Was kostet ein Neukunde ?Postident, Onlinewerbung, Daten erfassen, Provisionen. Dazu einen Aufschlag als Angebot für neue Kunden für 3 Monate. Ich denke mal 70-100 Euro werden das schon werden, je nach Anlagesumme. Ein Bestandskunde kostet nicht, ihm reicht ein gutes Zinsangebot und eine zwei Buchungen. Warum also immer Neue suchen.
Weil die Bestandskunden sich nicht bewegen.Daher:alle mal wechseln, die nächste Zinsrunde steht ins Haus. Der Abstand zum Ezb wird sonst immer größer. Und nicht vergessen zu kündigen, damit mal bald wieder Neukunde wird.
Die 2024 im Auftrage der Umweltbank erstellte Analyse der Montega AG aus Hamburg, ein Ersteller von Finanzmarktinformationen, teilt die von der Umweltbank genannten Kosten der Kundenakquise für Girokonten in Höhe von 70€ bis 100€ als branchenüblich.
Siehe Seite 1 unter https://www.umweltbank.de/download/7244-Montega-Kommentar-0824.pdf
Aus eigener Beobachtung werben die Institute, im Schwerpunkt für Girokontoeröffnungen mit Prämien zwischen 50€ und 150€. Die Prämien und weitere Kosten für externe Dienstleistungen an Unternehmen für z.B. Legitimation (PostIdent), Prüfung politisch exponierte Person, Auskunfteien (Schufa) und allgemeine interne erbrachte Leistungen können bei reinem Tagesgeldhopping nicht kostendeckend sein. Hier zählt wohl mehr die Verfügbarkeit von Overnight-Geldern als Anreiz für die Banken.
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@Paul:
DANKE für Deine treffende Zusammenfassung, besser kann man es nicht formulieren. (:-))
Es deckt sich auch mit den Erfahrungen in meinem Umfeld.
Ich finde, dass man Vergleichsbetrachtungen im Finanzbereich differenzierter angehen muss als einen einfachen Preisvergleich beim Einkauf im Supermarkt oder Discounter. Deshalb halte ich die von @Paul verwendete Formulierung „die Dummen“ für nicht angebracht.
In Gesprächen in meinem Bekanntenkreis habe ich erfahren, dass es zahlreiche individuelle (!) Gründe gibt, warum Menschen ein Tagesgeld- oder Girokonten-Hopping bzw. einen Bankwechsel vermeiden und stattdessen bei ihrer lokalen Kreissparkasse oder Volksbank bleiben – obwohl die Anlagekonditionen dort teilweise sehr schlecht und die Kosten relativ hoch sind. Und vielen ist das durchaus bewusst.
Warum wechseln sie dann trotzdem nicht die Bank oder legen zumindest ihr Geld anderswo an? Der wichtigste Grund: Es gibt noch immer (recht?) viele Kunden, die Online-Banking aus Sicherheitsgründen oder aus technologischen Gründen komplett vermeiden. Sie nutzen Kontoauszugsdrucker, beleghafte Überweisungen oder Überweisungsautomaten – und sind bereit, die entsprechenden Kosten zu tragen.
Weitere Gründe sind zum Beispiel:
ein persönlicher, eventuell vertrauter Ansprechpartner in der Filiale, der bei Problemen schnell helfen kann
keine Lust, sich mit einer Konto-Neueröffnung im Internet zu befassen
die Sorge, dass beim Online-Transfer etwas „schiefgeht“ oder ein neues Konto gesperrt werden könnte
usw.
Mein Fazit: Jeder Kunde sollte die Konto- und Anlageentscheidung treffen, die sich für ihn stimmig anfühlt. :-))
Und auch unter den „Schlauen“ ;-)) gibt es Abstufungen: Manche verzichten bewusst auf Höchstzinsen, weil sie im KA-Forum lesen, dass es bei der Kontoeröffnung bei Bank XY Schwierigkeiten geben kann – dazu gehöre auch ich.
Andere „Schlaue“ eröffnen bei Bank XYZ kein Konto, weil die Identifikation nur per App oder Video-Ident möglich ist. Oder weil Transaktionen später ausschließlich per App freigegeben werden können.
Ich kann @Jörgs Kommentar unwidersprochen unterzeichnen. Guter Beitrag!
Ich persönlich gehöre zu den „Dummen“, denn eine genossenschaftliche Bank führt in meinem Namen sogar zwei unattraktive gebührenpflichtige Girokonten. Ich hatte weder gefragt ob die Bank gebührenfreie oder ermäßigte Unterkonten/Pockets anböte, sondern unmittelbar die Eröffnung eines weiteren Girokontos beantragt. Seit vielen Jahren zahle ich wissentlich „drauf“, aber erkaufe mir somit keine Probleme und bin sehr zufrieden.
Nichtsdestotrotz unterhalte ich zu unterschiedlichen Banken Geschäftsbeziehungen, vermeide aber Institute mit zuletzt problembelasteten Produkten wie z.B. von BBVA, BforBank, C24, Dinstingo Bank, N26, Trade Republic und weiteren. Hier im Forum berichten viele Kommentare über gute Erfahrungen mit den oben genannten Instituten, aber teilweise auch von sehr gestörten Geschäftsbeziehungen. Um mich nicht mit unbegründeten Geldwäscheverdachtsmeldungen mit Kontosperrungen und nicht ausgeführten Aufträgen auseinanderzusetzen, verzichte ich überheblich auf die vermeintlichen reizvollen Zinsvorteile. Das Rad muss rund laufen!