Was sind eure Erfahrungen mit dem DB-Zinsmsrkt bzw. norisbank-Zinsmarkt in Bezug auf die Crédit Agricole Savings? Ich plane einen kleinen Betrag als Festgeld für 3 Jahre anzulegen. Oder sollte ich lieber auf eine andere Bank zurückgreifen?
@ Mautz: Der DB ZinsMarkt hat im Falle der CAS sowohl Vor- als auch Nachteile gegenüber einer Direktanlage bei besagter Bank. Zum einen beträgt die Mindestanlage lediglich 1.000 € statt 5.000 €. Zudem führt die DB automatisch die Abgeltungsteuer ab, während man die Zinsen bei einer Direktanlage manuell versteuern muss. Auf der anderen Seite kann man bei einer Direktanlage bis zu 1 Mio. € anlegen, während die DB den Betrag auf maximal 100.000 € begrenzt. Das größte Manko des DB ZinsMarktes ist in meinen Augen jedoch die 14-tägige Zeichnungsfrist bzw. die nur 2x monatlich erfolgende Weiterleitung der Anlagebeträge. Dadurch erleidet man stets einen gewissen Zinsverlust, auch wenn man die Einzahlung auf das Verrechnungskonto natürlich bis kurz vor Ende der Zeichnungsfrist hinauszögern kann. Wen das nicht stört, fährt mit dem DB ZinsMarkt m.E. unterm Strich etwas komfortabler.
Grundsätzlich möchte ich abschließend aber noch zwei Aspekte zu bedenken geben. Zum einen ist kurzfristig von weiter steigenden Zinsen auszugehen, so dass es m.E. Sinn machen würde, mit der Anlage noch etwas zu warten und die Zeit mit einem höherverzinslichen Tagesgeld (z.B. 4 % p.a. für 4 Monate bei der Chase) zu überbrücken. Zum anderen raten die - zugegebenermaßen etwas übervorsichtigen - Experten von Finanztip aktuell von Anlagen bei französischen Banken aufgrund der dortigen (Staats-)Schuldenkrise generell ab. Siehe hierzu auch folgendes aktuelles Video: https://m.youtube.com/shorts/mwAXTF1m4aQ
Ich halte die CAS aber aufgrund ihrer Größe und breiten Geschäftsbasis grundsätzlich für recht solide, so dass man hier m.E. durchaus auch eine längerfristige Anlage „riskieren“ kann.