Mir hat ein Bankberater gerade erzählt, bei der Festgeldanlage sollte man nur auf die Zinsen achten, d.h., die Bank wählen, die die meisten Zinsen zahlt. Solange die Bank innerhalb der EU der gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt (egal welchen Landes) seien Investitionen bis 100.000Euro zu 100% abgesichert, notfalls durch den Staat.
Stimmt das? Dachte bisher, es gäbe Unterschiede in der Sicherheit einzelner Banken oder Länder.
@Udo, gehe zu Deinem Bankberater und gib ihm diese Lektüre zu lesen. Ich würde diesem Bankberater kein großes Vertrauen mehr schenken.
https://www.kritische-anleger.de/scheinsicherheit-durch-laenderratings/
ich würde keine Banken mit schlechten Ratings ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@ Udo: Im Prinzip hat der Bankberater recht - solange alles glatt läuft, d.h. die Bank nicht Pleite geht oder - falls doch - der zuständige Einlagensicherungsfonds über ausreichende Mittel verfügt. Wenn es aber blöd läuft und die gesetzliche Einlagensicherung (und auch nicht die zusätzliche freiwillige, die es zumindest in Deutschland noch gibt) nicht genügend Geld aufbringen kann, ist man am Ende auf den jeweiligen Heimatstaat der betroffenen Bank angewiesen. Und ob der dann zahlen will - oder überhaupt kann -, ist eine Frage, die sich nicht allgemeingültig beantworten lässt. Letztlich ist es eine Vertrauensfrage und eine individuelle Risikoabwägung.
Für alles weitere empfehle ich die bereits von Fred erwähnte Lektüre von Stefan Erlich, die die Problematik sehr anschaulich zusammenfasst.
ich bin der Meinung, dass von den beiden Faktoren (Bank und Land) keines schlecht sein sollte und mindestens eins gut sein sollte und das andere mindestens mittelmässig, also wenn die Bank etwa kein rating hat oder ein mittelmässiges zb BBB, sollte das Land mindestens AA haben. oder wenn etwa das Land nur ein B hat, sollte die Bank über ein wirklich gutes Rating, also A verfügen. Ich finde, das ist gut vertretbar. Was ich zb aber nehmen würde, ist eine Bank mit schlechtem ranking, aber gutem zb deutschem landerrating. Das reicht mir nicht. also eine Komponente gut, die andere mindestens mittelmässig...
das problem an Stefans Beitrag ist ja, dass er ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Hallo Kathrin,
mir ist ein gutes Bankenrating wichtiger wie ein Landerrating...
Man sollte schon mit bedacht anlegen, allerdings finde ich Diversifikation deutlich wichtiger wie alles andere. Bei mir hat keine Bank mehr wie 20T€. Warum sollte mein Geld bei einer Iskbank (Grottenrating) mit deutscher Einlagensicherung besser aufgehoben sein als bei einer zsp. Italienischen oder spanischen Bank mit A Rating?
Bisher hat in der EU noch kein Privatanleger sein Festgeld aufgrund einer Bankenpleite verloren (daher hat der Banker schon recht)... Vorallem weil viele hier im immer Angst um Italien haben, sollte mit Italien irgendetwas passieren, haben wir ein ganz anderes Problem, die sind nämlich auch to big to fail....
Sollte irgendeine Bank bei der ich angelegt habe Pleite gehen, würde ich mich zwar tierisch ärgern aber es hat niemals einen negativen Einfluß auf mein Leben, keinen! Egal welches Invest ich habe, egal ob Immobilien, Aktien ETF, Festgeld, Tagesgeld etc. alles wäre ärgerlich/"schmerzhaft" aber würde mich niemals in den Abgrund reissen oder meine finanzielle Lebensqualität verschlechtern...Von daher schlafe ich auch bei italienischem Festgeld wie ein Baby...
Wer mehr wie 100.000€ Festgeld angelegt hat ist/hat:
a) soviel Geld, das ihm die Zinsen "egal" sind
b) geht auf die Rente zu und hat keinen "Anlagehorizont"
c) Ist ultrakonservativ was Geldanlage angeht (und verschenkt massiv Zinsen)
d) muss dieses Geld mittelfristig parken (bis 5 Jahre)
e) sollte sich nocheinmal mit dem Thema investieren "beschäftigen" es gibt soviel kostenlosen Content
(Texte, Bücher, Videos)
f) die letzten Jahre "Strafzinsen" auf dem Girokonto gezahlt
lg
@ t.sutherland: Sorry, aber die a-f-Aufzählung ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Ich habe bei der Aufzählung dieser Punkte von a bis f einfach nur den Kopf geschüttelt.... und habe jetzt ein Schleudertrauma.
@Bernd
Gute Besserung!
Aber kenn ich passiert mir immer wenn ich mir die historischen Daten des MSCI World, S&P 500, Ftse All word anschaue oder die Verzinsung meines Eigenkapitals bei meinen Immos... Krieg auch Schleudertrauma wenn ich überlege was ich an Zins verpasst hätte wenn ich seit mind. 2008 nur auf Festgeld gesetzt hätte...
@t.sutherland
Dankeschön.
Bei den Immos geb ich dir recht, gerade in der Niedrigzinsphase konnte der Hebeleffekt sehr gut genutzt werden... so kann man u.U. Eigenkapitalrenditen erzielen jenseits der Inflation. Aber dies ist und bleibt eine völlig andere Anlageklasse und ist mit sicherheitsorientiertem Festgeld nicht zu vergleichen.