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J.P. Morgan Chase plant Digitalbank mit Tagesgeld in Deutschland

J.P. Morgan Chase plant Digitalbank mit Tagesgeld in Deutschland

Registriertes Community-MitgliedBlackPanther79 am 01.09.2025

Hallo nochmal an alle hier und guten Abend.

Einfaches Thema mal zwischendurch und einfach Fragen dazu:

Hat irgendjemand mal einen neuen Sachstand bezüglich der geplanten Digitalbank von J.P. Morgan hier in Deutschland?

Das zieht sich ja nun auch schon länger hin.
Erst hieß es da passiert noch was Ende 2024, dann in 2025, jetzt erst doch in 2026?
Irgendwie bin ich da völlig raus.

Und gibt es da irgendwelche Hinweise, oder Infos, wie die dann hier an den Start gehen wollen?

Vielen Dank schon mal für eure Antworten und bleibt alle geschmeidig!


Beste Grüße,

T.

Star der CommunityHans-Jürgen am 01.09.2025

Zur geplanten Digitalbank von J.P. Morgan in Deutschland (Chase) habe ich zuletzt auch nur gelesen, dass es wohl erst 2026 aktuell werden wird. Details konnte ich bisher noch nirgends finden.
VG Hans-Jürgen

Dieser Post wurde am 01.09.2025 um 09:25 Uhr geändert.
Star der CommunitySpooky78 am 01.09.2025

@ BlackPanther79: Laut eines FinanzBusiness-Artikels von Mitte Juni gibt es wohl u. a. noch technische Schwierigkeiten. Näheres erfährt man jedoch nur hinter der Paywall: https://finanzbusiness.de/nachrichten/banken/article18274659.ece

Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man erst einmal abwartet, wie sich der Launch der BBVA so entwickelt, die ja mit viel Tamtam (einschließlich TV-Werbespots und Plakatwerbung) gestartet ist, aber nicht zuletzt auch hier wegen diverser "Kinderkrankheiten" ihres Angebots einiges an Kritik einstecken musste, und dann versucht, aus deren Fehlern zu lernen. Allerdings bin ich generell skeptisch, dass der Eintritt in den deutschen Privatkundenmarkt für eine US-Bank eine erfolgversprechende Idee ist. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Mentalitäts- und Erwartungsunterschiede doch zu groß und die verschiedenen steuerlichen und bürokratischen Herangehensweisen auch nicht gerade förderlich sind (vom "Trump-Effekt" ganz zu schweigen). Nicht ohne Grund haben sich etwa alle kanadischen Banken schon vor Jahren aus dem deutschen Privatkundengeschäft zurückgezogen. Da würde es aus meiner Sicht mehr Sinn machen, wenn sich JP Morgan z.B. an Trade Republik beteiligen würde, deren Partnerbank man ja ohnehin schon war.

Dieser Post wurde am 01.09.2025 um 12:58 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedBlackPanther79 am 01.09.2025

Hallo alle zusammen. Ich bedanke mich für die ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Dieser Post wurde am 01.09.2025 um 15:57 Uhr geändert.
Star der CommunitySpooky78 am 01.09.2025

@ BlackPanther79: Es tut mir ja auch Leid, dass ich keine erhellenderen und verbindlicheren Informationen beisteuern konnte, aber diese dürfte man letztlich wohl nur von Insidern aus der Bank selbst erhalten - und von diesem erlauchten Kreis wird mit Sicherheit hier keiner irgendwelche Firmeninterna preisgeben. Somit bleibt wohl nichts anderes übrig, als die weitere Entwicklung abzuwarten.

Registriertes Community-MitgliedBlackPanther79 am 02.09.2025

Mein lieber @Spooky78, erstmal ein herzliches Hallo zu später Stunde.

Ich habe mich richtig köstlich amüsiert, über Deinen letzten Post hier :-)
Allerdings wirklich nur im positiven Sinne, ich musst wirklich laut lachen, dass Du Dich für Deine "spärliche" Antwort auf meine Frage "entschuldigst"... .
Ja, auch mir tut es außerordentlich leid, dass ich so eine durchtrieben schwere Frage hier gestellt habe, ich bitte um Nachsicht!!!

Aber jetzt mal ernsthaft: 

Ich bin Dir und all den anderen fleißigen Mitstreitern hier wirklich für die kleinsten Antworten und Hinweise dankbar, egal zu welchen Themen auch immer.
Und welcher Mensch weiß schon alles im Leben... .

Ich denke Du verstehst meinen obigen Humor und die Prise Ironie ;-)
So macht einem das ja auch doppelt Spaß, wenn das Miteinander hier im Forum so vonstattengeht!

Ich wünsche Dir noch eine annehme Nacht und wir lesen uns hier bestimmt wieder --- ich schau bei Gelegenheit mal wieder rein ;-)


Viele Grüße (auch an die restliche Community)!

T.

P.s.: Sollte ich anderweitig mal News zu dem Thema J.P. Morgan in Erfahrung bringen, so gebe ich die hier selbstverständlich zum Besten!

Besonders engagiertes MitgliedTautropfen am 02.09.2025

Lieber BlackPanther79,

auch ich musste gestern Abend über Spooky78 Entschuldigung sehr schmunzeln und es tat nach einem langen und anstrengenden Tag wirklich gut!

Und auch Dein Beitrag, lieber BlackPanther79, lässt mich gerade schmunzeln, so kann der heutige Tag nur gut werden!

Einen sonnigen :) und unbeschwerten Tag an alle, die es mögen

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 02.09.2025

Und wenn von 2026 die Rede ist, kann es natürlich ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Star der CommunitySpooky78 am 04.09.2025

Im 2. Quartal 2026 soll nun wohl zunächst ein TG-Konto kommen. Da hat wohl jemand bei uns mitgelesen ;-):
https://www.faz.net/aktuell/finanzen/tagesgeld-jp-morgan-startet-digitalbank-in-deutschland-accg-110669632.html

Star der CommunityHans-Jürgen am 04.09.2025

Das Gleiche konnte ich auch gerade auf t-online lesen.
https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_100899300/-jpmorgan-us-bank-will-deutschland-geschaeft-ausweiten.html
VG Hans-Jürgen

Dieser Post wurde am 04.09.2025 um 11:20 Uhr geändert.
Besonders engagiertes MitgliedJörg am 04.09.2025

Nett finde ich ja das Zitat vom designierten Chef der neuen Konsumentenbank, Daniel Llano Manibardo: „Wir starten mit einem Tagesgeldkonto, da wir in Deutschland eine ausgeprägte Sparkultur, eine wachsende Kundennachfrage sowie einen inno­vations­freudigen Markt vorfinden." :-))

Dann hoffen wir mal, dass J.P.Morgan die Zeit nutzt, um ein attraktiv gestaltetes Angebot professionell technisch und personell umzusetzen.
Und ich bin gespant, ob man tatsächlich auf eine rein App-basierte Digitalbank setzen wird. - Sind die meisten Deutschen diesbezüglich tatsächlich so innovationsfreudig? ;-)

Registriertes Community-MitgliedGerhK am 04.09.2025

Ja, ich achte jetzt bei meinen Anlagen in Q2/Q3 genug Liquidität freizustellen. Das wird bestimmt nette Lockangebote ( auch von der Konkurrenz) geben, mal schauen.

Star der CommunityChris am 04.09.2025

Das Entscheidende bei den Artikeln über die neue ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Dieser Post wurde am 04.09.2025 um 13:16 Uhr geändert.
Besonders engagiertes MitgliedJörg am 04.09.2025

@Chris: 
Die Frage bei so großen Unternehmen wie JPM, deren Zentrale im Ausland bzw. in den USA sitzt, ist immer, welches Mitspracherecht bei den strategischen und praktischen Entscheidungen ein "lokaler" Manager wie Daniel Llano Manibardo letztlich hat. Dass er von der ING kommt, bedeutet aus meiner Sicht "lediglich", dass sich JPM einen Privtakundenbank-Experten an Bord geholt hat, der das Bussiness und den Markt kennt.

Da JPM im Privatbanking in D neu startet, wäre es aus meiner Sicht fatal, das Geschäftsmodell der ING zu kopieren - damit meine ich nicht die Qualitätsstandards. Dehalb könnte es z. B. sein, dass man gezielt Bestandskunden besser behandelt, als es die ING macht. Denn letztlich braucht JPM ja Wettbewerbsvorteile, um auch Kunden von anderen Banken, wie der ING, abzuwerben und möglichst längerfristig (!) zu binden, z. B. bis das Girokonto eingeführt und etabliert ist. Deshalb war es von der BBVA klug, die 3 %-Standard-Kontoverzinsung sowie die Cashback-Aktion über 12 Monate bzw. aktuell 6 Monate laufen zu lassen. Wobei man hier phasenweise auch von Schmerzensgeld sprechen kann... :-))

Star der CommunityChris am 04.09.2025

@Jörg
Wenn ich das aus einem Bericht über die BBVA richtig in Erinnerung habe, geht es den in den dt. Markt neu eintretenden Banken (wie BBVA, BforBank oder jetzt auch Chase) darum, nach dem Startzeitpunkt in möglichst schneller Zeit möglichst viele Kunden zu generieren. Wenn es dafür nötig wäre, viele Eigenheiten eines Wettbewerbers zumindstens vorübergehend zu kopieren (z.B. wesentliche Merkmale des ING Extra Kontos), denke ich, wird Chase nicht davor zurückschrecken, das auch zu machen. Wenn der Kunde das akzeptiert, warum nicht. Letztendlich geht es darum, in der Startphase mit möglichst wenig Verlust durch die Monate zu kommen, damit die Gewinnzone schnell erreicht wird. Dem dürfte eine Großbank wie JPM alles unterordnen.

JPM hat sich im Übrigen mit Manibardo wohl so ziemlich den kompetentesten Banker für die Aufgabe des dt. Privatkundengeschäfts bei Chase an Bord geholt, den eine Bank derzeit bekommen kann. Dieser Manager - zuletzt Leiter des Privatkundengeschäftes bei ING Deutschland - weiß durch seine Arbeit bei ING Deutschland seit 2018, wie man bei einer Großbank

- Kundenzuwächse speziell im Privatkundensegment in großem Stil in Dtschl. generiert (z.B. letztes Jahr stärkster Kundenzuwachs der vergangenen 15 Jahre bei ING, natürlich auch wegen dem hohen Zinsniveau letztes Jahr),
- der Bank und deren Produkten dabei ein positives Image verpasst (ING ist seit Jahren bei großen Umfragen die beliebteste dt. Bank),
- die Gewinnseite der Bank mit den Produkten (Anlagekonten, Giro, Brokerage, etc.) deutlich steigert,
- die Bank insgesamt erfolgreich macht (laut Forbes ist die ING derzeit in Dtschl. die erfolgreichste Bank).

Über die ING liest man im Übrigen auch "dank ihrer digitalen Direktbankenstrategie kann die ING die Kostenquote niedrig halten und erzielt dadurch eine hohe Profitabilität im Vergleich zu anderen Banken". Genau das möchte Chase sicher auch erreichen. Dieser Manibardo passt da wirklich sehr gut für die neue Aufgabe. Ich denke, der wird daher durchaus einiges an Mitspracherecht bekommen. Das wird sicher spannend, wie Chase genau den Markt erobern will.

Registriertes Community-MitgliedErnie am 04.09.2025

>"Das Angebot von J.P. Morgan wird ausschließlich digital sein, Filialen soll es keine geben. Kunden erreichen die Bank über eine App auf dem Smartphone."

Die FAZ bringt es schön unbewusst auf den Punkt: "Digital" meint eigentlich die Fokussierung auf das Smartphone, obwohl es vielfältige andere Wege der digitalen Kontoführung gibt, die natürlich ebenfalls innovativ sind.
Ein App-Zwang käme für mich in diesem Fall trotzdem wenig überraschend.

Registriertes Community-MitgliedBlackPanther79 am 09.09.2025

Hallo zusammen zu später Stunde.Ich möchte ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Besonders engagiertes MitgliedJörg am 01.03.2026

Im aktuellen "Manager Magazin" (März 2026) findet sich ein Beitrag zu J P Morgan. Darin gibt es auch verschiedene Passagen zur Expansion in Deutschland. Leider ohne konkrete Termine. Bislang gilt noch die Aussicht, dass man im 2. Quartal 2026 mit dem Tagesgeldkonto starten möchte.
((Zitate Manager Magazin)) "Chase startet mit einem Tagesgeldkonto und einem Zinssatz, der Insidern zufolge deutlich über den Angeboten von Wettbewerbern liegen dürfte. Der Chef will das nicht kommentieren, nur so viel: Eine finale Entscheidung sei noch nicht gefallen."
"Der nächste Erweiterungsschritt – ein Girokonto mit Debitkarte – ist offenbar erst für Anfang nächsten Jahres vorgesehen", heißt es im Beitrag.

Was macht den Start in Deutschland so langwierig?
((Zitate aus dem "Manager Magazin"))
"Bereits im Sommer 2023, rund zwei Jahre nach dem Start auf der Insel, hatte Jamie Dimon die Expansion auf den Kontinent angekündigt. Chase werde „bald in Deutschland und in anderen EU-Staaten starten“, sagte er damals. Aus „bald“ sind drei Jahre geworden. Der wohl einflussreichste Bank-CEO der Welt war etwas vorschnell.Was er offenbar unterschätzt hat, war die Grundlagenarbeit.
Eigentlich sollte die technische Plattform, die Chase in Großbritannien von Grund auf neu hochgezogen hat, auch in den anderen neuen Märkten eingesetzt werden. Doch der Copy-and-paste-Ansatz funktionierte nicht, die Plattform musste umgebaut werden – erheblich stärker als gedacht. Nur so kann sie Prozesse wie Kontopfändungen oder andere deutsche Besonderheiten wie das Abführen von Kirchensteuer problemlos umsetzen.
„Wir bauen hier eine neue Bank, die in einiger Zeit die komplette Produktpalette anbieten wird – und nicht nur eine Plattform für ein paar wenige Produkte“, sagt Daniel Llano Manibardo, der seit April 2025 bei Chase ist. „Wenn man das möglichst fehlerfrei machen will – und das wollen wir –, dann erfordert das ein gehöriges Maß an Anpassung an die Bedürfnisse hier.“

Dieser Post wurde am 01.03.2026 um 23:03 Uhr geändert.
Besonders engagiertes MitgliedJörg am 01.03.2026

Nachfolgend noch ein paar interessante Sätze aus dem Manager Magazin-Beitrag zum Vergleich mit dem Start der BBVA in Deutschland, die im Januar 2026 rund 90.000 dt. Kunden gewonnen hatte.

((ZITATE)) "Den jüngsten Versuch, in Deutschland Fuß zu fassen, startete im vergangenen Sommer die spanische BBVA – wie jetzt Chase mit einer App und
ebenfalls lukrativem Zinsangebot (garantiert 3 Prozent aufs Girokonto). Ge-
rade mal durchschnittlich 15.000 Kundinnen und Kunden hat sie pro Monat
in der Anfangszeit angezogen. In dem Tempo wachsen auch angestammte
Digitalbanken.
Die BBVA hatte sich verkalkuliert: Die App war zum Launch nicht ausgereift. Sie spuckte teilweise italienische Textfragmente aus, beim Anmelden luden die notwendigen Formulare nicht, es kam zu Abbrüchen.
Den Fehler will Llano Manibardo, der Spanier an der deutschen Chase-Spitze, nicht machen. „Wie kein anderer bläut er allen eine sehr deutsche Haltung ein: Wenn man schon nicht so schnell auf den Markt kommt wie erwartet, muss man zumindest alles richtig machen“, erzählt einer, der mit ihm zusammenarbeitet. Ein halb fertiges Produkt bei laufendem Betrieb reparieren? Kommt nicht infrage. Man werde nicht mit „komplett neuen, ungewöhnlichen Features kommen, sondern mit Produkten und einer Banking-App, die von Tag eins zuverlässig funktionieren“, sagt Llano Manibardo selbst."

Dieser Post wurde am 01.03.2026 um 23:17 Uhr geändert.
Star der CommunityHans-Jürgen am 05.03.2026

Aufgrund der Berichte von @Jörg habe ich dann gestern Chase einmal per E-Mail kontaktiert, um mich auch für meine Interessen und diejenigen, die genau so oder ähnlich ticken wie ich, einzusetzen, und habe angeregt, für die deutsche Kundschaft möglichst auch das Postident-Verfahren und ein Online-Banking ohne App-Nutzung anzubieten.
Man hat mir heute bestätigt, dass der Start der Bank mit einem Tagesgeldkonto im 2. Quartal 2026 vorgesehen sei. Detailierte Informationen habe ich aber noch nicht erhalten. Als reine Digitalbank wird man die von mir gewünschten alternativen Ident- und TAN-Verfahren jedoch wohl nicht anbieten. Für den Identifizierungs- und Authentifizierungsprozess arbeitet Chace eng mit dem Partner IDnow zusammen.
Damit wird diese Bank für mich zumindest vorerst nicht infrage kommen. Aber es gibt ja augenblicklich genügend Alternativen. Ob man in der augenblicklichen Zeit eine amerikanische Bank unterstützen sollte, kann man sich ja auch fragen. Aber das muss natürlich jede/r für sich entscheiden.
@ Stefan Erlich
Da Chace jetzt auf absehbare Zeit aktuell wird, würde es wohl Sinn machen, dass Du die Bank schon einmal im Bankenverzeichnis hinterlegst, damit demnächst die Informationen an zentraler Stelle ausgetauscht werden können. Erste Informationen finden sich auf der Homepage der Bank https://www.chase.de/ .
VG Hans-Jürgen

Dieser Post wurde am 05.03.2026 um 15:35 Uhr geändert.
Besonders engagiertes MitgliedJörg am 05.03.2026

Das Thema "US-amerikanische Bank", das Hans-Jürgen in seinem Post angesprochen hat, wurde auch in dem von mir zitierten Beitrag im Manager Magazin wie folgt thematisiert:

((ZITAT))
"Hinzu kommt eine unerwartete Hürde, die noch nicht erkennbar war, als Jamie Dimon die Deutschlandpläne 2023 verkündete: der zunehmende Antiamerikanismus in Deutschland, der mit der zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump (79) zusammenhängt. Einerseits will Chase mit den klassischen Tugenden und der Stabilität eines wohlhabenden und etablierten
Geldhauses überzeugen – „und andererseits sollte die Bank in Zeiten wie diesen besser nicht überbetonen, dass der Mutterkonzern amerikanisch ist“, sagt ein Topbanker.
Llano Manibardo hat an seinem Schreibtisch in Berlin-Kreuzberg eine heikle Aufgabe vor sich: eine Marke zu bauen, die Vertrauen ausstrahlt und Herkunft nicht zum Problem werden lässt."

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 05.03.2026

@Hans-Jürgen: Done :-) → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-MitgliedAnton am 14.03.2026

Ein ausführliches aktuelles Interview mit Daniel Llano Manibardo von der chase bei t-online : https://www.t-online.de/finanzen/aktuelles/wirtschaft/id_101161586/us-gigant-j-p-morgan-bringt-chase-nach-deutschland.html

Offenbar reine Digitalbank, nur mit Mobilfunk-App zu bedienen. Einzig konkrete Aussage insoweit, dass eine Kontoeröffnung über die Online-Ausweisfunktion EID möglich sein soll.

Registriertes Community-MitgliedZinsjäger77 am 14.03.2026

Dann hoffen wir einfach mal, dass Chase ein würdevoller Nachfolger für die BBVA Gelder wird. Rein zeitlich gesehen könnte das ja sehr gut passen.

Dieser Post wurde am 14.03.2026 um 23:35 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedDennis G. am 15.03.2026

Tatsächlich scheint Chase Deutschland unter Manibardo taktisch vorsichtig und clever vorzugehen und die Situation im Lande gut einstudiert zu haben. Bestimmt hat man sich auch an der BBVA orientiert und weiss dass hier der top bis zu 3,5% (3% + ggfl. Boni) Tagesgeldzins in den nächsten Monaten ausläuft und evtl. die Gelder ein neues Zuhause suchen werden (falls kein attraktives Folgeangebot unterbreitet wird). Außerdem werden zwischen den Zeilen auch einige Probleme und deutsche Besonderheiten angesprochen wie z.B. der Freistellungsauftrag. Da standen die spanischen Kollegen ja auf dem Schlauch. Das hat man erkannt und will es besser machen.
Es bleibt für Tagesgeldfans alsonoch eine Weile spannend

Star der CommunityChris am 14.05.2026

Gestern war in der Financial Times ein längerer Artikel ( https://www.ft.com/content/41c4c05b-9850-44cb-ba70-029f2cadbed1?syn-25a6b1a6=1 ) zum Deutschlandstart von Chase, allerdings nur mit wenigen neuen Infos:

- der dt. Starttermin wird innerhalb weniger Wochen erwartet, zunächst mit einem Tagesgeldkonto und später folgend Girokonto, Kreditkarten, etc. (eigentlich nichts neues)
- die britische Chase-Plattform konnte aufgrund von regulatorischen und technischen Probleme nicht 1-zu-1 auf den deutschen Markt übertragen werden, wodurch sich die dt. Startverzögerungen z.T. erklären. Auch der Wechsel von Führungspersonal bei Chase Deutschland kostete Zeit.
- Chase ist in UK seit 2021 aktiv und hat dort durch aggressive Zinssätze mittlerweile 3 Mio. Kunden mit durchschnittlich 10.000 Pfund Einlagen/Kunde eingesammelt. Durch hohe Zinssätze war Chase UK anfangs sehr unprofitabel.
- in Deutschland sollen über 5 Mio. Kunden gewonnen werden
- Chase zielt in Deutschland auf wohlhabende Sparer ab
- BBVA hat mit seiner dt. Digitalbank bis Ende 2025 etwa 5 Mrd. Euro Einlagen eingesammelt

BBVA hat sich vor ein paar Tagen übrigens bei ING mit einer Führungskraft (von der Lehr) verstärkt - wie bereits Chase 2025 mit Daniel Llano Manibardo. Von der Lehr war u. a. CEO von ING in Österreich und Leiter des Banking-Bereichs bei ING.
( https://www.bbva.com/es/innovacion/bbva-nombra-a-jurgen-von-der-lehr-responsable-de-su-banco-digital-en-alemania/ )

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 14.05.2026

"- in Deutschland sollen über 5 Mio. Kunden gewonnen werden"

Ambitioniertes Ziel - stellt sich noch die Frage, welchen Zeitraum man dafür anpeilt.

Registriertes Community-MitgliedErnie am 14.05.2026

>"BBVA hat mit seiner dt. Digitalbank bis Ende ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Star der CommunityChris am 14.05.2026

- Sparda-Bank Baden-Württemberg: 12,8 Mrd. Euro (2023)
( https://www.sparda-bw.de/unternehmen/das-sind-wir/sparda-bank-bw/zahlen-fakten )
- Sparda-Bank Hannover: 4,5 Mrd. Euro (2024)
( https://atruvia.scene7.com/is/content/atruvia/250602_Sparda-Bank-Hannover_Gesch%C3%A4ftsbericht-2024_WEBpdf )
- Sparda-Bank München: 7,98 Mrd. Euro (2024)
( https://www.sparda-m.de/meine-sparda/ueber-uns/zahlen-und-fakten.html )
- Bank11: 4,3 Mrd. Euro (2024)
( https://www.bank11.de/wp-content/uploads/2025/03/Jahresabschluss-2024.pdf )
- Bankhaus Rautenschlein: 0,152 Mrd. Euro (2024)
( https://atruvia.scene7.com/is/content/atruvia/Geschaeftsbericht-2024-4 )
- Frankfurter Sparkasse: 20,8 Mrd. Euro (2025)
( https://www.frankfurter-sparkasse.de/content/dam/myif/sk-frankfurt/work/dokumente/pdf/Ihre-Sparkasse/unternehmen/geschaeftsbericht_frankfurter_sparkasse_2025.pdf?n=true )
- ING Deutschland: 159,37 Mrd. Euro (2025)
( https://www.ing.de/dokumente/ueber-uns-publikationen/berichte/geschaeftsbericht-2025/ )

Dieser Post wurde am 14.05.2026 um 21:42 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedChaser am 14.05.2026

Bin gespannt ob Chase auch Mitglied im ESF wird, also in der freiwilligen Einlagensicherung.

Registriertes Community-MitgliedMatteo am 14.05.2026

Vielen Dank an Chris für die Informationen.

Kundeneinlagen ING DiBa: 159,37 Mrd. Euro (2025)
Eingesammelte Kundeneinlagen BBVA: 5 Mrd. Euro (bis Ende 2025)

Wir lassen die Relation dieser Zahlen einfach mal einen Moment wirken ...
Und dann darf man natürlich provokant fragen, wie viele Einlagen die BBVA wieder sprunghaft verlieren wird, sobald die einjährigen Zinsgarantien im Sommer auslaufen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele Kunden das BBVA Girokonto ohnehin niemals als ihr führendes Girokonto aktiv genutzt haben, sondern nur als "Zweitkonto" und im Sinne einer Tagesgeldeinlage.

Das werden die Amerikaner von JP Morgan/Chase sicher auch wissen und ihren Markteintritt in Deutschland so timen, dass sie frei werdende Gelder von den Spaniern absaugen können.

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 14.05.2026

"Ich könnte mir gut vorstellen, dass viele Kunden das BBVA Girokonto ohnehin niemals als ihr führendes Girokonto aktiv genutzt haben, sondern nur als "Zweitkonto" und im Sinne einer Tagesgeldeinlage."

Zumindest hier ist das so, da ich die App insbesondere in puncto Benutzerfreundlichkeit sehr negativ beurteile.

Registriertes Community-MitgliedUli am 16.05.2026

Meine Meinung ist, Chase will nicht die gleichen ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Besonders engagiertes MitgliedSparer (der Ältere) am 16.05.2026

"Monate vor dem Start ein Zins von 4 % in den Raum gestellt"

Das ist falsch. Es handelte sich lediglich um interne Beispielgrafiken, die irgendein Id*** auf Mydealz veröffentlicht und dadurch überzogene Erwartungen geweckt hat. Denn diese Grafiken wurden etwa ein Jahr(!) vor Start der Bank erstellt - zu einem so frühen Zeitpunkt ist es völlig unmöglich, die tatsächlichen Konditionen festzulegen, da insbesondere die Zinssituation, die ein Jahr später besteht, noch gar nicht bekannt ist.