
Grundsätzlich ist für die Sicherheit einer Anlage der Fibank sowohl die Bonität der Bank selbst (Bankrating) als auch die Bonität des Landes, das für die Einlagensicherung zuständig ist (Länderrating), relevant.
Im Fall der First Investment Bank AD liegt uns aktuell das folgende Rating vor: B (Fitch, 2025). Frei übersetzt: Die First Investment Bank AD über ein vergleichsweise niedriges Rating. In Kombination mit dem Schutz der Einlagensicherung kann man dort natürlich trotzdem Geld anlegen, allerdings sollte man sich gut überlegen, ob Rendite und Risiko (je nach aktueller Zinslage) noch in einem gesunden Verhältnis zueinander stehen.
Die Einlagensicherungssysteme in Europa verfügen nur über sehr begrenzte finanzielle Mittel, weshalb selbst mittelgroße Bankpleiten zu Engpässen bei der Entschädigung von Anlegern führen können. In der Vergangenheit ist in solchen Fällen immer der jeweilige Heimatstaat eingesprungen. Zur Bewertung der Sicherheit der Fibank macht es daher durchaus Sinn, sich das Rating des Heimatlandes (Bulgarien) anzuschauen, denn dieses gibt Auskunft darüber, ob das Land im Falle einer größeren Bankenpleite überhaupt in der Lage wäre, zusätzliche Mittel zur Stützung des Einlagensicherungsfonds am Geldmarkt aufzunehmen.
Aktuell liegen uns zu Bulgarien drei Ratings vor: BBB+ (Standard & Poors), Baa1 (Moody's) und BBBhigh (DBRS). Damit verfügt Bulgarien über eine Bonität im oberen Mittelfeld, was im Falle des Falles für eine Stützung des Einlagensicherungsfonds ausreichen sollte. Unabhängig vom Rating Bulgariens sollte man sich stets vergegenwärtigen, dass der Staat rein rechtlich nicht zum Eingreifen verpflichtet ist, sollte seine Einlagensicherung über ungenügend Mittel zur Entschädigung der Anleger der Fibank verfügen.