Mal eine grundsätzliche Frage: würdet ihr auch über 100 000 Euro bei einer Bank auf dem Tagesgeldkonto haben, etwa bei Banken die in dem zusätzlichen einlagensicherungsverbund sind oder würdet ihr das nicht empfehlen? Wenn man zb über 200 000 auf Tagesgeldern hat muss man ja ansonsten immer 3 Konten parallel haben wenn man nie über 100 000 liegen will.
Ist man nicht grad ein Bankenpleiten Hypochonder ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@Thomas
Meiner Meinung nach trifft letztendlich doch jeder Anleger für sich seine Anlage-Entscheidung aufgrund seiner Risikofreudigkeit, dem tragbaren Verlustrisiko, seiner finanziellen Zielsetzung und der eigenen Recherche
zu Banken-Bonität und Anlagemöglichkeiten. Selbst, wenn man sich in die Hände von Beratern und "Experten" begibt liegt die allerletzte Entscheidung was man wie tut doch immer, incl. von Risiko und Haftung, doch bei einem ganz allein selbst.
Persönlich scheue ich Risiken und Verluste und entscheide mich deshalb immer für die bestmögliche Absicherung dagegen. Deshalb plane ich immer nur mit der gesetzlichen Einlagensicherung.
Der freiwillige Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken e.V. ist deshalb für mich sekundär.
Wenn man sich mit dem Statut des Einlagensicherungsfonds näher befasst, findet man auch hier genug Risiken und Ausschlüsse (verklausuliert) die Entschädigungen durch den Fonds hinfällig machen würden (z.B. Ausschluss angeschlossener Banken oder Leistungsverweigerung aufgrund falscher Anlagen von Banken gegenüber dem Verband.) Es ist also nicht anders wie auch bei Versicherungen: Es kommt immer auf die Bestimmungen und auf das sogenannte "Kleingedruckte" an.
Siehe z.B.: https://bankenverband.de/publikationen/statut-des-einlagensicherungsfonds-januar-2023/
Bert, das sehe ich wie du. Würdest du denn bei Trade Republic Geld auf das Verrechnungskonto zahlen oder wäre dir Trade Republik zu unsicher ?
@Thomas
Ehrlich gesagt kümmere ich mich erst seit Jahresanfang intensiver um Geldanlagen und bin bis jetzt über Tages- und Festgeld noch nicht hinausgekommen. "Stockkonservativ" habe ich bisher aus verschiedenen Gründen nur bei Banken mit / bis zur deutschen gesetzl. Einlagensicherung, als Direktanlage (online), aber mit der Möglichkeit von Filial-Kontakt der im Notfall für mich "zumutbar" per Auto erreichbar wäre, angelegt.Will heißen: Mir fehlt die praktische Erfahrung mit Anlage-Marktplätzen oder Neo-Brokern wie z.B. Trade Republic und damit die Wissenstiefe. Das solltest Du bei meiner Antwort berücksichtigen. - Müsste ich für mich entscheiden dann gefallen mir, wenn ich nur allein hier herunterscrolle, die Kommentare zu Trade Republic nicht. Bei Trade Republic werden Deine Einlagen auf dem Treuhandsammelkonto einer der Partnerbanken verwahrt. Aktuell sind das Solaris SE (FinTech), J.P. Morgan S.E., Citibank Europe plc. und die Deutschen Bank. Meinen persönlichen Auswahlkriterien entsprechen diese alle nicht. Einmal gefällt mir bei allen die Art ihre Geschäfte "zu machen" und ihre Geschäfte "zu führen" nicht. Zweitens: Alle Beteiligten wollen am Anleger verdienen. Drittens: Auch unter dem Kriterium Einlagensicherung sind mir alle zu groß, denn Größe allein ist kein Qualitäts-Merkmal (s. Beispiele wie Lehman, Credit Suisse, oder nicht ganz passend z.B. Anlage bei Wirecard). Persönlich möchte ich mein Kapital also nicht bei den "ganz Großen" angelegt haben, denn wenn's dort mal "kracht", krachts richtig. Ich tendiere deshalb bei Anlagen nicht zu den "ganz Großen" sondern zu Banken die ich persönlich für "auffang-fähig" halte. Ich hoffe, meine Gedanken erschweren Dir nicht zu sehr Deine Entscheidungsfindung. Wie schon gesagt: Die allerletzte Entscheidung was man wie tut liegt doch immer bei einem ganz allein selbst und muss dem eigenen Risiko-Verhalten entsprechen.
Thomas, Dein Verstand sagt ja, Dein Bauch nein... ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Thomas, nur unverbindliche Tipps: Wie wäre es das Geld auf drei verschiedene Tagesgelder zu streuen und somit zu verteilen, die schon lange auf dem Markt sind (Consorsbank, Bigbank, Advanzia-Bank). In Festgeld anlegen mochtest Du scheinbar nicht.
Danke! Ich dachte nur weil Trade Republic aus ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Man muss sich nicht sklavisch an die Grenze von 100.000 € halten. Etwas darüber hinaus und die angelaufenen Zinsen sind wohl nicht zu riskant.
- 100.000 als Portion bei der Anlage erhöht die Übersichtlichkeit, insbesondere, wenn man insgesamt einen Betrag von über einer Million verwaltet.
- Auch für eine externe Buchhaltung, den Steuerberater oder das FA sind größere Beträge wichtig, da der Aufwand niedriger ist.
Ich bin allerdings Laie.
@ Thomas: Die Wirtschaftswoche hat sich erst vor Kurzem ausführlich mit dem Thema "Sicherheit" bei Trade Republic beschäftigt und schätzt die Situation als unbedenklich ein:
Bei Genossenschaftsbanken würde ich das Risiko eingehen, weil die ein eigenes Sicherungssystem haben.
Im Notfall wird fusioniert.
Das Gleiche ist bei den Sparkassen. Nur die Sparkassen bieten z.Z. so gut wie keine TG und FG an.
Dennoch streue ich mein Geld, nicht über die 100.000 € hinaus.
@Thomas,
bei TR ist eh die Obergrenze 50.000 €, die Du auf das Verrechnungskonto anlegen kannst, damit es quasi ein TG Konto ist.
Ich benutze TR nur als TG Konto, deshalb kann ich jetzt nicht schreiben, ob ein höherer Betrag möglich ist, wenn jemand dort tradet, dennoch würde ich dort nicht mehr anlegen.
Bis jetzt habe ich mit TR fast keine schlechte Erfahrung gemacht, die selber Aktivierung von 2 % auf 4 % ist ein Unding und die schlechte Erfahrung.
Zumal TR Bestandskunden nicht über dieses informiert.