Es gibt sog. "inflationsindexierte Anleihen" (a.k.a. "inflation-linked bonds" oder auch kurz "Linker"). Das sind (Staats-)Anleihen, deren Kupon und/oder Nominalwert an einen Verbraucherpreisindex gekoppelt ist (siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Inflationsindexierte_Anleihe). Hierzu zählen z.B. die Inflationsindexierten Anleihen und Obligationen des Bundes (ILB) der Bundesfinanzagentur (https://www.deutsche-finanzagentur.de/bundeswertpapiere/bundeswertpapierarten/inflationsindexierte-bundeswertpapiere). Und wie bei so ziemlich allen Wertpapieren, gibt es dafür mittlerweile natürlich auch entsprechende ETFs, die solche Anleihen bündeln. Einfach mal bei JustETF in der ETF-Suche im Filter unter der Rubrik "Rentenart" den Punkt "Inflationsgeschützte Anleihen" auswählen. Dann erscheinen aktuell 28 ETFs, die diese Anlageform abbilden. Allerdings sollte man beachten, dass die Verbraucherpreisindizes, an die die Anleihen gekoppelt sind, nicht immer die tatsächliche Inflation widerspiegeln (siehe "Bewertung" unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Preisindex).
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So was bringt leider nur etwas, wenn man kauft und die Inflationserwartungen danach steigen(!) - wenn aber bereits eine hohe Inflationsrate eingepreist ist, hat man gegenüber normalen Anleihen keine Vorteil.
Wobei Inflation auf absehbarer Zeit sowieso kein großes Thema mehr sein dürfte - es deutet alles darauf hin, dass die Raten auch in den nächsten Jahren weiter sinken werden.
@Sparer am 22.08.2023 - 12:25 Uhr,
Wird der Warenkorb wieder angepasst wie vor einigen Monaten, damit die Inflation sinkt, so hast Du recht.
Mit diesem Anpassen des Warenkorbs wird aus politischen Gründen die Inflation kleingerechnet.
Ist wie vor Jahrzehnten als die Arbeitslosenzahlen klein gerechnet wurden, z.B. 58+ und in Maßnahmen befindliche Arbeitslose tauchten in der Statistik nicht mehr auf.