Menü
Tagesgeld 4,00%Festgeld 3,50%BankenDepotsETFsForumMein BereichMein BereichLogin
Community  ⟩  Forum  ⟩  Festgeld & Co.  ⟩  Thema
Festgeldanlage

Festgeldanlage

Registriertes Community-MitgliedVIRAS am 08.11.2025

Wieviel bzw. welche Risiken birgt eine 10 jährige Festgeldanlage?
Welche und wieviel Vorteile bringt eine 10 jährige Festgeldanlage?

Star der CommunitySpooky78 am 08.11.2025

@ VIRAS:
1.) Risiken:
- Emittentenrisiko: Die Bank könnte vor Erreichen der Endfälligkeit zahlungsunfähig werden. In diesem Fall würde zwar die gesetzliche Einlagensicherung greifen, aber bekanntlich nur bis zu einem Betrag von 100.000 € (ggf. auch mehr bei zusätzlicher freiwilliger Einlagensicherung). Zudem könnte im Falle einer schweren Bankenkrise auch die gesetzliche Einlagensicherung überfordert sein. Dann müsste der jeweilige Staat eingreifen - soweit er dazu in der Lage wäre.
- Zinsrisiko: Die Zinsen könnten mittelfristig wieder steigen und dann wäre man bis zum Laufzeitende an einen mittlerweile unattraktiven Zinssatz gebunden.
- Inflationsrisiko: Die Inflation könnte bis zur Endfälligkeit stark steigen, so dass die Kaufkraft des Anlagebetrages entsprechend zurückgeht.
- Persönliche Risiken: Man benötigt aufgrund unvorhergesehener privater Ereignisse (z B. Krankheit, Unfall, Scheidung, Arbeitslosigkeit, Todesfall, etc.) plötzlich doch dringend das Geld, kommt aber vor dem Laufzeitende nicht oder nur mit erheblichem Aufwand heran.
- Politische und sonstige Risiken: Die Gesetzeslage (z B. bei der Besteuerung oder der Einlagensicherung) könnte sich ändern, gewaltsame Konflikte könnten ausbrechen, Pandemien, Blackouts oder Naturkatastrophen die Lebensverhältnisse massiv verändern, so dass die Anlage nicht mehr sicher ist oder deutlich an Wert verliert. Klingt alles nach Horrorszenario, aber wer hätte 2019 schon an Corona, den Ukraine-Krieg oder eine 2. Amtszeit von Trump gedacht?

2.) Chancen/Vorteile:
- Kalkulierbarkeit: Sofern keines der o. g. Risikoszenarien eintritt oder gravierende Auswirkungen hat, kann man langfristig mit einer regelmäßigen Verzinsung und entsprechendem Geldeingang rechnen.
- Renditechance: Man sichert sich langfristig einen bestimmten Zinssatz, der i.d.R. höher ausfällt als der für vergleichbare Anlageformen mit kürzeren Laufzeiten (z.Z. bis zu 3,15 % p.a.). Dies würde sich insbesondere dann als lukrativ erweisen, falls das allgemeine Zinsniveau in den kommenden Jahren weiter sinken sollte.
- "Ruhe": Man muss sich bis zur Endfälligkeit nicht um eine Wiederanlage kümmern und kann die hierfür erforderliche Zeit anderweitig nutzen. ;-)

Dieser Post wurde am 08.11.2025 um 14:48 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedArnold am 08.11.2025

@Viras
Ergänzend zu Spooky möchte ich noch ergänzen, dass das Festgeld nicht handelbar ist, es gibt somit auch keinen Kurs bzw. keine Bewertung. Der Kurs steht immer bei „100%“. Das gibt natürlich emotionale Ruhe.

Ich persönlich würde, wenn ich mich so lange binden möchte, dennoch zu Bundesanleihen greifen. Die sind börsennotiert und man kann bei Bedarf vorzeitig aussteigen.
Dafür gibts aber auch Kursschwankungen (Chancen/Risiken), wobei man das ignorieren kann, wenn man bis zur Endfälligkeit halten möchte.

Gruß
Arnold

Dieser Post wurde am 08.11.2025 um 17:40 Uhr geändert.
Registriertes Community-MitgliedMarkus am 08.11.2025

Berücksichtigung von Kapitalerträgen in der ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!

Dieser Post wurde am 29.11.2025 um 17:55 Uhr geändert.