Macht es Sinn, Aktienfonds auf Aktien-ETF´s umzustellen? Was ist sicherer und kostengünstiger? Und was ist bei der Umstellung zu beachten?
@ Oskar: Für eine konkrete Antwort wäre es zunächst hilfreich zu wissen,
- welche Aktienfonds aktuell gehalten werden,
- welche Aktien-ETFs sie ersetzen sollen,
- wo die Fonds derzeit gehalten werden,
- wo die ETFs erworben werden sollen,
- wann die Fonds erworben wurden (wegen der steuerlichen Behandlung beim Verkauf; Stichwort "Altbestand"),
- welches Anlageziel verfolgt und wann dies erreicht werden soll.
ETF steht für "exchange traded fund", also auf ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Die Frage, die du eigentlich stellen willst, ist: Investieren in Fonds mit aktiven Management oder in passive Fonds, die einen (Standard)-Index abbilden.
Es gibt aktiv gemanagte ETFs aber auch Investmentfonds, die nur einem Index folgen.
ETF heisst erstmal nur ausschließlich an der Börse gehandelt. "Klassische" Fonds kann man bei der Fondsgesellschaft kaufen/verkaufen (häufig aber auch zusätzlich über die Börse).
Ja, idR sind Fonds, die passiv einem marktbreiten Index folgen, langfristig einem aktiv gemanagten Fonds meist überlegen, insbesondere durch die günstigere Kostenstruktur.
Ganz konkret bin ich am überlegen, folgende Aktienfonds zu verkaufen und dafür 75% MSCI World | 25% MSCI World Small Caps für 10 Jahre zu kaufen.
Acatis Aktien Global Fonds (978174) 25.000,-
DWS Global Groth (515244) 11.000,-
Fidelity Funds Europa (973270) 8000,-
UniGlobal (849105) 3500,-
Hintergrund, warum ich das in ETF´s umschichten möchte, sind die vielen Überschneidungen der Aktienfonds, die höheren Kosten und der Fakt, dass ETF´s zum Sondervermögen einer Bank zählen und dadurch Insolvenzschutz besteht. Die Aktienfonds sind alle ab 2009 gekauft, sind also kein Altbestand.
Meine Frage ist, ob sich das finanziell rechnet oder ob ich bei der Umschichtung Verlust mache,
Bei der Umschichtung wirst du mit Sicherheit erstmal Verlust machen:
1) Bei Verkauf der bestehenden Aktienfonds muss der Gewinn versteuert werden (außer es ist kein Gewinn aufgetreten)
2) Je nachdem, wo die Aktienfonds gelagert sind, fallen eventuell auch Verkaufsgebühren an
Dadurch steht also weniger Geld zur Wiederanlage zur Verfügung als der aktuelle Wert der Aktienfonds.
3) Je nach Depotanbieter fallen auch beim Einstieg in die ETFs Gebühren an.
Längerfristig kann es sich aber schon lohnen, falls die ETFs in der Zukunft besser performen als die abgestoßenen Aktienfonds.
@ Oskar: Aus steuerlichen Erwägungen könnte es ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!