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Dortmunder Volksbank kündigt Mitglieder

Dortmunder Volksbank kündigt Mitglieder

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 06.10.2026

Damals hatte das Vorgängerinstitut Volksbank Dortmund Nordwest bundesweit um Mitglieder geworben und man konnte bis 45.000 EUR Geschäftsguthaben erwerben, anfangs noch sehr lukrativ verzinst. Dann ging er Bank nicht mehr so gut und man musste mit der Dortmunder Volksbank zwangsfusionieren. dadurch wurden die Anteile auf max. 8.000 EUR je Mitglied runtergekündigt. Damit nicht genug, jetzt geht man noch einen Schritt weiter und kündigt die gesamte Mitgliedschaft sofern dort kein kostenpflichtiges Girokonto unterhalten wird. Gibt es noch andere Leidensgenossen? Ist das ein fairer Umgang mit dem Kunden?

Registriertes Community-MitgliedDepeeh am 06.10.2026

@55510081:
Kann man das irgendwo offiziell nachlesen?

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 06.10.2026

Jedes betroffeneMitglied hat bzw wird einen offiziellen Brief erhalten. Die Kündigung wird nach § 9 Abs. 1 Buchstabe f) ausgesprochen. Diese Möglichkeit ist rechtlich leider zulässig. Wir haben bis zum 26.10.26 die Gelegenheit uns zu äußernTrotzdem finde ich es eine riesen Sauerei, wie man mit den betroffenen Kunden umspringt. Die Satzung ist auf der Homepage der Bank zu finden und entspricht der üblichen Mustersatzung des BVR. Rechtlich hat man wohl keine Chance. Ggf zieht die Bank die Kündigung zurück, wenn man das kostenpflichtige Girokonto mit Gehaltseingang dort einrichtet und man in deren engeren Geschäftsgebiet ansässig ist. Aber „nur“ deswegen umziehen?

Besonders engagiertes MitgliedSebastian2 am 06.10.2026

@55510081: Bist du denn Kunde bei der Bank? Also ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-MitgliedLouvain am 06.10.2026

Die Satzung der VoBa regelt mögliche Mitgliedsausschlüsse. So heißt es dort:

„Ein Mitglied kann aus der Genossenschaft zum Schluss eines Geschäftsjahres ausgeschlossen werden, wenn
f) sich sein Verhalten mit den Belangen der Genossenschaft nicht vereinbaren lässt, insbesondere wenn der Geschäftsbetrieb der Genossenschaft nicht oder nicht mehr genutzt wird.“

Mit dieser Begründung kann eine VoBa die Geschäftsanteile kündigen, wenn ein Mitglied jenseits der Geschäftsanteile keine weitere Verbindung zur VoBa hat. Wer jedoch irgendein Produkt der VoBa - dies muss nicht ein kostenpflichtiges Girokonto sein - nutzt, für den kann ein Ausschluss nicht mit dem obigen Grund ausgesprochen werden.

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 06.10.2026

schauen wir mal, ob ein Tagesgeld oder Sparkonto reicht, sogar ein Festgeld wäre für mich eine Option. Schade dass die Bank nicht erst einmal nachfragt, bevor der Holzhammer geschwungen wird.

Das Recht der Kündigung/Auschlusses hat leider jede Bank. Das betrift im Übrigen auch eine Geschäftsbeziehung ohne Mitgliedschaft. Es ist eine Standartsatzung des BVR.

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 11.10.2026

Gibt es noch weitere Mitglieder die eine beabsichtigte Ausschlussankündigung erhalten haben? Danke für die Rückmeldung.

Registriertes Community-MitgliedLouvain am 11.10.2026

Ich habe in einem anderen Forum (VFT) einen ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-MitgliedHelmutMatt am 12.10.2026

Ich habe am vergangenen Samstag ebenfalls solch ein Kündigungsschreiben erhalten. Ohne verständliche Kündigung. Auf eine telefonisch Nachfrage sagte mit der Mitarbeiter bein Telefoncenter, es handele sich um eine satzungsmäßige Kündigung - betroffen seien Kunden außerhalb des Geschäftsgebietes. Weitere Informationen gebe es nur schriftlich. Nun habe ich demnach erstmal per eMail angefragt. Ich sehe das so, wie oben beschrieben.

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 12.10.2026

nein war nicht on mir, welches andere Forum ist es denn? Danke.

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 12.10.2026

also wenn es alle Kunden außerhalb des Geschäftsgebietes betrifft, können wir vermutlich nichts machen, außer umziehen? Ich habe der Bank mitgeteilt dass ich grundsätzlich verhandlungsbereit bin und ein Ausschluss die allerletzte Möglichkeit sein sollte, sofern keine andere Lösung gefunden werden kann.

Registriertes Community-MitgliedLouvain am 12.10.2026

Der Verweis auf das Regionalprinzip ist nicht in der Satzung verankert (es gibt VoBas, die dies tun, doch habe ich dies in der Satzung der Volksbank DO nicht gefunden). Der Ausschluss aus der Genossenschaft kann nur mit Verweis auf einen in der Satzung genannten Grund erfolgen. Wenn Du Produkte der Volksbank DO tatsächlich nutzt (das hast Du nicht klar gesagt), wäre ein Ausschluss nicht satzungsskonform und kann erfolgreich angefochten werden. Wenn Du dagegen nur Genossenschaftsenteile der VoBa besitzt und die VoBa DO ansonsten nicht nutzt, so ist der Ausschluss satzungskonform und muss von Dir akzeptiert werden. In meinem früheren Post habe ich das Forum (VFT) doch genannt, so dass ich die Nachfrage nicht verstehe.

Dieser Post wurde am 13.10.2026 um 07:42 Uhr geändert.
Registriertes Community-Mitglied55510081 am 13.10.2026

Danke dir, das habe ich in der Aufregunbg ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 13.10.2026

Meine googlesuche führt mich nur auf vielfliegertreff , aber das kann es doch bestimmt nicht sein?

Registriertes Community-Mitgliedzora am 13.10.2026

@55510081 Schau mal im VFT in den Bereich Travel Zone-Kreditkarten. Dort werden Banking Sachen besprochen.

Gruß
zora

Registriertes Community-MitgliedLouvain am 13.10.2026

Im VFT (Vielfliegertreff) gibt es zu VoBas und Raiffeisenbanken einen eigenen Thread im Themenbereich Kreditkarten, der Bestandteil der "Travel Zone" ist. Dort begann am 05.10. die Diskussion zur VoBa DO, siehe www.vielfliegertreff.de/forum/threads/volksbanken-raiffeisenbanken-mit-kostenlosen-girokonten.135719/page-159#post-4594321

Dieser Post wurde am 13.10.2026 um 11:41 Uhr geändert.
Registriertes Community-Mitglied55510081 am 13.10.2026

Super, vielen lieben Dank! → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 13.10.2026

Kurioser Weise bietet die DOVOBA Bestands- und Neumitgliedern eine Erhöhung auf 4.000 EUR an, befristet bis 31.12.2026. Und genau das entspricht dem angedrohten Ausschlussdatum. Man versucht dadurch vermutlich damit die gekündigten Mitgliedschaften zu kompensieren. Bedeutet dass die Bank dieses Kapital weiterhin benötigt aber eben nicht von den ehem. Volksbank Dortmund-Nordwest Kunden, sondern ihren alten Stammkunden. Für mich hat das ganze schon irgendwie ein Geschmäckle“, wie man im Ländle sagen würde. Ich bin gespannt, ob sich die Bank auf Verhandlungen einlässt oder ob der Drops schon gelutscht ist. Und besonders schade finde ich, dass die Bank nicht vorab mit den Kunden ins Gespräch geht, sondern diese vor vollendete Tatsachen stellt. Ist das ein seriöses und vertrauensvolles Geschäftsgebahren? Kontaktdaten (Telefon, Email, Postanschrift) sind vorhanden und wurden für Marketingzwecke auch gerne genutzt, aber leider nicht für ein persönliches Vorab-Gespräch. Schade!

Registriertes Community-MitgliedBanquierM am 13.10.2026

@ 55510081: Für Tagesgeld gibt´s bei der Dortmunder Volksbank aktuell dort schlappe 0,40 %, für 1-Jahres-Festgeld immerhin 2,75 % - da sind die zuletzt gezahlten 4,0 % auf die Genossenschaftsanteile vergleichsweise attraktiv. Auf der anderen Seite ist der Refinanzierung damit für die Bank aber doch so teuer, daß man die Mitgliedschaft mit Dividende nur Genossen anbieten will, die der Bank auch richtig Geld einbringen. Und das sind eben die, die im riesigen Geschäftsgebiet der DOVOBA wohnen und aus Bequemlichkeit, persönlicher Beratungsqualität und/oder Treue ein reichlich teures Girokonto ("Comfort" kostet 7,95 € pro Monat / das "Classic"-Modell für mtl. 3,95 € ist so strippig, daß selbst jeder Online-Umsatz 0,25 € zusätzlich kostet - es wurde jedoch regionaler Sieger im Wettbewerb "Beste Bank ums Eck" [sic!]) nutzen oder/und sich mit den o.g. nicht so aufregenden Geldanlagezinsen zufrieden geben.
Sie sehen: auf reine "Dividendenjäger" sind die nicht (mehr) angewiesen. Falls Sie ein 6-stelliges Festgeld dort anlegen oder Giro-Kunde werden wollen, mag sich die Position der Bank vielleicht ändern - ökonomisch gesehen wäre es aber wohl ein dickes Minus-Geschäft. Insofern: "Geschmäckle" vielleicht, aber nur, wenn Sie denken, daß eine Bank alle Kunden trotz unterschiedlichen Ertrags gleich behandeln müßte, was nun auch im östlichen Ruhrgebiet eben nicht der Fall ist und bei dieser Kündigung juristisch m.E. schwierig zu beanstanden ist (insbes. wenn es außerhalb der Genossenschaftsanteile keine weitere Beziehung zur Bank gibt)...

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 13.10.2026

Dankeschön für die Rückmeldung. Sie haben die Konditionen gut recherchiert und zusammengetragen. Sie versuchen mich also zu trösten. Mir bleibt letztendlich nichts anderes als abzuwarten, wie sich die Bank entscheidet. Ich habe dort bereits meine ausführliche Stellungnahme abgegeben und verhandlungsbereitschaft signalisiert. Wenn es wirklich zu einem Ausschluss kommt, waren die vergangenen 6 Jahre als eine Fehlinvestition zu sehen, die sich unterm Strich für mich nicht gerechnet hat. Ggf ist das ein Zeichen, auch bei Geschäftsguthaben oberhalb 10.000 EUR je Institut vorsichtiger zu sein? Wie man ja aus der Presse gelesen hat, war dies kein Einzelfall und ich kenne kein kleines Institut welches mit Beteiligungen unter 10.000 EUR geworben hat wo es ähnliche Probleme gab.

Registriertes Community-MitgliedGunnar am 13.10.2026

Auch ich habe am 04.10.2026 ein Schreiben der Dovoba vom 30.09.2026 mit der Bekanntgabe der Ausschließung aus der Genossenschaft bekommen.

Der Bank Ihr gutes Recht, wenn man einige Kommentare hier liest. Einige machen es sich aus meiner Sicht mit ihrem Kommentaren aber zu einfach Für mich persönlich lautet die Antwort NEIN. Die JETZT betroffenen Mitglieder wurden vom Vorgängerinstitut explizit ohne irgendwelche Bedingungen angeworben. Es gab nur die reine Mitgliedschaft. In der Zeit als es der Volksbank Dortmund Nordwest wirtschaftlich schlecht ging, wurde die Dividendenzahlung komplett eingestelltund nach Übernahme durch die Dovoba die Höhe der Anteile heruntergestuft. Jetzt, da wieder Dividenden gezahlt werden, wird bestimmten Mitgliedern komplett der Ausschluss angedroht. Zur Erinnerung, es wurde massiv für die Mitgliedschaft geworben, ohne irgendwelche Bedingungen. Die Bank ist heute im Recht, aber ein Geschmäckle wird dauerhaft bleiben. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Ich werde der Ankündigung nicht wiedersprechen, aber diese Bank steht für alle Zeiten auf meiner roten Liste.

Registriertes Community-Mitglied55510081 am 14.10.2026

Die o.g. Fakten sind zutreffend. Ob es einen ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!