@Bunkieich glaube nicht, dass dir hier ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@ Bunkie: Wenn es nach der EZB geht, vermutlich niedriger als aktuell (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/jahresausblick-ezb-zinsen-100.html). Aber wie es am Ende tatsächlich aussehen wird, hat maßgeblich damit zu tun, was Herrn Trump so alles einfällt und wie der Rest der (Börsen-)Welt darauf reagiert. Da ist von globalem Crash und Rezession bis zu neuen Indexrekorden alles möglich - und entsprechend werden sich die Notenbanken darauf einstellen und die Zinsen anpassen müssen.
Spooky: Du scheinst der längst überholten und veralteten geschichtswissenschaftlichen Theorie „Männer machen Geschichte“ anzuhängen. Einer einzelnen Person die Macht über Wohl und Weh der ganzen Welt (incl. der Zinsen) zuzuschreiben, wertet diese Person unnötig auf und versetzt uns in einen Zustand der Ohnmacht.
@ Kathrin: Als studierter Politikwissenschaftler traue ich mir durchaus zu, die Rolle des US-Präsidenten im politischen System der USA und dessen Machtbefugnisse einigermaßen einschätzen zu können. Daher denke ich, dass man durchaus beachten muss, was dieser Mann so "plant", weil dies gravierende Auswirkungen auf die Weltpolitik und -wirtschaft haben kann - insbesondere, da er aufgrund der jüngsten Wahlergebnisse auch über die erforderlichen parlamentarischen Mehrheiten verfügt, um tiefgreifendere, langfristig wirksame Gesetzesänderungen durchzusetzen. Und bei allem, was da bisher so an Verlautbarungen von ihm und seinem rechtslibertären Umfeld kam - von möglichen Einfuhrzöllen, über geplante Lockerungen von Standards, bis hin zu Gedankenspielen hinsichtlich einer möglichen Annexion des Panama-Kanals oder gar Grönlands (!) -, darf man wirklich gar nichts mehr ausschließen - auch in Bezug auf die Zinspolitik der Fed (siehe: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/trump-fed-geldpolitik-100.html), die wiederum Einfluss auf mögliche EZB-Entscheidungen haben dürfte. Deswegen muss man nicht in "Ohnmacht" verfallen, aber man sollte sich darauf einstellen und bei seinen persönlichen Anlageentscheidungen besser "auf Sicht fahren", statt langfristigen Prognosen zu vertrauen.
Spooky: Das stimmt natürlich. Ich denke auch, ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Spooky: Das mit dem „Männer machen Geschichte“- Diktum war auch nicht böse gemeint und es erstaunt doch immer wieder, wie groß doch die Kontinuitäten sind trotz großen Fortschritten in den politischen Systemen der letzten 2500 Jahre, wobei man zb etwa in Athen sogar in Teilen fortschrittlicher war als heute, wenn man bedenkt, dass in der athenischen Ekklesia, der Volksversammlung, alle wichtigen Entscheidungen der Innen- wie Außenpolitik getroffen wurden. Vergleicht man das mit der von dir beschriebenen Machtfülle des US-Präsidenten in der Moderne kann man zu dem Ergebnis kommen, dass die Athener vor 2500 Jahren durchaus mehr Partizipation des Volkes - freilich nur der Männer mit Bürgerrecht - ermöglichten …