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Aktienfonds oder Aktien-ETFs

Aktienfonds oder Aktien-ETFs

Registriertes Community-MitgliedOskar am 01.02.2026

Macht es Sinn, Aktienfonds auf Aktien-ETF´s umzustellen? Was ist sicherer und kostengünstiger? Und was ist bei der Umstellung zu beachten?

Star der CommunitySpooky78 am 01.02.2026

@ Oskar: Für eine konkrete Antwort wäre es zunächst hilfreich zu wissen,
- welche Aktienfonds aktuell gehalten werden,
- welche Aktien-ETFs sie ersetzen sollen,
- wo die Fonds derzeit gehalten werden,
- wo die ETFs erworben werden sollen,
- wann die Fonds erworben wurden (wegen der steuerlichen Behandlung beim Verkauf; Stichwort "Altbestand"),
- welches Anlageziel verfolgt und wann dies erreicht werden soll.

Registriertes Community-MitgliedMalwas am 01.02.2026

ETF steht für "exchange traded fund", also auf deutsch ein börsengehandelter Fonds. Somit sind Aktien-ETFs auch Aktienfonds, nur eben an der Börse gehandelt.

Man kann Fonds (egal ob börsengehandelt oder nicht) auch nicht einfach "umstellen". Den Fonds zu wechseln heißt immer den aktuellen Fonds zu verkaufen und den neuen zu kaufen (außer wenn es vom Anbieter ausgeht, weil der alte Fonds aufgelöst wird).

Ansonsten hat Spooky78 schon die richtigen Fragen gestellt.

Registriertes Community-MitgliedSuperkeks am 01.02.2026

Die Frage, die du eigentlich stellen willst, ist: ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Registriertes Community-MitgliedOskar am 02.02.2026

Ganz konkret bin ich am überlegen, folgende Aktienfonds zu verkaufen und dafür 75% MSCI World | 25% MSCI World Small Caps für 10 Jahre zu kaufen.
Acatis Aktien Global Fonds (978174) 25.000,-
DWS Global Groth (515244) 11.000,-
Fidelity Funds Europa (973270) 8000,-
UniGlobal (849105) 3500,-
Hintergrund, warum ich das in ETF´s umschichten möchte, sind die vielen Überschneidungen der Aktienfonds, die höheren Kosten und der Fakt, dass ETF´s zum Sondervermögen einer Bank zählen und dadurch Insolvenzschutz besteht. Die Aktienfonds sind alle ab 2009 gekauft, sind also kein Altbestand.
Meine Frage ist, ob sich das finanziell rechnet oder ob ich bei der Umschichtung Verlust mache,

Besonders engagiertes MitgliedSebastian2 am 02.02.2026

Bei der Umschichtung wirst du mit Sicherheit erstmal Verlust machen:
1) Bei Verkauf der bestehenden Aktienfonds muss der Gewinn versteuert werden (außer es ist kein Gewinn aufgetreten)
2) Je nachdem, wo die Aktienfonds gelagert sind, fallen eventuell auch Verkaufsgebühren an
Dadurch steht also weniger Geld zur Wiederanlage zur Verfügung als der aktuelle Wert der Aktienfonds.

3) Je nach Depotanbieter fallen auch beim Einstieg in die ETFs Gebühren an.

Längerfristig kann es sich aber schon lohnen, falls die ETFs in der Zukunft besser performen als die abgestoßenen Aktienfonds.

Star der CommunitySpooky78 am 02.02.2026

@ Oskar: Aus steuerlichen Erwägungen könnte es eventuell sinnvoll sein, zumindest nicht gleich alle Fonds auf einmal zu verkaufen, sondern dies auf einen längeren Zeitraum zu strecken, um die Freibeträge optimal zu nutzen.

Aus Gebührengesichtspunkten scheint mir derweil ein Wechsel zu (passiven) ETFs grundsätzlich angeraten, da die bislang gehaltenen Fonds doch recht "teuer im Unterhalt" sind. So kassiert allein der genannte Fidelity-Fonds 2,29 % p.a.! Bei den drei anderen sind es jeweils immerhin mindestens 1,70 % p.a.. Das bekommen passive ETFs in der Regel deutlich günstiger hin – bei langfristig meist auch noch klar besserer Performance (vgl.: https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/DE0005152441,DE0008491051,DE0009781740,LU0048578792,IE00B4L5Y983).

Der von KA empfohlene iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) (A0RPWH) kommt z.B. mit 0,20 % p.a. aus, das neue Konkurrenzprodukt der BNP Paribas (A41GS2) oder der sehr ähnlich investierte Amundi Prime Global UCITS ETF Acc (ETF210) verlangen sogar nur 0,05 % p.a.. Da amortisieren sich auch die Kosten für die Umschichtung recht schnell wieder, selbst wenn man nicht zu einem Neobroker geht.*

Was den Sicherheitsaspekt angeht, sehe ich generell keinen großen Unterschied zwischen (aktiven) Investmentfonds und (passiven) ETFs. Beide sind Sondervermögen und im Insolvenzfall des Anbieters oder der Depotbank entsprechend abgesichert. Bei ETFs gibt es darüber hinaus allerdings noch den Sonderfall der „nicht-physischen“ Replikation, bei denen der ETF also nicht die im Index aufgeführten Wertpapiere hält, sondern dessen Performance kostenoptimierend mittels sog. „Swaps“ nachbildet, die von einer dritten Partei, meist etablierten Großbanken, gegen Gebühr organisiert werden. Das sich hieraus ergebene Kontrahenten-Risiko ist jedoch aufgrund bestehender Richtlinien auf 10 % des Fondsvermögens begrenzt und generell eher theoretischer Natur (https://www.justetf.com/de/news/etf/synthetisch-replizierende-etfs-wie-risikoreich-ist-ein-swap-etf.html). Wer aber trotzdem auf „Nummer sicher“ gehen will, sollte bei der ETF-Auswahl auf eine physische Replikation – entweder vollständig oder mittels Sampling (https://www.justetf.com/de/academy/physische-replikation-von-etfs.html) – achten. Auch sollte man möglichst Produkte wählen, die bereits eine gewissen Größe (> 100 Mio. €) aufweisen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass der Anbieter den ETF mangels Rentabilität wieder schließt oder mit einem anderen fusioniert, was zu renditeschädigenden und steuerrelevanten Umschichtungen führen könnte. Der Nachweis einer mehrjährigen Erfolgsbilanz und eine möglichst geringe Abweichung vom Vergleichsindex sind darüber hinaus noch Kriterien, die man im Blick behalten sollte.

* Hinweis: Sofern der Wechsel des Depotanbieters geplant ist, sollte bei der Auswahl nicht nur auf die Kauf-, sondern auch auf die Verkaufsgebühren geachtet werden. Aufgrund der erwarteten Wertsteigerung der ETFs wirken die sich am Ende womöglich deutlich stärker auf die Gesamtrendite aus als vermeintlich günstige "Reinschmeißerpreise" von so manchen "0 €"-Brokern.

Dieser Post wurde am 02.02.2026 um 21:42 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedRoland am 03.02.2026

@Sebastian2: Bei aktiv gemanagten Fonds kann man ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!