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Unklarheiten über das Produkt EuroExtra und dessen Anbieter

Unklarheiten über das Produkt EuroExtra und dessen Anbieter

Star der CommunitySpooky78 am 15.01.2025

Weiß jemand mehr über das Produkt und vor allem den Anbieter? Die Beschreibung bei WeltSparen (https://www.weltsparen.de/bank/euro-extra/) und das dortige PIB geben dazu leider nicht viel her. Offenbar scheint es ein Angebot der Deutschen Bank zu sein (Zitat PIB: "Einlagen, die im Rahmen des Produkts EuroExtra getätigt werden, werden bei der Deutschen Bank treuhänderisch für den Kunden angelegt und sind inklusive aufgelaufener Zinsen bei der Deutschen Bank durch die gesetzliche Einlagensicherung bis zu 100.000 EUR abgesichert."), die dazu auf ihrer Homepage aber keinerlei Angaben macht. Eine eigenständige Website zu EuroExtra konnte ich bislang auch nicht finden. Sehr mysteriös...

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 16.01.2025

Hatte genau die gleichen Gedanken/Fragen ... viel habe ich bei meiner Recherche im Internet leider auch nicht herausgefundenm, außer, dass das Geld bei der Deutschen Bank als Einlage liegt. Das ist insofern interessant, da 2,70 % für so eine große deutsche Bank im Normalfall de facto nicht zu bekommen sind. Warum sich die Deutsche Bank aber hinter einem generischen "Euro Extra" Logo versteckt, würde mich doch sehr interessieren. Wer mehr weiß, gerne schreiben ;-)

Besonders engagiertes MitgliedLieblingssparer am 16.01.2025

Also ich habe das Produkt vergangene Woche mal ausprobiert und abgeschlossen und ein bisschen Geld dort geparkt. Es ist offenbar tatsächlich eine Partnerschaft zwischen Raisin (WeltSparen) und Deutscher Bank als Partnerbank. In der Treuhandvereinbarung heißt es unter anderem: ‚Die Partnerbank zahlt für Einlagen im Rahmen des Einlagenservice EuroExtra Zinsen, welche sich am Zinssatz der EZB für die Einlagefazilität orientieren‘. Ich vermute mal, dass die DB die Kohle mit Hilfe von WeltSparen einsammelt und einfach bei der EZB parkt…und die Differenz von derzeit 0,3 Prozent zum Einlagensatz einsammelt. Interessant ist in dem Zusammenhang: Wenn man das Produktinformationsblatt und die Treuhandvereinbarung runterlädt, dann tauchen in den Dateinamen unter anderem die Wörter ‚Overnight-Trust-DB‘ auf. Das stützt meine Annahme, dass die Deutsche Bank das Geld einfach nimmt und über Nacht bei der EZB parkt. Also ist das Ganze vermutlich eine Art Geldmarkt-ETF.

Anonymer PosterLarsLarsen (Gast) am 16.01.2025

Chat GPT sagt, dass EuroExtra ein Geldmarktfond ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Anonymer PosterLarsLarsen (Gast) am 16.01.2025

Wenn man auf die Angebotsliste von Weltsparen geht findet man unter jedem gelisteten Angebot DETAILS / BANK / EINLAGENSICHERUNG.

Bei BANK findet man dort gewöhnlich Infos zur Bank und zum Land in dem die Bank sitzt.

Bei EuroExtra steht dort: das es „ein deutsches Einlageprodukt“ ist.

Im Produktinformationsblatt ist für die Einlagensicherung die Deutsche Bank genannt, mit dem Hinweis, dass die Sicherungsgrenze, wie üblich, alle bei der Deutschen Bank getätigten Einlagen einschließt.

Ob das Produkt bei der Deutschen Bank überhaupt unter die Einlagensicherung fällt, lässt sich für mich dort nicht verifizieren.

Bin etwas ratlos….

Lars

Star der CommunitySpooky78 am 16.01.2025

@ all: Danke für die Rückmeldungen. Ich bin ja schon froh, dass ich nicht der Einzige bin, der angesichts der nebulösen Produktbeschreibung irritiert ist. Mich hält dieses Versteckspiel jedenfalls vorerst davon ab, dort mein Geld anzulegen, auch wenn offenbar die Deutsche Bank dahintersteht.

@ Stefan Erlich: Die oben genannten Kundenrezensionen sind in diesem Zusammenhang übrigens etwas irreführend, da sie sich offenbar allesamt auf das Angebot von WeltSparen im Allgemeinen und nicht auf das spezifische Zinsangebot von "Euro Extra" beziehen, welches ja noch relativ neu zu sein scheint. Nutzer wie SarahB oder Walter, die ihre Bewertung bereits 2022 abgegeben haben, dürften es jedenfalls noch gar nicht gekannt haben. Ich würde daher dafür plädieren, hier auf besagte Erfahrungsbericht zu verzichten, zumal sie ja ohnehin nicht mehr allzu aktuell sind.

Mitglied der RedaktionStefan Erlich am 21.01.2025

@Spooky: Da hast du einen Punkt! Problem ist, dass ich das nicht so einfach für einzelne Produkte/Anbieter an- und ausschalten kann, weil das hier ja alles fixe Templates sind. Ich will die Erfahrungsberichte aber ohnehin umbauen und dazu übergehen, eine aggregierte Übersicht der Erfahrungsberichte von finanzfluss, finanztip, trustpilot und Google zu nutzen, um ein breiteres und aktuelleres Bild zu zeigen. Das Sammeln der EBs habe ich ja vor einiger Zeit schon aufgegeben, weil das so unglaublich viel Arbeit macht, wenn man es ordentlich machen will :-(

Anonymer PosterKen1 (Gast) am 31.01.2025

Ich würde mir da keinerlei Sorgen machen und habe ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Anonymer PosterDr.Merkel (Gast) am 03.02.2025

DA gebe ich dir recht.Mysteriöse Sache.Die erste Bank ohne homepage und ohne Impressum.

Star der CommunitySpooky78 am 01.04.2025

Das EuroExtra-Angebot von WeltSparen und der Deutschen Bank bleibt undurchsichtig: Laut PIB sollen die Zinsen monatlich dem WeltSparen-Konto gutgeschrieben, d.h. ausgeschüttet, werden (= kein Zinseszins). In Wirklichkeit erfolgt jedoch eine Gutschrift der Zinsen auf dem TG-Konto, also eine automatische Wiederanlage (= Zinseszins). Das ist zwar finanziell lukrativer, widerspricht jedoch eindeutig den Angaben im PIB! Von der Deutschen Bank hätte ich mir hier mehr Seriosität und Zuverlässigkeit erwartet…

Besonders engagiertes MitgliedLieblingssparer am 01.04.2025

Hallo Spooky, wart‘ mal bis morgen. Bei mir wurden die Zinsen in den vergangenen Monaten auch erst so angezeigt, als wenn sie auf dem EuroExtra-Konto liegen (ohne dass die Kapitalertragssteuer abgezogen war), am Tag darauf waren sie dann auf dem WeltSparen-Konto (und da war dann auch die Kapitalertragssteuer abgezogen). Momentan hab‘ ich aber kein Geld auf dem EuroExtra-Konto; kann also sein, dass sie das auch geändert haben.

Star der CommunitySpooky78 am 01.04.2025

@ Lieblingssparer: Danke für den Hinweis. Ich habe ehrlicherweise noch gar nicht nachgerechnet, ob es sich bei den angegebenen Zinsen um den Brutto- oder den Nettobetrag handelt. Andererseits habe ich aber ohnehin nur einen überschaubaren „Testbetrag“ auf dem Konto, das ich auch erst kürzlich eröffnet habe, so dass der Zinserlös für den zurückliegenden Monat entsprechend gering ausfiel. Ich halte das Vorgehen der DB dennoch für wenig transparent und unangemessen. Dass die BaFin so etwas durchgehen lässt, wundert mich sehr.

Besonders engagiertes MitgliedLieblingssparer am 01.04.2025

Ja, man hat ein wenig das Gefühl, als verstecken ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-MitgliedRoland am 01.04.2025

@Spooky78: Der Bafin ist daswahrscheinlich egal, da ja alle wesentlichen Informationen im Angebot drin stehen, wie Einlagensicherung etc.

Star der CommunitySpooky78 am 01.04.2025

@ Lieblingssparer: Nachtrag - Die Lage wird immer unübersichtlicher: Aktuell wird in meiner WeltSparen-Übersicht das EuroExtra-Konto mit dem Anlagebetrag einschließlich der Bruttozinsen angezeigt. Wenn ich auf die Tagesgelder-Übersicht gehe und dort bei EuroExtra auf "Auszahlung" klicke, erscheint als verfügbares Guthaben lediglich der ursprüngliche Anlagebetrag ohne Zinsen. Auf dem WeltSpar-Konto (sowie als dort verfügbarer Betrag) werden derweil nur die Nettozinsen aufgeführt. Es erfolgt also tatsächlich - wie im PIB erwähnt - eine Auszahlung auf das WeltSpar-Konto (wenn auch mit zeitlicher Verzögerung), aber der angezeigte Kontostand des EuroExtra-Kontos ist trotzdem nicht korrekt oder zumindest reichlich irreführend. Das ließe sich bestimmt auch anders lösen.

Besonders engagiertes MitgliedLieblingssparer am 01.04.2025

Hallo Spooky. Ja, das ist leider nicht wirklich optimal gelöst. Ich hatte immer einen Tag gewartet, dann hatte sich das eingerenkt und ich konnte die Nettozinsen auf mein Referenzkonto überweisen. Ich weiß auch nicht, ob ich das EuroExtra-Konto noch mal irgendwann nutzen werde. Die derzeit 2,2 Prozent sind ja auch nicht wirklich attraktiv - und falls die EZB am 17. April tatsächlich erneut die Leitzinsen senkt, werden die EuroExtra-Zinsen voraussichtlich auf 1,95 Prozent sinken. Ich überlege, ob ich mir die 3 Prozent der Castell Bank sichern sollte. Aber innerhalb von fünf Jahren kann auch viel passieren - zumal ich eigentlich schon einige Langläufer habe (KKI mit 4,5 Prozent, PBB mit 4,25 Prozent, CA Auto Bank mit 4,2 Prozent und Aareal mit 3,5 Prozent). Was meinst Du zu Castell? Lange werden die sicher nicht mehr 3 Prozent bieten…

Star der CommunitySpooky78 am 01.04.2025

@ Lieblingssparer: 2,20 % sind aktuell bei ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Besonders engagiertes MitgliedLieblingssparer am 01.04.2025

Ja, da hast du recht. Das gehört nicht hierher. Aber vielen Dank für Deine Ausführungen. Ich lasse es erstmal mit Castell, zumal ich noch zwei Monate die 3 Prozent der DKB nutzen kann (Tagesgeld). Liebe Grüße.

Star der CommunitySpooky78 am 02.04.2025

@ Lieblingssparer: Update - Nachdem ich gestern noch die Nettozinsen vom meinem WeltSpar-Konto abgebucht habe, stimmt heute auch die Anzeige in der Übersicht wieder, d.h. das EuroExtra-Konto weist nur noch den reinen Anlagebetrag ohne Zinsen aus. Eine Zinsabrechnung ist in Dokumente-Übersicht bislang allerdings noch nicht zu finden. Kommt die noch oder gibt es die nur am Jahresende bzw. bei Auflösung des Kontos?

Besonders engagiertes MitgliedLieblingssparer am 02.04.2025

@Spooky Sehr schön, dass alles wieder fein ist. Und was Deine Frage betrifft: Nach dem Januar hatte ich eine Zinsabrechnung ins WeltSparen-Postfach bekommen, nach dem Februar seltsamerweise nicht. Im März hatte ich dann kein Geld mehr auf dem EuroExtra-Tagesgeldkonto. Es scheint etwas willkürlich, ob und wann Zinsabrechnungen kommen.