Hallo,
ich möchte ca. 30000€ aus einem ehemaligen Festgeld in ETF anlegen. Zusätzlich möchte ich einen Sparplan in Höhe von 100€ machen.
Ich lesenun schon seit einiger Zeit alle möglichen Empfehlungen zu den Depots, werde daraus aber noch nicht so richtig schlau…
Ich habe übrigens bereits sowieso ein Girokonto und ein Tagesgeld Konto bei der Ing Diba und bin damit dort zufrieden.
Investieren würde ich wohl in einen MSCI world …
Was haltet ihr von dem „Smart Invest“ Angebot der Ing Diba? Oder kann ich das auch alleine ? Ich bin leider immer noch total verunsichert…
Freue mich auf eure Tipps!
Hallo, für „Faule“: Man suche sich eine möglichst günstige Depotbank und kaufe einen ETF der möglichst breit anlegt. MCSI World oder ähnlich. Zum Einlesen empfehle ich Literatur von Stiftung Warentest. Da gibt es Sonderhefte dazu. Bei Sparplänen sollte der Plan kostenlos ausgeführt werden.
@ Stini:
- Depot: Da Sie bereits ein Konto bei der ING haben und damit offenbar zufrieden sind, spricht m.E. nichts dagegen, für den geplanten Zweck auch das dortige Depot-Angebot zu nutzen. Das ist zwar vielleicht etwas teurer als bei den meisten Neobrokern, aber dafür hat man eine vergleichsweise solide Bank im Rücken und kann sich sicher sein, dass das im kommenden Jahr anstehende "Payment for Order Flow"-Verbot sich nicht groß auf die Gebührenstruktur auswirken dürfte. Zudem sind einige Aktions-ETFs (https://www.ing.de/wertpapiere/etf/aktion/) sowie die meisten ETF-Sparpläne (https://www.ing.de/wertpapiere/etf/sparplan/) dort ohnehin kostenlos, so dass sich die höheren Handelsgebühren ggf. nur auf die Einmalanlage auswirken dürften. Letzteres könnte man aber auch dadurch umgehen, indem man den Betrag aufteilt und in den ersten Monaten eine höhere Sparrate (max. 1.000 €) wählt, was angesichts einer in nächster Zeit eventuell bevorstehenden Marktkorrektur (Stichtwort: KI-Blase) ohnehin sinnvoll sein könnte.
- ETFs: Hinsichtlich der ETF-Auswahl ist es grundsätzlich angeraten, auf eine breite Streuung und niedrige Kosten (TER) zu achten, da sich diese langfristig auswirken und auf Dauer entscheidender sind als die einmalige Handelsgebühr beim Kauf, die auf maximal 69,90 € / Order begrenzt ist. Was die Aktions-ETFs der ING angeht, würde ich von den kostenlosen Themen-ETFs bzw. aktiven ETFs eher abraten, da diese m.E. keine ausreichende Streuung bzw. keinen langfristigen Mehrwert gegenüber einer passiven Anlage bieten. Empfehlenswerter erscheinen mir da schon eher die sog. "Basis-ETFs" mit einer vergünstigten Handelsgebühr von 1,90 € / Order, von denen aus meiner Sicht vor allem die folgenden, weltweit anlegenden Produkte von Xtrackers, SPDR und Amundi in Frage käme:
https://wertpapiere.ing.de/investieren/wertpapiersuche/etfs?tradeCampaignOrderPrice=1&profitUsage=0&ongoingCharges=~0.5&replicationType=2~1&countryRegion=INT&category=2
Falls einem der MSCI World (z.B. A2N6TD oder A2AQST) zu USA- und Tech-lastig sein sollte, könnte man die Anlage eventuell auch noch um die Ex-USA-Variante (A40X3Z), einen Small-Cap- (A2DWBY) oder Emerging-Markets-ETF (A2ATYY) ergänzen.
Kostengünstige Alternativen zum "klassischen" MSCI World stellen zudem die noch relativ jungen "Prime"-ETFs von Amundi - "Global" (ETF210 / 0,05 %) und "All Country World" (ETF151 / 0,07 %) - dar.
- Smart Invest: Wer es möglichst einfach mag, für den ist sicherlich auch der Robo-Advisor "Smart Invest" der ING eine praktische Alternative. Eine breite Streuung, kostenlose Sparpläne, ein regelmäßiges Recalancing und die Möglichkeit eines kostenlosen Auszahlplans sind nur einige der Vorteile. Dem stehen allerdings auch zusätzliche Verwaltungskosten von 0,75 % p.a. gegenüber (günstiger wird es erst ab 50.000 €: 0,65 %), die man sich bei der Direktanlage sparen kann. Komfort hat nun mal seinen Preis. Wenn man aber unsicher ist und sich nicht groß um seine Geldanlage kümmern möchte, ist man mit diesem Produkt auch ganz gut bedient, wobei es im Robo-Advisor-Markt jedoch auch noch bessere und günstigere Alternativen gäbe (vgl. z.B. hier: https://www.finanzfluss.de/vergleich/robo-advisor/).