"Im Zuge des nächsten Updates der Banking App und der SecureGo plus-App wird die Mindestanforderung auf Android 10 bzw. iOS 17.4 erhöht. Smartphones mit dem Betriebssystem Android 9 (oder niedriger) bzw. iOS 17.3 (oder niedriger) werden nach dem 11. November 2025 nicht weiter unterstützt. (...) Falls dies nicht möglich ist, kann die Vorgänger-Version der App weiterhin genutzt werden, es erfolgen jedoch für diese Betriebssystem-Versionen keine Updates mehr."
Quelle 20.10.2025: https://atruvia.de/informationen-zum-mobilen-banking
"Grundsätzlich funktioniert die App immer für die beiden letzten veröffentlichten Betriebssystem-Versionen von iOS und Android. Sobald eine neue Betriebssystem-Version veröffentlicht wird, werden ältere Versionen nach einer Übergangszeit aus Sicherheitsgründen nicht mehr unterstützt."
Quelle 20.10.2025 Frage: Welche Version muss das Betriebssystem (...) haben (...): https://securegoplus.atruvia.de/startseite
Ich benutze die SecureGo plus App in Verbindung mit Apple iOS 15.8.5 und frage mich, ob ich ab dem 12.11.2025 grundsätzlich keine Aufträge mehr erteilen werden kann oder "nur" keine Updates und Support erhalten werde? Das Gerät dient als zweiter Faktor, liegt immer zu Hause in der Schublade und wird nur für Bankaufträge genutzt. Hat das Forum hier aus zurückliegenden Betriebssystemaktualisierungen Erfahrungen?
Alternativen, neben der Betriebssystem Aktualisierung mit zwingendem Geräteneuerwerb, sehe ich nur in der Nutzung von Sm@rt-TAN plus in Verbindung mit Chipkarte und einem TAN-Generator mit HDD 1.4 Unterstützung. Die Chipkarte wird voraussichtlich nicht unentgeltlich zu erhalten sein. Unteranderem nutze ich diese kostenpflichtige Möglichkeit bei NIBC. Die Berliner Volksbank bietet dazu die VR-NetWorld Card an. Bei vielen Geschäftsbeziehungen bewerte ich entgeltliche Chipkarten als einen nicht zu unterschätzenden Kostenfaktor. Sieht die Community hier weitere Alternativen?
@ Markus: Da ich mehrere Banking Apps nutze, habe ich vor einem Monat mein Android 9 Smartphone durch ein Smartphone mit Android 16 ersetzt, welches bis März 2030 Updates erhält. Aufgrund der ausgezahlten Tagesgeldzinsen der Berliner Volksbank konnte ich mir diese Investition leisten und die Secure Plus App rechtzeitig auf dem neuen Smartphone aktivieren. Ein Teil meiner Banking Apps würden mit einer zu alten Android Version oder einer alten App Version nach einer Übergangszeit nicht mehr funktionieren.
Atruvia hat mir zur dem Problem mitgeteilt, dass grundsätzlich ältere Versionen noch ein Jahr lang weitergenutzt werden können (z. B. um Aufträge freizugeben). Problematisch würde dies aber dann (so Atruvia), wenn eine "kritische Sicherheitslücke" in der App entdeckt würde, die durch ein Update der neueren Versionen geschlossen werden müsse. (was bei den alten nicht mehr möglich sei). Dann würde aus Sicherheitsgründen die Nutzung alter App-Versionen abgestellt; dies könne gegebenenfalls auch "über Nacht" geschehen!
Fazit: Mit SMS-TAN, die ja auch die Anforderungen der 2-Faktor-Authentifizierung erfüllen, könnte man sich diesen Mist sparen. Da treten nämlich nicht ständig "kritische Sicherheitslücken" auf.
@Howicknick: SMS-Tan ist nicht sicher und erfüllt ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
@Markus
Alternativ kann man sich mit leichten Abstrichen bei der Verzinsung auch auf Banken konzentrieren, die kostenlose oder preisgünstige TAN-Verfahren ohne Smartphone-Kopplung anbieten. Wobei eigentlich nur die benannten Chipkarten, mTAN/SMS oder TAN-Listen in Frage kommen. Hardware-Generatoren werden meines Wissens nur noch über 20€ verkauft.
Auf mTAN setzen etliche Banken: Garanti, Barclays, Bank of Scotland, Wüstenrot, Targo (auch Girokonten), Santander (auch Girokonten) IKB, Akbank und sicher noch andere. Die PBB verwendete vor 2 Jahren noch iTAN.
Mit etwas Abstand wirkt dieses Chaos an TAN-Verfahren, die sich zudem noch regelmäßig ändern, obwohl sie alle den gleichen Zweck erfüllen, ziemlich absurd. Dafür dann noch ein neues Smartphone anzuschaffen, lässt mich an Erich Fromm denken: Die Pathologie der Normalität.
@ Markus: Letztlich ist es doch vor allem eine Komfort- und Kosten- und weniger eine Sicherheitsfrage - vor allem, wenn es sich bei dem Smartphone um ein Zweitgerät handelt, das nicht das Haus verlässt und nur im heimischen WLAN ohne SIM-Karte genutzt wird. TAN-Generatoren gibt es ab ca. 16 - 18 € (zzgl. Versand), die erforderlichen Chipkarten kosten - je nach Bank - noch einmal extra. Brauchbare Android-Geräte mit halbwegs zukunftssicherem Android 15-Betriebssystem bekommt man heute schon ab ca. 65 €. Und anders als mit den Generatoren kann man damit auch noch Oma Ernas Geburtstagsrunde fotografieren, sich im Bett ein Fußballspiel oder die Lieblingsserie ansehen und die neuesten Nachrichten aus aller Welt verfolgen, während man zugleich den Akku seines (ggf. höherwertigen) Primär-Mobilgerätes schont. Also, für mich wäre da die Entscheidung ein „No-Brainer“. ;-)
Ich habe eine andere Interpretation des von Howicknick geäußerten "Mists":
Es gab und gibt bewährte TAN-Verfahren wie mTAN, chip-TAN oder separate TAN-Generatoren, die keine regelmäßigen Sicherheitsupdates erfordern, wie u. a. bei Smartphones. Aber diese werden immer seltener, oft nur auf hartnäckige Nachfrage angeboten und zudem von Banken (falsche Zitate liegen mir vor) und Kunden (auch in diesem Thread) schlechtgeredet.
Über diese Entwicklung kann man sich schon mal ärgern. Und zwar ganz allgemein - die App von Atruvia ist nur ein Symptom dieser Entwicklung und ein Atruvia ein Akteur unter vielen. Und die Entscheidung, welche TAN-Verfahren angeboten und als "sicher" bezeichnet werden, treffen im Wesentlichen die Banken.
Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)SecureGo plus ... → Werden Sie jetzt kostenlos Mitglied der Kritische-Anleger-Community, um den vollständigen Beitrag zu sehen!
An anderer Stelle wurde hier dazu eine Auskunft von Atruvia zitiert, wonach der 12.11.25 zunächst nur das Ende der App-Updates nicht mehr unterstützter Betriebssysteme bedeutet, nicht aber die Funktion dieser Apps. Eine spätere Deaktivierung dieser Apps könne jedoch kurzfristig erfolgen, wenn Sicherheitsbedenken dies erforderten.
Die Berliner Volksbank hat mir übrigens telefonisch sehr freundlich eine kostenlose Signaturkarte (Chip) angeboten, meinen Antrag dann aber kommentarlos 4 Wochen liegen lassen und auf meine Nachfrage erstmal eine Begründung gefordert. Sollte ich doch noch so eine Karte erhalten, berichte ich.