Aus aktuellem Anlass:
Leider werden von diversen Banken bei meiner Familie und mir ECHTZEIT-und teils auch SEPA-Überweisungen auf eigene Konten (im In - und Ausland) direkt blockiert oder bei der Bank künstlich festgehalten und entweder gar nicht oder verspätet ausgeführt. Dies betrifft größere Umbuchungen aber auch kleine 1 EUR Testüberweisungen. Z.B. habe ich große Probleme Geld auf Credit Agricole Savings mit einer französischen IBAN zu transferieren, auch Umbuchungen zu Chade Bank werden verhindert. Die abgehenden Banken sind Trade Republic, Meine Bank und VR Bank Dreieich-Offenbach. Nur bei BBVA klappt es bis 5.000 EUR bisher problemlos.
Meine Vermutung: Die Banken versuchen die Gelder künstlich festzuhalten damit der Kunde nicht zu den besseren Konditionen der Mitbewerber wechseln kann.
Habt ihr auch diese Erfahrung gemacht? Wo kann man sich offiziell darüber beschweren und wie? Sind die Ombudsleute dafür zuständig? Dann müsste ich jedes einzelne Institut rügen. Ginge es auch nicht insgesamt? Ich vermute dass alle Banken die gleiche/ähnliche Vorgehensweise haben? Angeblich dient dies alles nur unserem Schutz der Verbraucher. Begründet wird dies mit Regulatorik und Compliance. Und natürlich gibt es für diese Wartezeit keinerlei Zinsen - Weder von der absenden Bank noch von der Empfängerbank. Tipp: Somit solche Überweisungen nur Montag und Dienstag beauftragen. Danke.
Echtzeit-Überweisungen sind nur für "Zahlungskonten" sprich Girokonten gesetzlich vorgeschrieben. Bei Festgeld- und Tagesgeldkonten sind diese freiwillig. So unterstützt z.B. die Chase-Bank bisher noch keine Echtzeitüberweisungen (weder ein- noch ausgehend), will dies in der Zukunft aber ändern.
Hans-Jürgen hat hier eine Liste mit echtzeitunterstützenden Banken erstellt:
https://www.kritische-anleger.de/forum/tagesgeld/echtzeitueberweisungen-bei-tagesgeldkonten-uebersicht/#Beitrag_33624
Des weiteren hängt es bei manchen Banken auch vom Betrag der Überweisung ab. Während meine 1 € Testüberweisung von der Sparkasse (Girokonto) problemlos durchging, meldete die Bank bei einem fünfstelligen Betrag 10 Minuten später, daß eine Echtzeitüberweisung nicht möglich sei.
Weiters kann es bei höheren Beträgen vorkommen, daß bei der Bank eine Meldung kommt und die Überweisung noch zurückgehalten wird. So bekamen meine Eltern zunächst einen Anruf der Bank bevor ein fünfstelliger Betrag überwiesen wurde. Gut zum Schutz vor Betrug, schlecht, weil die Überweisung dann erst einen Tag später raus ging. Aber lieber 6 € Zinsen verloren als 50.000 € weg.
Viele Grüße
Oliver
@55510081: Ich habe in letzter Zeit mehrfach ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@55510081: Ja, über ähnliche Erfahrungen wurde hier regelmäßig unter den betreffenden Bank-Rubriken berichtet, seit Echtzeitüberweisungen verfügbar waren bzw. seit "Geldwäscheprävention" bei privaten Kleinanlegern priorisiert wird.
Deine Banken-Kombination ist mir noch nicht aufgefallen, allerdings lese ich weder Berichte zu TR noch zu CAS regelmäßig.
Möglicherweise hat dein Problem ja auch weniger mit einer FR-IBAN, als mit CAS zu tun. Das könntest du mit anderen Kunden abgleichen.
Um bei einer der genannten Banken eine allgemeine Regelmäßigkeit festzustellen, müsstest du allerdings mindestens eine, besser mehrere andere Überweisungsziele ausprobieren, um logische Schlussfolgerungen ziehen zu können.
Ich würde die Lage so zusammenfassen, dass Echtzeitüberweisungen von den Banken eher optional betrieben werden. Meist funktionieren sie so wie vorgesehen, aber gar nicht so selten funktionieren sie gar nicht. Verzögerungen scheinen dabei sehr selten vorzukommen.
Standardüberweisungen funktionieren dagegen in aller Regel schon, aber die Laufzeit ist nach wie vor ein Thema und wird neuerdings von manchen Banken ganz offiziell verzögert, teilweise mit offizieller Ansage "aus Gründen". Allerdings gibt es auch einige Fälle, in denen bestimmte Banken die Überweisung auf unbestimmte Zeit zurückhalten oder der Betrag für eine gewisse Zeit "verschollen" ist.
Aus meiner Sicht spielt es bei dieser allgemeinen Häufung von Unregelmäßigkeiten eine untergeordnete Rolle, welche Gründe eine Bank angibt, wenn die Überweisung nicht klappt. Ausgenommen natürlich eindeutige Fehler des Kunden, denn nur daran kann der Kunde etwas ändern.
Manche Kunden sind aber ja auch dankbar, dass die Bank ihre Überweisungen gar nicht oder verzögert ausführt und empfinden das als ihren Vorteil - abhängig von der Geschichte, die sie sich dazu erzählen.
Die meisten der "Festgeld" Konten kann man nur zum Referenzkonto buchen. Da hatte ich bei über 100 Konten der letzten 10 Jahre nie Probleme. Mit Terminüberweisungen tag vorher in kleinen Stücken schafft man selbst große Summen problemlos über die "Limits".
Für Zinshopping muss man sich etwas Mühe geben.
@55510081
"Leider werden von diversen Banken bei meiner Familie und mir ECHTZEIT-und teils auch SEPA-Überweisungen auf eigene Konten (im In - und Ausland) direkt blockiert oder bei der Bank künstlich festgehalten und entweder gar nicht oder verspätet ausgeführt."
Mir ist ähnliches vor mehreren Wochen bei einer deutschen Bank passiert. Es waren plötzlich keine eingehenden Echtzeitüberweisungen auf das Girokonto dieser Bank mehr möglich. Außerdem wurden eingehende SEPA-Überweisungen erst nach zwei bis drei Bankarbeitstagen gebucht. Nach Rücksprache mit der Bank erhielt ich die Auskunft, dass mehrere kleinere Testüberweisungen, die ich zum Prüfen der Überweisungsdauer/Cut-off-Zeit durchgeführt hatte, der Bank merkwürdig vorkamen und ich wurde um Stellungnahme gebeten. Nach meiner ausführlichen Antwort wurde das Konto aber sofort wieder vollumfänglich freigegeben und kann bis heute wieder normal genutzt werden. Man muss aktuell offenbar sehr aufpassen, wenn man mehrere (kleinere) Transaktionen zwischen zwei Konten innerhalb kurzer Zeit durchführt wegen Geldwäschealarm bei den Banken.
Bei Dir/Euch sind Konten von drei deutschen Banken/Brokern betroffen, BBVA aber nicht. Möglicherweise haben Deine/Eure Transaktionen einen größeren Alarm bei einer deutschen Bank ausgelöst, auf den dann auch andere deutsche Banken aufmerksam gemacht wurden.
Banken setzen in immer stärkerem Maß Transaktionsüberwachungssysteme ein, um ungewöhnliche Zahlungsströme automatisch zu erkennen. Besteht ein Geldwäscheverdacht, muss die Bank evtl. eine Verdachtsmeldung an die FIU (Meldestelle für die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung) abgeben.
Bezogen auf Deinen/Euren Fall könnte es sein, dass über die FIU weitere Banken informiert wurden und deshalb mehrere Deiner/Eurer Konten eingeschränkt worden sind. Ich würde daher jede der drei abgebenden Banken (Trade Republic, Meine Bank und VR Bank Dreieich-Offenbach) kontaktieren und um eine Stellungnahme bitten.
Trade Republic hat die Zahlungen heute freigeben ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
mein Fazit: auf sog. "Spassumbuchungen" werde ich zukünftig verzichten.
Unter Spassumbuchungen, verstehe ich alle vermeidbaren Umbuchungen, welche nur 0,25% oder weniger mehr an Rendite bewirken. Und es ist immer sinnvoll seine Tagesgelder zu streuen und nicht nur bei einer Bank zu haben. Falls eine Bank sich mal quer stellt, man trotzdem noch liquide bleiben kann.
Insofern bietet sich Diversifizierung bzw. Redundanz bei Bankverbindungen immer mehr an, mit der selben Argumentation wie bei der Geldanlage selbst.
Wenn bereits wenige einstellige Testüberweisungen einen Verdacht auslösen können, in dessen Folge alle weiteren Überweisungen verhindert werden, ist das Zahlungssystem bereits nicht mehr funktional, sondern zumindest teilweise kaputt.
@Ernie
Gutes Argument - kein „funktionales Zahlungssystem“. Das Rad muss rund laufen, sonst brauche ich es nicht! Es stört nur noch und behindert mich.
Aus selbigen oder weiteren Gründen, wie z.B. Kontensperrungen aufgrund von Geldwäscheverdacht, fahren kleine Selbstständige und Unternehmungen, in welcher Gesellschaftsform auch immer, mit Ihren Zahlungsverkehrskonten (Giro) zweigleisig. Falls ein Konto kaputt/gesperrt/nicht erreichbar, kann bruchfrei das Alternativkonto in die Bresche springen.
Bei der nächsten Geldprämienaktion halte ich mir die Beantragung eines bedingungslosen und gebührenfreien Zweitgirokontos bei einer anderen Bank, eventuell sogar im Ausland, vor.
Hallo, ich habe das gleiche Problem. Selbst auf eigene Konten werden Echtzeitüberweisungen grundlos nicht ausgeführt und auf Sepa verwiesen. Auch innerhalb der üblichen Limits. Eine Frechheit. Hier sollte man mal was gegen machen. BBVA und Santander alles Problemlos, nur die deutschen VR Banken etc. versuchen das. Eine Frechheit
"Eventuell sogar im Ausland"- Seit letzter Woche ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!