Grundsätzlich ist für die Sicherheit einer Anlage der Ferratum sowohl die Bonität der Bank selbst (Bankrating) als auch die Bonität des Landes, das für die Einlagensicherung zuständig ist (Länderrating), relevant.
Im Fall der Ferratum liegt uns aktuell nur ein Rating der Muttergesellschaft Multitude Bank plc vor, also nicht von der spezifischen Bank selbst. Das Rating fällt wie folgt aus: BB- (Fitch, 2026). Frei übersetzt: Die Multitude Bank plc über ein Rating im unteren Mittelfeld. Das ist als Geldanlage aus unserer Sicht noch immer vertretbar, vor allem in Kombination mit dem Schutz der Einlagensicherung, allerdings sollte man sich bewusst sein, dass es bei der Bank in turbulenten Zeiten durchaus zu Problemen kommen kann.
Die Einlagensicherungssysteme in Europa verfügen nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel, weshalb selbst mittelgroße Bankpleiten zu Engpässen bei der Entschädigung von Anlegern führen können. In der Vergangenheit ist in solchen Fällen immer der jeweilige Heimatstaat eingesprungen. Zur Bewertung der Sicherheit der Ferratum macht es daher durchaus Sinn, sich das Rating des Heimatlandes (Malta) anzuschauen, denn dieses gibt Auskunft darüber, ob das Land im Falle einer größeren Bankenpleite überhaupt in der Lage wäre, zusätzliche Mittel zur Stützung des Einlagensicherungsfonds am Geldmarkt aufzunehmen.
Aktuell liegen uns zu Malta drei Ratings vor: A- (Standard & Poors), A2 (Moody's) und Ahigh (DBRS). Damit verfügt Malta über eine gute Bonität, die ausreichen sollte, um auch in wirtschaftlich turbulenten Zeiten neue Kredite zur Stützung des Einlagensicherungsfonds aufzunehmen. Unabhängig vom Rating Maltas sollte man sich stets vergegenwärtigen, dass der Staat rein rechtlich nicht zum Eingreifen verpflichtet ist, sollte seine Einlagensicherung über ungenügend Mittel zur Entschädigung der Anleger der Ferratum verfügen.