ist die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis Dezember auf 63 Prozent gestiegen, am Freitag der Vorwoche wurde dagegen mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent auf eine Senkung gesetzt.
Quelle: ntv.de
Meine Meinung, das sind kurzfristige Blicke in die Glaskugel, zumal mir die Quelle nicht die Überzeugende ist.
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Im Prinzip habt ihr beide Recht. Die EZB wird die Zinsen nur dann anheben, wenn sich die Inflationsrate wieder nennenswert und längerfristig erhöht. Das ist angesichts der aktuellen Gemengelage möglich, aber nicht sicher.
In einer Erwartung oder Prognose steckt immer eine gewisse Unsicherheit. Bei den Zinsen hat eben genau diese Erwartung gedreht. Das war die Kernaussage des zitierten Artikels.
Es gibt auch konkrete Einschätzung bzw. Prognosen wie aus dieser französischen Glaskugel:
DOW JONES--Die Europäische Zentralbank (EZB) wird ihren Leitzins nach Einschätzung von Michel Martinez, Europa-Chefvolkswirt von Societe Generale, bereits Ende dieses Jahres anheben. "Die EZB hebt ihre Zinsen ab Ende 2026 an, und wird ihre Straffung Ende 2027 bei 2,50 Prozent beenden", sagte er in einer Pressekonferenz.
Ich persönlich verlasse mich auch nicht auf solche Prognosen. Aber es kann nicht schaden zu wissen was am Markt so gespielt wird und das in die eigene Meinung (die Glaskugel daheim) einfließen zu lassen. Bei einer Festgeldanlage kann das hilfreich sein im Bezug auf den Anlagezeitpunkt und die Laufzeit sofern man nicht ein starres Anlagekonzept verfolgt wie jedes Quartal kommen 2 Jahre auf die Zinstreppe drauf etc.