@Stefan Erlich:
Gibt es einen speziellen Grund dafür, dass hier bei Kritische Anleger alle Anlageprodukte der Finora Bank ausgelistet wurden?
In der mobilen Raisin App sind deren Festgelder mit 7 verschiedenen Laufzeiten zwischen 6 Monaten und 5 Jahren ganz normal abschließbar.
z.B.
Festgeld 1 Jahr mit aktuell 3,01% p.a.
Festgeld 2 Jahre mit aktuell 3,07% p.a.
Mindesteinlage einheitlich ab 20.000 EUR
Keine ausländische Quellensteuer
Grüße
Matteo
@Matteo: Finora hat soweit ich das aktuell sehe tatsächlich keine Festgelder mehr online. Hatte deswegen das Produkt komplett deaktiviert. Habe es jetzt aber mal ohne Angebote wieder online genommen, damit das Forum dazu weiter aktiv bleibt.
@Stefan Erlich:
Danke für die Rückmeldung. Ich habe den Eindruck, dass Raisin selbst noch nicht genau weiß, ob die Festgelder der Finora Bank weiterhin angeboten werden sollen, oder die Einrichtung im System ist unsauber. Es variiert nämlich je nach eingesetztem Medium:
Die Internetseite raisin.com via Browser sagt zur Finora Bank UAB "Es sind keine aktiven Angebote vorhanden" und es werden im Web auch tatsächlich keinerlei Produkte mehr visualisiert.
In der mobilen Raisin App für das Smartphone sind aber alle Festgelder weiterhin gelistet. Man kann sie visualisieren, die dazugehörigen Produktinformationsblätter aufrufen und sogar die elektronische Antragsstrecke starten (vorhin einfach mal angetestet). Die Konditionen werden auch laufend gepflegt, denn die Zinssätze verändern sich im Zeitverlauf.
Meine Vermutung ist, dass es mit den gesellschaftsrechtlichen Änderungen bei der Finora zu tun haben könnte. Neuerdings werden die Einlagen bei Raisin nämlich nicht mehr über Finora Litauen, sondern über deren eigene Niederlassung mit Sitz in Tallinn, Estland geführt.
Daraus entsteht wohl die besondere Situation:
- Banklizenz in Litauen
- Einlagensicherung über Litauen
- aber Besteuerung (Steuerprozess) nach estnischen Regeln. Dazu gibt es auch einen gesonderten Abschnitt im aktuellen Raisin-Produktdatenblatt.
Für den deutschen Einleger bedeutet das:
Er kann die Festgelder der Finora Bank wie bisher zu den veröffentlichten Zinssätzen abschließen, die Spareinlagen werden über Litauen abgesichert, aber es fällt keine Quellensteuer auf die Zinserträge an. Denn Estland erhebt im Gegensatz zu Litauen keine Quellensteuer.
Grüße
Matteo
Danke Dir für die Aufschlüsselung :-) Dadurch, ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!