„Bitte beachten Sie, dass bei längeren Laufzeiten die Zinszahlung am Laufzeitende zu einer zum Teil deutlichen Reduktion der effektiven Rendite führt, wodurch es sich ggf. lohnen kann, auf alternative Angebote mit nominal niedrigeren Zinssätzen, aber jährlicher Zinszahlung zurückzugreifen.„ .. die ‚Minderung der Rendite‘ tritt jedoch nur ein, wenn man nicht jedes Jahr Zinserträge jenseits des Freibetrages hat - oder liege ich da falsch?
Ja, du liegst falsch. Es geht darum, dass es z.B. bei der Banca Sistema keinen Zinseszinseffekt gibt. D.h. du "verdienst" jedes Jahr Zinsen, bekommst aber diese Zinsen komplett erst am Ende der Laufzeit. Andernfalls könntest du die Zinsen erneut verzinst anlegen (es gibt auch Festgeldangebote, wo die Bank das für dich zum vereinbarten Zinssatz macht - dadurch bringt das 4,25-Prozent-Angebot von pbb direkt MEHR Rendite als das Banca-Sistema-Angebot).
Hm, das bezweifele ich. Die BKM ist genau so definiert wie die Banca Sistema: Auszahlung am Laufzeitende. In der Produktinformation steht folgendes:
„Produktbeschreibung
Beim maxSparbrief handelt es sich um eine Einmalanlage zu einem festen Zinssatz für eine fest vereinbarte Laufzeit zwi- schen 1 und 10 Jahren. Die Zinsen werden zum 31.12. jeden Jahres berechnet (Zinseszinseffekt) und am Ende der Laufzeit gutgeschrieben. Der Anlagebetrag zuzüglich der Zinsen ergibt den Nennwert.„
Ich bin der Ansicht, das zum Laufzeitende immer Zinseszinsen bedeutet - oder wie wäre das bei KritAnl sonst beschrieben??
Nein. Die Rechnung beim Banca-Sistema-Angebot ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
.. korrigiere: Zinsen zum Laufzeitende heisst nicht ‚immer‘ Zinseszinseffekt: bei der BKM steht genau das in der ProdInf, bei des Banca Sistema wird genau das ausgeschlossen! Tricky! Da wünsche ich mir von KritAnl, dass das besser unterschieden wird.
Das BKM Angebot über 10 Jahre zu 4,2% ist also besser als das der Banca Sistema zu 5% (ohne dass ich das jetzt nachgerechnet hätte ..)
Das dürfte ungefähr gleich gut sein. Mehr Rendite bringt auf jeden Fall das Angebot von pbb direkt bei Wahl der Wiederanlageoption - das sind effektiv mehr als 5,1 Prozent p.a.
@F.reedt: Sorry, kannst du mir nochmal etwas ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Ich glaube, F.reedt hat kein Problem mit der BKM (mehr), nachdem er verstanden hat, dass die BKM mit Zinseszins rechnet (der effektive Zins also höher ist als der angegebene).
F.reedt hat aber angeregt, dass Kritische Anleger (also Du, @Stefan Erlich :D ) besser zwischen beiden Varianten der Zinszahlung am Laufzeitende unterscheidet.
Siehe Beitrag von F.reedt, 10.10.2023, 22.37 Uhr:".. korrigiere: Zinsen zum Laufzeitende heisst nicht ‚immer‘ Zinseszinseffekt: bei der BKM steht genau das in der ProdInf, bei des Banca Sistema wird genau das ausgeschlossen! Tricky! Da wünsche ich mir von KritAnl, dass das besser unterschieden wird."
Im Moment steht nämlich bei der BKM Sparbrief 10 Jahre Folgendes:
"ZinsgutschriftAm Ende der LaufzeitZinsgutschrift
Bitte beachten Sie, dass bei längeren Laufzeiten die Zinszahlung am Laufzeitende zu einer zum Teil deutlichen Reduktion der effektiven Rendite führt, wodurch es sich ggf. lohnen kann, auf alternative Angebote mit nominal niedrigeren Zinssätzen, aber jährlicher Zinszahlung zurückzugreifen."
Und für die BKM stimmt das ja einfach nicht, weil dank Zinseszinseffekt der effektive Zins gerade HÖHER ist als der angegebene nominale. Hier unterscheidet euer Portal noch nicht wirklich.
Nee, stimmt. Mit der BKM hab ich keine Probleme mehr. Deine Anregung den effektiven Zins besser auf die Regelungen der Bank, hier bei BKM unter Berücksichtigung des ZinsesZinses, zu rechnen, begrüsse ich sehr.
In meinem ersten Post vom 10.10.2023 - 21:26 Uhr, hatte ich den Standardtext von KritAnl zitiert, der bei jeder Bank / jedem Angebot steht, welches nicht fest nach 12 Monaten Zinsen auszahlt. Offensichtlich gibt es für den Fall zwei Modelle im Markt: 1. wie Banca Sistema: Zinsen am Jahresende berechnen, aber nicht auszahlen, aber auch nicht im nächsten Jahr mit der Einlage zusammen verzinsen (ohne Zinseszins), sowie 2. wie BKM: Zinsen am Jahresende berechnen, aber nicht auszahlen, doch im nächsten Jahr der Einlage hinzurechnen und auch verzinsen (mit Zinseszins). Der zitierte Standardtext passt m.E.n. Noch auf Fall Nr. 1., nicht auf Fall Nr. 2., denn da tritt keine Minderung der Rendite auf sondern eine (Ver)Mehrung. Das ist mir jedoch erst im Laufe des Chats hier im Forum so klar geworden.
Ahhhh, sorry, da stand ich kurz auf dem Schlauch :-) Danke euch für die Erklärung. Tatsächlich finde ich in dem Fall die Produktbeschreibung der BKM etwas misleading, weil es auf der Webseite heißt: "Die Zinsen werden dir nach Ablauf der Anlagedauer alle auf einmal ausbezahlt." Das ist ja nur bedingt korrekt, weil sie schon jedes Jahr ausbezahlt werden, nur eben nicht auf das Verrechnungskonto, sondern auf das Sparbriefkonto.
Ich glaube, die Crux liegt am Ende darin, dass wir hier nur eine Angabe haben, nämlich die der Zinsgutschrift. Eigentlich bräuchten wir aber zwei:
1) Zinsgutschrift: z. B. jährlich
2) Zinseszinseffekt:
Für die Angabe zum Zinseszinseffekt könnte es dann folgende Ausprägungen geben:
a) ja, automatisch (durch automatische Gutschrift auf dem Festgeldkonto)
b) manuell möglich (durch Wegtransferieren der Zinserträge vom Verrechnungskonto)
c) möglich unter bestimmten Bedingungen (alles, was es sonst noch so gibt, z. B. Auswahl einer Wiederanlageoption im Kontoeröffnungsverfahren etc.)
Feedback dazu anyone?
Stimmt, der Zinseszins Effekt katapultiert die ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
Aus. Anlegersicht würde ich glaube ich so unterscheiden:
1. Zinserträge werden jährlich ausgezahlt
2. Zinserträge sammeln sich an
Für Fall 2. ergänzend:
A. Angesammelte Zinserträge werden mit verzinst (Zinseszinsen)
B. Angesammelt Zinserträge werden nicht mit verzinst
Mir scheint, solche etwas vereinfachte Sicht kommt dem Normalo-Anleger am meisten entgegen. Die Unterscheidung nach wo Zinsen angesammelt werden ist meist schon zu viel an Details - oder?