Mich beschäftigt die folgende Frage : Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage führt die ausufernde Propagierung von ETFs als Anlageoption bei niedrigen Zinsen und daraus geförderte Nachfrage zu höheren Preisen bei den beworbenen Anlagen. Dem gegenüber steht aber ein Aktien- und Anleihemarkt, also das Angebot, das wahrscheinlich insgesamt nicht in der gleichen Weise wächst, jedenfalls nicht in gleicher Qualität, was mögliche Erträge und Sicherheit betrifft. Auch wenn die Risikostreuung von ETFs dies etwas abfedert, muß man sich auf eine Verwässerung des Angebots einstellen, zumal wenn das realle Wirtschaftswachstum stagniert. Wie stehen Sie dazu?
Mhhh, so richtig verstehe ich deine Frage nicht :-) Wenn es um Angebot und Nachfrage geht, verstehe ich grundsätzlich schon deinen Ansatz. Geht via ETFs die Nachfrage nach ETFs nach oben, müsste man einen Anstieg der Aktienkurse beobachten können. Ist das das, was du mit "Verwässerung des Angebots" meinst? Das Problem bei solchen Überlegungen ist immer, dass wir die Zusammenhänge in unseren Köpfen stark vereinfacht beatrachten. Die Finanzmärkte sind aber viel komplexer und dynamischer als wir uns das manchmal vorstellen. Da greift eine einfache x -> y Korrelation einfach nicht. Das gefährliche ist vor allem, dass es manchmal und zeitweise so aussieht, als gäbe es so eine Korrelation zwischen zwei Faktoren und dann merkt man plötzlich Jahre später, dass die Korrelation nicht mehr da ist. Ein Klassiker hierfür ist die Entwicklung der Kurse von Aktien und Anleihen. Lange Rede, kurzer Sinn: Berechtigte Frage (soweit ich sie verstanden habe), aber ich glaube, eine verlässliche Antwort darauf werden wir nicht bekommen, weil die Zusammenhänge und Einflüsse so komplex und vor allem dynamisch sind. Ich weiß, hilft nicht sonderlich weiter :-) VG, Stefan
Danke für die Antwort. Ich verstehe schon, daß Phantasie und Spekulation Einfluß auf Kurse haben, die die reale Wirtschaftsleistung eines Sektors, Landes, einer Firma nicht real widerspiegeln und damit leicht zur Blasenbildung, schwarzen Freitagen etc. führen. Es wäre ja zu schön, wenn sich nur die Ertragssituation einer Firma in Ihrem Aktienkurs widerspiegeln würde. Es gibt die Relation zwischen X=>Y nur in begrenztem Umfang, wie Sie richtig schreiben. Dann ist es aber umso schlimmer, wenn es Jahre dauert bis dies den "Finanzmarkt-Experten" auffällt, die mangels Anlagealternativen Warenkörbe zusammenstellen und bewerben, bis die Erkenntnis greift. Ich glaube Ihnen gerne, daß Sie den Markt kritisch betrachten. Daher hatte ich gehofft, daß Sie ein paar Hnweise parat hätten, was die Seriosität von ETF Anbietern betrifft und ich noch etwas dazu lernen könnte. Wie auch immer, ich werde in Ihrem Portal weiter gern nach Erkenntnisssen suchen und wünsche Ihnen Freude bei der Arbeit.
Bei Finanztip und Finanzfluss wurde das so ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Dazu gibt's eine ausführliche und nachvollziehbare Besprechung in einem Podcast oder Blog -- entweder beim "Finanzwesir" oder bei "Der Finanzwesir rockt". Kann ich bei Interesse zu finden versuchen. Fazit war, dass die Befürchtung nach Meinung des/der Autoren nachvollziehbar, aber unzutreffend ist.